Ich bin ja schon nicht mit allzu großen Erwartungen in den Film, und leider hat er mich auch nicht positiv überrascht.

Vorab: An Harrison Ford, Shia LaBeouf und Karen Allen gab es überhaupt nichts auszusetzen, alle drei verkörperten ihre Rollen glaubwürdig und sympathisch.
Aber der Rest des Casts war leider ziemlich schwach. Cate Blanchett als Bösewicht war unterirdisch schlecht und eher zum Lachen (ohne in irgendeiner Form witzig zu sein) als zum Fürchten. Die anderen Nebendarsteller waren, bis auf John Hurt vielleicht, absolut farblos und im Vergleich zu den anderen Indy-Teilen deutlich schwächer. Natürlich fehlten auch liebgewonnene (und theoretisch noch verfügbare) Charaktere bzw. Darsteller der vergangenen Episoden.

Überhaupt war der Film in meinen Augen zu seicht und farblos. Kaum Gewalt oder Grusel (wahrscheinlich wegen der Altersfreigabe) und auch der Humor fiel, bis auf ein paar Ausnahmen, lascher aus als in den ersten drei Teilen. Irgendwie waren die meisten Gags und Story-Wendungen einfach zu vorhersehbar.
Der Story fehlte auch ein wenig das religiös-mystische der ersten drei Filme, genauso natürlich wie die Nazis, an die die Sovjets als Bösewichte einfach nicht heranreichen.

Ebenso wirkte der Film stellenweise zu künstlich, es wirkte vieles zu gestellt bzw. einfach unecht, nicht unerhebliche Teile wurden anscheinend im Studio und vor der berühmten blauen Wand gedreht.

Das klingt jetzt vielleicht alles etwas zu negativ; natürlich wurde ich von Indy 4 einigermaßen gut unterhalten und Indiana Jones ist in Würde gealtert. Und natürlich ist der Film auch besser als ein Großteil der Filme, die sonst so in letzter Zeit ins Kino kamen (nicht jedoch Stirb Langsam 4 und John Rambo).
Doch er muss sich an den ersten drei Teilen messen lassen, und an diese reicht er einfach bei weitem nicht heran.