Och... ich find die Frage eigentlich ganz interessant. Ich denke sogar dass die Realität oft mehr Fantasie beinhaltet als viele ach so tolle Fantasy-Bücher/Filme/Spiele, die am Ende doch nur sämtliche Klischees aufgreifen und verarbeiten.
Das Beispiel mit dem Malen von der Realität find ich da ganz gut, denn wenn man sich mal damit beschäftigt irgendwas auch nur relativ detailgetreu abzumalen wird man ständig auf Dinge stoßen die man in der Vorstellung anders abgespeichert hat, seien es nun perspektivische Verkürzungen, Farbe oder Schattenwurf. Mal ganz davon abgesehen, dass malen grundsätzlich immer Abstraktion bedeutet, so gering diese auch wirken mag. Auch Romane die die Wirklichkeit zum Vorbild haben fördern Fantasie und Vorstellungsvermögen, man muss sich schließlich irgendwo erst in die Personen, deren Gefühle und Handlungen hineinversetzen und Beschreibungen der Umwelt werden auch erst in unseren Köpfen bildlich.

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höhö - ich denke, jeder fängt motivemäßig sehr simpel an (hier zu nennen der "obligatorische Apfel" - oder wars ne Banane? Ein Schauckelstuhl?) und man steigert sich dann so nach und nach. Du scheinst ja schon die eine oder andere Erfahrung gemacht zu haben und an Talent scheint es dir ja nach eigener Aussage auch nicht zu fehlen; da empfielt sich, denke ich, erstmal einiges auf dich wirken zu lassen (siehe ganz ganz viel in Posts über dem hier Genanntes) und dann vielleicht zu versuchen, nach und nach Elemente aus Gesamtbildern auszutauschen. Das klingt jetzt sicher arg esoterisch, aber so kannst du mit den Bildern, die dein Kopf "speichert", ein wenig herum experimentieren und völlig neue Sachen bzw. Szenerien komponieren. Ich denke, das ist der springende Punkt, beim "Phantasie erlernen", dass du versuchst, Dinge zu interpretieren und aus mehreren Interpretationen etwas eigenes zu entwerfen.

