jede neuauflage, mag sie noch so gut sein, die mit einem "mainchar hat einen sohn" arc auftaucht kriegt automatisch 0 / 10... so einfach ist das... ernsthaft es kotzt mich so an
Da ich (mehr oder weniger unfreiwillig) mitbekommen hatte, wie doof das Ende sein soll, hab ich schon das schlimmste befürchtet, aber es lies sich aushalten, bis zu der Stelle wo dann
Was mir aber noch später am Schluss gefallen hat, war als
Oh, und was mir erst hinterher so richtig aufgefallen ist: Kann es sein, dass Indy im ganzen Film praktisch nie Indy genannt wird?
Habe den Film jetzt auch endlich gesehen und bin leider einigermaßen enttäuscht.
Das passte irgendwie einfach nicht. Hat sich nicht wie ein typischer Film der Reihe angefühlt, dabei wollten doch genau das die meisten nach so vielen Jahren.
Imho war der Film zu viel Science-Fiction und zu wenig Indiana Jones >_<
In den anderen Teilen war es immer eine mehr oder weniger religiöse Thematik. Im Prinzip hab ich nichts dagegen, daran etwas zu ändern, und eigentlich hätte ich es auch mit dem nun verwendeten Konzept in Ordnung gefunden, aber das Ganze hätte dafür viel dezenter ausfallen sollen! Bisher war es doch immer so, dass man den ganzen Film über nur von den mystischen Kräften etwas erahnen kann und es ganz am Ende zu einem Hauch von übersinnlichen Ereignissen kommt. Das hat es so interessant gemacht. Im vierten Teil wird man aber geradezu erschlagen von der Grundidee, und das über die gesamte Laufzeit hinweg.
Dadurch wirkte es neben den zahllosen völlig übertriebenen Szenen auch extrem unrealistisch, weshalb ich mich nicht so gut in die Geschichte hineinversetzen konnte wie damals. Der Humor ist auch auf weiten Strecken daneben gegangen, das war beispielsweise in Last Crusade sehr viel subtiler mit der ganzen Vater-Sohn-Sache.
Meine Erwartungen waren nun nicht gerade die höchsten, aber eines habe ich ganz bestimmt erwartet: einen Indiana-Jones-Film zu sehen. Diese Erwartung hat sich aber nicht erfüllt. Tatsächlich fände ich Crystal Skull gar nicht mal so übel als irgendeinen netten Sci-Fi-Fantasy-B-Movie, den man sich ganz gut mal auf DVD-Abenden reinziehen kann, aber mit diesen Charakteren, die eine jahrzehntealte Kinotradition fortführen sollten? Nein danke >_>
Also, ich verstehe nicht, was manche an dem Film so schlecht fanden.
Alles in allem, fand ich den Film allerdings absolut Bombe.
Insgesamt kann ich echt nur sagen, dass ich von dem Film sehr überrascht wurde, da ich mit weniger gerechnet hab, als schlussendlich auf mich zu kam.
Für mich ab sofort der zweitbeste Indy bisher (direkt nach dem letzten Kreuzzug und vor dem verlorenen Schatz).
Naja, das macht eigentlich keinen Unterschied. Außerdem ist George Lucas ein großer Fan von digitalen Filmkameras (was man ihm angesichts der Möglichkeiten und des technischen Fortschritts solcher nicht verübeln darf). Dass er diesen Teil hier auf vor 50 Jahren abgelaufenen Zelluloid gedreht hat wundert mich direkt. Aber er hätte den Effekt auch mit einer digitalen Filmkamera und einiger Bearbeitung hinbekommen.
Denn jeder Film wird heutzutage erst mal "eingescannt", bevor er geschnitten und mit CGI-Effekten versehen wird (Ja, auch Indy IV). Dann wandert er über die Kopierstraßen auf der ganzen Welt und belichtet dort wiederum die Kopien aus, die man dann im Kino zu sehen bekommt.
Digitale Filmkameras liefern mittlerweile (leider) eine deutlich bessere Qualität als 35 mm - Zelluloidfilm. Zusätzlich sind sie um einiges komfortabler. So hat man das ganze gleich in digitaler Form vorliegen und kann es einfach in den PC streamen. Man muss das Ganze nicht erst entwickeln. Die Objektive sind dabei genauso wie bei originären Filmkameras der Marke "35mm". Sie bringen die übliche Tiefenunschärfe. Die Auflösung mit 1920x1080 (1440x1080, wobei der Rechtswert eines Pixels gegenüber dem Hochwert um 4:3 gestaucht ist) reicht für 35 mm Film locker aus. Das Ganze besitzt halt nur eine höhere Farbtiefe, keine Körnung und ist digital. Das kann aber am Computer später alles wieder in den Zustand gebracht werden. Was es nicht mal muss. Denn spätestens im Kino liegt eine Zelluloidrolle im Projektor, auf der der ganze Spaß ausbelichtet ist - und somit bekommt der Zuschauer selbst digitale Filme im "analogen" Look zu sehen.
Wirklich krass ist es dann aber bei der DVD/BlueRay-Disc. Das krasseste Beispiel ist Star Wars Episode II (ein komplett digital gedrehter Film), der im Kino ganz normal aussah, aber dessen DVD-Bild enorm künstlich wirkt. Es gibt keine Körnung. Das Bild sieht "perfekt" aus. Und genau dieses geschleckte und fast reine Bild sieht aus wie eine CGI-Animation. Deshalb sollte und wird auch bei neueren digitalen Filmproduktionen der Umweg über ein sorgfältig kopiertes analoges 35mm-Master genommen, bevor der Film auf DVD/BD überspielt wird, um die Kino-Gewohnheiten des menschlichen Auges zu erfüllen und ihm nicht zu zeigen, dass dies auch eine TV-Serie anstatt eines Kinofilms sein könnte.
Ja, gut, jetzt bin ich etwas vom Thema abgewichen. Was ich eigentlich sagen will ist, dass man die digitale Technik in diesem Bereich nicht verfluchen soll, sondern man soll froh sein, dass es sie gibt. Dadurch verschlechtert sich nichts und ob Filme so oder so gedreht wurden macht letztendlich keinen Unterschied, da heutzutage eh jeder Film mit CGI-Animation nachbearbeitet und digital geschnitten wird. Und es nimmt der Produktion auch ein wenig Risiko ab. So ist es doch sicherer das Material auf der Festplatte zu haben, es gleich backuppen zu können und gleich zu sehen, ob's was geworden ist - im Gegensatz zu früher - wo man erst mal das Ding entwickeln lassen musste (ich denke mit Grauen an meine Super 8 - Zeit zurück) und dann erst sieht, dass es nix geworden ist. Dann muss man das entweder irgendwann nachdrehen oder weglassen. Digitales jedoch ist durch ein Backup sofort vor Verlusten geschützt. Wenn ich Regisseur wäre (und müsste auf mein Budget achten) dann wüsste ich schon, welcher Technik ich mich anvertrauen würde.
Aber jetzt zum Film:
Auch wenn er nicht digital gedreht wurde - er ist trotzdem scheiße. Ich mag die alten Indy-Filme sehr gerne. Nur den hier nicht. Das liegt an folgenden Dingen:
Zu den Schauspielern und so kann man eigentlich nur sagen, dass sie alle ziemlich gut waren, vor allem Harrison Ford natürlich. Die erste halbe Stunde des Films konnte ich wirklich genießen - dann wurde er aber zu langweilig und gleichgültig. Ausserdem wirken die Akteure im Laufe auch komischer und die zwischenmenschlichen Handlungen sind nicht mehr nachvollziehbar.
Sehr schade. Da ging gewaltig was schief. Dramaturgisch aber auch vom Spaß her. Nur die Verfolgungsjagden sind noch recht okay.
Wie schon gesagt sehr schade. Ich fand ihn schlecht. Leider... Mal sehen, was sie sich für Indy V vornehmen.
@Cuzco
Schön, mal einen sachlichen Kommentar zu HD Kameras zu hören - in diversen Internet Foren wird dieses Format verflucht und George Lucas dabei noch mit beleidigt. Wahrscheinlich nur, um Lucas zu bashen, weil es ja unter den neidischen Internet Fans populär ist, und weil CGI, HD Kameras usw. der Tod des Kinos sein sollen...solche Leute haben keine Ahnung und sind, meiner Meinung nach, ewig-gestrig, konservativ statt progressiv.
Viele Leute vergessen wohl, dass man nicht ewig an der Tricktechnik von anno-dazumal hängen kann, dass Fortschritte notwendig sind, um das Medium Film weiterzubringen, und um die Visionen der Regisseure besser umsetzen zu können. Dazu ist CGI in manchen Fällen nun mal notwendig, besonders in Sci-Fi wie Star Wars - oder hätte man da durchgehend Modelle oder stop-motion verwenden sollen (wobei es ja einige aufwendige Miniatur-Modelle für die Prequels gab)?
Und man muss auch an das Finanzielle denken: viele Leute glauben, dass die Srudios so viel Geld für einen Film ausgeben können, wie sie wollen, aber das ist ein Irrglaube. Auch Studios müssen auf das Geld achten und verhindern, dass das Budget eines Films aus dem Ruder läuft (und es gab schon einige Filme, die durch ihr Budget und ihren Misserfolg Studios ruiniert haben oder es zumindest fast geschafft hätten, siehe "Die Piratenbraut" oder "Waterworld"), von daher sind neue und preiswertere Kameratechniken nur von Vorteil, und auch wir werden es zu schätzen wissen, wenn ein Großteil der Kinos endlich mal vernünftig aufrüstet. Lucas und James Cameron fordern neues Equipment für Kinos schon seit Jahren, auch im Hinblich auf 3D Kino, aber irgendwie sträuben sich viele Kinobesitzer noch dagegen.
Und nicht vergessen: CGI kann auch was gutes sein, und wie viele denkwürdige Figuren und Szenen hat uns die Computertechnik beschert? Denkt doch nur an Terminator 2 (der T-1000), The Abyss, die Herr der Ringe Trilogie und sogar die Star Wars Prequels (ich hoffe immer noch, dass die Filme irgendwann mal fair bewertet werden, ohne den perversen Hype, der sie umgab - ich bin mir sicher, dass sie dann viel wohlwollender betrachtet werden).