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Thema: Storykritiken

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Jemand, der nur einen Bruchteil von der ganzen Geschichte kennt, wird wohl kaum sinnvolle Verbesserungsvorschläge geben können.
    Man kann Storys nicht wirklich kritisieren, wenn man nur den Anfang kennt.
    Es kann sein, das ein extrem vielversprechender Anfang in einer klassischen 08/15 Story endet, und natürlich auch umgekehrt.

  2. #2
    Zitat Zitat von Kelven
    Doch machen Storykritiken bzw. Verbesserungsvorschläge wirklich Sinn?
    In meinen Augen machen sie nur dann Sinn, wenn es keine Verbesserungsvorschläge sind sondern Logikfehler.
    Insofern finde ich, hat es keinen Sinn, wenn man dem Ersteller Tipps
    zu seiner Story gibt.
    Denn irgendwann, wird sie nur ein Produkt gesammelter Ideen.

    Zitat Zitat
    Also kann diese Storyvorstellung nur eine groben Überblick über die Handlung geben. Deswegen bin ich übrigens der Meinung, dass man gar nicht so viel Text braucht. Ein kleiner Buchrückentext muss ausreichen um das Interesse zu wecken.
    Seh ich genau so.
    Imo reicht es doch vollkommen aus, wenn man von der Story grad mal so viel
    erfährt wie auf der Rückseite eines PC/Konsolen Spiels.
    Und dann fangen immer diese lästigen Fragerein an warum was so ist.
    Das sollte man schließlich im Spiel selbst herausfinden.
    Hier finde ich wieder gut, wenn man den Ersteller auf gravierende Storyfehler
    oder Dinge die völlig unlogisch(aber schon im Text, den Rest kann man annhemen im Spiel zu erfahren)
    sind aufmerksam zu machen.

    Man sollte dem Storyersteller schon die Freiheit lassen, sie so zu gestalten
    wie er sie für richtig hält, außer fragt hier im Forum nach.
    Denn wenn jemand im Forum nachfragt, muss er sich unsicher sein ob die
    Story die er präsentiert die Leute überhaupt interessiert.
    Einen anderen Grund sehe ich darin nicht, könnte aber auch daran liegen, dass
    ich da zu wenig Ehrfahrung habe.

    Außerdem bin ich der Meinung, dass es nicht wirklich gute und schlechte Storys gibt(ok manchmal schon).
    Ich würde eher sagen gut oder schlecht in Szene gesetzte Storys.
    Auf die Umsetzung kommt es auf jeden Fall drauf an.

    So denke ich zumindest.

  3. #3
    Hmmm, also ich halte Storykritiken doch schon für sinnvoll. Vielleicht ist man sich selber noch unsicher mit der Story und kann so Anreize für neue Ideen bekommen oder man hat etwas bedeutendes übersehen, was die Story eventuell stark verstümmelt, was man aber (aus was weiß ich für 'nem Grund) selbst nicht erkannt hat.
    Ich hatte das vor einiger Zeit selber bei einem Projekt, bei dem ich mir in einer Textpassage extrem unsicher war (etwa so im Stil "Hat *Held* grade geleuchtet?!"). Zwar war mir das von vorn herein klar, dass das absolut unpassend klingt. Aber mir fiel keine passende Lösung ein. Ich habs wenig später 'nem Kollegen gezeigt und der meinte auch, dass das nicht klingt. Sein genauer Wortlaut war: "Das klingt absolut scheiße!"
    Gut, das brachte mir zwar keine Anreize wie ichs ändern könnte aber ich wusste zumindest, dass ich das nicht einfach untern Tisch fallen lassen konnte, sondern definitiv ändern musste.

    Mein Fazit also: Storykritiken halte ich im Grunde schon für sinnvoll, um größere aber auch kleinere storytechnische "Schönheitsfehler" aufzudeken und zu verbessern!

    Gruß Unit Nero

  4. #4
    Storykritiken halte ich nur in einem gewissen Rahmen sinnvoll.

    Wenn jemand ein Spiel vorstellt, erwarte ich einen kleinen Einblick in die Welt, die sich der Macher erdacht/zusammengebaut hat und welchen Platz der/die Held/Helden in dieser Welt haben. Damit meine ich jetzt keine detailierten Hintergründe, sondern eine gewisse Einleitung, damit man weiß wo und wie das Spiel nun handelt. Dabei reichen schon einige kurze Zeilen aus. Ein Spiel sollte sich vielmehr im Spielverlauf selbst erzählen statt vorher.

    Und da kann die Storykritik helfen. Es kann nämlich durchaus vorkommen, dass der Macher unbewusst Logikfehler einbaut und diese sollten beseitigt werden. Aber wenn nun einem Spieler die Handlung eines bestimmten Charakters nicht gefällt und er sagt "dass ist doof, ich hätte viel lieber dass er das und das macht", sowas bringt es nicht. Denn der Macher des Spiels erzählt hier eine Geschichte und nicht die Spieler. Die Zusammenhänge müssen passen und wenn da Fehler sind, die sollten dann wie gesagt durch sinnvolle Kritik erwähnt und ausgebessert werden. Dies können nun Logikfehler sein oder einfach fehlender Inhalt.

    Das Problem also dabei ist, wenn man nur wenig vorstellt, können auch vor Spielbeginn nur wenig Fehler gefunden werden. Ein kleiner Beta Test sobald das Spiel fertig ist sollte dem entgegenwirken. Es gibt ja durchaus einige, die sich mit sowas gerne beschäftigen.

  5. #5
    Ohne jetzt auf die Posts (auser dem Startpost versteht sich) einzugehen...

    Ich denke, der Grund ist einfach das hier kaum einer mehr für sich makert, sonst würde man gar nichts hinterfragen lassen. Nein, die meisten makern für die Community, für ansehen, kA für was, ist auch egal. Und wenn man ein Spiel will das in der Community gut ankommt, muss es eben jener gefallen. Die wenigsten haben allerdings genug Selbstbewusstsein das sie sagen das das was sie sich gedacht haben gut ist, also fragen sie nach, für Bestätigung des Werkes.
    Ein passendes Beispiel wie ich finde:
    In Kunst müssen wir Bilder zeichnen, ein Klassenkamerad von mir meint, man, mein Bild sieht schon scheiße aus. Warum macht er das? Genau, damit ich sage das es nicht so ist, denn stimme ich im zu und sage, Ja, sieht scheiße aus. Kommt ein: Ach halts Maul, deins ist auch nicht besser.
    Klar ein wenig Verbesserungsvorschläge wollen viele sicher auch, aber da reicht auch ein netter ICQ Kontakt aus. Gar keine Verbesserungsvorschläge a la M-P halte ich nicht für sonderlich gut, 4 Augen sehen schließlich mehr als 2.

  6. #6
    Das Problem kenne ich nur gut genug...
    Ich hab vor einiger Zeit mal (keinen blassen Schimmer, wann oder wo) einen Story-Rohentwurf von einem meiner Projekte vorgestellt...

    Kurz darauf erhalte ich einen Post, der eigentlich nur darauf rumgehackt hat, wie ich meine Charaktere benannt habe... Zur Story selbst und zur Qualität derselben kam nicht viel.

    Ich meine, ist es denn nicht vollkommen Wurst (und Käse), wie die Charaktere heißen, solange es in die Welt passt? Schließlich hießen sie nicht alle Peter, Hans oder Waltraud...

    Kurz und knapp: Der Thread ist nach 2 Posts in der Versenkung verschwunden, die Story ist mittlerweile aktualisiert (und zwar nach meinen Vorstellungen, verflucht noch eins) und ich habe mich damit aus dem Maker-Bereich zurückgezogen, um das Projekt in Flash weiterzuführen.

    Die Moral: Gibt dir das Leben Zitronen, mach einen Flash-Anime draus.
    Vielleicht beschwer ich mich auch nur gern, aber wayne.

  7. #7
    Stories sind nun mal, gerade wenn man um die Spannung zu erhalten wenig verrät, etwas relativ schwer zu kritisierendes, mit dem man sich auch noch auseinandersetzen muss um Unschönheiten zu finden. Und gerade dann bekommt man nach gut gemeinter Kritik noch Antworten à la "Die Kritik ist unsinn, das ist so gewollt, das konntest du eh noch nicht wissen".

    Screens sind da wohl viel einfacher zu kritisieren wenn man kleine Geschmackssache-Dinge außen vor lässt. Es gibt nichts zu lesen (!) und man kann sofort an bestimmten Punkten festmachen, was einem nicht gefällt. (Ob das dem gesamten Spiel dann sonderlich dienlich ist, ist eine andere Sache)

    Aber oft ist es ja auch eine Idee, von der der Autor einfach wissen will, ob man denkt, sie sei gut umzusetzen oder ob man sich vorstellen könne ein Spiel unter diesen Voraussetzungen zu spielen. Die ganzen Kleinigkeiten, die man ohne genaueres Wissen nicht beurteilen kann halte auch ich für unsinnig zu kritisieren.

    Am sinnvollsten ist es mMn einfach, eine komplette Spielevorstellung zu machen, in denen meistens sowieso hauptsächlich auf Features, Screens und Logikfehler eingegangen wird und der Schreiber nicht gezwungen ist ins Detail zu gehen um seinen Post zu füllen.

  8. #8
    Naja, man muss mal grundsätzlich unterscheiden, ob der Author sein Spiel im Ganzen vorstellt oder schon mal ankündigt und die Story nur nebenbei vorliegen lässt, um auch ein bissl Hintergrund anzubieten, oder ob eben mal ein Thread kommt, der ein Storykonzept oder eine Idee präsentiert, die bewertet werden soll.

    Bei einer ganzen Spielevorstellung wird natürlich nur mal das Spiel hergezeigt und von der Story sinnvollerweise nur das Notwendigste preisgegeben, um Neugier zu wecken, denn mehr braucht es da nicht.
    Oft wird aber wie schon gesagt auch explizit eine Storyidee vorgestellt und um Rückmeldung zu geben. Und da kann man dann, finde ich, schon seine Meinung auch relativ frei dazu äußern.

    Letzteres ist natürlich aber auch immer möglich. Nehmen wir mal her, wir sehen eine echt knackige Spielevorstellung im entsprechenden Forum, so 'ne Art Velsarbor XP mit supergeiler Grafik und visueller Effektheischerei, einem ultimativen Kampfsystem und einem Menü, das man vor lauter Tollheit gar nicht mehr verlassen möchte, sobald man mal ESC gedrückt hat. Nette Sache, oder? Allerdings kann dann bei der Storyzusammenfassung plötzlich was stehen von wegen, es gehe darum, dass man den jungen Bernhard Buxdorf spielt, der nach der Zerstörung seines Dorfes der Kaiserlichen Armee beitritt, um am Krieg in der 7. Galaxie gegen die bösartigen Waschmaschinen teilzunehmen, die von dem Geist eines in einen Tampon gebannten Vampires befehligt werden. Da werd' ich den Author zu seinem coolen Spiel beglückwünschen, aber dann doch noch mal vorsichtig nachfragen, ob er beim Storyschreiben nicht was genommen hat?
    Klar, das ist ein Extrembeispiel. Aber wenn jemand noch nichts vom Spiel hat außer der Story und ankündigt, dass er ein Spiel macht mit einer Story, wo man Tante Milbas geheime Schatulle beschützen muss, dann rate ich ihm lieber, das Spiel bleiben zu lassen und sich für sein nächstes Projekt zuerst mal ein bisschen was Gescheiteres zu überlegen.

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