Der Maker und Nichtmakerer
Für Nichtmakerer sind die hiesigen Spiele alle gleich: Kleine Männchen mit großen Köpfen rennen durch pixelige, seltsam farbige Gegenden. Das wirkt zunächst fremdartig und bizarr, falls man die alten Konsolentitel nicht kennt. Grafisch bleiben Makerspiele auch hinter den meisten Freewarespielen zurück – und die sind auch nicht gerade Schönheitsköniginnen.
Wer sich vom Äußeren nicht abschrecken lässt, und ein Makerspiel eine Weile zockt, stellt dann doch Unterschiede fest. Außer, sein erstes Makerspiel ist gleich dermaßen schlecht, dass er nie wieder ein solches anfässt.
Makerer
Makerer sehen das naturgemäß anders, weil sich der Kulturschock der ersten Begegnung mit dem Maker bereits gelegt hat und das, was Außenstehenden eben skurril erscheint, für den Eingeweihten längst angewöhnte Normalität ist. Um so widersinniger sind dann allerdings manche Versuche, in einer Welt der Grobpixel und 256 Farben irgendwelche Grafikschlachten austragen zu wollen, die auch noch Opulenz vorgaukeln. Das ist ein sehr trauriger Zug von Szeneautismus, der nicht sein muss. Es mag helfen, hin und wieder auch Professionelles zu spielen, um den Kopf wieder klar zu kriegen, wo eigentlich die Standards der Spielewelt liegen.
Ich (Extrakategorien schützen vor Verallgemeinerungen und gaukeln keine Objektivität vor)
Eigene Spiele kann ich nur mit einigem zeitlichen Abstand einigermaßen objektiv beurteilen. Aber wem geht das wirklich anders? Bei den Spielen anderer lege ich einen einfachen Kriterienmaßstab an. Er ist einfach, weil er nur zwei Kriterien kennt:
a) Unterhält mich das Ding innerhalb der nächsten 5 Minuten?
b) F12
Makerspiele sind ein Teil des riesigen Freewareberges, der sich wie ein Felsmassiv unübersehbar im Netz erhebt. Alles ist schnell verfügbar. Damit ist auch alles keinen längeren Gedanken wert und schnell wieder gelöscht und vergessen. Traurig, traurig, diese Wegwerfmentalität. Einen kleinen, ich nenne es mal „Kultvorrang“ genießen Makerspiele bei mir schon vor anderen Freewaregames. Weil ich eben einigermaßen abschätzen kann, dass sich da jemand viel Arbeit gemacht hat. Aber dieser Respektbonus, der sich aus dem Mitgefühl geteilten Leides speist, hält halt nur kurz. Dann kommt F12 bei Nichtgefallen.
Ich denke also, um die Eingangsfrage zu beantworten, dass
- Nichtmakerer die Makerspiele ganz anders sehen, sofern sie sie überhaupt wahrnehmen.
- Makerer auch nicht nur aus realtätsvergessenen Nostalgikern bestehen und schon einschätzen können, dass die Früchte ihrer Arbeit nur für eine Minderheit von Interesse ist. Diese Minderheit ist natürlich die geistig überlegene Elite der Menschheit blabla schleim.![]()






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"Wolfenhain" fertig. "Endzeit": fertig. "Nachbarlicht": Demo im Betatest 
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