Aus dem Tagebuch des Knappen Freldvow, der mit leisem Wunsch nach Großem strebte.
“Denn als die Diener des Thalos mit dem Karren über den Grünen Kaiserweg gefahren kamen, schauten die Ritter mit ehrfürchtiger Mine, obschon sie gar nicht wissen konnten, was da herangebracht wurde. Sicher, sie hatten sich verdient gemacht, doch wie groß musste ein Verdienst sein, damit die kaiserliche Gunst in Worten nicht mehr ausreichte? Der Karren war sehr langsam und die beiden Pferde, die davor gespannt waren, schnauften heftig unter dem Gewicht, das sie zu ziehen hatten. Endlich blieb er stehen, der Kutscher stieg mit behäbigen Bewegungen von seinem Sitz und befreite den Karren gemächlich von der leinenen Plane, die ihn bedeckte. Als sie schließlich sahen, womit er beladen war, trauten sie ihren Augen kaum. Dort blitzten fünf Rüstungen im weichen Licht der Nachmittagssonne, die Blicke aller Bürger, die in der Nähe standen, ruhten unverhohlen auf ihnen. 'Ein wahrhaft kaiserliches Geschenk', brachte der Kutscher so gesittet wie es ihm möglich war hervor.”
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