Naja,vielleicht solltest du hinzufügen, dass du vor allem für dich makerst.
Aber dass du alleine für dich makerst glaube ich auch nicht und wenn das war wäre fände ich das egoistisch.
Denn irgendwie lebt die Gemeinschaft davon, dass ihre Werke untereinander Beachtung und Resonanz finden. Sonst würden wir heute noch alle solche Spiele auf dem Niveau vom Beispielgame von Don erschaffen und es gäbe keinen Fortschritt.
Ich persönlich spiele gerne meine eigenen (Tech-)Demos von damals, weil sie sowas wie ein Meilenstein meiner damaligen Fähigkeiten sind. Da kann ich schon absehen,welche Fehler ich damals gemacht habe und welche Aspekte mir vielleicht sogar gut gelungen waren , sodass ich sie in spätere Projekte einbauen kann. Spaß machen sie mir immer noch,weil man da doch so einiges vergisst und sich selbst neu überrascht.
"Unterwegs in Düsterburg" habe ich exakt einmal von vorne bis hinten durchgespielt, ein paar Monate, nachdem die Vollversion raus war. Ich hatte jede Menge Spaß und habe mir danach vorgenommen, ein paar Jahre ins Land gehen zu lassen, bevor ich es wieder spiele - um noch mehr Spaß zu haben, weil ich mich an nichts mehr erinnern kann. Den Punkt habe ich zwar mittlerweile erreicht (was mir auffällt, wenn ich in den UiD-Quiz-Thread reinlinse), allerdings fehlt mir momentan die Zeit mich zehn Stunden lang nur zu beömmeln.
(Das heißt aber nicht, dass ich damals nicht jedes Kapitel mehrfach getestet habe - wozu gibts denn Savegames? ... und wozu heuert man eine Armada von Beta-Testern an?)
Bei der Frage, für wen man denn nun seine Spiele macht, sehe ich eigentlich keinen Widerspruch. Mir geht es darum, ein Spiel zu machen, wie ich es immer schon mal selbst spielen wollte; aber da es eben ein Spiel ist, habe ich natürlich die ganze Zeit den Spieler im Auge. Ich will also ein Spiel machen, wie ich es selbst gerne spielen würde, wenn ich es selbst nicht gemacht hätte ... oder so ähnlich.
Dass ist m.E. bei jeder Form des kreativen Ausdrucks so. Wenn man nur was für sich selbst macht, sucht man sich eher eine mehr oder weniger passive Beschäftigung - liest ein Buch, glotzt einen Film, geht in Museum etc.