Ich bin Atheist. Bin zwar konfirmiert, dass aber nur, weil ich meinen Glauben erst kurz vor Ende "verloren" habe und ich es dann noch durchgezogen habe. Ich kann einfach nicht glauben, dass es etwas gibt, was die Menschen zwar liebt, aber dennoch so viel Leid verursacht.
Und jetzt zeig mir mal, wie man Atheist auf dem Papier sein kann.
Lies mal Leibniz.Zitat von Masgan
Die Theodizee-Frage stellt man sich auch schon Jahrhunderte, die gängiste Antwort darauf ist aber wohl, dass Gott uns schlichtweg Willensfreiheit geschenkt hat, was aufgrund seiner Allgüte geschah (wenn wir jetzt mal annehmen, Gott sei allgütig, was zumindest Leibniz tat). Somit haben wir auch die Freiheit uns gegenseitig die Köpfe einzuschlagen, denn ein Gott muss nicht zwangsläufig ein intervenierender Gott sein.
Aaah, dann sind also die tausenden Deutschen, die von Kirche und Papst nichts halten und deswegen keiner Religionsgemeinschaft angehören, jedoch trotzdem gläubige Menschen sind und mitunter täglich zu Gott beten, Atheisten? Sehr interessant, ebenso wie die Tatsache dass es offenbar noch Menschen gibt, die den Unterschied zwischen Glauben und Religion nicht verstanden haben.
An wem denn sonst, wenn nicht an ihrer Willensfreiheit? Schließlich hat sie sich selbst dazu entschieden, zu springen, oder etwa nicht?Zitat von Masgan
Ja, na gut. Aber wenn er sagt, er sei Atheist, ist irgendwie klar, dass er damit nicht seine Konformierung meint. ;) Offiziell als Atheist anmelden kann man sich ja immer noch nicht (was ich ehrlich gesagt auch nicht für sonderlich sinnvoll hielte).
Öhm, damit kommen wir aber nicht sonderlich weit. ;) Ich nehme an, es war eine psychische Krankheit, nicht wahr? Nun, das ist durchaus ein schwieriger Fall. Denn inwieweit man unter Einfluss einer geschädigten Psyche noch von Willensfreiheit sprechen kann, ist sicherlich fraglich. Die Frage wäre demnach also eher, wie Gott es verantworten könnte, dass einige Leute geistig benachteiligt auf die Welt kommen. Das wäre dann wohl wirklich ein Argument gegen einen allgütigen Gott.
Geändert von Broken Chords Can Sing A Little (23.10.2007 um 19:39 Uhr)
Hatte die Krankheit direkten (und vor allem entsprechend grossen) Einfluss auf ihre Gehirnfunktion? Wenn nein, hat sie es mehr oder weniger aus freien Stuecken getan. Ja, vllt. hat die Krankheit sie dazu getrieben, bzw sie war so verzweifelt, dass sie es getan hat, aber dann kann man immer noch nicht sagen, dass es nicht ihre eigene Entscheidung war. Und ob ein 5-jaehriger, psychisch davon vermutlich arg getroffener Junge eine so brauchbare Quelle ist, steht auch noch auf einem anderen Blatt...
Dennis' Aussage war, dass du auf dem Papier Christ bist, und damit hat er ja recht (ausser, du bist aus der Kirche ausgetreten).Zitat
Naja, zum Zeitpunkt des Ereignisses war er 5, und dieser Zeitpunkt wird die Erinnerung an die Situation logischerweise entscheidend beeinflussen. Okay, ich habe natuerlich keine Ahnung, inwiefern er sich spaeter noch ueber die Krankheit informiert hat (und er kann ja auch als 5-jaehriger schon glaubwuerdig gewesen sein - ich sag ja nicht pauschal, dass er das nicht ist). Aber okay, ich denke, es ist das beste, wenn wir diese Diskussion jetzt begraben.
Ich bin "absoluter" Ateist. Mehr sage ich nicht, weil man sich im Bezug auf die Religion oft und sehr schnell auf einen Streit einlassen kann. Ich selber bin ungläubig und habe kein Problem damit, wenn jemand einer Religion angehört, egal welcher.
Na und? Was bitte zählt denn das Papier? Es kommt ja wohl auf den eigenen Glauben an, und nicht auf das, was auf irgendeinem Papier steht.
Ich meinte oben keine Kriege oder ähnliches, wenn die Mutter eines damals 5 (!) jährigen Kindes aus dem 5. Stock springt, und das auf grund einer Krankheit, dann lag das wohl kaum an der Mutter, oder?Zitat
Geändert von Masgan (23.10.2007 um 19:16 Uhr)
@Masgan:
Statt irgendwelche Beispiel mal dein Anfangsstatement:
Definiere "viel".Zitat
Wenn zum Beispiel von irgendwelchen Kindern die Eltern sterben, und umgekehrt. Und zwar auf Gründe einer Krankheit oder Unfällen, oder, bei Kindern, bei einer Fehlgeburt. Natürlich könnte man auch sagen "Was interessierts mich, scheiß drauf, mir und meiner Familie gehts gut, was will ich mehr?", aber sowas mMn einfach nur assozial und dumm.
Und ja, ich komme jetzt vielleicht wieder mit irgendwelchen (indirekten) Beispielen, aber so ist es nun mal, und das weltweit.