Der zweite Satz sollte bedeuten, dass die erzeugte Suspension of Disbelieve (aka, dass der Leser das gelesene für Wahr nimmt oder zumindest nachweislich so reagiert als ob) beim Porno verdammt groß ist und das massenhaft Autoren grausam an der Erzeugung der Suspension of Disbelieve scheitern, bzw ihre Leber hergeben würden für das, was die Pornographie schafft.
Aber du hast recht, auch Horrorfilme erzeugen ähnlich wie Pornographie mit immer denselben Mitteln eine organische Reaktion.
Oh, überhaupt nicht! Die Sprache der Pornographie hat sich nicht verändert, de Sade schrieb blos schlechten Porno.
Und bezüglich Literatur...ich bin mir sicher, du könntest auch mit den neueren Sachen wenig anfangen. Was die Erzähltechniken angeht, gehen wir an der Stelle. Eschenbachs Parzival ist so gut (und stellenweise noch besser) als viele heutige Fantasy-Romane, Shakespear hat auch nichts verloren und Büncher's Leonce und Lena ist mir immer noch meine liebste romantische Komödie. Die Literatur ist keine Wissenschaft, und blos weil jemand z.B. die skandalösen Geständnisromane der japanischen Moderne sehr zusagen ist Ihara Saikaku kein schlechter Autor geworden. Es benötigt einfach ein anderes Hintergrundwissen, um das Maximum aus einem Roman heraus holen zu können.







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Das Thema einfach nicht mehr lesen.

) wie auch einen erotischen Film zu sehen - und hier komme die Differenz wieder zum Vorschein. Ich denke hier besonders an die früheren Zeitschriften meiner Freundin (und nein, um gotteswillen nicht die Bravo!) oder filmisch die Szenarien in so manchem französischen Erotikstreifen (und hier möchte ich nicht verallgemeinern, bin aber auch an spezifischen Beispielen ärmlich - man köntne vielleicht sagen, so in etwa die Sparte, die früher mal nachts auf Vox kam). Aufgrund gewisser rechtlicher Vorgaben und auch gewisser Regelfertigkeiten im Genre wird hier eher auf die erotische Fantasie gesetzt, wenn auch noch lange nicht auf subtile Weise.
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nton: ...


