Also entschuldigt mal, für mich ist "Erwachsen" nicht wieder nur ein Begriff zum Diskriminieren, sondern auch zum Kategorisieren. Für mich klingt es so, als sei Erwachsen sein für die meisten ein Status, von dem man auf andere, "Nicht-Erwachsene" runterblicken kann und über sie bestimmen kann.
Aber ehrlich gesagt, als ich ein kleines Kind war und noch bestimmt nicht erwachsen haben mich solche Kommentar oder Aufforderungen, die nicht von meinen Eltern kamen, so viel Interessiert wie ein Bananeneis.
Erst wenn du denkst, du bist schon ein wenig erwachsen beginnst du überhaupt auf so etwas zu hören und damit unterstellst du dich selber ihren Forderungen.
Erst wenn du wirklich erwachsen bist weißt du, was du wirklich kannst und weißt und musst nicht mehr zwangsläufig auf erfahrene Personen hören.
Dennoch ist es nicht immer einen Titel, den wir uns selber vergeben, sogar eher von Anderen vorgegeben wird. Wer vor dem Jugendgericht steht und gerade 18 Jahre alt ist oder doch ein wenig älter, kann trotzdem noch nach Jugendrecht verurteilt werden, weil er nicht für erwachsen gehalten wird. Ob das jetzt genau so richtig ist sei jetzt mal dahin gestellt, aber niemand hat gesagt, dass unser Rechtssystem perfekt ist.
Nichts desto trotz ist "Erwachsen" eine Definitionsfrage, die nicht allgemein geklärt werden kann und sollte somit nur in den seltensten Fällen als Begründung oder ähnliches benutzt werden.