@Meine treuen Leser:
Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für euch.

Zuerst die gute: Ich habe das 28. Kapitel endlich vollendet! Und ich hoffe inständig, dass es euch gefällt.

Und nun die schlechte: Es kann sein, dass dieses Kapitel voerst das letzte sein wird, da ich in nächster Zeit meine Facharbeit schreiben und nur noch wenig Zeit haben werde. Keine Angst! Es wird weitergehen, aber wann es weitergehen wird, steht in den Sternen.
Wie immer rechne ich mit eurem Verständnis (aber natürlich ist es auch klar, dass es enttäuschend ist, solange auf Nachscub warten zu müssen).

Nun zum Kapitel. Es dürfte ein paar Fragen beantworten und neue stellen. Enjoy!

Kapitel 28 – Spiegelbilder

„Er ist wach...“ stark gedämpft drang die Stimme des Arztes an das Ohr des unbekannten Mannes. Immer noch schmerzte sein Kopf, doch jetzt konnte er endlich wieder die Augen öffnen. Er tat dies und sah, dass in dem Zimmer, welches offenbar ein Krankenzimmer war, ein Arzt und ein ihm unbekannter Mann mit Sonnenbrille standen.
„Nehmen sie sich Zeit. Wenn sie fertig sind, brechen wir auf.“ Was hatte das, was der Mann in der Sonnenbrille sagte, zu bedeuten? Er wusste es nicht. Doch er spielte mit. „Wenn sie mich kurz allein lassen würden...?“ Er deutete hinüber zum kleinen Bad. „Natürlich.“ Dann verließen die beiden anderen Männer den Raum. Was muss der Mann mit der Sonnenbrille dem Arzt nur erzählt haben, dass er ihn schon jetzt entlässt, nachdem er scheinbar irgendetwas ernstes gehabt hatte? Langsam stand er auf und merkte, dass die Schwerkraft ihn zurück hatte. Nur langsam konnte er gehen, ohne umzufallen. Dann ging er ins Bad und zog sich die Kleidung, die offenbar ebenfalls der mysteriöse Sonnenbrillenträger mitgebracht hatte, an. Anschließend betrachtete er sich im Spiegel. „Bin ich das? Warum ich wohl...“ Doch er vollendete den Satz nicht. Er versuchte zwanghaft den Namen zu dem Gesicht im Spiegel zu finden, doch es gelang ihm nicht. Das einzige, was er wusste, war, dass er ein gutaussehendes Gesicht hatte, leuchtende, hellgrüne Augen und lange silberne Haare. Sich nicht ganz klar, warum ihm die Kleidung, die aus einer Lederhose und einem langen schwarzen Mantel mit Schulterpanzer bestand, so bekannt vor kam, verließ er vorsichtig das Zimmer und folgte dem Sonnenbrillenträger, der ihm nur zunickte, bevor er vorausging.
Doch egal, woran er dachte, er wurde das Gefühl nicht los, benutzt zu werden. Genauso wie er glaubte, es schon einmal geworden zu sein...


Es war schon Mittag, als Red XIII, Reeves und Cloud sich dem „Sammelplatz“ der Kohledrachen näherten. Nanaki erkannte, dass die Verseuchung zugenommen haben musste, denn nun war eine viel größere Fläche als zuvor bereits schwarz.
„Was auch immer dafür verantwortlich ist“ Nanaki machte eine kurze Pause, „wir müssen es schnell aufhalten.“ Cloud und Reeves nickten. Wenn so eine große Fläche in so kurzer Zeit kontaminiert werden kann, dann ist es nur eine Frage von Wochen, bis der ganze Planet so aussieht.
Je näher die drei dem Zentrum des Phänomens kamen, desto langsamer und vorsichtiger setzten sie einen Fuß vor den anderen. Links und rechts von ihnen lagen Dutzende Kohledrachen, die jedoch alle zu schlafen schienen.
„Ich glaube, so langsam verstehe ich“, äußerte Cloud plötzlich. „Was genau verstehst du?“ Reeves und Nanaki konnten schließlich keine Gedanken lesen. Cloud antwortete ihnen. „Die Jenovazellen in meinem Körper sind niemals gestorben. Sie sind lediglich von der Kontrolle Jenovas befreit worden. Immer noch kommunizieren die Zellen mit mir. Aber ich muss das auch zulassen.“ Er legte den Zeigefinger auf den Mund, und bedeutete den beiden anderen, sich ruhig zu verhalten. Dann schloss er die Augen.
Langsam tauchten Bilder vor Clouds innerem Auge auf, zuerst verschwommen, dann immer deutlicher. Ganz genau konnte er sehen, wie ein Mann in schwarzer Kutte ein kleines leuchtendes Steinchen aus der Tasche zog und irgendeine ihm unbekannte Zauberformel sprach. Dann wurde die Substanz schwarz und senkte sich aus der Hand des Mannes langsam in den Boden, der eine kleine Öffnung hatte. Kaum war die Substanz im Boden verschwunden, schloss sich das Loch wieder.
Sobald er die Augen wieder öffnete, setzte Cloud Reeves und Nanaki von dem, was er gesehen hatte, in Kenntnis und schlug vor, wieder zum Rest des Teams zurückzukehren.
Reeves war leider beim Rückweg etwas unvorsichtig, so dass er einem Kohledrachen aus Versehen auf den Schwanz trat. Dieser schreckte blitzschnell hoch und fuhr herum, doch bevor er auch nur die Chance hatte, Reeves anzugreifen, hatte Cloud den Kampf vorzeitig durch einen Stich ins Herz des Drachen mit der Masamune beendet.
„Sei bitte in Zukunft vorsichtiger“, ermahnte er Reeves und schlenderte weiter.
Aber ein lautes Brüllen ließ sie sich umsehen. Der Drache stand wieder auf... und mit ihm auch unzählige Artgenossen. „Wir haben keine Chance! Rennt, was eure Beine hergeben!“ Nanaki stürmte voran und seine zweibeinigen Freunde taten es ihm gleich.


Der dunkle Meister sah das alles vor seinen Augen. Auch wenn die Menschen seinen Plan verstehen würden, eine wirkliche Gefahr wären sie doch nie. Lieber führten sie Krieg untereinander, als dass sie vereint kämpfen würden. Nein, da war er sich sicher, egal, was sie täten, sie würden untergehen. Alleine schon, weil dieser Planet zu schade für sie war.