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Thema: Der Vampir und die Priesterin

Hybrid-Darstellung

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  1. #1

    Choroll

    Kamahl wartete jetzt schon einige Zeit auf Naasira, allerdings war sie noch nicht erschienen. Langsam machte er sich sorgen, ob sie die Stadt nicht schon verlassen haben könnte. Deshalb fragte er die Khajit ob Naasira die Taverne bereits verlassen hatte. Diese verneinte, weshalb Kamahl sich wieder an den Tisch setzte und weiter wartete.

    Nach einiger Zeit erschien die Bretonin im Gastraum. Sie trug eine schwarze Lederhose und eine dunkelgrüne Bluse. Gleich nachdem sie sich zu ihm gesetzt hatte, tauchte die Wirtin auf und übergab ihr eine zusammengefaltete Notiz mit den Worten: “Der Dunmer hinterlassen dies für Euch. Der andere.” War damit vielleicht der Dunmer gemeint, der heute morgen zusammen mit einem Nord die Taverne verlies, kurz bevor Kamahl diese betreten hatte? Aber egal, was Naasira sonst so tat hatte ihn nicht zu interessieren.
    Während ihr Blick durch den Raum schweifte sagte sie zu Kamahl, “Scheinbar wurdet Ihr aufgehalten. Ihr habt einen recht interessanten Abend verpasst.” Da ihr Blick dabei an einem Holzstapel an der Wand, der vorgestern noch nicht dort war hängen blieb ging er davon aus, das es eine kleine Schlägerei gegeben hatte.
    Er wollte Naasira gerade fragen, wie sie sich entschieden hatte, als sie ihm mitteilte, das sie reisefertig sei und vor dem Aufbruch lediglich frühstücken wollte. Nachdem Talasma, die gerade den Tisch gedeckt hatte, gegangen war erzählte Kamahl Naasira, das es ihm leid tun würde, das er gestern nicht kommen konnte, da er leider die Gastfreundschaft der Stadtwache von Choroll genießen durfte, weil sie es für angebracht hielt, einen Kämpfer, der bereits zu viele „lustige Abende“ während seiner Dienstzeit erlebt und deshalb Tavernen und Wirtshäuser mied, zu bestrafen.
    Nachdem er diesen Punkt geklärt hatte erläuterte er der Bretonin die Planung für den heutigen Tag. Da sie wegen der steilen Gebirgspfade, die sie gehen würde, nicht alzu schnell vorankommen würden, währe es Sinnvoll, ausreichend Proviant mitzunehmen und möglichst früh aufzubrechen. Wenn sie noch am Vormittag aufbrechen würden sollten sie keine Probleme haben, die Ruine vor Einbruch der Nacht erreichen. Allerdings währe es sinvoll, sich vor dem Betreten der Ruine noch einmal auszuruhen, da nicht mit Sicherheit zu sagen war, was sie in der Ruine erwarten würde.

  2. #2

    Chorrol, Eiche und Krummstab

    Während die Bretonin sich ein Brot belegte, schilderte der Dunmer Ihr seinen Zusammenstoss mit der Stadtwache.
    Bei seiner Beschreibung des Weges zur Ruine und dem Vorschlag reichlich Proviant einzupacken, nahm sich Naasira direkt noch eine zweite Schnitte. Nachdenklich kaute sie auf dem letzten Stückchen Brot herum, während sie im Geiste schon Pläne schmiedete. Ihr Marschgepäck enthielt nur das nötigste, den Rest würde sie bei Talasma lassen. Nachtläufer mitzunehmen wäre ein zu grosses Risiko, sie wollte vermeiden, dass sich Ihr geliebtes Pferd die Beine brach. Also musste sie noch in den Stall gehen und dort noch etwas Gold für die Miete hinterlegen. Die Priesterin wollte nicht zurückkommen, nur um festzustellen, dass der Pächter das Pferd verkauft hatte um damit die Mietschulden zu begleichen.
    Proviant dürfte kein Problem darstellen, Talasma würde Ihnen bestimmt reichlich davon zur Verfügung stellen. Während sie sich die letzten Krümmel von den Fingern strich, fiel der Blick der Bretonin auf die Notiz.

    Naasira,
    ich und Thor sind auf dem Weg nach Kvatch, wenn ihr diesen Zettel lest, haben wir Chorrol warscheinlich schon längst verlassen, nicht das ihr euch unnötige Sorgen um uns macht, nur weil wir nicht mehr aufzufinden sind. Ihr seid ziemlich mutig, euch ner Gruppe fanatischer Irrer zu stellen. Vielleicht sehen wir uns wieder. Das heißt falls uns die Deadra nicht in Stücke reißen.
    gez. Tarrior


    Kvatch? Daedra? Die Frau hatte die Geschichten gehört. In Gedanken schickte sie ein kurzes Gebet um die Sicherheit dieser zwei Männer zu Akatosh. Und angesichts Ihres eigenen Vorhabens schickte sie ein noch kürzeres um Ihrer und Kamahls Willen hinterher. Mit einem leichten Lächeln schob Naasira die Notiz in Ihre Tasche. “Mutig? Naja, wir werden sehen.”Sprach sie leise zu sich selbst.
    “Ich organisiere mal unseren Proviant. Wir sehen uns dann in 30 minuten am Stall.” Mit diesen Worten erhob Sie sich um mit Talasma Ihre Vereinbarungen zu treffen.
    15 Minuten später verlies die Bretonin das “Eiche und Krummstab”. Das Essenspaket wog schwer in Ihrem Rucksack, doch die konditionierte Wanderin zog die Riemen des Rucksacks straff und marschierte eilig auf das Stadttor zu.

    Die Augen des Stallbesitzers nahmen ein Geldgieriges funkeln an, als Naasira Ihm die Goldstücke auf die Hand zählte. Die Priesterin nahm den zusammengefallteten Umhang und schwang Ihn um die Schultern, so dass die Stickereien in wilde Bewegung gerieten. Dabei fixierte sie den Nord mit einem bösen Lächeln. “Sollte mein Pferd nicht zu meiner Zufriedenheit versorgt werden, werde ich nicht die Stadtwache benötigen um diesen Missstand zu beheben.” Manchmal hatte es auch seine Vorteile als verrückte Hexe verufen zu sein. Der Mann erblasste sichtlich. “Natürlich, alles geschieht so wie Ihr es wünscht.” Damit drehte er sich eilig um und verschwand in der angebauten Wohnung.
    “Natürlich......” mit einem spöttischen Grinsen in Richtung der Vorhänge, setzte sich die Bretonin auf einen Heuballen und wartete auf Kamahl.

  3. #3

    Choroll - Weg zur Ayleiden-Ruine

    Naasira wirkte während der Mahlzeit sehr nachdenklich. Nachdem sie fertig gegessen hatte las sie den Zettel, der ihr von der Wirtin übergeben wurde, durch und nuschelte etwas vor sich hin. Anschließend teilte sie Kamahl mit, das sie den Proviant organisieren würde und sie sich dann in einer halben Stunde bei den Stallungen treffen würden. Kamahl, der nicht wusste, was er in der Zwischenzeit machen sollte, entschied sich dazu, die Zeit damit zu verbringen sich an den neuen Bogen zu gewöhnen. Deshalb machte er sich auf den Weg in Richtung des Wegschreines von Dibella. Dort in der Nähe stand ein alter Baum, der hervorragend als Übungsziel geeignet war.


    Kamahl hatte seien Übungsstunde beendet und machte sich auf den Rückweg in Richtung Stadt. Der neue Bogen hatte sich als eine gute Waffe erwiesen. Zwar war er größer als die Elfenbögen, die er normalerweise verwendete, und infolgedessen etwas schwerer, was das Halten und Spannen des Bogens ein klein bisschen anstrengender machte, was allerdings durch seine größere Durchschlagskraft und Genauigkeit wieder wett gemacht wurde. Mittlerweile hatte er die Stallungen erreicht, wo die Bretonin, auf einem Heuballen sitzend, schon auf ihn wartete. Sie hatte einen Rucksack geschultert und trug einen rot-schwarzen Umhang, dessen Muster zu tanzen schien, wenn sie sich bewegte. Sie gingen zurück in die Stadt und verließen sie dann wieder über das Nordtor. Von hier aus folgen sie der Straße, verließen sie dann aber nach kurzem und folgen einem gut ausgetretenen Trampelpfad, der hier in die Straße mündete. Während der Pfad am Anfang noch sanft unter den Bäumen anstieg wurde die Steigung bereits nach kurzer Zeit steiler, so das der Fußmarsch nach einiger Zeit anstrengender wurde, vor allem dort, wo der Weg nicht mehr von Bäumen überschattet wurde.

    Die beiden wahren schon gut drei Stunden unterwegs und außer ein paar Rehen und einem einsamen Wolf, der sich aus dem Staub machte, als er die beiden kommen sah, ihnen noch nichts begegnet. Nun waren sie aber endlich auf die Abzweigung gestoßen, die sie in Richtung Ruine führen würde. Da Naasira leicht erschöpft wirkte entschied Kamahl sich dazu, hier eine kleine Pause einzulegen, die Naasira nutzte um etwas zu sich zu nehmen. Kamahl nutzte die Zeit wieder für Waffenübungen, diesmal mit den Schwertern, die er bei dem Nord mitgenommen hatte. Zwar würde er weiterhin das DaiKatana nutzen, man weiß ja aber nie, ob es sich als nützlich erweisen würde. Nachdem die Bretonin einige Zeit ausgeruht hatte machten sie sich wieder auf den Weg. Der Pfad, dem sie jetzt folgten war in einem noch schlechteren Zustand als der, von dem sie gekommen waren. Zwar schien er einmal gut ausgebaut gewesen zu sein, so als ob er dazu angelegt wurde, das große Gespanne auf ihm möglichst einfach die Ayleiden-Festung erreichen konnten, allerdings schien es auch so, als ob mit der Vernichtung der Ayleiden der regelmäßige Verkehr auf dieser Straße ein Ende gefunden hätte. Den die schweren Steinplatten, mit denen der Weg ausgelegt war, waren zu einem Großteil durch die Witterung und andere Umwelteinflüsse gesprungen. An einigen Stellen waren sogar Bäume mitten auf der Straße gewachsen und bei einigen besonders großen Bäumen hatte Kamahl das Gefühl, das sie älter waren als er selbst. Anscheinend war dieser Pfand in den letzten Jahrhunderten nicht mehr genutzt worden zu sein, so dass die Natur ihn sich zurückerobern konnte...

    Es waren mittlerweile zwei Stunden vergangen, seit sie von der Rast aufgebrochen waren. Sie sind zwar nicht so schnell vorwärts gekommen wie am Anfang, was vor allem an dem schlechten Zustand der Straße lag, allerdings müssten sie Kamahls Einschätzungen zufolge die Ruine bald erreichen. Er konnte zwar jetzt schon den Waldrand sehen, allerdings wusste er nicht, wie weit es von dort bis zur Ruine noch sein würde. Kaum hatte er den Wald verlassen sah er über sich auch schon die Überreste der Ruine, die trotz des Verfalles, der hier offensichtlich stattgefunden hatte, immer noch gewaltig waren. Zwar war die Ruine nicht mehr weit entfernt, der Weg dorthin würde aber doch noch etwas länger sein, da sie nur über einen gewundenen Pfad erreicht werden konnte und sie noch hundert Höhenmeter überbrücken mussten.

  4. #4

    Weg zu Lipsand Tarn

    Er hatte sie ja vorgewarnt. Steiler Gebirgspfad hatte er gesagt, langsames vorankommen, erwähnte er so nebenbei. Steinbock müsste man sein. Sie schnitt dem Rücken Ihres Begleiters, der weiterhin mit federnden Schritten den Weg erklom, eine Grimasse.
    Das Wasser in dem Lederbeutel war mittlerweile durch die Sonne aufgewärmt worden und schmeckte schal. Und doch war es der Bretonin willkommen, wie der beste Wein, als es Ihren trockenen Mund und die staubige Kehle durchspülte. Längst waren die schattenspendenden Bäume verschwunden und hatten den spärlichen Ginsterbüschen platz gemacht. Ausgerechnet an diesem Tag lies sich keine Wolke am Himmel blicken und der Schweiss lief Ihr über Gesicht und Rücken. Unter den dichten Locken sammelte sich die Hitze und sie schob zum x-ten male an diesem Tag Ihre Haare im Nacken hoch, in der Hoffnung wenigstens ein bischen Abkühlung zu erhalten.

    Die kleine Pause, die sie an der Abzweigung zu diesem Ziegenpfad, eingelegt hatten, schien schon wieder eine kleine Ewigkeit her zu sein. Den Blick fest auf den zerklüfteten Boden gerichtet, folgte die Priesterin dem Dunmer. Ein grosser Schatten, der auf den Weg fiel, lies sie aufblicken und für einen Moment raubte Ihr der Anblick den Atem. Der Schatten wurde von einem Baum geworfen, nichts ungewöhnliches für einen Schatten. Fazinierend war allerdings die Tatsache, dass solche Bäume in diesen Höhenlagen eigentlich gar nicht existieren durften. Zumindestens nicht in einer solch unverschämten Grösse. Sie fragte sich wie lange es wohl her war, seit dem hier jemand entlanglief.

    Das letzte Stück des Weges hatte es nochmal in sich gehabt. Zufrieden stellte sie fest, das sogar Kamahl leicht erschöpft wirkte. Ihr dagegen zitterten die Knie und das Bedürfniss ganz tief nach Luft zu schnappen, wurde von der Tatsache unterbunden, dass jeder tiefe Atemzug von einem Stechen in der Seite begleitet wurde. Zum Glück lag die Ruine verlassen vor Ihnen. Hätten sich dort ein paar Banditen niedergelassen, sie wäre zu erschöpft zum kämpfen gewesen. Gut, sie hätte sich vieleicht noch auf den Boden legen können und hoffen, dass die Kerle über sie stolpern, während sie versuchten Ihren Begleiter zu meucheln.
    Sie setzte sich auf die Überreste eines Fusses, der vieleicht mal eine Säule gestützt hatte.
    “Das ist es also? Lipsand Tarn? Und hier wollt Ihr noch etwas finden? Ich befürchte die Dinge, die noch nicht zu Staub zerfallen sind, sind hoffnunglos verrostet.” Grosse Teile der Gebäude waren zerfallen, hier und da lagen noch grössere Bruchstücke auf dem Boden. Das was noch stand, war Beweiss für die phantastische Bauart der Ayleidenkultur. Es hielt sie nicht lange auf Ihrem Sitzplatz, bald schon streifte sie durch die Ruine. Ganz anders als die Steine der Festung, waren diese hier so weiss, dass die Sonne von Ihnen reflektiert wurde und einen blendete. Oft fand sie Bruchstücke von Ornamenten, mit Ihr unbekannten Werkzeugen im Stein verewigt. Die Muster ähnelten verschlungenen Ranken und sie fragte sich nicht zum ersten mal, wo dieser Umhang den sie trug, eigentlich ursprünglich hergekommen war. Nachdenklich lies sie Ihre Finger über den immernoch intakten Stoff fahren. Er war noch nie beschädigt gewesen, noch verblasste die Farbe.

    Nahe der Ruine fanden die beiden einen geeigneten Lagerplatz. Sobald es dunkel war, rollte sich Naasira in Ihrer Decke zusammen. Morgen würden sie die Ruine erforschen. Mit diesem letzten, klaren Gedanken überlies sie sich der Welt der Träume.

  5. #5

    Lipsand Tarn

    Nachdem Naasira und er die Ruine erreicht hatten hatte Naasira sich kurz ausgeruht um sich in der Ruine umzusehen. Kamahl folgte ihr, da er nicht wusste, was sich sonst noch alles in den Ruinen herumtrieb. Allerdings erwiesen sich die Ruinen als frei von Feinden, so das die beiden in der Nähe der Ruine ein Lager aufschlugen. Während Naasira sich schon schlafen gelegt hatte übte Kamahl noch etwas mit seinen neuen Waffen. Mit dem Bogen kam er mittlerweile recht gut zurecht, allerdings hatte er immer noch ein paar Schwierigkeiten mit den Schwertern, da er über viele Jahre nur das DaiKatana eingesetzt hatte, welches ganz anderst geführt werden musste als die Einhandversionen davon. Nachdem es endgültig dunkel geworden war legte Kamahl sich neben die Bretonin die bereits seit einige Zeit schlief um sich für die Erforschung der Ruine zu erholen, da er fürchten musste, das es nicht leicht werden würde.

    Kamahl erwachte. Es war mitten in der Nacht. Irgendetwas war faul. Er blickte zu seiner Begleiterin und sah einen Schatten, der sich über sie beugte. Das Wesen hatte anscheinend bemerkt, das es entdeckt worden war, denn noch bevor Kamahl es genauer betrachten konnte war es in der Ruine verschwunden. Da Kamahl fürchtete, das es nochmal zurückkommen würde, blieb er auf und hielt den Rest der Nacht Wache.

    Die Nacht war vorbei und seitdem er auf war hatte sich in der Nähe nichts mehr geregt. Er erzählte der Bretonin von den Vorfällen in der Nacht, allerdings wusste auch diese nicht, um was es sich gehandelt haben könnte. Nachdem Naasira gefrühstückt hatte, Kamahl erzählte ihr, er habe schon während der Nachtwache etwas gegessen, machten sie sich auf in die Ruine.

    Ihr Weg war bisher recht ereignislos verlaufen. Vom Eingang war erst einmal eine lange Treppe in die Tiefe gegangen, bei dem neben den gewöhnlichen Leuchtkristallen der Ayleiden auch noch einige andere Kristalle zu sehen waren. Diese sollten, nach dem was Kamahl über die Ruine wusste, vermutlich Licht ähnlich dem der Sonne abstrahlen, um so zu verhindern, das Vampire fliehen konnten. Allerdings waren diese Kristalle mittlerweile erloschen. Außerdem waren sie auf ein paar kleinere Räume gestoßen, die augenscheinlich als Wach- und Lagerräume genutzt worden waren. Jetzt hatten sie bereist die erste größere Halle erreicht und hatten immer noch nichts gefunden, weder auf Ayleiden-Gegenstände noch auf andere Lebewesen oder Überreste von diesen. In der Halle bot sich ihnen allerdings ein furchtbarer Anblick.
    Die Halle war übersäht mit Skeletten übersäht. Einige davon schienen Ayleiden-Krieger gewesen zu sein, da sie in deren Rüstungen gekleidet gewesen waren. Bei den Rüstungen fehlten häufig Teile und die meisten davon schienen schwer beschädigt zu sein, ob es nun im Laufe der Zeit oder während des Kampfes beschädigt wurden, war allerdings nicht mehr zu erkennen. Außerdem gab es noch Leichen, die Anscheinend Magier waren, da sie in Magiergewänder gekleidet waren. Wie der Stoff der Gewänder die Jahrhunderte überstanden hatte wusste Kamahl nicht und er hatte auch kein Interesse, das zu ergründen. Bei einem Großteil der Skelette war allerdings nicht mehr festzustellen, um wen es sich handelte, allerdings wiesen viele davon ein mehr oder minder ausgeprägtes Vampirgebiss. Zudem waren bei vielen von ihnen Spuren von Schwertern und Feuer an den Knochen zu finden.
    Was war hier geschehen? Hatte es so eine Art Vampir-Epedimie gegeben? Da es sich bei all den Vampiren nicht nur um Versuchsobjekte handeln konnte und viele davon kein besonders ausgeprägtes Gebiss besaßen, war nicht anzunehmen, das es sich um einen Aufstand seiner Artgenossen handelte. Aber wie konnten sich so viele Menschen in so kurzer Zeit angesteckt haben? Gut, man könnte das es kontaminiert haben, aber wieso wurden die Wachen dann nicht davon angesteckt? Und wieso unternahmen die Menschen nichts, als sie merkten, dass sie Infiziert waren? Normalerweise traten schon nach ein paar Stunden die ersten Symptome auf und spätestens nach einem Tag hätten die Forscher merken müssen, dass sie infiziert waren und dann währe immer noch genug Zeit gewesen, sich zu heilen. Was war hier geschehen? Fragen über Fragen, und Kamahl hoffte in der Ruine eine Antwort darauf zu finden.

  6. #6

    Lipsand Tarn

    Als sie durch die Eingangstür der Ruine trat, umfing sie die modrige Luft wie eine Decke und für einen kleinen, schrecklichen Augenblick, hatte sie das Gefühl, dass sie diese Decke ersticken würde. Mit einem panischen Keuchen zog sie Luft durch den geöffneten Mund, weil der Sauerstoff der durch die Nase drang nicht ausreichend schien. Die sich schliesende Tür sperrte Licht und Luft endgültig aus und für einen kurzen Moment hatte die Bretonin den Gedanken “Nun bist du lebendig begraben.”

    Vorsichtig bahnten sich die beiden Ihren Weg durch die ersten Räume. Ein paar zerfallene Bettgestelle, hier und da eine alte Truhe oder ein zerbrochenes Regal. Viel war nichtmehr übriggeblieben. Naasira fragte sich schon langsam, ob diese Ruine den anstrengend Aufstieg wert gewesen war, als sie eine grosse Halle betraten. Kamahl war stehengeblieben und sah irgendwie wachsam aus. Mit zusammengekniffenen Augen versuchte die Priesterin zu erkennen, was dort überall auf dem Boden verteilt lag. Hier und da schimmerte es metallisch, doch der Grossteil dieser unförmigen Gebilde...............ungläubig zog sie scharf die Luft ein und ein fauliger Geschmack breitete sich in Ihrer Kehle aus. “Bei Akatosh, was ist hier passiert?”
    Staub wirbelte über den Knochen auf, hier und da bildete die schimmernden Partikel kleine Säulen die in die Höhe stiegen. Seltsamerweise war kein Luftzug wahrnehmbar, der dies erklärt hätte. Naasira wandte sich Kamahl zu und zog eine Augenbraue in die Höhe. “Kommt das nur mir merkwürdig vor?”
    Ein klapperndes Geräusch lies die Bretonin herumfahren. Staub wabberte nun in dichten Wolken empor und durch die Knochen lief ein deutlich sichtbares Zittern. Eine Gänsehaut jagte Ihr über den Rücken, kroch Ihr über den Nacken und machte auch vor Ihrer Kopfhaut nicht halt. Sie hatte das deutliche Gefühl, dass Ihr nun die Haare zu Berge standen.......Ok, mehr zu Berge als sonst.
    Ein Totenkopf, ca einen Meter von Ihrem Fuss entfernt, begann um sich selber zu kreiseln und sich so in die Richtung einer herumliegenden Wirbelsäule zu bewegen. Tatsächlich wandte der Kopf Ihr die leeren Augenhöhlen zu und wären noch Augen vorhanden, wären sie wohl genau auf Ihr Gesicht gerichtet gewesen. Auch waren keine Lippen mehr vorhanden, die ein höhnisches Lächeln hätten zeigen können. Und doch hätte Naasira darauf geschworen, dass sie dieser Schädel hämisch angrinste. Zu dem Brustkorb gesellte sich nun noch 2 Arme, ein dritter Arm der wohl zu spät angekrochen kam suchte sich derweil eine andere Schulter.
    Mittlerweile war es wohl offensichtlich was Sinn und Zweck dieser Übung war. Der Brustkorb mit Kopf und Armen hatte sich bereits in eine aufrechte Position gekämpft und bewegte schonmal probeweise die Arme und den Kopf. Die Beine waren schon auf dem Weg. Reichlich wackelig stand das Skelett auf und wandte Ihr den Kopf zu. Nur um im nächsten Moment den Mund aufzureissen, doch der Aufschrei blieb stumm und nur ein leises rascheln kündete von den zu Staub zerfallenden Knochen die unter der Last der Jahre einfach zerbröselt waren. Fassunglos starrte die Priesterin noch den Staubhaufen an. Innerhalb weniger Sekunden hatte sich vor Ihren Augen ein skelett aus ein paar zerstreuten Knochen zusammengesetzt und war genauso schnell wieder zu Staub zerfallen. Doch dieser Knochenhaufen war nicht der einzige gewesen, mittlerweile war die ganze Halle in Bewegung geraten, doch die meisten dieser Skelette zerfiel genauso schnell wieder, da die Knochen zu alt und morsch waren um dem beherrschenden Geist noch willig zu sein.
    Drei Knochenmänner bewegten sich allerdings immernoch auf die beiden Eindringlinge zu. Mit einem Klos im Hals zog Naasira Ihr eigenes Kurzschwert und wirkte einen Schildzauber auf Kamahl und sich. Danach empfahl sie Ihre Seele Akatosh und bereitete den nächsten Zauber vor.

  7. #7

    Lipsand Tarn

    Während er immer noch schockiert auf die Knochen schaute hörte Kamahl hinter sich ein klapperndes Geräusch. Als er sich umdrehte sah er, dass der Knochenhaufen in Bewegung geraten war und die Skelette sich wieder zusammensetzten. Nach kurzer Zeit befanden sich in der ganzen Halle halbfertige Skelette, die sich weiter zusammensetzten. Die ersten Skelette würden bald fertig sein und bei dieser Überzahl sah Kamahl kaum eine Chance für sich und Naasira. Er wollte schon fliehen, als die ersten Skelette zu Staub zerfielen, was anscheinend eine Folge des Alters war. Innerhalb kürzester Zeit war die Halle gefüllt mit dem Staub der Skelette, was das Atmen etwas behinderte.

    Nach kurzer Zeit war ein Großteil der Skelette zerfallen und am Ende waren nur noch drei übrig, die allerdings noch in einem guten Zustand waren und anscheinend von erst kürzlich Verstorbenen stammten. Kahaml zog sein DaiKatana, der Bogen war hier nutzlos, um sich ihnen entgegen zu stellen und vernahm, wie Naasira hinter ihm das Gleiche tat. Augenblicke später spürte er, wie sich ein Schildzauber um ihn herum aufbaute.

    Kamahl war leichte verwirrt. Er trug eine Rüstung, wieso wirkte sie einen Schildzauber auf ihn? wollte sie ihn vielleicht noch zusätzlich schützen? Empfand sie vielleicht etwas für ihn? Wenn ja, war es Dankbarkeit, Freundschaft oder doch etwas mehr? Liebte sie ihn vielleicht sogar? All diese Fragen schossen in wenigen Augenblicken durch seinen Kopf, er hatte allerdings keine Zeit, darüber nachzudenken, da die Skelette sie in der Zwischenzeit fast schon erreicht hatten. Also schob er diese Gedanken beiseite und machte sich bereit für den Kampf.

    Das Skelett schlug mit seinem Schwert nach Kamahl, dieser wich allerdings geschickt aus und führte einen Schwertstreich gegen das Skelett, der dessen Schwertarm abtrennte, was das Skelett allerdings nicht im Geringsten störte. Unbeirrt setzte es seinen Angriff gegen ihn fort. Da ein weiteres Skelett sich schon im Anmarsch befand entschied Kamahl sich dazu, den Kampf schnell zu beenden, obwohl er es normalerweise genoss so schwächliche Untote Stück für Stück zu zerlegen. Nachdem der Kopf des Skelettes seinen angestammten Platz verlassen hatte fiel das Skelett in sich zusammen. Nun wandte er sich dem anderen Skelett zu, das nach wenigen Schwertstreichen ebenfalls in sich zusammenfiel. Dann blickte er sich nach Naasira um, wie diese sich schlug.

  8. #8

    Lipsand Tarn

    Sie konnte hören, dass Kamahl ebenfalls seine Waffe gezogen hatte. Doch blieb Ihr keine Zeit mehr, seine Kampfkünste zu beurteilen. Eines der Skelette hatte eindeutig vor, der Bretonin mit seiner Axt einen neuen Scheitel zu ziehen. Naasira wirbelte zur Seite und die Axt fuhr ins leere. Zwar wirkte die Waffe ihres Gegners alt und schäbig, doch war sie scheinbar höllisch scharf. Die paar braunen Locken auf dem Boden waren dafür Beweis genug.
    Die Priesterin nutzte den Moment, in dem das Skelett aus dem Gleichgewicht geraten war und konzentrierte sich auf die Kampfeswut Ihres Gegners. Sie konnte den Zorn flammengleich hochschlagen fühlen, während sich der Knochenhaufen Ihr wieder zuwandte. Es war nur ein kurzer Moment nötig, um diese Flamme einzudämmen. Der Angreifer schien nun verwirrt zu zögern. Die Axt zum Schlag halb erhoben, pendelte der Kopf nun unschlüssig hin und her. Mit aller Kraft zielte Naasira auf die dünne Verbindung zwischen Kopf und Brustkorb, um diese zu durchtrennen. Doch der Knochenmann wich im letzten Moment aus und der Schlag traf stattdesen auf den Brustkorb. Der Rückstoss des Schlages vibrierte in Ihren Armen und war so heftig, dass sie Ihr Schwert verlor.

    Dieser Angriff hatte die Bezauberung zunichte gemacht und der Untote nutze Ihre wehrlose Lage direkt zum Gegenschlag. Um dem tödlichen Streich zu entgehen, lies sich die Bretonin rückwärts auf den Boden fallen. Die Hand tastete suchend nach der Waffe, während das Skelett näherkam, um dem nun scheinbar komplett wehrlosen Opfer den Rest zu geben. Sie konnte Ihr Schwert im Staub aufblitzen sehen........doch zu weit entfernt.......ihre Finger stiesen bei der hektischen Suche auf etwas hartes, kaltes.....ein grosser Stein. Mit einer Hand hob sie den Stein (der erstaunlich rund war) auf und schleuderte ihn gegen Ihren Gegner. Als der Gegenstand Ihre Hand verlies, realisierte sie, dass dies gar kein Stein war. Es war ein Totenschädel. Die Wirkung Ihres Wurfgeschosses war trotzdem beachtlich. Der Knochenmann konnte nun einen weiteren Schädel in seinem nichtmehr existierenden Bauch verbuchen. Dieser brachte Ihn soweit aus dem Gleichgewicht, dass die Bretonin sich über den Boden in Richtung Ihres Schwertes werfen konnte. Zum Aufstehen blieb keine Zeit mehr, doch sie löste dieses Problem indem sie Ihrem Gegner erstmal die knochigen Kniescheiben wegschlug. Danach befand sich der Kopf samt Wirbelsäule auf bequemer Höhe
    und diesmal sass der Schlag gegen den dürren Knochenhals.

    Die Knochen fielen in sich zusammen und Naasira sank mit einem Keuchen auf den staubigen Boden der Ruine. Um sie herum drehte sich alles und der kalte Schweiss lief Ihr über den Rücken.
    Mit dem Ärmel wischte Sie die letzten Tropfen von der Stirn. Der Kampflärm in der Halle war erloschen. Sie richtete sich auf, der Moment der Erschöpfung war genausso schnell verflogen wie er aufgetreten war, und vergewisserte sich das es Kamahl gut ging.

    Eine genauere Betrachtung der Halle förderte nichts interessantes zu Tage. Die Priesterin packte sich ein bischen Knochenmehl ein und blieb schliesslich am anderen Ende der Halle stehen. Dort gab es zwei Durchgänge, wovon der eine in die oberen Stockwerke zu führen schien, während hinter dem anderen Torbogen eine Treppe sichtbar wurde die in eine unbekannte Tiefe führte.

    Mit einem Schulterzucken wandte sie sich an Kamahl: “Welchen Weg sollen wir wählen?”
    “ Oder wollt Ihr eine Münze werfen?”, fügte Sie mit einem schiefen Grinsen hinzu.

  9. #9

    Lipsand Tarn

    „Ich denke wir sollten zuerst den Weg nach oben wählen. Ich denke zwar, das das was ich suche sich tiefer in der Ruine befindet, allerdings möchte ich keinen Teil der Ruine ungesichert hinter mir wissen.“ Mit diesen Worten wandte er sich dem Durchgang, der nach oben zu führen schien zu. Die obere Etage erwies sich genauso wie der Kammern der Wache als leer und ziemlich verwüstet. Allerdings konnte man hier an vielen Möbeln Überreste von besonderen Ornamenten feststellen und es gab auch einiges an Silbernem Essgeschirr und Reste von edlen Gewändern, die über die Jahrhunderte ausgebleicht und zerfallen waren. Kamahl steckte sich etwas von dem Silber ein, welches er dann verkaufen würde um seine leere Reisekasse wieder aufzufüllen. Im hintersten Bereich dieser Etage fanden sie eine verschlossene schwere Metalltüre. Da Kamahl sich dafür entschied, was dahinter lag versuchte er sie mit einem Zauber zu entriegeln, was ihm allerdings nicht gelang. Also griff er in seinen Gürtel und zog einen Satz Dietriche heraus, um damit die Türe zu öffnen, wofür er allerdings eine knappe viertel Stunde und ein gutes dutzend Dietriche brauchte. Als er die Tür dann öffnete blickte er in einen großen, kreisrunden Raum, genauso verwüstet war wie die anderen Räume. Hier lagen viele zerbrochene Alchemiegeräte und zerstörte magische Gerätschaften im Raum verteilt, weswegen Kamahl vermutete, das hier nach dem Heilmittel geforscht wurde. Bei der Durchsuchung des Raumes konnte er allerdings keine Hinweise darauf finden, dass ein Heilmittel gefunden wurde. Allerdings fand Kamahl bei einem gut erhaltenen Skelett zwei Tagebücher, eines, das offenbar dem Mann gehört hatte, und ein anderes, in Ayleiden-Schrift, das dieser offenbar gefunden hatte. Er würde diese Bücher einpacken und sie sich bei ihrer nächsten Rast näher ansehen. Da es im Oberen bereich offenbar nichts interessantes mehr zu finden gab entschieden die beiden sich dazu, sich jetzt den unteren Bereich der Ruine anzusehen.

  10. #10

    Lipsand Tarn

    Kamahl ging, gefolgt von Naasira wieder in die Eingangshalle und wollte gerade die Treppe betreten, die ihn in die untere Ebene führen würde, als er hinter sich einen dumpfen Aufschlag hörte. Als er sich umdrehte entdeckte er die Bretonin, die am Fuß der Treppe nach oben lag. Sie hatte schon die ganze Zeit, in der sie die obere Ebene erkundet hatten, erschöpft gewirkt. Vermutlich war sie aufgrund von Erschöpfung zusammengebrochen. Allerdings war der einzige plausible Grund, der Kamahl einfiel ihre noch nicht lange zurückliegende Gefangenschaft, und das deshalb nach einigen Tagen einen Zusammenbruch hatte hielt er für unwahrscheinlich. Oder hatte es etwas mit ihrem nächtlichen Besucher zu tun? Aber egal, da aller Versuche sie aufzuwecken nichts brachten musste er einen Ort finden wo er sie besser unterbringen konnte. Nach kurzem Überlegen entschied er sich sie in die obere Ebene zu bringen, wo er einige Betten gesehen hatte, die noch brauchbar waren.

    Nachdem er sie auf das Bett gelegt hatte untersuchte er ihre Kopfwunde, die allerdings nicht weiter schlimm war. Nachdem Kamahl sie mit etwas von dem Trinkwasser ausgewaschen hatte verschloss er sie mittels einen einfachen Heilzaubers. Da die Bretonin vermutlich noch etwas Zeit brauchen würde, bis sie wieder aufwacht entschied er sich dazu, sich die Tagebücher, die er bei dem Skelett gefunden hatte näher anzusehen. Eines von ihnen war in einem hervorragendem Zustand, das andere schien von der Zeit allerdings etwas angegriffen zu sein. Er entschied sich dazu, das in schlechterem Zustand zuerst zu begutachten. Die ersten Einträge waren eher uninteressant und leider fanden sich in dem Tagebuch keine Jahreszahlen, anhand deren er feststellen konnte, wann das Buch verfasst war, allerdings fand er nach einige Zeit einige Stellen, die er sehr interessant fand. Anscheinend hatte der Tagebuchschreiber als Söldner bei einem reichen Kaufmann angeheuert:


    3. Herzfeuer
    Dieser Kaufmann hat mich als Söldner angeheuert. Ich soll zusammen mit ein paar anderen Kämpfern, darunter auch ein zwei Kampfmagier der Magiergilde, und ein paar „Fallenexperten“, ehemaligen Einbrechern, einen mysteriösen Gegenstand aus einer Ayleidenruine oben in den Bergen beschaffen. Normalerweise hätte ich den Auftrag abgelehnt, allerdings hat unser Auftraggeber mir als zusätzliche Belohnung neben dem Sold eine Festanstellung als Leibwächter versprochen, wenn ich dieses Artefakt zu ihm bringe.

    5. Herzfeuer
    Wir haben die Ruine, die nach Angaben des Auftraggebers Lipsand Tarn heißt erreicht. Der Aufstieg war schwierig, vor allem, da wir nur eine kurze Pause eingelegt hatten. Da die Magier es anscheinend eilig hatten gingen wir gleich in die Ruine hinein. Im ersten Bereich fanden wir einen großen Schlafsaal, in den noch einige Betten intakt waren, und da wir aller müde waren entschieden wir uns dazu hier eine Pause einzulegen und etwas zu schlafen. Außerdem fand ich ein Tagebuch in einem hervorragendem Zustand, das ich eingepackt habe, da es mein Auftraggeber begierig darauf ist, von weiteren Artefakten der Ayleiden zu erfahren.

    6. Herzfeuer
    Verdammt! Die ganze erste Halle war eine einzige Falle. Die Fallenspürer, die vorgegangen waren, um diese Halle nach Druckplatten oder anderen Ayleiden-Vorrichtungen abzusuchen wurden von Skeletten, angegriffen und lediglich einer von den dreien konnte entkommen, während die anderen beiden getötet wurden. Der Kampf gegen diese Skelette erwies sich als schwerer als gedacht. Obwohl die Skelette sich in einem schlechten Zustand befanden waren sie aufgrund ihrer großen Anzahl immer noch eine Bedrohung und nur dadurch, das die Kampfmagier viele Skelette mit Feuerbällen zu Asche verwandelten konnten wir überhaupt gewinnen. Allerdings haben wir einen weiteren Mann verloren, der sich zu weit vor gewagt hatte und ich wurde verletzt, konnte mich aber mit einem einfachen Trank wieder heilen.

    Wir haben uns im Obergeschoss umgesehen, und da hier oben mit Ausnahme des einen Raumes keine Skelette zu sehen waren haben wir uns dazu entschieden hier ruhen bis die Verletzungen auskuriert sind. Sicherheitshalber habe ich ein paar der Stärkungstränke, die mir unser Auftraggeber mitgegeben hat in einer Nische im ersten Raum auf der Rechten versteckt, da ich irgendwie das Gefühl habe, das der letzte Dieb sich zu sehr für meine Ausrüstung interessierte.

    7. Herzfeuer
    In was für ein Hölle sind wir hier gelandet! Ich wurde heute früh von einer merkwürdigen Kreatur angegriffen und lebe nur noch deshalb, weil einer der Kampfmagier meinen Schreckensruf gehört und mir zur Hilfe geeilt ist. Er schaffte es den Angreifen mit ein paar Feuerbällen zu vertreiben, allerdings schien dieser nur leicht verletzt zu sein. Als wir zu unseren anderen Gefährten eilten mussten wir feststellen, das sie alle verschwunden waren. Was war mit ihnen geschehen? Hatte diese merkwürdige Kreatur sie sich geholt oder waren sie abgehauen? Egal, mir reicht es. Kein Job der Welt ist es wert, das ich Leben dafür opfere. Ich und der Kampfmagier haben uns dazu entschieden die Erforschung abzubrechen und unserem Auftraggeber von dem scheitern des Auftrages zu berichten.

    Alles ist aus. Ich habe nur noch ein paar Stunden zu leben. Am Ende der Treppe wartete unser nächtlicher Angreifer auf uns. Und er hatte sich noch zwei Skelette zur Unterstützung mitgebracht. Nachdem wir den Torbogen durchschritten hatten wurden wir von ihren vergifteten Pfeilen beschossen. Vor Schmerz lies ich meine Waffen fallen und als ich sah, was das Monstrum mit dem Kampfmagier anstellte entschied ich mich dazu, in den Raum verschließbaren Raum im Obergeschoss zu fliehen und darauf zu hoffen, das der Verfolger irgendwann aufgibt. Mir gelang es dann auch gerade noch den Raum zu erreichen und die Tür zu verriegeln, allerdings wird mir das nichts mehr nützen, in meinem Eifer, den Gegengifttrank möglichst bald einzunehmen ist mir die letzte Phiole mit Gegengift aus der Hand gerutscht und am Boden zerschellt. Ich werde sterben. Und was das schlimmste ist, ich werde nie dazu kommen, meine große Liebe zu heiraten.

  11. #11

    Lipsand Tarn

    Nachdem er das Tagebuch gelesen hatte entschied Kamahl sich dazu in dem Versteck nachzusehen, ob die Tränke immer noch dort waren und fand sie tatsächlich. Er steckte sie ein und kehrte in dem Raum, in dem Naasira lag zurück. Er schaute nach ihrer Wunde, die sich bereits zu schließen begann, und flößte ihr ein paar Schluck Wasser ein.
    Anschließend wandte er sich dem anderen Buch zu. Anscheinend war es auch ein Tagebuch, allerdings konnte Kamahl kaum glauben, was darin zu lesen war. Obwohl das Buch in einem außerordentlich guten Zustand war schien es von einem Krieger der Ayleiden geschrieben worden zu sein. Es war in Ayleidenschrift gehalten aber den Göttern sei Dank war sein alter Meister in Hinsicht auf Übersetzungen arg vorsichtig, nachdem dessen Meister aufgrund eines Übersetzungsfehlers in einem Buch gestorben war. Deswegen war Kamahl oft zum verzweifeln gewesen, als er sich durch die Texte gearbeitet hat, und teilweise verfluchte er seinen Meister, aber jetzt dankte er seinem Meister dafür, denn er konnte das Tagebuch ohne Probleme übersetzten.
    Es dauerte zwar einige Zeit, nach ein paar Stunden hatte er es dann allerdings geschafft. Zwischendurch hatte er der Bretonin immer wieder etwas Wasser eingeflösst. Der Anfang war relativ uninteressant und es handelte großteils von Alltagsleben in der Festung. Über die Warenlieferungen aus dem Niebental, von Tagesgeschäft als Wachmann, von seiner Familie und von den Macken der Forscher, die hier bezüglich des Vampirismus forschten.
    Dann gab es allerdings eine interessante Stelle. Der Soldat berichtete davon, das es einen Ausbruch gab. Die Einwohner drehten durch und griffen die Wächter an. Er vermutete, das irgendjemand das Essen der Forscher und normalen Bewohner verseucht hatte. Die Wachen waren davon nicht betroffen, weil es andere Vorratsbehälter für die Wachen gab, die nicht das gute Essen der „höheren Gesellschaft“ erhielten sondern einfachere Nahrung. Der Angriff wurde anscheinend unter schweren Verlusten seitens der Wache abgewehrt. Anscheinend waren die meisten Einwohner, die infiziert wurden dabei vernichtet. Allerdings wurde die Verlobte eines der großen Anführer der Ayleiden infiziert und der letzt Eintrag wies darauf hin, das er diese in einen abgesicherten Raum im Untergeschoss geleiten, wo sich ein paar Phiolen mit Heilmittel befinden sollten. Also schien es so, als ob sich Kamahls Hoffnung nun doch bestätigte und er Heilmittel finden könnte. Nachdem er sich um Naasira gekümmert hatte und feststellte, das sie vermutlich noch eine Zeitlang bewusstlos sein würde wandte er sich ein paar Schwertübungen zu, um nicht zu ermüden und einzuschlafen.

  12. #12

    Lipsand Tarn

    Auf dem Weg in dir unteren Ebenen wirkte Naasira nachdenklich. Was sie wohl beschäftigte? Würde sie von selbst darauf kommen, das sie ein Vampir war? Möglich, allerdings hielt Kamahl das für unwahrscheinlich. Sie würde für alle Anzeichen eine Ursache finden.
    Das sie so lange krank war? Man verliert schnell das Zeitgefühl, wenn man sich in einer Ruine langweilt.
    Das sie sich jetzt so gut fühlte? Man erholt sich gut, wenn man lange schläft.
    Das sie ständig Durst hatte? Musste am Wasser liegen.

    Die meisten fanden fiele Ausreden für ihren Zustand. Zwar war alles merkwürdig, aber das es Vampire gab und man selbst zu einem geworden ist begreifen sie meist recht spät und nach eindeutigen Beweisen dafür. Einerseits erleichterte es den Vampiren ihre Existenz (in Vardenfell ging man davon aus aller Vampire ausgerottet zu haben während seine Artgenossen in entlegenen Grüften und tief in alten Dwemer-Ruinen ihr Leben genossen), andererseits erschwerte es das Anwerben von Vampiren, die sich gerade angesteckt hatten, doch ungemein und führte zu einer hohen Sterblichkeit unter diesen.

    Auf ihrer Suche waren sie auf einen Raum gestoßen, in dem sich ein Brunnenschacht befand, an dem die Bretonin ihren Schlauch füllte und noch ein paar Schlücke zu sich nahm, um ihren Durst zu stillen, was allerdings nicht funktionierte. Auf ihren weiteren Weg begegneten sie lediglich ein paar Skeletten, die allerdings in einem schlechten Zustand waren und relativ einfach zu besiegen waren. Als die Naasira einen Schädel aufhob, der sich in einem guten Zustand war hoffte Kamahl, das sie endlich begreifen würde, allerdings steckte sie den Schädel ein, vermutlich für Forschungszwecke.

    Sie waren nun schon einige Zeit unterwegs und hatten gerade einen schmalen Pfad betreten, als die Bretonin, die hinter ihm lauf ihn plötzlich ansprach. „Ihr wusstet von den Vampiren. Ihr habt es von Anfang an gewusst. Was bei allen Höllen Oblivions ist so interessant, dass Ihr in eine mit Vampiren verseuchte Ruine reingeht. Und die noch viel interessantere Frage: Was habe ich hier zu suchen!!“, wobei sie sich immer weiter hinein steigerte, so das sie am Ende fast schrie. Dabei gestikulierte sie wild mit den Armen, was dazu führte, das ihr Haarband verrutschte und ihre Haare ihr ins Gesicht sprangen. Während Kamahl sich noch überlegte, was er darauf antworten sollte strich die Bretonin mit einem genervten Schnauber ihre Haare zurecht und steckte sie sich hinters Ohr.

    Ihr Blick lag allerdings nicht mehr auf ihm ihm, sondern auf irgendetwas, das hinter ihm lag. Kamahl drehte sich um und bemerkte erst jetzt die steinerne Tür, die ihren Weg versperrte. Von ihr ging plötzlich ein leises Summen aus und auf ihr waren Verzierungen angebracht, die geformt wie ein fein verzweigter Baum, in hellen Grün- und Blautönen leuchtete. Er vernahm ein „Was zur H........ , bei Akatosh, was ist das?“ von Naasira hinter ihm, womit sich seine Gedanken wieder auf sie und das was sie ihn gefragt hatte richtete.

    Er blickte ihr fest in die Augen, die jetzt wieder auf ihn gerichtet waren und antwortete ihr: „Ja, ich wusste davon, das die Möglichkeit besteht, in dieser Ruine auf Vampire zu stoßen. Ich fand in einer anderen Ayleiden-Ruine in der Nähe der Kaiserstadt Aufzeichnungen, die darauf hinwiesen, das in dieser Ruine Forschungen bezüglich des Vampirismus durchgeführt wurden. Allerdings hielt ich das Risiko, das sich in der Ruine immer noch Vampire befinden für sehr gering. Ich hoffte hier auf ein Heilmittel für den Vampirismus zu finden. Wozu ich euch mitgenommen habe? Ich ging davon aus, das es sich vielleicht um Wiederherstellungsmagie auf höchstem Niveau handeln könnte, und da ich mich damit nicht auskenne habe ich euch gebeten mitzukommen. Allerdings scheint es sich dabei laut dem Tagebuch das Wachsoldaten um Tränke handeln. Wieso ich mich für ein Heilmittel interessiere? Weil ich selbst seit über zwei Jahrhunderten dazu verdammt bin mein Leben als Blutsauger zu führen. Übrigens begann das alles damit, das ich nach dem Kampf mit einem Vampir drei Tage lang bewusstlos und in Fieberträumen vor der Tür, hinter der ich ihn eingesperrt hatte, lag und danach in Topform und mit leichtem durst aufwachte. Einem Telvanie-Magier, in dessen Turm ich mich vor der Sonne verstecken wollte, gelang es mittels der Aufzeichnungen seines Meisters, der sein Leben mittels Vampirismus verlängern wollte, mich von einem Großteil der Folgen zu heilen. Allerdings war dem Meister in der letzten Phase ein Fehler unterlaufen, der auf eine falsche Übersetzten zurückzuführen war, was dazu führte, das er und alle Aufzeichnungen zu der letzten Phase vernichtet wurden. Das du ein Vampir bist hast du übrigens dem nächtlichen Besucher zu verdanken. Ich bin aufgrund des Heilrituals nicht mehr in der Lage andere mit der Krankheit anzustecken. Außerdem habe ich immer ein paar Phiolen mit Menschenblut dabei, das reicht um mich auf den Beinen und bei Verstand zu halten und verhindert, das ich meine Prinzipien breche und von Menschen trinke, die ich näher kenne. Das führt meist nur zu unnötigen Komplikationen.“ Bei seinen letzten Worten kramte er in seiner Tasche und reichte der jungen Vampirin eine Phiole mit Blut und fügte, als er ihren Blick sah, hinzu, das er wenn er von Menschen trinkt, immer etwas abfüllt und für Zeiten, in denen er nicht von Menschen trinken konnte, aufbewahrte und er dabei immer darauf achtet nur so viel Blut zu nehmen, das für den Menschen kein Risiko bestand.

    Danach wandte er sich wieder der Tür zu und betrachtete sie genauer. Es war kein Griff vorhanden, mit dem man sie hätte öffnen können. Vermutlich musste er einen bestimmte Stelle am Baum hinein drücken, damit die Tür sich öffnete. Als er sich der Tür jedoch näherte fuhr diese von ganz alleine nach oben. Ob es sich hierbei um eine Falle handelte. Er blickte die Bretonin mit einem fragenden Blick an und wartete auf eine Reaktion von ihr.

  13. #13

    Lipsand Tarn, untere Ebene

    Fassungslos blickte Naasira auf die kleine Phiole in Ihrer Hand. Die rote Flüssigkeit da drinnen bewegte sich träge und als sie das plötzliche Bedürfniss übermannte diese Phiole zu leeren, kämpfte sie diesen Impuls mit purem Zorn nieder. Ihre Hand schloss sich fest um das kleine Glasgefäss. So fest, bis es schliesslich splitterte und das Blut Ihr zwischen den Fingern herauslief. Die vielen Scherben die Ihr in die Hand schnitten kümmerten sie nicht.

    Das Geräusch der hochfahrenden Tür lies sie aufblicken und die Bretonin begegnete dem fragenden Blick des Dunmers. Scheinbar hatte auch er keine Ahnung warum sich diese Tür nun geöffnet hatte.
    “Ich bin KEIN Vampir!!” fuhr sie Kamahl heftig an, obwohl sie genau wusste wie falsch diese Behauptung war.

    “Oh, und ob Ihr das seid Süsse. Nur die Gegenwart eines Vampirs lüftet den Schild der diese Tür verschliest.” Die spöttische Stimme kam aus dem inneren der Kammer. Der weiche, einschmeichelnde Ton lies keinen Zweifel darüber zu, dass es sich um einen Mann handelte, der sich dort aufhielt. “Euer Blut war das süsseste was ich seit Monaten kosten durfte.” genüsslich fuhr sich der Altmer in der Kammer mit der Zunge über die Lippen. “Doch Euer Gefährte hier hat mich gestört. “ Sein intensiver Blick richtete sich nun abschätzend auf den Dunmer. “Ihr hättet Sie Euch selber nehmen sollen, solange Ihr noch die Chance dazu hattet.” Das hämische Lachen des fremden Vampirs hallte von den engen Wänden des Ganges wieder. Seine Worte und der Spott hatten in Naasira einen Schalter umgelegt. Sie war schnell...........verdammt schnell..........bezweifelte das sie jemals im Training mit dem Schwert so schnell gewesen ist. In Ihr kochte ein Zorn, der sich in einem verzweifelten Schrei seine Bahn schlug. Die Bretonin schob Kamahl einfach beiseite und zog bereits Ihr Schwert. Sie war schnell........doch der Altmer war schneller. Mit einem geradezu spöttischen Lächeln schlug er Ihr auf den Schwertarm und die Waffe fiel Ihr aus der nunmehr tauben Hand. Dann holte er aus und verpasste Ihr eine Ohrfeige, die sie in die Ecke des Raumes rutschen lies. Ungläubig hob Naasira die Hand an die brennende Wange.

    “Willkommen bei den Vampiren. Gewöhn Dich besser dran Süsse und such Dir nen hübschen jungen Kerl zum aussaugen.” Mit wackeligen Knien erhob die Bretonin sich. Die Erkenntniss darüber, dass der fremde Altmer recht hatte, lies eine Welle der Verzweiflung in Ihr aufsteigen. Die Priesterin blickte auf die langen, schlanken Finger, die schon so vielen Menschen geholfen hatten.
    “Aber ich bin eine Heilerin. Ich heile die Menschen. Eine Heilerin!” Mit Verzweiflung in den Augen lies sie den Blick von dem Altmer zu Kamahl wandern.
    “Tja, jetzt nicht mehr Schätzchen.”
    Sie war eine Heilerin, allerdings wusste sie auch um die Kräfte die Heilung umzukehren. Mit einem Fauchen fuhr sie herum, um Ihm seinen Sarkasmus und den Lebensfunken zu entziehen. Doch Ihr Zauber sties auf eine undurchdringliche Wand. “Eine echte Wildkatze. Gehört Sie Dir oder kann ich sie haben?” bemerkte er an Kamahl gewandt. “Kätzchen, du hast noch ne Menge zu lernen.”, dabei zwinkerte er Naasira zu, die bebend vor Zorn in der Ecke stand. Ihre Fingernägel gruben sich ins Fleisch ihrer Daumenwurzel, um den Impuls zu unterdrücken einen weiteren, fruchtlosen Angriff zu unternehmen.
    Stattdessen funkelte sie Kamahl an. Wenn es hier wirklich ein Heilmittel gab, war dieser Vampir ihre beste Chance es zu erhalten. Doch wahrscheinlich würde es Ihnen nicht so einfach geben.
    'Mach was!' schien Ihr Blick zu sagen.....................

  14. #14

    Lipsand Tarn

    Auf dem Weg aus der Ruine heraus dachte Kamahl lange über seine Beweggründe nach. Hatte er das Heilmittel wirklich nur aufgrund eines Schuldgefühls und der Nebenwirkung herausgegeben oder hatte war der eigentliche Grund nicht ein ganz anderer gewesen? Wollte er überhaupt noch geheilt werden? Als Vampir würde er ewig leben, war zäher und stärker als viele der Sterblichen und konnte sich aufgrund der Behandlung des Telvani frei unter den Menschen bewegen. Wie würde es ihm als Sterblicher ergehen? Könnte er als Mensch überhaupt weiterleben oder war er schon zu lange ein Vampir und hatte sich psychisch bereits zu sehr verändert? Würde er nach der Heilung vielleicht sogar verhungern, weil er keine normale Nahrung mehr gewohnt war?
    Diese und noch viele andere Gedanken gingen dem Dunmer, dem man sein Alter nicht ansah, durch den Kopf als er auf dem Weg zum Ausgang war. Und als er den Ausgang erreicht hatte hatte er einen Entschluss gefasst. Er würde sich eine andere Beschäftigung suchen. Die Suche nach einem Heilmittel würde er aufgeben und sich ganz der Erforschung des Arkanen widmen. Und wenn er dabei auf eine Möglichkeit stoßen würde, einige der Nachteile seines Unlebens zu beseitigen, so würde er diese Dankend annehmen. Jetzt musste er nur noch einen Ort finden, an dem er mit seinen Forschungen beginnen konnte. Allerdings würde er erst Naasira zurück nach Choroll geleiten. Und da diese etwas auf sich warten ließ lehnte er sich an eine der Säulen und wartete auf das eintreffen der Bretonin.

  15. #15
    Im ersten Moment blendete sie das grelle Sonnenlicht, dass von den weissen Mauerresten der Ruine noch reflektiert wurde. Doch schnell gewöhnten sich Ihre Augen an die anderen Lichtverhältnisse und die Bretonin konnte den Dunmer an einer Säule stehen sehen.

    Für einen Moment war die Priesterin erleichtert, dass Kamahl sich nicht alleine auf den Weg gemacht hatte. Sie rollte das Stoffband auf, mit dem sie sich sonst die Haare zurückband und machte das Tuch in einem nahen, kleinen Wasserlauf nass. Dann wrang sie es leicht aus und bedekte mit dem Tuch Kopf und Haare bevor sie es verknotete. So würde es genug Schutz vor der stechenden Sonne liefern.

    Der Abstieg nach Chorrol erwies sich als wesentlich einfacher und schneller als der Aufstieg. Trotzdem waren die beiden Reisenden gezwungen noch eine Nacht im Freien zu verbringen, bis dann schliesslich am frühen Mittag des nächsten Tages die Stadttore von Chorrol in Sicht kamen.

    Ihr eigener Schecke, Nachtläufer, grasste zufrieden auf der Koppel. Mit einem erleichterten Seufzer tratt die Bretonin in den Schatten der mächtigen Stadttore. Eine kurze Weile ruhte Ihre Hand auf den verzweigten Ästen der Eiche, die ins Stadttor eingelassen war, bevor sie schliesslich durchging. Irritiert stellte sie fest, dass sie dieses Gefühl nur mit "heimkommen" gleichsetzten konnte. Und das war es wohl wirklich. Als sie die mittlerweile vertrauten Gebäude von Chorrol erblickte und die Kinder unter der Eiche fangen spielen sah, konnte sie gar nicht anders als zu Lächeln. "Also gut, dann kann ich mich auch gleich nach einer eigenen Unterkunft umsehen." Flüsterte sie leise. Sie konnte nicht sagen wem sie dies erzählte. Vieleicht Ihren Eltern, die noch immer nicht wussten, wohin Ihre Tochter verschwunden war. Oder auch Akatosh, der scheinbar der Meinung war, dass sie hier in Chorrol eine Aufgabe zu erfüllen hatte. Oder auch Ihrem verschwundenen Geliebten, um Ihm mittzuteilen das Ihre Suche nun ein Ende hatte und es nun an Ihm war Sie zu finden..........sollte er noch leben.

    Naasira verabschiedete sich herzlich von Kamahl. Immerhin verdankte sie Ihm in mehr als einer Hinsicht Ihr Leben. Wenn er auf seinen Reisen wieder in Chorrol vorbeikam sollte er nach der Bretonin fragen. Vieleicht hatte sie bis dahin neue Erkenntnisse über das Heilmittel gewonnen, soweit er daran interessiert sei.

    Dann wandte die Priesterin sich mit schnellem Schritt dem "Eiche und Krummstab" zu, um Talasma auf eine mögliche, dauerhafte Unterkunft anzusetzen.


    Die Geschichte wird mit diesem Post und diesem Post im Rollenspielthread fortgesetzt.
    Geändert von KingPaddy (28.02.2013 um 20:36 Uhr)

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