Bei der Heldengestaltung lasse ich mich von zwei Maßgaben leiten, die recht praktisch sind:
1. Typzuordnung.
Man sollte auf einen Blick erkennen, ob das ein Kämpfer, Magier, Koch, Kavallerieoffizier oder sonst etwas ist. Da weiß der Spieler gleich auf Anhieb, was er von der Figur zu halten hat. Wichtig sind mir da vor allem prägnante Züge, die auch verhindern sollen, dass der Held in einem NPC-Haufen optisch einfach untergeht. Der Held ist die wichtigste Figur des Spiels und das sollte auch sein Äußeres widerspiegeln.
2. Wiedererkennbarkeit.
In Szenen, in denen mehrere der Helden sichtbar sind, und vielleicht miteinander reden, sollte man auch die Textbox den jeweiligen Männchen zuordnen können. Gesicht und Chara müssen natürlich zueinander passen, aber auch innerhalb der Heldentruppe sollte es starke individuelle Unterschiede hinsichtlich der Gestaltung geben. Alter und Geschlecht sind da sehr praktische Variabeln. Bei zwei Kämpfern (meist jung, stark, männlich, Heldenkinn) in der Party muss man sich schon etwas mehr einfallen lassen, um die Figuren unterscheiden zu können.

Ganz anders bei Bösewichten. Hier versuche ich, möglichst klischeebeladen zu gestalten und die Gesinnung auch in Äußerlichkeiten einfließen zu lassen. Der Schurke ist irgendwie schattig, lichtentzogen und umwölkt. Seine dunkle Seite kann gar nicht platt genug äußerlich zum Vorschein kommen. Dunkle Kleidung ist Pflicht, ein Mantel gern gesehen, ein Cape mit hohem Kragen ein willkommenes Accessoire und ein Hut mir breiter Krempe sowieso das größte - außer, eine Maske kommt ins Spiel; dann ist der böse Dunkelmann perfekt. (Leider sehen alle Bösewichter bei mir ein wenig wie Zorro in der Oper aus...)