Ich bezweifle hier auch stark, dass er im Moment solche Sachen schreiben sollte. Man wagt sich erst an schreiben über die Nazis heran, wenn man zumindest Mein Kampf gelesen hat und ein bischen was über Rassentheorie und die damit verbundene Blutmetapher weiß. Kritische Poesie ist gut, aber gute Kritik erfordert gutes Kenntnis des Stoffes.
Und wenn man über die Nazis sprechen will, muss man auch über die Wirkungsweise der Wissenschaftlichkeit und des Kommunismuses reden können, der im großen Stile noch vor Hitler Wissenschaftlichkeit als Argument für sich ein nahm. Das allein allerdings ist bei weiten noch nicht genug, da dies nicht alle Quellen sind, aus denen das Zeitalter schöpfte.
Nein, sofern du kein Bürgerrecht in Belgien genießt, war der Ausdruck zumindest halbwegs korrekt angewendet. Natürlich immer noch ein wenig deplazier auf Touristen, aber treffender als "Barbaren" als chiffre für Gewalttätigkeit zu setzen.Zitat
Bei Goyas caprices geht es um Dummheit. Die Konesquenzen einer durchgehend angewandten Vernunft sind nicht weniger schrecklich als die konsequente Dummheit.Zitat
Damit verbunden wären, dass De Sade ganze Kapitel aus dem Werken der Aufklärer kopieren konnte und sie sich in all ihrer Vernünftigkeit nahtlos verbinden, dass ein paar Libertines eine alte Frau von einem Sysiphuskranken vergewaltigen lassen.
Bei Freud um die Mechanismen von denen unter anderem Fremdenhass leben kann. Man hasst ja nicht das Fremde, sondern die Projektion des eigenen in den Fremden.
Das erste Problem allerdings bleibt stets, dass solche Bücher so gut wie allen von uns über den Verstand gehen, sofern wir uns nicht langsam an sie heran getastet haben.






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) dir jetzt blendend organisierte Texte präsentiert. Wäre das der Standart, dann wäre zum Beispiel sowas wie 'M-P Kommentare' nie passiert (und den Kommentar erlaub ich mir jetzt mal mit vorgehaltener Hand).
. Lernen tut man immer, aber ich glaub, man sollte nicht bei Mein Kampf oder Goya anfangen ;P.
... der "allwissende Erzähler") hast du dir eine recht schwierige Erzählform gewählt, was dir vielleicht auch einige Abschläge im Punkto Charakterschilderung abgerungen hat. Trotzdem malst du sehr schön mit deiner Sprache und deine Synonyme ("Himmelsperlen", und es war noch irgendwas, was ich jetzt nich zu finden vermag) sind wirklich sehr sehr hübsch. Besonders gefallen hat mir auch die Inszenierung der Gedankenkommentare, die einerseits teilweise viel Witz hatten ("Kein Anruf unter dieser Nummer"), andererseits auch ein sehr schönes Bild von Ollis Charakter abgegeben haben, ohne, dass du tiefer in seine Gedankenwelt eindringen musstest.