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Thema: Blutinferno

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat von Yerk Beitrag anzeigen
    @ Eynes'Prayer
    Danke für deine Unterstützung
    Ich muss mir übrigens mal selbst in den Rücken fallen.

    Ich habe in Blutinferno im festen Glauben, etwas über sie zu wissen, wirklich über Nazis geschireben.
    Pscht, erster ist das ärgste Selbstinszenierung meinerseits und außerdem ist Ianus ja auch nich der böse Buhmann (sollte das so dargestellt worden sein geht das übrigens auf meine hirnverbrannte Kappe).


    Da ich ungern meinen Stammgastposten im Thread aufgeben will... :

    Die neue Geschichte gefällt mir persönlich ausdrucksmäßig besonders gut (bis auf einige Rechtschreibfehler, aber die macht der Mensch ja im Allgemeinen gern und so schlimm wars jetzt nun auch wieder nich). Inhaltlich ist das ganze manchmal ein wenig verworren und wirkt teilweise etwas unverbunden. Mit dem auktorialen Erzähler (ja, ich bombardier mal schön weiter mit Fremdwörtern ... der "allwissende Erzähler") hast du dir eine recht schwierige Erzählform gewählt, was dir vielleicht auch einige Abschläge im Punkto Charakterschilderung abgerungen hat. Trotzdem malst du sehr schön mit deiner Sprache und deine Synonyme ("Himmelsperlen", und es war noch irgendwas, was ich jetzt nich zu finden vermag) sind wirklich sehr sehr hübsch. Besonders gefallen hat mir auch die Inszenierung der Gedankenkommentare, die einerseits teilweise viel Witz hatten ("Kein Anruf unter dieser Nummer"), andererseits auch ein sehr schönes Bild von Ollis Charakter abgegeben haben, ohne, dass du tiefer in seine Gedankenwelt eindringen musstest.
    Was mich dann also überzeugt hat war a) dein Ausdruck und b) der bewusste Sprach- und Formgebrauch (z.B. die verschiedenen Zeitebenen und die Gedankenschilderung), der dir sehr viel Textsicherheit attestiert. Es muss echt nerven, dass ich immer wieder auf deinem Alter rumhack, aber du bist literarisch eindeutig um einiges reifer =).
    Ich weiß nicht, inwieweit du das beabsichtigt hast, aber dein Schreibstil schwankt eindeutig auf einer sehr professionellen Ebene zwischen Ästhetischem (ich weiß nicht genau, wie man das jetzt anders sagen könnte...jedenfalls ists irgendwie in etwa das Gegenteil zum Cyberpunk - oder sagen wie eher, du verzichtest auf zu krasse Darstellungen) und etwas Zeitgemäßerem (das macht mein sensibles Hirn an "Spast" und "Scheiße" fest, die zwar [meiner Meinung nach lobenswerter Weise] sparsam aber dann doch glaubwürdig oft eingesetzt wurden, auch das Thema Handy ist für mich in Kurzgeschichten immernoch ein arg neuzeitliches =) ). ... Falls das jetzt nicht rausgekommen ist, das sollte ein Lob sein *sfg*.

    Was mich wie oben schon leicht angeklungen ein wenig gestört hat, war die inhaltliche Gesamtabrundung. Wie ebenfalls erwähnt, unterliegt das wahrscheinlich der Erzählform, aber beispielsweise hab ich nicht so ganz mitbekommen, warum genau sich das Mädchen jetzt umgebracht hat (Ollis Reaktion kann ich dann noch besser nachvollziehen, aber das wie ich denke eher deshalb, weil ich einen ähnliches Vorfall im Freundeskreis hatte). Das sind einfach so kleine Tücken, die du noch beachten solltest, nämlich, dass die Szenen miteinander verwebt sind und Ursache und Wirkung irgendwo ersichtlich werden. Das Gros war das allesdings nicht und es gibt weißgott schlimmere Ausrutscher. Wenn man sich die Frage nach dem "warum" mit dem gesellschaftlichen Druck, der auf dem Mädchen lasten musste, erklärt hat, geht der Text flüssig wie von anfang an weiter.

    Was an den Gedankeneinschüben mir persönlich noch auffällt, sind diese ständigen Ausrufe und das "Olli!" "Olli...". Für meinen Geschmack ist das irgendwo etwas unpassend und reißt ein wenig die Gedanken immer wieder ein. Ich glaub, wenn ich gedankliche Selbstgespräche führe, sag ich auch immer mal wieder meinen Namen (oder ich sag einfach "Idiot", was aufs gleiche rauskommt =) ), aber wie gesagt, das war für mich mit der Zeit etwas 'lästig', aber das kann jeder anders sehen.


    Meiner Meinung nach ist dir da ein sehr toller Wurf gelungen (und mit Verlaub, ich denke, das passt sogar um einiges besser, als die politischen Sachen, obwohl die wie mehrfach erwähnt auch was für sich hatten). Ausbaufähig würde ich eigentlich nur noch weniges bezeichnen, weil dein Schreibstil und deine Phantasie für meinen Geschmack nahezu ausgereift sind.
    Ein klein wenig mehr auf die Rechtschreibung achten solltest du trotzdem noch (hab ich erwähnt, dass ich "schwelgen" bis vor einigen Wochen mit k geschrieben habe, bis ich dann was auf die Finger bekommen hab?!), vielleich einfach immer nochmal drüberlesen, aber unlesbar wars durch die kleinen Fehler nun wirklich nich.
    Ansonsten beide Daumen Richtung Wolken =)

    Euh...voilà.

  2. #2
    1. Push
    2. Danke, Eynes Prayer für deine Kritik, aber das Olligerufe alss ich mal so stehen.
    Übrigens hat sich das Mädchen umgebracht, weil Leroy eine extreme Mobbing AKtion eingeleitet hat. Ich weiß jetzt nich so recht, kommt das echt nicht rüber?
    3.
    Zitat Zitat von Ianus
    Um das noch mal besonders als Beispiel für die hier versammelte himmelschreiende Unwissenheit herauszustreichen. Die Verlierer schreiben ebenfalls Geschichtsbücher, aber die Rezeption dieser ist gehemmt. Alle schreiben Geschichtsbücher, alle auf der Welt, aber keine Sau übersetzt diese in andere Sprachen. Nur wir Deutschsprachigen haben eine leichten Spinner mit allem, was die Amerikaner über sie gesagt haben, darum liegt bei uns so viel Siegerliteratur herum.
    Zitat Zitat von Rübe
    Ist dir noch nie aufgefallen, dass die Verlierer immer an allem Schuld sind? Nach '45 wollte keiner mehr Nazi sein, alles nur getäuschte Opfer von einer Elite, die man in Nürnberg beseitigt hatte. Nach '45 gab es bei den Siegermächte auch plötzlich "keinen" Antisemitismus mehr, wie er seit dem späten 19. Jahrhundert vorgeherrscht hatte.
    Will sagen: Dein Einwand ist durchaus berechtigt. Nur schreiben eben die Sieger die Geschichte.
    :P

  3. #3
    Zitat Zitat von Yerk Beitrag anzeigen

    Hm...
    Ja, so ist es. Ich verstehe kaum etwas. und anscheinend nicht mal das was ich in meinen gedanken zu einem Satz geformt habe.
    Erspar mir den Sarkasmus. Es geht um Sachen, die man einem in der Schule nicht beibringt und um Dinge, die sich nicht aus "ein paar" Büchern ziehen lassen.

  4. #4
    He! Das war kein Sarkasmus.
    Man kanns mit dem interpretieren auch übertreiben

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