Bitte, bitte, schreibt doch mal eure Meinung zu "Erbe des Planeten", auch wenn sie noch so schlecht ist!

Kapitel VII: Das Tor nach Sektor Nr.7
Cloud spazierte über den verroteten Marktplatz und kam dann wieder zu dem Platz, auf dem einer der Wege zur Steinmauer vor den Slums von Sektor Nr.7 führte. Und vor dem Loch in der Mauer stand Aeris, die ihn frech angrinste. Cloud war ja ein harter Kerl, aber als er sie sah, fuhr er erschrocken und erstaunt zurück.
"Na, schon so früh auf?", fragte Aeris lachend.
"Was willst du denn hier?!", fragte Cloud genervt.
"Dich durch die Slums von Sektor Nr.6 bringen, was hast du denn gedacht?"
Cloud ließ seinen Kopf mit einem Seufzer sinken.
"Wolltest du nun zu Sektor Nr.7 oder nicht?", fragte sie und ging durch das Loch in die Slums des benachbarten Sektors. Cloud folgte ihr widerwillig. Dieses Mädchen war ja wie eine Klette. Die Slums von Sektor Nr.6 waren nicht so vollgestopft mit schwarzen oder grauen Trümmerbergen, aber sie waren nicht minder heruntergekommen und schmutzig. Cloud und Aeris standen nun vor einer Straße, die an mehreren Stellen aufgerissen war und auf der verschiedener metallischer Schrott herumlag, hier und da auch ein aufgerissener Autoreifen.
"Ich war schon mal hier.", begann Aeris, "das hier ist die Hauptstraße der Slums von Sektor Nr.6."
"Schöne Hauptstraße.", meinte Cloud sarkastisch.
Sie gingen über die heilen Teile der Straße und über die Löcher sprangen sie. Plötzlich sprang vor ihnen eine Gruppe von schmudelig angezogenen Kerlen aus einem der Löcher in der Straße. In ihren Händen hielten sie Knüppel und Revolver. Reflexartig zog Cloud sein Schwert.
"All eure Kohle her oder ihr seid tot!", befahl einer der Vagabunden.
"Ihr seid tot, wenn ihr nicht verschwindet!", sagte Cloud mit drohender Stimme.
"Hahaha!", lachte einer der Männer, "´n Schwert, ist denn das zu fassen! Dass es Leute gibt, die so´n Billigteil noch benutzen!"
"Schnauze!", sagte der, der als erster von der Bande gesprochen hatte, "ich hab keinen Bock auf langes Gerede, ich will die Kohle!"
Er stürmte auf Cloud los, der blitzschnell zur Seite auswich und mit der Faust den Hals seines Kontrahenten traf. Der Bandit wankte zur Seite und richtete dann wütend seinen Revolver auf Cloud. Die anderen Vagabunden beobachteten belustigt den Kampf der zwei. Cloud riss sein Schwert hoch und schlug damit dem Banditen seine rechte Hand, in der er den Revolver hielt, vom Arm. Der Mann schrie entsetzt auf und knallte rücklings auf den den Betonboden, auf den jetzt das Blut vom Armstumpf des Mannes floß.
Die anderen Gangster schauten den blutigen Armstumpf ihres Anführers fassungslos und entsetzt an. Dann rannten sie an Cloud und Aeris vorbei, Richtung der Slums von Sektor Nr.5.
"Bande von Feiglingen!", brüllte der verletzte Boss seinen Leuten hinterher und rappelte sich auf. Als Cloud sich wieder zu dem verletzten umdrehte, sah er Aeris, der von dem Verletzten ein Revolver an den Kopf gehalten wurde.
"Aeris!", rief Cloud aus.
Der Gangster rang sich trotz seiner üblen Verletzung ein Grinsen ab. "Ich kriege immer, was ich will, also her mit all eurer Kohle."
Cloud wagte es nicht, anzugreifen, da er Aeris auf keinen Fall verletzen wollte. Er griff in seine Tasche, um die 1.500 Gil herauszuholen, die er nach dem Angriff auf Reaktor Nr.1 von Barret bekommen hatte. Plötzlich riss Aeris ihre Arme hoch, packte den Mann hinter sich am Kragen und warf ihn über ihren Kopf in eines der Löcher in der Straße, das nur etwa einen Meter von ihr entfernt lag.
Cloud schaute sie fassunglos an. Aeris grinste stolz. "Na, wer ist hier bitte in Gefahr?"
Cloud grinste zurück und trat dann an das Loch heran, in dem der Gangster lag, er war bewusstlos. Plötzlich sah Cloud ein weißes Leuchten, das Leuchten einer blauen Kugel, die Aeris in ihrer Hand hielt. Das Leuchten ging auf den Gangster über und erlosch dann.
"Was war das?", fragte Cloud.
"Eine Heilungs-Substanz.", erklärte sie, "der Kerl ist jetzt zwar bewusstlos, aber nicht in Lebensgefahr. Komm, lass uns weitergehen, ehe er wieder aufwacht!"
Das ließ sich Cloud kein zweites Mal sagen und folgte Aeris weiter auf der Straße, deren Ende sie nach einigen Minuten erreicht hatten. Jetzt waren sie auf einem kleinen eingezäunten Feld zwischen mehreren Trümmerbergen. In diesem Feld befanden sich ein Sandkasten, eine weiße Schaukel und eine weißes Rutsche, die in einem runden weißen Ding verlief, auf dem die Nase, die Augen und der Mund eines Teddybären in weiß gebaut waren. Hinter diesem kleinen Spielplatz sahen sie einen großen schwarzen Wall, in den ein großes breites schwarzes Tor eingelassen war.
Aeris strahlte den Spielplatz an. "Ich kann´s nicht glauben, dass der immer noch hier ist." Sie lief lachend zu dem runden Ding mit Rutsche und Teddybärgesicht. An der Seite waren die weißen Sprossen einer Leiter angebaut, die Aeris hinaufkletterte. Dann setzte sie sich oben auf das runde Ding. Cloud tat es ihr gleich und setzte sich oben neben sie.
"Jetzt sind wir am Tor zu den Slums von Sektor Nr.7.", sagte Aeris, "und ich habe alles heil überstanden!"
"Jaja, schon gut, ich habe dich unterschätzt.", gab Cloud zu.
Aeris wechselte aprubt das Thema. "Welchen Rang hattest du?"
"Rang?"
"Den Rang bei S.O.L.D.I.E.R meine ich.", erklärte sie.
"Erster Rang.", entgegnete Cloud.
"Genau wie er...", murmelte Aeris.
"Wie wer?", fragte Cloud.
"Mein erster Freund."
"War´s dir ernst?", fragte Cloud weiter.
"Nicht so ernst, dass ich ihn hätte heiraten wollen, aber ich war sehr verliebt in ihn.", antwortete sie mit leicht erröteten Wangen.
"Wie hieß er? Vielleicht kannte ich ihn durch meine Mitgliedschaft bei S.O.L.D.I.E.R.", meinte Cloud.
"Zackaray.", antwortete sie leise.
"Zackaray...nein, sorry, an den Namen erinnere ich mich nicht.", sagte Cloud nachdenklich.
Auf einmal hörten die beiden ein lautes Dröhnen und das schwarze Tor öffnete sich langsam. Cloud und Aeris verfolgten den Vorgang und sahen dann eine rote Kutsche, die von einem Chocobo, einem vogelähnlichen Wesen mit gelben Federn, gezogen worde, heraus fahren. Cloud konnte einen kurzen Blick durch das Fenster der Kutsche werfen und sah dort drinnen Tifa sitzen, aber sie trug nicht das, was sie gewöhnlich trug, sondern ein sehr freizügiges aufreizendes blaues Kleid, was sehr ungewöhnlich für sie war. Hätte Cloud sie nicht gekannt, hätte er sie auf der Stelle für die Mitarbeiterin in einem Bordell gehalten, aber diese Annahme kam für ihn gar nicht in Frage.
"Was macht Tifa denn da drin?!", brach es aus Cloud heraus. Die Kutsche wendete und fuhr nach links auf einen Weg zwischen mehreren Trümmerbergen. Cloud hatte das Gefühl, dass auch Tifa ihn gesehen hatte.
"Das war Tifa?", fragte Aeris erstaunt, "sie war aber sehr..ähm, du weißt schon wie angezogen."
"Das habe ich gemerkt, aber das passt gar nicht zu ihr. Da muss irgend etwas los sein, ich muss das rauskriegen!" Cloud machte einen großen Sprung von dem runden weißen Ding herunter. Aeris tat es ihm gleich.
"Ich komme mit dir.", sagte sie fest.
Cloud hatte gemerkt, dass es völlig sinnlos war, ihr zu widersprechen und versuchte nicht, sie von ihrem Vorhaben abzubringen. Gemeinsam rannten sie auf den Weg, den die Kutsche genommen hatte.