Amano zeichnet nur androgyne Tucken. Wo is da der Unterschied zum Status Que?
Der Unterschied liegt darin, daß du wieder mal nur das siehst, was du sehen willst.
Mich würde eher interessieren, was dein messerscharfer Kunstverstand zu den gezeichneten Schauplätzen sagt.
Charadesign hin oder her, die werden letztendlich eh durch die Umsetzung am Bildschirm mehr oder weniger relativiert.
Kommt Locke z.B. auf'm Bildschirm so tuckig rüber wie in den Zeichnungen?
@the Wargod
Also ich weiss nich...einen Miyazaki als Final Fantasy?
Ich hatte bisher eigentlich nichts an den FF-Story auszusetzen und ich glaube auch nicht, dass so Geschichten wie Nausicaä, Mononoke Hime oder der bereits genannte Porco Rosso viel hergeben würden, für ein RPG. Versteh mich nicht falsch, ich liebe diese Filme! Aber als RPG kann ich sie mir nun nicht wirklich vorstellen, zumal die Storys zwar sehr schön und angenehm klischeearm sind, jedoch kaum eine höhere Komplexität erreichen. (Noch einmal: Ich liebe die Ghibli Filme, sowohl von Miyazaki als auch die von Takahata!)
Wenn man nen Mangaka schon als Storyschreiber engagiert, würde Makoto Shinkai denke ich eher ins FF-Universum passen, wobei es wahrscheinlich dabei enden wird, dass er die gesamte Produktion im Alleingang übernimmt, hehe^^
Ein Final Fantasy lebt imo primär von einer komplexen Story, die eben durch viele Wendungen und eine ganz eigene Atmossphäre und Erzählweise, sich schlussendlich zu etwas vollkommen anderem entfaltet, als sie ursprünglich war. So etwas habe ich in einem Miyazakifilm bisher noch nie gesehen, zumindest nicht ausserhalb der einzelnen Characterentwicklungen.
Was Yoshitaka Amano anbelangt, so muss ich sagen, dass mir seine Zeichnungen und Artworks als solche sehr gefallen. Aber seit Tenshi no Tamago, bin ich mir nicht mehr so sicher, ob ich mir noch einmal "bewegte Bilder" von ihm anschauen wollte. Es ist zwar alles sehr ästhetisch und künstlerisch sicher auf sehr hohem Niveau, aber bereits die 120min waren für mich doch sehr anstrengend^^
ehrm...nagut...also bei mir ging nicht um gute Seeds gegen böse Hexe. Belassen wir das einfach als ein schönes Beispiel, wie sehr der eigene Standpunkt die Auffasung einer Geschichte verändern kann^^Zitat
Ehrlich gesagt find ich es mal gut wenn die Storys von FF eher mal in Richtung "leichte Kost" hingeht. Ich hab es ehrlich gesagt satt mir solche Storybrocken wie ein FFVII oder ein FFVIII geben zu müsssen.
Da bevorzuge ich lieber etwas einfacheres wie sagen wir mal ein FF XII.
Und zu Mononoke Hime könnte man ein atemberaubendes RPG machen, Stoff dazu bietet der Film allemal.
@The Wargod Im Standpunkt von Amano was Orte angeht, gebe ich dir Recht. Was Charaktere angeht, aber imho überhaupt nicht und hier liegt eigentlich auch einer der größten Schwächen der letzten FF's. Egal welcher Charadesigner dran war, die Charas konnten nie genau punkten.
Jetzt würde ich aber gerne sehen wie ein Amano Charakter auf 3D aussehen würde!
Er würde es in der Heutigen Zeit. Dass Pretty Boy with a Vagina Syndrom hat uns erst mit dem siebten/achten Teil eingeholt, vorher verschonte uns schlicht die unadequate Technik. Bei der Adaption von Artworks auf etwas Tatsächlich spielbares würde nicht großartig was anderes herauskommena als bei den letzten paar Teilen. Das einzige was man im entferntesten mit Amano Artworks-made-moving vergleichen könnte wär Odin Sphere, (wie gesagt jedoch nicht wirklich passend) was auch ein schöner Vertreter des Andogyne Weicheier Genres ist, i.E. Japanese RPG Art. Genauso wie die Umgebungen.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie man mit mangelnder Abwechselung in Bezug auf Final Fantasy ein Problem haben kann...
Man schaue sich mal andere "große" RPG Reihen an, z.b. Wild Arms, Tales of, Suikoden und was weiß ich noch alles...zeichnen die sich durch abwechselungsreiches Setting aus? Nein und es erwartet auch niemand wirklich.
Sie bieten immer wieder ein vertrautes Szenario und ehrlich gesagt gefällt mir das auch.
Aber gerade die Final Fantasy Reihe ist doch so abwechselungsreich wie kaum eine 2. was die Spielwelt angeht...mal eher futuristisch, dann wieder eher klassich wie im Moment bei XII, das nächste Mal gehts dann wieder in die Scifi Richtung.
Ich will nun wirklich nicht die FF Reihe in den Himmel loben, aber ich kann es einfach nicht leiden, wenn man mit ungerechtfertigten Kritiken nur so um sich wirft und alles kaputt reden muss![]()
@Charakterdesigndiskussion: Genau das finde ich als jemand, der die Artworks faszinierend findet, daran ja so schade. Es ist in FF noch nicht ein einziges Mal dazu gekommen, dass Amanos Designs auch wirklich so umgesetzt worden sind, wie von ihm wohl in seiner Vorstellung beabsichtigt, wie gesagt im Rahmen der technischen Möglichkeiten. Klar, zu SNES-Zeiten ging es nicht anders, aber spätestens seit PSX hätte man sich schon enger daran orientieren können. Nun war aber Tetsuya Nomura Charakterdesigner der ersten paar Spiele der Generation. Da war er auch noch nicht so langweilig wie heute, also kein Problem. Doch dann hätte man das eine Mal, wo man Amano seit den Klassikern wieder zum Zuge kommen lässt, auch wirklich ein Spiel machen sollen, das seiner Phantasie möglichst nahe kommt. Natürlich rede ich von FFIX. Doch was geschah? Während man sich bei den Nomura-Teilen sehr eng an die Vorlagen hält, waren in dem Spiel zum Teil seltsame unbekannte Namen am Werk, Charakterdesigner Shukou Murase, Toshiuyki Itahana, Shin Nagasawa und Character Modeling von Hiroshi Kuwabara. Na klasse, Chance vertan. Wenn man sich die Artworks anschaut, sieht man auf den ersten Blick die heftigen Unterschiede. Und jetzt kommt mir nicht vonwegen Umsetzungsschwierigkeiten - ganz offensichtlich wurden Details nicht bloß vereinfacht, sondern komplett umgekrempelt.
Auf der PS2 gab es in der Serie ja überhaupt keinen Einstand mit weniger realistischen Charakteren, wobei mir XII da immernoch wesentlich lieber ist als X und XI. Aber spätestens jetzt auf den neuen Konsolen sollte in der Richtung mal was gemacht werden.
Und nein, ich teile Wakus Meinung zu Amano absolut nicht. Seine Figuren mögen teilweise bizarr, gewöhnungsbedürftig, unkonventionell oder auch nur altmodisch sein, aber trotz allem finde ich, dass sie sich mit entsprechendem Aufwand und Können wunderbar in einem RPG bzw. FF umsetzen und einbauen lassen. Das wäre alleine schon wegen dem extrem hohen Faktor der Inspiration lohnenswert.
Hm, kann schon sein, dass ich hier ein Kunstwerk gewordenes Spiel propagiere, aber wenn ich so darüber nachdenke, waren Legend of Mana und SaGa Frontier 2 auch nichts wirklich anderes.
Ich finde es sehr schade, dass Square-Enix den guten Amano kein Charakterdesign mehr übernehmen lässt. Gerade im Hinblick auf Kostüme und Ausstrahlung: Seine Charaktere passen optisch nämlich sehr gut zu ihrem Charakter. Man muss es erst einmal schaffen, Figuren so zu zeichnen, die passend zu ihrer Person so gestaltet werden. Noch dazu ist sein Artwork einzigartig, aber das brauche ich wohl nicht zu sagen. Ganz anders als Nomura, dessen Charaktere abwechlungsreicher hätten aussehen können. Nicht, dass ich Nomuras Stil schlecht finde, aber ich finde es teilweise etwas eindimensional. Aber irgendwie haben mir auch Yoshidas Final Fantasy XII Charaktere wesentlich besser gefallen. Jetzt wieder ein Nomuraspiel zu sehen, erinnert mich schon optisch an Final Fantasy VIII und X. Damit will ich nur sagen, dass sich das altbekannte Nomura-Design leicht abnutzt, da es glatter und kantenfreier ist, als das von Amano, welches nicht nur exquisiter wirkt, sondern auch noch wunderschön ist. Außerdem sieht man es Amanos Charakteren an, dass sie Amano sind, während Nomuras Charas auch von anderen hätten entworfen werden können.
Im Hinblick auf das Setting sind wir ja schon so ziemlich alles durch, wobei sich kein Final Fantasy konkret in eine Epoche einordnen lässt, weshalb es aber auch noch viele Spielräume gibt. Eins ist klar, Abwechslung ist schon durch die unterschiedlichsten Situationen, die aus den Spielewelten hervorgehen, geboten. So konnte man die ersten vier Teile in das Mittelalter einordnen, aber Teil V fällt mit seinem Dampfschiff schon aus dem Rahmen, während sich Teil VI wohl wieder in das späte 19. Jahrhundert einordnen ließe (ein Szenario welches ich sehr liebe). Teil VII und VIII sollen Sci-Fi-mäßig wirken, wobei ich bei Teil VIII glaube, dass das Setting wohl eher die Gegenwart ist, denn von allen FF-Spielwelten kommt sie der "echten" Welt am nächsten. Auch so eine Stadt wie Esthar kann man sich in der heutigen Zeit vorstellen, da es ja, gerade in Südostasien, einige Hi-Tech-Städte gibt. Auch von der Technik (Raumfahrt) sind sie etwa auf dem jetzigen Stand der Technik.
Teil IX nimmt sich hingegen der verträumten Welt des frühen 19. Jahrhunderts an (nicht Mittelalter, zwar haben einige Städte mittelalterliche Stadtmitten, aber mittelalterliche Städte existieren ja bekanntlich auch in der Realität heute noch). Kaum eine Spielewelt konnte mich mehr begeistern, als das wunderschöne Final Fantasy IX.
Spira in Final Fantasy X (X-2) geht hingegen schon fremdere Wege, es mischt die verschiedenen Zeitepochen Gegenwart und Zukunft doch sehr passend. Final Fantasy XII hingegen besitzt wirklich einen Touch Mittelalter, da Städte wie Rabanastre eben an spätmittelalterliche Wüstenmetropolen angelehnt sind. Allerdings finde ich, dass gerade dieses Spiel einige seltsame und unpassende Epochenwechsel hat, wie die Luftschiffe und das Draklorlaboratorium, welche vollkommen fehl am Platz wirken. Das moderne Szenario passt gar nicht. Hier hätte man anstatt Schlüsselkarten und Schleusentüren ruhig ein uraltes alchimistisches Labor im XXL-Format bieten können, anstelle eines Plastikprofanbauwerks, welches durch seltsame Muster eher wie ein tapeziertes Dixie-Klo wirkt.
Mir fehlt irgendwie eine Final Fantasy Spielewelt in einem zumindest teilweise antiken Szenario, wie es im Herrn der Ringe der Fall ist - ohne diese ganzen Sci-Fi-Einwürfe.
Wegen der Story: Ich finde, dass es wieder Zeit für komplexere Geschichten wird. Ich finde zwar die Story von Teil XII wahrlich gut gelungen, hätte aber wieder Lust auf interaktivere Handlungsstränge und wesentlich mehr Tiefgang, wie es bei den PSOne-Episoden der Fall war. Unter den Storywriter-Wünschen würde ich Herrn Miyazaki bevorzugen, sind doch die Studio-Ghibli-Spielfilme die einzigen Animes, die mir gefallen. Er schafft es auch ziemlich komplexe Hintergründe in Zwei-Stunden-Filme einzuarbeiten und ich glaube, dass er eine 40-Stunden-Story nicht nur mit glaubwürdigen und liebenswerten Charakteren, sondern auch mit einer komplexen und tiefgründigen Handlung füllen kann. Eine Final-Fantasy-Geschichte zu schreiben ist mehr als einen Manga zu zeichnen, es ist wie einen epischen Roman zu verfassen, wobei man seinen Stil an das Szenario anpassen sollte.
Greetz, Cuzco
That's not my Point. Amanos Design wird Umgesetzt genau das hervorbringen was an so ziemlich allen jRPG zu bemängeln ist. Vagina Boys. Die Artworks sähen zwar anders aus Umgesetzt würden lauter Tidus' herauskommen. Und gehen wir einfach den Weg und setzen die Artworks Okami-Style direkt um. Once again Vagina Boys would be the Result. Why brings me to my Point. Amanos Charas sind nicht anders als der Rest. It's like using another Font in writing the Same Text. The Text still sucks.
Geändert von Waku (02.04.2007 um 11:27 Uhr)
Tidus kommt eher der östlichen Reinkarnation eines Nick Carters gleich, entsprechende Zielgruppe wurde hier auch angesprochen.
Was Amano-Charaktere und deren Umsetzung angeht, ist FF IX ein ganz gutes Beispiel dafür, dass deine Rechnung nicht ganz aufgeht.
Du hast behältst teilweise Recht bzgl. des männlichen Bishonen-Typus, allerdings kann man von allen Charas in IX höchstens Zidane in diese Schublade stecken:
Da finde ich die Lederschwuppe Squall oder Nick Carter aka Tidus ehrlich gesagt weitaus mehr vagina like, um es in deinen Worten auszudrücken.
Geändert von The Wargod (02.04.2007 um 12:54 Uhr)
Perfektes Bild. Wenn ichs nicht gespielt hätte könnte man aus diesem bis auf Links und Rechts Unten nicht im geringsten eine Geschlechter Klassifizierung durchführen.
.... und selbst bei links unten kanns sich locker um nen umgekehrten Bridget handeln.
Die Generationenalte Frage: WHAT IS A MAN?
Ist das in FF IX wichtig? Du hast es gespielt, also weißt du, dass das Spiel von seiner Rassenvielfalt lebt.
Wenn ich an Miyazakis Porco Rosse denke, denke ich auch nicht erst darüber nach, ob der Schweinskopf maskuline oder feminine Züge hat um damit der absolut irrelevanten Frage die Bedeutung beizumessen, ob das Schwein nun ein Schwein oder 'ne Sau ist.
Das M oder W hat sich z.B. bei Quina bis heute nicht geklärt. Ein Zwitter halt, wie der Rest, bis auf Steiner, würde man die alle so 1:1 umsetzen. Komische Rasse, suspektes Geschlecht. Mich würd's nicht stören, ob ich 'n Baum, 'ne Eintagsfliege oder 'nen Shemale als Protagonisten hätte. Die Frage ist, ob er in die Umgebung paßt und was man aus seinem Wesen macht.
Die aus der Gilette-/Wilkinson-Werbung? ^^Zitat
Bis vor'n paar Monaten war's im Amiland noch der alte Cowboy, bis sich ein Pärchen outete und mit dem entsprechenden Kinostreifen schwule Cowboys salonfähig wurden.
Richtige Männer braucht das Land!
Was mich in gleichem Maße zu meinem Punkt bringt: Gänzlich unabhängig von der von dir so energisch kritisierten Qualität seiner Figuren als sog. "Vagina Boys", strahlt seine Kunst insgesamt für mich weit mehr Ästhetik aus als die vergleichbarer anderer Illustratoren, die sich schonmal als Charakterdesigner verdingt haben. Am Ende würde nicht das selbe herauskommen. Wahrscheinlich nicht einmal in der von dir angesprochenen Beziehung, aber darum geht es mir nicht. Seine Vorlagen möglichst originalgetreu in ein Rollenspiel eingearbeitet würde die Charaktere in den Mittelpunkt des Geschehens stellen, da sie auf den Spieler durch ihre unendlich vielen Details einen ewig neuen Reiz ausüben. Lässt man Amano mit der Vorgabe arbeiten, ein Szenario für eine Phantasiewelt zu schaffen, er könnte es tun wie kein anderer, und zwar vor allem mit den dazugehörigen Wesen, die jene Welt bevölkern würden.
Ich für meinen Teil hege schon lange diesen Wunsch, durchaus so ein hier angesprochenes "Yoshitaka Amano's Final Fantasy" zu erfahren, da für mich nicht nur sein Name untrennbar mit der Serie verbunden ist, nein, sondern in erster Linie deshalb, weil ich Leute wie Nomura als bloße Ausrede dafür sehe, dass man die künstlerischen Ansprüche eines Amano bislang nicht angemessen in einem Final Fantasy-Spiel umsetzen konnte (man beachte in diesem Zusammenhang vor allem seine zahlreichen Bilder, in denen ganze Figurengruppen gegen riesige, übermächtige Monstrositäten kämpfen - hinsichtlich der Anregung eines Gefühls von der traumgleichen Erfüllung episch großer Taten emblematisch für das, was ich hier bereits auszudrücken versucht habe!). Spätestens jetzt ist es aber so weit und ich warte noch immer und befürchte, vergebens darauf zu hoffen.
Dabei wäre mir dein Einwand, selbst wenn er zutreffen sollte, was ich mit Verweis auf die in diesem Thread erbrachten Beispiele allerdings absolut nicht glaube, ehrlich gesagt herzlich egal.
Viele Worte mit denen du nur deine Aussage übertünchst: I like Vagina Boys. Muss man woll auch wenn man von jRPG's nicht chronisch das Kotzen kriegen will. Alles was du beschreibst würde bei der Umsetzung, ein.völlig.durschnittliches. JRPG. mit. Vagina. Boys. werden. der einzige Unterschied ist das es in verschnörkeltem Cell Shading währe. Hier wird viel von der grandiosen künstlerischen Tiefe seiner Bilder gesprochen, welches nur mögliche ist weil es WHOAW Zeichnungen sind. Um das um was hier schön von allen Seiten herumgeredet wird, die Tatsächliche Umsetzung in spielbarerer Form, geht niemand darauf ein das Videospiele keine Kunst sind (oh boy, i went there) und alleine durch ihren Umfang den ihr hier von einem Spiel in diesem Genre erwartet niemals auch nur Ansatzweise an das herankommen könnte was ihr durch hunderte Bilder so schon heraufberschwört. Im Kern bleibet es beim Vagina Boy saves World, welches ihr ja zu mögen scheint. So keep chasing that Dream, aka Carrot on a Stick.