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Thema: Der Vampir und die Priesterin

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  1. #1

    Lipsand Tarn

    Sie konnte hören, dass Kamahl ebenfalls seine Waffe gezogen hatte. Doch blieb Ihr keine Zeit mehr, seine Kampfkünste zu beurteilen. Eines der Skelette hatte eindeutig vor, der Bretonin mit seiner Axt einen neuen Scheitel zu ziehen. Naasira wirbelte zur Seite und die Axt fuhr ins leere. Zwar wirkte die Waffe ihres Gegners alt und schäbig, doch war sie scheinbar höllisch scharf. Die paar braunen Locken auf dem Boden waren dafür Beweis genug.
    Die Priesterin nutzte den Moment, in dem das Skelett aus dem Gleichgewicht geraten war und konzentrierte sich auf die Kampfeswut Ihres Gegners. Sie konnte den Zorn flammengleich hochschlagen fühlen, während sich der Knochenhaufen Ihr wieder zuwandte. Es war nur ein kurzer Moment nötig, um diese Flamme einzudämmen. Der Angreifer schien nun verwirrt zu zögern. Die Axt zum Schlag halb erhoben, pendelte der Kopf nun unschlüssig hin und her. Mit aller Kraft zielte Naasira auf die dünne Verbindung zwischen Kopf und Brustkorb, um diese zu durchtrennen. Doch der Knochenmann wich im letzten Moment aus und der Schlag traf stattdesen auf den Brustkorb. Der Rückstoss des Schlages vibrierte in Ihren Armen und war so heftig, dass sie Ihr Schwert verlor.

    Dieser Angriff hatte die Bezauberung zunichte gemacht und der Untote nutze Ihre wehrlose Lage direkt zum Gegenschlag. Um dem tödlichen Streich zu entgehen, lies sich die Bretonin rückwärts auf den Boden fallen. Die Hand tastete suchend nach der Waffe, während das Skelett näherkam, um dem nun scheinbar komplett wehrlosen Opfer den Rest zu geben. Sie konnte Ihr Schwert im Staub aufblitzen sehen........doch zu weit entfernt.......ihre Finger stiesen bei der hektischen Suche auf etwas hartes, kaltes.....ein grosser Stein. Mit einer Hand hob sie den Stein (der erstaunlich rund war) auf und schleuderte ihn gegen Ihren Gegner. Als der Gegenstand Ihre Hand verlies, realisierte sie, dass dies gar kein Stein war. Es war ein Totenschädel. Die Wirkung Ihres Wurfgeschosses war trotzdem beachtlich. Der Knochenmann konnte nun einen weiteren Schädel in seinem nichtmehr existierenden Bauch verbuchen. Dieser brachte Ihn soweit aus dem Gleichgewicht, dass die Bretonin sich über den Boden in Richtung Ihres Schwertes werfen konnte. Zum Aufstehen blieb keine Zeit mehr, doch sie löste dieses Problem indem sie Ihrem Gegner erstmal die knochigen Kniescheiben wegschlug. Danach befand sich der Kopf samt Wirbelsäule auf bequemer Höhe
    und diesmal sass der Schlag gegen den dürren Knochenhals.

    Die Knochen fielen in sich zusammen und Naasira sank mit einem Keuchen auf den staubigen Boden der Ruine. Um sie herum drehte sich alles und der kalte Schweiss lief Ihr über den Rücken.
    Mit dem Ärmel wischte Sie die letzten Tropfen von der Stirn. Der Kampflärm in der Halle war erloschen. Sie richtete sich auf, der Moment der Erschöpfung war genausso schnell verflogen wie er aufgetreten war, und vergewisserte sich das es Kamahl gut ging.

    Eine genauere Betrachtung der Halle förderte nichts interessantes zu Tage. Die Priesterin packte sich ein bischen Knochenmehl ein und blieb schliesslich am anderen Ende der Halle stehen. Dort gab es zwei Durchgänge, wovon der eine in die oberen Stockwerke zu führen schien, während hinter dem anderen Torbogen eine Treppe sichtbar wurde die in eine unbekannte Tiefe führte.

    Mit einem Schulterzucken wandte sie sich an Kamahl: “Welchen Weg sollen wir wählen?”
    “ Oder wollt Ihr eine Münze werfen?”, fügte Sie mit einem schiefen Grinsen hinzu.

  2. #2

    Lipsand Tarn

    „Ich denke wir sollten zuerst den Weg nach oben wählen. Ich denke zwar, das das was ich suche sich tiefer in der Ruine befindet, allerdings möchte ich keinen Teil der Ruine ungesichert hinter mir wissen.“ Mit diesen Worten wandte er sich dem Durchgang, der nach oben zu führen schien zu. Die obere Etage erwies sich genauso wie der Kammern der Wache als leer und ziemlich verwüstet. Allerdings konnte man hier an vielen Möbeln Überreste von besonderen Ornamenten feststellen und es gab auch einiges an Silbernem Essgeschirr und Reste von edlen Gewändern, die über die Jahrhunderte ausgebleicht und zerfallen waren. Kamahl steckte sich etwas von dem Silber ein, welches er dann verkaufen würde um seine leere Reisekasse wieder aufzufüllen. Im hintersten Bereich dieser Etage fanden sie eine verschlossene schwere Metalltüre. Da Kamahl sich dafür entschied, was dahinter lag versuchte er sie mit einem Zauber zu entriegeln, was ihm allerdings nicht gelang. Also griff er in seinen Gürtel und zog einen Satz Dietriche heraus, um damit die Türe zu öffnen, wofür er allerdings eine knappe viertel Stunde und ein gutes dutzend Dietriche brauchte. Als er die Tür dann öffnete blickte er in einen großen, kreisrunden Raum, genauso verwüstet war wie die anderen Räume. Hier lagen viele zerbrochene Alchemiegeräte und zerstörte magische Gerätschaften im Raum verteilt, weswegen Kamahl vermutete, das hier nach dem Heilmittel geforscht wurde. Bei der Durchsuchung des Raumes konnte er allerdings keine Hinweise darauf finden, dass ein Heilmittel gefunden wurde. Allerdings fand Kamahl bei einem gut erhaltenen Skelett zwei Tagebücher, eines, das offenbar dem Mann gehört hatte, und ein anderes, in Ayleiden-Schrift, das dieser offenbar gefunden hatte. Er würde diese Bücher einpacken und sie sich bei ihrer nächsten Rast näher ansehen. Da es im Oberen bereich offenbar nichts interessantes mehr zu finden gab entschieden die beiden sich dazu, sich jetzt den unteren Bereich der Ruine anzusehen.

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