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Auserwählter
Eine Geschichte, die über Jahrhunderte immer wieder dazu verwendet wurde, den Kampf von Helden gegen das absolute Böse zu besingen und zeitgleiche Kriege und Konflikte zu verklären, kann auch im Umfeld des jetzigen Irakdesasters und der Thematik des "clash of cultures" (Huntington) dazu verwendet werden, propagandistisch zu wirken oder auch nur als propagandistische Erzählung wahrgenommen zu werden. Also: Entweder äussert sich der Film zur Realität oder die Realität äussert sich zum Film. Das kann man praktisch auffassen, wie man will, mir persönlich ist die Debatte relativ schnuppe.
Der Film selbst ist ein belangloses Brachialwerk, bei dem man das Hirn abschalten und sich gut zwei Stunden von homoerotischen Heroen im Kampf gegen Monster, Mutanten und Ninjas berieseln lassen kann. Empisch, zugegebenermassen, aber sicher nicht anspruchsvoll. Aber bitte: Wer will es schon immer anspruchsvoll? Ich hatte eine tolle Zeit im Kino (O-Ton
) und um das geht es ja. Und ich sage: Ähnlich wie Matrix darf man wohl jetzt erwarten, dass zu jeder sinnigen und unsinnigen Zeit auf diesen Film referiert wird.
Ah, noch eine Randbemerkung: Pyrus hat Recht! Die Getreideszenen in filmischen Epen werden ganz klar überstrapaziert. Also, reicht.
Und noch was: Ich hätte mir bei der Vorlage fast noch mehr rockige Musik als den üblichen Monumentalklassik-Mix gewünscht.
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