-
Ehrengarde
Cyrodiil, Bruma - Umland
Thorr betrat die alten Gemäuergänge der längst vergessenen Akavirifestung im Fahlen Pass. Es war stockdunkel in dem Gang und er entfachte eine Fackel. Vor Angst oder aus Reflex lies er sie fallen. Er wurde angegriffen! Der Zweihänder, den er beim Fallen der Fackel gezogen hatte schlug sofort auf den Angreifer ein. Dieser taumelte zurück und ein zweiter Schlag des Zweihänders hiebte auf den unbekannten Angreifer. Blong-Pfusch! Der Schlag wurde von einem Schild geblockt und der Frostzauber lies den Angreifer blau aufleuchten. Dann kam der Gegenschlag. Zurücktaumelnd hatte Thorr nur noch seine Haut aus Stahl zum Schutz. War das eine Klinge? Nein eher ein Stock! Jeder Knüppel würde mehr Schaden anrichten! Thorr holte zu einem mächtigen Schlag aus und in einer Attake an Schlägen ging sein Gegner zu Boden. Was er in den Überresten fand war nicht sehr beeindruckend. Thorr betrachtet die Rüstung näher. Sie war seit jahrhunderten nicht mehr gepflegt worden. Das Schwert war Stumpf und Rostig. Trotz alledem hatten die beiden Teile große Ähnlichkeit mit der Rüstung der Klingen. Waren die Klingen in eine Festung der Akaviri gezogen und hatten die Symbole für die Rüstungen und Waffen übernommen? Für Archäologen sicherlich eine interressante Frage. Die Farge, die Thorr sich stellte, war, wo ist der Wahnsinnige Stein? Hängt er am Hals des Akavirikommandanten?
Die Akaviris hielten immer noch hier Wache. Der nächste Stürmte unbeholfen auf Thorr zu und als Thorr zurückwich, gingen die groben Schläge des Angreifers ins Leere. Thorr hiebte mit dem Zweihänder auf den Angreifer, der den Gegenangriff geschickt blockte. Der Frostzauber allerdings hinterlies deutliche Verletzungen an dem fast nur noch aus Knochen bestehenden Akaviri. Nirgends war erklärt, wie Akaviris eigentlich aussahen, dachte sich Thorr dabei. Eines war sicher. Sie hatten eine unglaubliche Loyalität. Der zweite Angriff des Akaviri traf auf Thorrs Rüstung. Er war weder besonders Kräftig, noch schien auch diese Klinge scharf zu sein. Thorrs Prügelattake brachte den Akavier bald zum Zusammenbrechen und irgendwie blieb nur noch Staub von ihm übrig. Thorr wechselte seine Waffen. Der Einhänder mit Schild lag ihm deutlich mehr und war diesen Gegnern auch ebenbürdiger. Wie alt konnten Akaviri eigentlich werden? So alt wie Elfen? Älter als Elfen? Diese Gedanken huschten durch Thorrs Kopf, als er dem nächsten ausgehungerten Akaviri gegenüber stand. Im kalten Lichtschein der Festungslampen konnte er mehr sehen. Der Akaviri musste unheimlich alt sein. Thorr hatte mal ein Buch gelesen, wie ein Kaisersohn gegen einen Akaviri kämpfte. Da war die Schilderung von schnellen und eleganten Bewegungen. Dieses Exemplar bewegte sich langsam, hatte kaum Tiefenwahrnehmung und ein zu kurzes Schwert. Die Schläge gingen ins Leere, abgesehen davon, dass sie im Falle eines Treffers kaum einer Bemerkung wert wären. Fast schon tat es Thorr leid, diese jahrhunderte alten Fossilien ins Jenseits zu befördern. Anderer Seits musste das einzige Pflichtgefühl oder Gedanke, den sie hatten, der sein, ihre Patrolie zu machen und Eindringlinge zu bekämpfen. Ein erbärmliches Dasein und Thorr selbst wäre an ihrer Stelle froh, davon erlöst zu werden.
Die Festungsbeleuchtung bestand aus kaltem, weiß leuchtendem, magischen Feuer und blendete Thorr manchmal. Die Beleuchtung war recht ungleichmäßig angebracht. Zum Teil mussten die magischen Lampen kaputt gegangen sein. Immer wieder kreuzten Akaviri Thorrs Weg, die vom fremden Schein seiner Fackel buchstäblich angezogen wurden. Diese Hageren, altersschwachen Akaviri stellten glücklicherweise kein all zu großes Problem dar. Manchmal Gelang es Thorr mit einem kräftigen Schildblockschlag dem Akaviri die Waffe aus der Hand zu schlagen. Dieser schaute dann vollkommen Planlos in der Gegend rum und wusste gar nicht mehr wie ihm geschah. Thorrs Schwertschläge erlösten ihn dann von seinem Alzheimeranfall und seiner Pflichtversäumnis.
Ab und an waren die Akaviris auch zu zweit und Thorr konnte an ihnen eine Schlachtformation studieren. Glücklicher Weise waren ihre Schwerter stumpf, sonst hätten sie ihn in Stücke gehauen. Während der eine in der ersten Reihe blockte, machte der zweite einen Sprungangriff über den Ersten. Dann ging der zweite in Blockformation und der erste Sprang über den zweiten mit Sprungschlag auf Thorr. Währen sie jünger gewesen und die Waffen noch scharf, dann hätte Thorr ein tödliches Problem gehabt. Aber sie waren nicht jung, und die Waffen waren nicht scharf. Thorr lies die Klingen an seinem Orkharnisch abprallen und holte zu mächtigen Schlägen aus und brach damit durch die Deckung der Akaviri. Sehr bald ging einer der beiden zu Boden. Der Zweite war dann eigentlich kein Gegner für Thorr. Allerdings bewunderte Thorr seine Furchtlosigkeit, Kampf bis zum bitteren Ende!
In der Halle gab es eine von Fallen umgebene Schatztruhe. Im Fackelschein konnte Thorr den Fallenmechanismus und die mächtigen Morgensterne an der Decke rechtzeitig erkennen. Der Zugang war allerdings nun mehr unbewacht. In der Truhe fand Thorr Gold, Schmuck und außergewöhnliche Waffen und Rüstungsteile. Das musste die Akaviri Soldatenkasse gewesen sein. Die Waffen und Rüstungsteilen waren wahrscheinlich für besondere Auszeichnungen vorgesehen. Allerdings gab es hier keinen Stein, der einen Wahnsinnig vor Freude machen könnte. Oder anders gesagt, die Nichtanwesenheit des Steins ließ Thorr an den Rand des Wahnsinns treiben. Thorr folgte weiter den Gängen, die tiefer ins Innere der Festung führten. Immer öfters begegneten ihm Akaviris im Doppelpack und immer besser wurde Thorr im Aufreiben der Akaviristreitkräft…
Thorr kam in eine große Kammer. Sie hatte festungstechnisch gesehen den Charakter eines letzten Walles. Tödliche Schußanlagen sicherten den Zugang zu einer Zugbrücke. Thorr teste sie, in dem er die vermeintlichen Druckplatten belastet. Die Fallen waren nach jahrhunderten immer noch aktiv. Tausende von Pfeilen flogen durch die Gegend. Sehr beeindruckend war dieses Schauspiel. Vorsichtig suchte Thorr im Schein der Fackel einen Weg durch die tödlichen Fallen und fand ihn auch. Ein Akaviri beschützte den Zugang zu Brücke und stürmte auf Thorr. Thorr genoß es, die längere Reichweite seines Schwertes richtig auszunutzen und den Akaviri ins Jenseits zu befördern. Dann betätigte er einen Hebel und die riesige Zugbrücke senkte sich über einen sehr, sehr tiefen Graben und gab den Weg frei.
Thorr schritt im Licht der Fackel weiter. Nach hunderten von Jahren funktionierten die Mechanismen immer noch. Das war erstaunlich! Auf der anderen Seite der Brücke hielt ein Akaviri Wache, der auf Thorr zustürmte. Drei weiter kamen als Verstärkung und es entwickelte sich auf der Brücke ein hitziger und für beide Seiten fordernder Kampf. Die Akaviri griffen in Schlachtformation an. Teilte Thorr Schläge aus, so wich der Getroffen zurück und die „frischen“ Truppen füllten die Lücke. Die Akaviri hatten eine zweireihige Schlacht Ordnung, wobei sie im ständigen Wechsel auf Thorr einschlugen. Thorr versuchte sich im Schutz des Schildes an den Angriffsmodus anzupassen. Seine Gegenschläge wurden erfolgreich von den Schildern der Akaviri geblockt. Mit schweren Schwertschlägen versuchte er einen niederzustrecken und die Formation aufzureiben. Doch das Ziel verschand in die hinteren Reihen. Thorr brauchte eine neue Taktik. Die vier Akaviri schafften es tatsächlich ihn zum Schwitzen zu bringen. Wieder Griffen die Akaviri im Doppelpack an. Ihre Koordination in der Schlachtformation war trotz ihres Alters und ihres ausgehungerten Zustandes bemerkenswert. Thorr gelang es den Schlag der Beiden erfolgreich zurück zu stoßen und es tat sich eine Lücke in ihrer Formation auf. Der geziehlte Schwertstich brachte den bereits angeschalgen Akaviri zu Boden. Jetzt waren es nur noch Drei und ihr Ende eine Frage der Zeit und Ausdauer.
Ihre Verteidigung fiel schneller als es Thorr eigentlich erwartet hatte. Aus der Doppellinienformation machten die Akaviri eine Dreierformation, wobei Thorrs längeres Schwert eindeutig den gleichzeitig zuhauenden Akaviris überlegen war. Er traf zwei, wenn nicht sogar drei gleichzeitig. Dann versuchte einer an Thorr vorbei zubrechen, um ihn in den Rücken zu fallen. Dieser rannte bei dem Versuch in Thorrs Schwert und ein zweiter Schlag ließ ihn krachend zu Boden gehen. Der Nächst flog durch einen weiten mächtigen Schwertschlag Thorrs über die Brücke in die Tiefe des Grabens. Der Letzte gab zwar nicht auf, hatte aber gegen Thorr auch keine Chance. Die Letzte Verteidigung der Akaviri war durchbrochen. Jahrhunderte hatte sie gehalten und nun wurde sie von nur einem Nord vernichtet. Triumphirend kippte sich Thorr ein Bier herunter und wischte sich den Schweiß ab. Erste Ermüdungserscheinungen ließen ihn sich selbst fragen, ob er weiter gehen oder erstmal pausieren sollte.
Thorr enschied sich fürs weitergehen. Der Teilweise mit dem magischen Feuer beleuchtet Gang führte zu einer wahrscheinlich letzten Kammer. Thorr war gespannt, was sich dahinter verborg. Als er sie betrat, fand er sich in einer großen Halle wieder. Mächtige Fackelsäulen des kalten magischen Lichtes erleuchteten den Raum und auf einer Podestähnlichen Anhöhung sah Thorr einen weiteren Akaviri stehen. Dieser war anders. Er wirkte gut genährt und musste folglich der legandäre Hauptmann sein. Thorr näherte sich im vorsischtig und ständig bereit sein Schwert zu ziehen.
„Ich, der Akaviri-Kommandant Mishaxhi, habe Euch erwartet“ sprach der Akaviri Thorr an. Konnte Thorr jetzt akavirisch? Oder sprach der Kommandant Thorrisch?
„Ihr habt eine lange und gefährliche Reise hinter Euch, doch wir haben keine Zeit zum Rasten.“ Fuhr der Akaviri-Kommandant fort. „Die Truppen Remans sind vor unseren Toren und unser Nachschub schwindet.“ Irgendwie wirkte der Akaviri durchsichtig. Wenn das ein Chamälionzauber war, so war er nicht besonders gut. Auch hatte der Kommandant nicht mitbekommen, das Reman keine Streitkräfte mehr hatte, eigentlich war Reman schon seit unbekannter Zeit Tod.
„Wir haben auf Eure Ankunft gewartet. Sagt, was gibt es neues aus Akavir?“
Thorr war sprachlos und wusste nicht so recht, was er sagen sollte. Er war hier auf der Suche nach einem Akaviriartefakt und hatte keine Ahnung über die Ereignisse in Akavir. Wo lag das Land eigentlich? Thorr wollte nicht unhöflich erscheinen, nach dem der Akavir sich als so zivilisiert und friedlich gezeigt hatte. Er zog die Steintafel aus seinem Inventar und übergab sie dem Akaviri-Kommandanten. Noch bevor er etwas sagen konnte antwortet der Akaviri.
„Gut gemacht. Soldat. Eure Aufgabe ist erfüllt. Ihr habt meinen Dank. Jetzt können wir ruhen. Lang leben die Akavir!“ Dann wand er sich ab, öffnete einen Geheimgang und verschwand spurlos.
Der Gang führte zu einer Schatzkammer. Im Zentrum der Kammer war ein Podest, auf dem ein außergewöhnliches Medallion lag. Das musste das gesuchte Amulett sein. Als Thorr es nahm, erkannte er, dass es magisch war. Allerdings hatte das Amulett keinerlei wahnsinnge Wirkung auf Thorr. Der Stein war sehr Kunstvoll in die Fassung eingearbeitet und Thorr wurde klar, als er das Schmuckstück sah, das es etwas ausergewöhnliches war, das ausergewöhnliche Frauen unbedingt besitzen wollten. Die Herkunft des Namens allerdings musste wohl von demselben übereifrigen Übersetzer kommen, der auch das Tagebuch des Boten übersetzt hatte. Offensichtlich konnte der Typ nicht mal links von rechts unterscheiden.
In den Schatzkisten waren Gold, Gold, noch mehr Gold, Schmuck, edelste Waffen und Rüstungsteile. Dann fand Thorr auch noch Seelensteine und ein Alchemiegerät. Das Alchemiegerät hatte die Form eines Calcinators, allerdings war es sehr fein gearbeitet. Welch Meisterhafte Kunst hattes dieses Gerät über die Jahrhunderte erhalten lassen? Eins war Thorr klar. Dieses Gerät konnte man in keinem Handel kaufen und nur ein Alchemist würde seinen wahren Wert erkennen. Allerdings war jedem Laien klar, dass dies ein außergewöhnliches Gerät war. Thorr entschied sich hier noch ein wenig zu Rasten. Der Kommandantenraum war gut erhalten und recht Schick eingereichtet. Seine Rüstung hatte trotz der vielen Treffer kaum Schaden erlitten. Nach einer anständigen Mahlzeit und einem guten schluck Wein, legte sich Thorr erstmal in diesen ruhigen Gemäuern schlafen. Es war sehr friedlich in der Ruine und Thorr hatte das Gefühl etwas sehr altem Rastlosem den Frieden gebracht zu haben.
Geändert von Thorr (11.10.2007 um 07:50 Uhr)
-
Schwertmeister
Kaiserstadt;Das Herzland;Zuflucht von Cheydinhal
Nachdem sie einige Stunden in der Bibliothek verbracht hatte, beschloss sie ihren Durst in der Stadt zu stillen. Bei der Stadt angekommen schlich sie zum Elfengarten-Bezirk und legte sich auf die Lauer. Bald darauf bemerkte sie einen Bettler der sich gerade zur Ruhe legte.
Sie schaute sich etwas in der Nähe um ob niemand da war. Weil niemand zu sehen oder zu hören war schlich sie zu dem Bettler und trank von ihm.
Unauffällig gelangte sie aus der Kaiserstadt wieder heraus und betrat das umliegende Herzland. Die Natur empfand sie als angenehmer als die Städte und hielt sich aus diesem Grund sehr oft dort auf. Als es heller wurde suchte sie eine in der Nähe von Cheydinhal gelegene Höhle auf wo sie sich vor den Strahlen der Sonne verstecken konnte.
Aufgrund der Tatsache das die Höhle ansonsten uninteressant war zog sie sich tiefer in die Höhle zurück. Sie trainierte tagsüber ihre Technik mit ihrem Dai-Katana Phönixschweif und verfeinerte ihre Beherrschung der arkanen Kräfte während sie auf den Einbruch der Nacht wartete...
Als sich schließlich die Finsternis der Nacht über das Land senkte verließ sie die Höhle und betrat im Schutz der Nacht Cheydinhal. Da sie einige Kontakte zur Dunklen Bruderschaft pflegte, besuchte sie die Zuflucht und begrüsste Vicente, der sie, im Austausch gegen kleinere Gefallen, hin und wieder mit nützlichen Informationen versorgte.
Aufgrund ihrer Verbindung zu Vicente wurde sie vor ungefähr 50 Jahren ein inoffizielles Mitglied der Bruderschaft.
Sie setzten sich in Vicente's Quartier an den Tisch und sprachen über die neuesten Geschehnisse innerhalb der Zuflucht...
Geändert von Ravyn (11.10.2007 um 22:56 Uhr)
-
Ehrengarde
Cyrodiil, Bruma - Umland
Der Rückweg durch einen anderen Gang der jahrhunderte alten Akavirifestung war wesentlich kürzer. Von dem Kommandoraum aus konnte man ziehmlich kurzeitig alle Teile der Burg erreichen, was strategisch gesehen äußerst klever war. Draußen empfing Thorr wieder die eisige Kälte des Tales. Die Sonne erhellte das Tal, demzufolge musste Tag sein. Seinem Zeitgefühl nach noch Vormittag. Thorr bewegte sich schnell Laufend durch den Schnee. Es hatte frisch geschneit und anhand der Ogerleichen fand Thorr den Rückweg. Die Steinstaturen zeigten Thorr ebenfalls den Weg und so fand er ziehmlich schnell wieder zum Schlangenpfad. In der Höhle war es Dunkel und Thorr entzündet seine letzte Fackel. Schatten tanzten im Schein der Fackel an den Höhlenwänden. Diesmal waren es nur Schatten. Seit seiner Reinigung der Höhle hatten sich keine neuen Tiere hier eingenistet und Thorr konnte sie ohne Probleme durchqueren.
Im Norden Brumas fiel Schnee. Obwohl der Schneefall dicht und das Wetter trüb war, war es hier spürbar wärmer als in der Höhle oder im Fahlen Pass. Thorr fing ohne ersichtlichen Grund an zu schwitzen. Langsam schritt er auf Bruma zu und langsam gewöhnte sich sein Körper an die Sommerlichen Temperaturen des kühlen Nordens.
Die Tore Brumas erhoben sich am Horizont. Der Himmel war in Wolken gehüllt und dicke Schneeflocken fielen vom Himmel. Langsam wurden die Umrisse der großen Katedrahle für die Neun sichtbar. In Bruma ging Thorr erstmal nach Hause. Dort verstaute er die Wertvollen Sachen, zog noble Kleidung an und machte sich auf den Weg zur Gräfin. Es war 5 Uhr Nachmittags und führ seinen Besuchsgrund würde sie ihn ohne Voranmeldung empfangen.
Im Schloß herrschte reges Treiben. Die Gräfin hatte eine Audienz wegen der bevorstehenden Oblivionkriese. Ihr Sekretär erkannte sofort den Grund für Thorrs Besuch und aufgrund wichtiger Neuigkeiten, die Ihr Spezialagent brachte, wurde diese Sitzung kurzfristig beendet.
Die Gräfin hatte sich noch mal frisch und hübsch gemacht und zappelte ein wenig ungeduldig auf ihrem Thron rum.
„Habt Ihr den Stein des Wahnsinns gefunden?“ fragte die Gräfin aufgeregt. „Ja“ antworte Thorr ohne blumige Worte zu verlieren. Er hatte die Gräfin noch nie so mitleidenschaftlich erlebt.
„Ich hätte es nie für möglich geahlten.“ Platzte ihr heraus, als Thorr ihr das begehrte Amulett gab. Schnell und geistesgegenwätig fügte sie hinzu „Ich meine … ähhm“ War sie sprachlos? „ich hatte gehofft …“ Ihr fehlten zum ersten Mal die Worte. Mit leuchtenden Augen betrachtet sie das uralte Schmuckstück und sagte schließlich mit mehr Fassung „aber ihn jetzt in meinen Händen zu halten. Er ist schöner, als ich geglaubt habe. Glückwunsch!“
Jetzt hatte sie ihre Fürstliche Ruhe wieder inne und mit leicht Kühlerer Stimme fuhr sie fort. „Ich wusste Ihr wäret der Richtige für diesen Auftrag und ich denke, ich schulde Euch eine Belohnung. Hier ist ein Siegelring der Grafschaft Bruma. Damit seid Ihr amtlich ein Ritter Brumas und Abgesandter der Grafschaft Bruma. Ihr genießt jetzt politisches Ansehen in Cyrodiils. Damit der Ring nicht nur Symbolischen Charakter hat, habe ich meinen Hofmagier veranlasst ihn magisch zu verzaubern. Er beschützt Euch vor magischen Angriffen. Jetzt sagt mir, was habt ihr über die Akaviri herausgefunden?“
„Nun denn“ eröffnet Thorr das Gespräch, um so gelangweilt wie nur möglich zu klingen. Sollet er ihr von den Akaviri berichten? Von ihrem plötzlichen Verschwinden? Von den Massen an Ogern?
„Wilde Tiere hatten sich in einer Schlucht nieder gelassen und ich musste das vergessene Tal erstmal von Ihnen säubern. Nach der Beschreibung Eures Übersetzers suchte ich sehr lange nach dem Stein des Wahnsinns, fand aber nichts. Dann wollte ich schon die Suche aufgeben, da ich nichts gefunden hatte und bittere Kälte meine Fußzehen abfrieren ließ, als ich plötzlich über einen seltsamen Stein stolperte. Dieser Stein war künstlich bearbeitet und so begann ich dort im eisigen Boden zu graben. Nachdem ich ein riesen Loch ausgehoben hatte fand ich die Überreste des Kommandanten der Akaviri. Der Stein des Wahnsinns lag ganz in seiner Nähe. Die Akavirifestung wurde von einem Erdrutsch vernichtet und die wenigen Überlebenden hatten die toten Kommandanten begraben. Die Überlebenden mussten erfrohren oder Wölfen gerissen worden sein. Von ihnen gab es keine Spuren mehr. Mit dem Stein des Wahnsinns in den Händen bin ich zu Euch zurückgekehrt.“ Sagte Thorr, fast mehr zu sich selbst, als zur Gräfin.
„Bei den Informationen könnte es Jahre dauern, bis die Gelehrten die Geschichtsbücher überholt haben“ spach die Gräfin erstaunt „Der Stein des Wahnsinns gehört endlich mir. Er ist das Schmuckstück meiner Sammlung. Nochmals Danke.“ Thorr begab sich erstmal nach Hause und in sein Bett, um zu Ruhen.
-
Ehrengarde
Weye
Anschluss an die Handlung von "Der Vampir und die Priesterin".
Kamahl wachte auf und lag schweißgebadet in seinem Bett. Was war geschehen? Das letzte woran er sich erinnern konnte war, das er sich in Choroll von Naasira verabschiedet und sich auf den Weg in Richtung Kaiserstadt gemacht hatte. Und dann blitzten ein paar Bilder vor seinem geistigen Auge auf. Die Rast einen halben Tagesmarsch von Choroll entfernt. Die Entdeckung, das seine Blutphiolen alle leer waren. Ein Eilmarsch in Richtung Kaiserstadt. Die Ankunft in Weye unter einer für die Jahreszeit ungewöhnlich intensiven Mittagssonne. Die Entscheidung sich bis zum Einbruch der Nacht ins Bett zu legen. Die Albträume...
Wie lange hatte er geschlafen? Woher kamen diese Albträume? Er spürte, das es ihm schwer fiel einen klaren Gedanken zu fassen, merkte, wie ihm die Gedanken entglitten. Verdammt! Er musste einen Weg finden schnell an Blut heranzukommen, sonst währe es aus mit seinem Verstand. Er verließ fast schon fluchtartig sein Zimmer. Wenn er nicht bald etwas zu trinken bekommen würde könnte ihn das seinen Verstand kosten, oder sein Leben...
Geändert von KingPaddy (28.02.2013 um 21:46 Uhr)
-
General
Cyrodiil, Chorrol, Eiche und Krummstab
Die Reaktion des einen Dunmers überraschte Tarik etwas, da er davon ausgegangen war seine beiden Gegenüber hätten sich abgesprochen. Leicht amüsiert verfolgte er das etwas hitzige Gespräch der beiden und schließlich wandte sich der größere Dunmer ihm zu.
"Ich nehme euer Angebot gerne an. Da wir scheinbar das gleiche Ziel haben. Wir sollten am besten gleich noch unser Vorgehen besprechen wenn wir das durchziehen wollen, denn ein Angriff in den frühen Morgenstunden erschiene mir am sinnvollsten und es sollte vorher alles geklärt sein. Ach wie ist eigentlicher euer werter Name? Ich bin nicht gerne mit Leuten unterwegs, dessen Namen ich nicht kenne", sagte er Dunmer und erwartete eine Antwort von dem Kaiserlichen.
“Ich sollte nicht meinen richtigen Namen nennen. Wenn der Dunkelelf spitz kriegt aus welchen Gründen ich mich diesem Himmelfahrtskommando anschließe könnte das unangenehme Folgen haben“, dachte Tarik und nahm sich noch einen Moment Zeit.
Schließlich sprach er den Dunmer an:“Mein Name ist Joran Veran.
Über unser Vorgehen sollten wir uns wirklich noch unterhalten. Einen Angriff im Morgengrauen halte ich ebenfalls für Sinnvoll. Sollten sich Nerkomanten die Ruine von außen bewachen, töten wir sie leise……und damit meine ich keine Zauberangriffe sondern einen gezielten Bogenschuss. In der Ruine gehe ich vor und halte nach Fallen Ausschau, oder kann das jemand von euch beiden besser? Ebenfalls wäre schleichende Fortbewegung besser als mit Kampfgeschrei und Rüstungsscheppern da rein zu rennen. Mit Stillegiften und Stillezaubern sollten die Nekromanten kein Problem darstellen, falls wir diese Mittel zur Verfügung haben.
Nun wie kämpft ihr und was könnt ihr gut?.....Ach wie heißt beiden eigentlich?“, sagte Tarik und war auf die Meinung der anderen gespannt.
Stichworte
Berechtigungen
- Neue Themen erstellen: Nein
- Themen beantworten: Nein
- Anhänge hochladen: Nein
- Beiträge bearbeiten: Nein
-
Foren-Regeln