An guten Ratschlägen mangelt es mir nicht, mein Vater deckt mich damit reichlich ein. Für gewöhnlich versuche ich allerdings, den die Gedanken hinter dem Ratschlag auch zu verstehen.
Wenn ich für einen Ratschlag keine Begründung finden kann, dann halte ich mich normalerweise trotzdem daran. Man mag das als Verlangen nach aufoktroierten Handlungsgrundsätzen deuten, das ist mir recht. Mir ist selber bewusst, dass daraus konservatives, unbedachtes, gewohnheitsbehaftetes Verhalten resultiert, aber meist überwiegt die Angst vor eventuell entstehenden, unvorhersehbaren Nachteilen bei Nichteinhaltung der Ratschläge die Kühnheit, die es erfordern würde, um die Folgen der Nichteinhaltung zu erforschen.
Ein Beispiel:
In offiziellen Briefen, seien es Bewerbungen, amtliche Schreiben oder andere Kontaktformen dieser Art greift man gewöhnlich auf eine bestimmte Sprachform zurück, die weder durch den Begriff "Umgangssprache" noch durch den Begriff "Hochsprache" richtig beschrieben wird. Es handelt sich um bestimmte Formalismen und Formulierungen, die für solche Kontakte typisch sind und schon vor Jahrzehnten gebräuchlich waren.
Obwohl es mir bewusst ist, dass es nur eine Sache der Gewohnheit und keinesfalls eine Notwendigkeit ist, sich auf dieses Sprachniveau zu begeben, mache ich es trotzdem im Zuge des Konformismus und natürlich aus der beschriebenen Angst vor unvorhersehbaren Folgen bei Nichteinhaltung dieser Regel. In diesem speziellen Fall habe ich mir allerdings vorgenommen, mich nach und nach von der Regel wegzubewegen und zu sehen, was passiert.
Ein Versuch, der bedeutend mehr Achtung verdient als jeder in gewöhnlicher Umgangssprache hinschissener Text.Zitat von MrSandman
Wir haben Andorra gerade erst im 13. Jahrgang behandelt.Zitat von MrSandman
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Welchen Schluss darf ich nun für das Niveau des mir zuteil werdenden Unerrichts ziehen?

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