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Thema: [Obl] Rollenspiel-Thread (Signatur aus!)

Hybrid-Darstellung

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  1. #1

    Cyrodiil, Kaiserstadt (Marktbezirk)

    Melian wusste nicht mehr, wie lange sie tatsächlich gegangen war. Nein, eigentlich war sie nicht gegangen - sie war geschlichen, den ganzen Weg von Bruma aus. Sie wollte jeder Begegnung mit Lebewesen aus dem Weg gehen, welche auch immer das waren. Sie war gerannt und geschlichen, sie wollte endlich fort aus Bruma, fort von der Mutter und dem Bruder, fort aus dem alten Leben, das ohnehin nur üble Erinnerungen in ihr weckte.
    Doch endlich sah sie die Kaiserstadt. Hier, dachte sie, würde sie neu anfangen können, hier gab es Neues für sie, hier kannte sie niemand und es gab unzählige Möglichkeiten, die sich ihr boten. Staunend ging sie durch das große Tor und sog alles in sich auf. So viele Mensche, wunderschöne Häuser - und alles ganz anders als in Bruma. Sie war noch nie hier gewesen, nur der Vater hatte öfter davon erzählt.
    Sie brauchte hier weder zu schleichen noch zu rennen, denn die Leute ließen sie in Ruhe. Warum auch nicht? Sie war eine Fremde. Und sie genoss es.

    Als sie nach einigen Irrwegen schließlich im Marktbezirk stand, traute sie kaum ihren Augen, was es alles für Läden gab. Die paar Einkaufsmöglichkeiten aus Bruma waren nichts im Vergleich zu den vielen Händlern hier. Doch während sie so nachdachte, fiel ihr auf einmal ein, dass sie kein Geld hatte. Kein einziges Stück Gold befand sich in ihrer Tasche. Sie hatte nur, was sie am Leibe trug. Aber das konnte sie doch nicht verkaufen? Sie hatte nichts, was sie hätte entbehren können. Fast hätte sie angefangen zu weinen. Sie hasste sich selbst, wenn sie heulte. Was für ein Zeichen von Schwäche! Nur ruhig bleiben, irgendwas würde ihr schon einfallen, so war es schon immer gewesen.
    Sie ging noch eine Weile umher, als sie eine Art dunkleren Tunnel sah, einen Durchgang. Wenn sie hier in Position gehen würde und jemand vorbeikäme... Aber bedeutete das nicht wieder Gefängnis, wenn sie erwischt würde? Allerdings war das auch wieder egal, denn was sollte sie tun, ohne alles, völlig verloren und allein? Sie nahm allen Mut zusammen und kauerte sich hin. Nach kurzer zeit schon kam eine edel gekleidete Dame mittleren Alters auf sie zu. Eine Nord. Melian nahm allen Mut zusammen, streckte die Hand im richtigen Moment aus und - schaffte es! Sie hatte ohne bemerkt zu werden immerhin 15 Stücke Gold geklaut. Zwar wäre etwas mehr zu erwarten gewesen, bei diesem Outfit! Aber es war ein Anfang.

  2. #2

    Cyrodiil, Westufer des Rumaresees

    J'Shivrizza betrachtete Apfel und Brot. Die Art des Spitzohrs mißfiel ihr. Sie glich der jener Magier, welche ihr zu Beginn in Cyrodiil begegnet waren. Ihrer Lehre und Ausbildung verschrieben, konnten sie meist nur, was sie in irgendwelchen Büchern gelernt hatten. Völlig starr und unflexibel. Lieber verbrannte sich die Khajiit das Fell, als Magie über Buchstaben zu erkunden. Für sie war das, wie in ihrer Heimat über Seen erzählt zu bekommen, statt sie selbst zu durchschreiten.

    Ein Gedanke wirbelte Apfel und Brot in die Luft, ließ sie zu ihr hin schweben. "Kann es die Wüste verstehen, indem es das Gemälde einer Schüssel voll Sand betrachtet?" fragte sie. "Oder warum sucht es die Wunder in Wörtern?"
    In ihrem Gegenüber spürte sie auch ein Talent für Magie, aber eines, das vom Geist blockiert wurde. Wie eine gefüllte Höllenechse im Ofen, die ob der Hitze zu platzen drohte.

    Sie schüttelte ihr Haupt, wodurch Tang- und Algenreste herausfielen. Die Khajiit stand auf, streckte sich und ließ Obst wie Apfel in ihre Pfoten fallen. Durch ihre getönten Brillengläser konnte sie nur ausmachen, daß ein Spitzohr vor ihr stand, und daß es kein Dunmer war.
    "J'Shiv ist nicht gestrandet, J'Shiv ist aufgetaucht." fuhr sie fort. "Weiß das Spitzohr nichts über Khajiit? Wir erfrieren nicht so schnell wie die Fellfreien. Und nicht alle haben einen starken Elsweyr-Dialekt. Obschon ich gern damit spiele."

    Die Khajiit warf den Umhang hoch hinauf. Er drehte und veränderte sich, wurde zu einem Wasserfall aus Licht, stürzte auf J'Shiv hinunter und legte sich um ihre Schultern, wieder zu einem festen Umhang geworden.
    "Illusion oder Trick, welchen Unterschied macht es?" schnurrte sie.

  3. #3
    Elendil glaubte kaum seinen Ohren trauen zu können. Offenbar war diese Khajiit auf ihre ungezügelte Magie auch noch stolz und versuchte sie mit irgendwelchen Wüsten-Beispielen zu vergleichen. Hah. Eine wandelnde Apokalypse auf zwei Beinen. Wenn sie die Aufforderung bekäme, sich unsichtbar zu machen, würde sie vermutlich darunter verstehen, dass sie die Kaiserstadt mitsamt Bewohnern verschwinden ließ und hitnerher stolz behauptete, unsichtbar zu sein. Und zwar, weil einfach niemand mehr da war, der sie sehen konnte. Wie der Altmer solche wilden Magier verabscheute. Man wusste niemals, welche Katastrophe sie in der näcshten Sekunde heraufbeschworen.

    Und jetzt ließ sie auch noch Apfel und Brot durch die Luft schweben. Telekinese, welche die Katze für Taschenspieler-Tricks nutzte. Als ob er, Elendil Sunlight, sich davon beeindrucken ließ.
    Und als nächstes veränderte sie den Umhang. Ebenfalls wie ein Jahrmarktgaukler. Illusion also. Offenbar von jeder Schule etwas, aber von keiner etwas wirklich. Zwar hatte die Sache mit dem Umhang gut ausgesehen,a ber Magie war nciht dafür da, gut auszusehen. Was er ihr auch sagte. "Magie ist Wissenschaft, kein Gauklertrick, der gut aussehen oder beeindrucken soll. Magie ist eine Sache der Gelehrten, sie muss studiert und perfektioniert werden. Und wilde Magie ist gefährlich. Wer die Magie nicht wirklich kennt, lernt, studiert bis ins Letzte, kann unglaublichen Schaden anrichten. Magie besteht nicht aus Tricks, was immer Ihr auch glauben mögt. Und ich bezweifele doch stark, dass Ihr aus freien Stücken hier gelandet seid. Eher ist einer Eurer "Tricks" ziemlich schief gegangen. Und eine Nacht hier draußen stelle ich mir ziemlich ungemütlich vor. Ich mache Euch einen Vorschlag: Ihr hüllt Euch fest in den Umhang und verbergt Euer Gesicht. Dann kommt Ihr mit mir zum Tiber Septim-Hotel. Ich gebe Euch als meine Dienerin aus und niemand wird auf Euch achten. Niemand achtet groß auf Diener. So habt Ihr heute Nacht wenigstens ein trockenes Bet tim Warmen und Abendessen. Welches Ihr aber sicherheitshalber im Zimmer einnehmen solltet. Also entscheidet Euch: kommt mit oder bleibt".

    "Und bei letzterem würde mein Leben entschieden sorgenfreier, friedlicher und sicherer verlafuen", fügte Elendil in Gedanken hinzu, während er auf die Antwort der Khajiit wartete.

  4. #4

    Cyrodiil, Westufer des Rumaresees

    "Keine Tricks!" brummte die Khajiit. "Magie ist ein Wunder! Etwas, welches das Leben aller verbessern kann, und nicht eingeschlossen hinter Bibliotheksmauern gehört." ihr Blick fiel auf die Kaiserstadt, das Licht von unzähligen Kerzen und Fackeln leuchtete den Weißgoldturm hinauf, ließ ihn vor den Wolken erstrahlen. "Andererseits fragt sich J'Shiv, ob die Menschen dafür bereit sind."

    Sie ließ den Kopf hängen. "Sie hören nicht zu!" maunzte J'Shivrizza. "Sie passen nicht auf! Wollen Feuer löschen, das nicht brennt. Halten sich nicht an Vorgaben. Fassen sie auch Schwerter an der Schneide an, weil der Griff zu langweilig aussieht?"

    Nach dem Gang durch den Rumaresee mußte ihre Brille dringend gereinigt werden. Ablagerungen hatten die Gläser weitaus trüber gemacht, als sie eigentlich sein sollten. Und ihre Zauberei sollte sie eigentlich in ein sicheres Heim bringen, nicht aus der Stadt hinausbefördern.

    "Tiber Septim Hotel?" fragte sie. "Die reichsten Leute der Stadt, das schlechteste Trinkgeld. Immerhin wird dort niemand J'Shiv wiedererkennen." einen Moment schwieg die Khajiit, zog den Umhang enger um sich. "Hoffentlich. Doch warum tut das Spitzohr dies? Was sind die Absichten?"
    Wieder schwieg die Khajiit eine Weile. "Auf J'Shiv ist kein Kopfgeld ausgesetzt!" rief sie. "Zumindest kein großes. Äh?"

  5. #5

    Cyrodiil, Westufer des Rumaresees, Kaiserstadt, Tiber-Septim-Hotel

    Ja ja, da verteidigte die Katze.. ähm J'Shivrizza, verbesserte Elendil sich in Gedanken, denn immerhin konnte er sich nicht dauernd "Katze" nennen, auch noch ihre wilde Magie. Und nein, weder Menschen noch Elfen würden definitiv bereit sein dafür, das hätte er ihr lautstark versichern können. Wer war schon bereit für mögliche Katastrophen? Allerdings fehlte ihm momentan die Kraft für so einen Disput mit einer sturen Khajiit.

    Wie? Ein Kopfgeld? Also doch. Irgendwas musste bei einem ihrer "Tricks" offenbar lausig schief gegangen sein. Was wohl auch der Grund war, dass sie hier gestrandet war. Der Altmer seufzte hörbar. Dann wandte er sich J'Shivrizza zu: "Kopfgeld oder keins. Das interessiert mich nicht. Ich bin Magier, Alchemist und Forscher, kein ordinärer Kopfgeldjäger. Es steckt keine Absicht dahinter, als Euch zu helfen. Warum auch immer oder welcher Wahnsinn mich geritten hat dabei. Wahrscheinlich gab Sheogorath persönlich mir diese Absicht ein", fügte er seufzend hinzu. Damit setzte er sich einfach in Bewegung und marschierte auf die Kaiserstadt zu. Er war müde, hatte Hunger und zweifelte an sich selbst. Warum nur tat er sich das nur an? Wissenschaftliches interesse an einer wilden Magierin vielleicht? Egal. Heute abend wollte er nicht mehr denken. Kurze Zeit später merkte er, wie J'Shivrizza aufschloss und beide legten schweigend den Weg zum Tiber-Septim-Hotel zurück. Offenbar spürte die Khajiit, dass dem Altmer nicht mehr nach Reden zumute war, denn erstaunlicherweise maunzte sie auch nciht rum.

    Im Hotel bestellte Elendil mit seiner arrogantesten Stimme ein zweites Zimmer, wbei er beiläufig anmerkte, dass seine Dienerin nun eingetroffen sei. "Wie immer zu spät, aber heute bekommt man ja keine wirklich guten Diener mehr", fügte er noch blasiert hinzu und sofort stimmte die Bedienstete des Hotels ihm eifrig zu und ließ eine Tirade über den Verfall der Sitten und Zeiten und die immer schlechter werdende Dienerschaft los. Was den Vorteil hatte, dass sie die Khajit dabei keines Blickes würdigte. Elendil erhielt den Schlüssel für das zweite Zimmer, orderte noch zwei Abendessen, drückte J'Shivrizza ihren Zimmerschlüssel in die Hand und wünschte knapp eine gute Nacht. Dann stieg er die Treppe hoch, betrat sein Zimmer und ging ans Fenster. Lange starrte der Altmer den - mittlerweile nächtlichen - Himmel an und fragte sich, was die Zukunft ihm nun bringen würde. Vermutlich einen Weltuntergang nach dem anderen, den die Katze freundlichest erklären und entschuldigen würde.

  6. #6

    Cyrodiil, Kaiserstadt (Tiber Septim Hotel)

    Mit ihren neu "erworbenen" 15 Gold in der Tasche überlegte Melian, wie es weiter gehen sollte. Sie brauchte mehr Geld, das war klar. Aber weitere Diebstähle waren sehr riskant. Ein falsche Handgriff und man würde sie erwischen. Es musste irgendwie anders gehen, unauffälliger. Sie dachte lange nach, bis ein seltenes Lächeln über ihr Gesicht huschte. Wieso war ihr dieser geniale Einfall nicht schon eher gekommen? Dummes Kind, dachte sie, du musst schneller denken...

    Es waren viele Stunden vergangen, in denen sie durch die Kaiserstadt gestreift war. Erst war sie in jeden Laden im Marktbezirk gegangen, nur, um ein bißchen zu bummeln. Ihre 15 Goldstücke hatte sie nicht ausgegeben. Etwas gescheites hätte sie sich davon nicht kaufen können und sie war auch nicht gerade ein Ass im Verhandeln. Inzwischen war es dunkel geworden und sie war in jedem Bezirk der Kaiserstadt gewesen. Sogar den Palast hatte sie sich angesehen und die prunkvollen Häuser im Elfengartenbezirk bestaunt. Wie konnte jemand nur so viel Geld haben, um sich ein solches Anwesen zu leisten? Doch jetzt hatte sie keine Zeit mehr. Es war spät geworden. Alle Geschäfte hatten längst geschlossen. Bei ihrem Einkaufsbummel am Nachmittag hatte niemand bemerkt, dass sie bei den "Drei Brüder Handelswaren" einen Dietrich aus einer Kiste hatte mitgehen lassen. Es war viel einfacher gewesen, als jemanden direkt zu bestehlen. Ein kurzes Kundengespräch hatte ihr die nötige Ablenkung verschafft. Mit einem Griff hatte sie den Dietrich geschnappt und war danach noch ein paar Minuten im Laden geblieben, um nicht weiter aufzufallen. Ihr Siegeszug konnte beginnen.

    Schlösser knacken war ihr ein Leichtes. Leise wie eine Katze war sie in Schutze der Dunkelheit auf ihr Ziel zugeschlichen. Weit und breit war keine Seele zu sehen. Sie hatte sich wohl überlegt, was sie tat. Würde sie ersteinmal so weit gekommen sein, wie ihr Plan es vorsah, würden sich die Geldsorgen bald in Luft auflösen.
    Nur noch einmal tief durchatmen. Es war ihre einzige Chance. Sie durfte sie nicht verbauen. Geschickt und flink begann sie mit dem Dietrich das Schloss zu bearbeiten. Es dauerte länger als gewöhnlich, weil sie extrem vorsichtig vorging. Doch dann war es geschafft. Das Schloss war geknackt.
    Beinahe lautlos schlich sie durch die "Goldene Karaffe". Es hatte auf der Hand gelegen. Wäre sie nur im Besitz der richtigen Werkzeuge, würde sie zu schnellem Geld kommen. Tränke brauen konnte jeder. Man brauchte nur einen Streifzug durch den Wald zu unternehmen und hatte schnell die nötigen Zutaten zusammen. Melian ließ einen Destillierkolben, einen Calcinator und eine Retorte in ihren Besitz übergehen. Auch je zwei Tränke zum Wiederherstellen der Lebensenergie und zur Heilung von Krankheiten standen offen herum und schrien fast danach geklaut zu werden. Sogar ein paar Zutaten fand sie in den Regalen und in einer Kiste.
    Der Einbruch war so leicht gewesen, dass sie ein glucksendes Lachen von sich gab, als sie den Laden verlassen hatte. Es war schon fast ermüdend gewesen. Weil sie so guter Stimmung war beschloss sie, ihre 15 Goldstücke irgendwie auf den Kopf zu hauen. Nachts gegen 12 war das gar nicht so leicht. Aber sie war hellwach und voller Tatendrang, also zog sie durch die Stadt und sah sich um. Hier und da hatte ein Hotel oder ein Gasthaus geöffnet, aber es war nichts ansprechendes für sie dabei. Enttäuscht trottete sie den Talosplatzbezirk entlang. Doch dann erweckte etwas ihre Aufmerksamtkeit, was sie bei Tage gar nicht richtig wahrgenommen hatte. Edel und prunkvoll leuchtete direkt vor ihr der Eingang zum "Tiber Septim". Es sah teuer aus. Das ist genau das richtige, dachte sie und trat ein.
    Geändert von Varda (01.04.2007 um 22:00 Uhr)

  7. #7

    Ebenen von Oblivion

    Kamahl öffnete die Augen. Sein Kopf fühlte sich, als hätte er in der letzten Nacht fünf Flaschen Sujama getrunken. Warte, nein, das konnte nicht sein, er hatte seit circa 200 keinen Schluck Branntwein mehr getrunken. Was war dann passiert. Er konnte sich noch daran erinnern, den Gang mit den Klingen betreten zu haben. Dann Asharr, der die Klingen mit Rüstungsteilen blockiert hat. Er war in Gedanken, was in diesem Turm los sei, die komischen Runen und dann auch noch die Klingentreppe. Die anderen waren schon oben angekommen. Er wollte ihnen nachrennen, sah einen komischen Vorsprung an der Wand trehte sich dannach um und danach konnte er sich nur noch an den Schmerz im Kopf erinnern. Nein, war er tatsächlig gegen eine der Klingen gerannt? Sein Kopfschmerz sagte ja und der Verstand wollte dazu erstmal gar nichts sagen. Plötzlich überkam ihm Überkeit und er brach das Blut der Bosmerin von gestern vor sich auf dem Boden. Gott sei dank hatte keiner seiner Gefährten davon mitbekommen, sonst währe ihnen vielleicht ein Verdacht gekommen. Aber jetzt musst er ihnen Folgen. Der letzte Brustharnisch oben an der Treppe hielt noch, also konnte er nicht lange ohnmächtig gewesen sein. Er legte den Hebel um, den er kurz zuvor entdeckt hatte, in der Hoffnung, das er die Klingen stoppen würde, und tatsächlich, sie hielten an. Kamahl rannte die Treppe hoch, öffnete die Tür am Ende der Treppe und fand sich in einer Halle wieder. In der Mitte der Halle lag ein toter Bosmer und an der Tür gegenüber standen seine Gefährten. Als er auf sie zurannte sahen sie ihn fragend an. "Tut mir leid, das ich so spät komme, ich bin gegen eine dieser blöden Klingen gerannt.", brachte Kamahl hervor, nachdem er nachdem er kurz Atem geschöpft hatte.
    Wieder setzte Drakos die Rune ein und das Tor öffnete sich. Die kleine Gruppe schritt hindurch und fand sich in der Mitte des Turmes wieder. Sie befanden sich jetzt direkt über der Eingangshalle. Der Weg zu Sigil-Kammer, der über eine breite, langsam aufsteigende Ebene, die sich an den Wänden des Turmes hochschlängelte, führte, schien frei zu sein. Also machte sich die Gruppe auf den Weg.
    Geändert von eissceda (02.04.2007 um 11:43 Uhr)

  8. #8

    Cyrodiil, Tiber-Septim-Hotel

    Müde saß Malukhat an einem Tisch in der Eingangshalle des Tiber Septim Hotels. Nein, müde ist nicht das richtige Wort, dachte er und strich sich versonnen über den Schnurrbart. Viel mehr war ihm tot langweilig. Er konnte ja nicht mal schlafen! Und normalerweise schlief er wirklich gut. Nur wenn absolut gar nichts zu tun war, das machte ihn fertig. Und dieser N’wah von einem Erzmagier, Hannibal Traven, hatte ihn immer noch nicht zu einer Audienz vorgelassen.
    „Das ist nur gut und richtig so“, hatte Joplaya beim Abendessen gesagt. „Wenn du ihm erzählst, Totenbeschwörung sei ein Hobby wie jedes andere auch, dann schmeißt er dich raus. Was willst du dann machen? Mannimarco huldigen?“
    Da seine Tochter überzeugte Pazifistin war, hatte er es nicht für erwähnenswert gehalten, dass er darüber bereits nachgedacht hatte. Es gab mehr Pros als Kontras, doch war es letztlich an einer Sache gescheitert: Mit einem Haufen Leichen in einer Höhle verrotten? Bah. Danke, nein. Im Gegensatz zu vielen anderen Nekromantikern hatte er nämlich absolut keine Probleme damit, mit Wesen in Kontakt zu kommen, die nicht tot sind. Und Mannimarco huldigen? Huldigen? Er? Wie hatte Joplaya nur auf so einen Schwachsinn kommen können? Wenn hier jemand jemandem huldigte, dann war das wohl Mannimarco. Dass ihre Namen beide mit einem M begannen, musste ja nicht zwangsweise bedeuten, dass sie in derselben Liga spielten. Malukhat befand sich ganz klar am genau anderen Ende der Nahrungskette. Nur hatten die Leute immer Schwierigkeiten, das zu begreifen. Mannimarco war da wohl kaum eine Ausnahme. Und sich mit den ganzen Totenbeschwörern anzulegen, die unter seiner Fuchtel standen, nur um zu beweisen, dass er spielend mit dem Wurmkopf fertig wurde, das war dem Dunmer wiederum zu anstrengend.
    Malukhat schüttelte energisch mit dem Kopf. Ist doch jetzt egal, ich mache das eh nicht, beschlossene Sache. Denn mal davon abgesehen, dass Schädel sich nicht gut als Kopfkissen eignen: Was würde Arwen dazu sagen? Der Erzmagier verzog das Gesicht. Das wäre ihr wohl egal, solange es mit vielen Vorteilen verbunden wäre. War es aber nicht. Ihm die Augen auskratzen oder ihn noch mal die Treppe hier im Hotel runterschmeißen würde sie wohl eher nicht, aber welche Frau will schon gerne hören, dass das Lieblingsspielzeug ihrer Kinder ein abgetrennter Arm sein wird?
    Malukhat seufzte, stützte das Kinn schwer auf die Hände und ließ den Blick quer durch den Raum schweifen. Er wollte gerne glauben, dass die Sorge um Arwen ihn vom Schlafen abhielt, aber dem war nicht so. Tatsächlich machte er sich überhaupt keine Sorgen um sie. Nicht mal ansatzweise. Er wollte sie wieder sehen, also musste sie einfach lebend wieder aus der Ruine kommen. Etwas anderes war für Malukhat undenkbar. Einen zusätzlichen Bonus in Form eines überlebenden Aurel würde die Sache perfekt machen. Dann hätte er wenigstens eine anständige Prügelei!
    „Kann ich noch etwas für Euch tun?“ Malukhat hatte gar nicht bemerkt, wie die Dame vom Schalter sich neben ihn gestellt hatte. Ihre Stimme klang so müde, so mürrisch, ja – so abgrundtief angekotzt von ihm, dass er nicht anders konnte, als sie anzulächeln.
    „Hängt noch ein ’erhabener Erzmagier’ hinten dran, und vielleicht antworte ich Euch“, entgegnete er schlicht und blickte ihr in die Augen, die sich in gespielter Verzweiflung verdrehten.
    „Kann ich noch etwas für Euch tun, werter Erzmagier?“ Malukhat wusste genau, er hatte keine Vorstellung davon, welche Bezeichnung sie statt des „Erzmagiers“ am Liebsten an den Satz angehängt hätte.
    „Ihr könntet mich in den Speisesaal tragen.“
    Die Imperiale sah ihn an, als hätte er ihr soeben ins Gesicht gespuckt. Und, von der Seite betrachtet, hatte er das auch. Ihre Hände ballten sich zu Fäusten, dann drehte sie sich um und marschierte in einem schnellen Trab davon. Malukhat blickte ihr nach. In Anbetracht der Tatsache, dass er von dem Ausflug heute mit seiner Tochter in die Wildnis noch immer die komplette daedrische Rüstung trug, wäre es sicherlich ein lustiger Anblick gewesen. Aber nicht von der Sicht des Getragenen aus.
    Malukhat ließ sich zurücksinken, so dass er mit dem Rücken auf der Bank lag, und verschränkte die Hände hinter dem Kopf. Irgendwas musste doch einfach mal los sein. Ich bin in der Kaiserstadt, verdammt noch mal!

  9. #9
    Das Tiber Septim hatte von außen nicht zu viel versprochen. Eine schlichte, edle Einrichtung verschuf der großzügigen Empfangshalle eine imposante Ausstrahlung. Melian ließ ihren Blick schweifen. Ein paar Leute hingen vereinzelt herum. Hinter dem Thresen stand die Empfangsdame. Zielstrebig schritt Melian auf sie zu. Sie fühlte sich schick in ihrer Mithril-Rüstung. Man würde sie sicher für wohlhabend halten. Noch während sie ging sah sie, dass hinter dem Thresen ein Bett stand. Das hier schien ein Fulltime-Job zu sein.
    "Möchten Sie ein Bett für die Nacht? Das macht 25 Gold." Unverschämte Ziege, dachte Melian, den anderen hätte sie es sicher günstiger angeboten. Doch sie wollte sich heute nicht ärgern.
    "Nein, ich möchte den besten Wein, den es hier gibt."
    "35 Gold."
    "35 GOLD??!! Äh, ich meine... Ich sehe gerade, dass ich mein Geld vergessen habe. Was bekomme ich für 15 Gold?"
    Ohne weitere Worte bekam Melian eine Flasche billigen Wein, eine flasche Met und ein Bier. Etwas unzufrieden ließ sie sich auf einen Hocker nieder und trank das Bier in einem Zuge aus. Jetzt ging es ihr schon besser. Während sie an ihrem Met nippte überlegte sie, dass sie die gestohlenen Utensilien aus der Goldenen Karaffe ausprobieren könnte. In einem Schrank hatte sie ein paar Karotten, zwei Äpfel, Mehl und etwas Mais gefunden. Sie stellte die Gegenstände vor sich auf. Und starrte. Starrte. Minutenlang. Ein Schauer lief ihr den Rücken herunter. Melian wurde blasser und blasser. Ihr wurde schlecht. So richtig schlecht. Sie wollte etwas sagen, aber kein Ton kam ihr über die Lippen. Es schoss ihr nur ein Gedanke durch denk Kopf: Du dummes Kind. Du bist ein so dummes Kind.
    Es brauchte noch einige Sekunden, bis sie sich wieder fassen konnte. Es war unglaublich. Sie sah sich noch einmal die Sache an und überprüfte, ob sie auch alles aufgestellt hatte. Es bestand kein Zweifel. Die dumme, dumme Melian hatte vergessen, sich Mörser und Stößel zu besorgen. Mörser und Stößel.
    M ö r s e r u n d S t ö ß e l !!
    Tränen schossen ihr in die Augen, wodurch sie nur noch wütender über sich selbst wurde. Es war alles umsonst gewesen. Das Klauen des Dietriches, der Einbruch - und jetzt hatte sie auch noch ihr ganzes ausgegeben, leichtsinnig und dumm wie sie war. Es war nicht zu verzeihen. Sie hatte ihre letzte Chance vertan. Ohne Mörser und Stößel keine Tränke.
    Immer noch blass sah sie sich schon auf dem Rückweg nach Bruma, den Bruder und die Mutter um eine Stelle als Hausmädchen anbettelnd.
    „Kann ich noch etwas für Euch tun, werter Erzmagier?“
    Der Satz riss sie aus ihren grauen Gedanken. Erzmagier? Hatte sie sich verhört?
    „Ihr könntet mich in den Speisesaal tragen.“
    Die Antwort kam von einem groß gewachsenen Dunmer, der in einer Ecke an einem Tisch saß. Er klang so unglaublich arrogant, dass sie im ersten Moment überrascht mit offenem Mund hinüberstarrte. Die Hausdame ging sichtlich wütend mit energischen Schritten davon. Melian musterte den Erzmagier-Dunmer genauer. Wieso um alles in der Welt trug er eine komplette Daedrische Rüstung? Angeber, dachte sie sich und wollte sich schon wieder ihrem Met zuwenden, als sie plötzlich einen hübsch gefüllten Geldbeutel direkt vor diesem arroganten Schnösel auf dem Tisch liegen sah. Anscheinend hatte das Glück sie doch nicht verlassen. Und es wurde besser. Er legte sich allen ernstes hin! Kann er sich kein Zimmer leisten, fragte sich Melian, und antwortete sich selbst, dass er es gleich wohl nicht mehr könne, wenn erst dieser nette Geldbeutel ihr Eigen sein würde.
    Sie trank noch einen Schluck und sah sich kurz um. Niemand schien zu ihr zu sehen. Sie stand auf und schlich an der Wand entlang in eine dunkle Ecke hinter dem Dunmer. Der Geldbeutel lag nur einen Griff entfernt. Sie versicherte sich noch einmal, dass er auch ja die Augen zu hatte - und holte aus.

  10. #10

    Oblvionebene

    "ich bin gegen eine dieser blöden Klingen gerannt!"sagte Kamahl als er ankam.Da musste Drakos sich zurückhalten nicht gleich loszulachen.Er hatte den Dunmer immer für einen dieser Kerle gehalten die alles sehen.So einer der einen Assassinen der sich unsichtbar von hinten an ihn anschleicht instinktiv absticht.Das so einer gegen eine Klinge rennt...nein einfach zu komisch."Das hätte ich zu gerne gesehen."Dachte Drakos."Ich auch."hieß es von Solzenos.

    Drakos ging nun zum Tor und setzte die Rune ein.Der nächste Raum führte offenbar zu Siegelkammer."Jetzt ist es wohl nicht mehr weit,das Abenteuer ist bald vorbei."dachte er.Drakos sah dem Ende der Reise mit gemischten Gefühlen entgegen.Natürlich bedeutete sie ein Ende des Gefühls ständigen Risikos,doch bedeutete sie auch das Ende von viel Spaß.Drakos war nunmal ein leidenschaftlicher Kämpfer.Natürlich,er studierte auch gerne die Magie aber mit der Klinge in der Hand dem Feind engegenzutreten...das war einfach etwas ganz anderes als ein magisches Buch zu lesen und dann die Zauberformeln nachzusprechen...
    Hätte er in der Zeit gelebt als die Herrschaft Tamriels noch umkämpft war, wäre er Soldat geworden.Dem Feind offen gegenübertreten,Seite an Seite mit tausenden Mitstreitern...Das stellte sich Drakos großartig vor.Doch heutzutage war das Soldatenleben so langweilig.Ewige Patroulien und gelegendlich mal einen Banditenunterschlupf ausheben.Nein das war nichts für ihn.Dies ließ sich nicht mit dem Ruhm einer alles entscheidenden Schlacht vergleichen.Man stelle sich vor er hätte in einer Armee gegen das Kaiserreich gekämpft.Viellieicht gäbe es dann heute gar kein Kaiserreich,vielleicht wäre es ja vernichtet worden...
    Drakos riss sich aus seinen Gedanken, einer der anderen hatte ihn gerufen,offenbar war er beim Nachdenken stehen geblieben.Er eilte ihnen rasch nach.

    Der Raum schien leer zu sein.Sie traten hinein.Gerade wollte er die Treppe hoch als er etwas hörte.Auf einmal war der Raum voller Clannfear die sich offenbar in den Ecken versteckt hatten.Einer fiel ihn an.Er blockte rasch und setzte einen Schwerthieb in den Kopf des Deadra.Schon kam ein weiterer Clannfear und schlug nach ihm.Er parierte und lief dabei langsam zurück.Es merkte plötzlich dass er gegen Asharrs Rüstung gestoßen war.Er bemerkte dann auch dass Kamahl,Karrod und Asharr in unmittelbarer Nähe zu ihm standen.Na großartig,die Clannfear hatten die Gruppe umzingelt...
    Er musst grinsen,das war doch schon mal gar nicht übel.Ncht so toll wie eine epische Schlacht aber..egal.Er wollte erstmal versuchen durchzubrechen und dann mit einem Flächenzauber anzugreifen.
    Das war auf jedenfall besser als sein altes Leben als "Diener Akatoshs".Besser als in der Kaiserstadt zu sitzen und auf eine Antwort Akatoshs zu warten.Besser als in der Kaiserstadt zu sitzen und sich zu langweilen...
    Geändert von Lord Asgar (03.04.2007 um 02:44 Uhr)

  11. #11
    Ich könnte rausgehen, mich in die Universität schleichen und Traven seine Robe klauen, dachte Malukhat und grinste innerlich. Das Liegen beruhigte ihn, obwohl er nicht sagen konnte, dass es sonderlich bequem war. Die daedrische Rüstung unterband so ziemlich jeden Bewegungsversuch und der Erzmagier sah seine Tochter bereits vor sich, wie sie ihn mit dem Dosenöffner wieder herausschnitt, weil er von alleine nicht mehr auf die Beine kam.
    … Und wenn ich schon mal bei Traven bin, dann kann ich auch gleich seinen Zauberstab mitgehen lassen, führte er den Gedanken weiter. Musste schon ein schickes Ding sein, obwohl er es bisher noch nicht mal aus der Entfernung hatte begutachten können. Aber ob schick oder nicht: Als Feuerholz würde er sich mit Sicherheit eignen. Andererseits könnte er Travens Stab aber auch dem Rundohr am Empfang unterjubeln, wenn dieses gerade schlief. Das wäre schon ein Spaß zuzusehen, wie die Wachen hierher kamen und sie mit großem Trara abführten, einen selbstzufriedenen Hannibal Traven im Schlepptau, der es mal wieder geschafft hatte, einen ganz bösen Verbrecher festzunageln. Ja, es war sogar wahrscheinlich, dass er sie für eine Mitstreiterin jener aus der Magiergilde ausgeschlossenen Totenbeschwörer halten würde, die sich – vollkommen grundlos natürlich! – entschieden hatten, irgendeinen Beschwörungszauber mit dem Stück Holz anzustellen.
    Traven musste schon ein paranoider alter Sack sein.
    Malukhat legte den Gedanken beiseite. Er würde ihn ohnehin nicht in die Tat umsetzen, obwohl es sicherlich lustig wäre. Nur leider nicht auf Dauer. Und er suchte ja ein Arrangement, dass ihn für eine Weile beschäftigt hielt. Dann riss er die Augen auf.
    „Ich hab’s!“, rief er und setzte sich schwungvoll auf, dass die Rüstung protestierend knarrte. „Ich mache eine Reise nach… Ahem?“ Der Blick des Dunmers fiel auf eine Frau, die sich in schleichender Haltung neben dem Tisch postiert hatte. Einen Schwenk weiter sah er ihren Arm, ihre Hand und am Ende dessen sein Geld. Wütend stand er auf und starrte auf diese Bosmer hinab, die es gewagt hatte, auch nur auf den Gedanken gekommen zu sein, sich an seinem Geld zuschaffen zu machen.
    „Kennt ihr euch?“, fragte er und fixierte die Frau mit den Augen. „Mein Geldbeutel hat mir überhaupt nicht erzählt, dass er Freunde in der Stadt hat.“
    Langsam zog er sein Silberschwert aus der Scheide. „Na, dir werde ich beibringen was es heißt, mich bestehlen zu wollen.“
    Malukhat holte zu einem Schlag aus – dieser sollte die Bosmer natürlich nicht treffen. Bei Sheogorath, er war ja kein verrückter Schlächter! Aber ein bisschen Angst machen bevor er die Wachen rief, das wollte er schon. Nur leider kam er nicht dazu, denn sein Schwertarm hing trotz großer Mühe hinter seinem Rücken fest. Die Kraft des Schwunges verging und der Schmerz setzte ein, als sein Arm weiter nach hinten gezogen wurde.
    Vater? Was soll das?“
    „Das sollte ich wohl eher dich fragen“, knurrte Malukhat seine Tochter an, die sich an seinem Arm festhielt. „Willst du mir den Arm brechen?“ Sie schien sich zu vergewissern, ob ihr Vater nicht doch noch einen Versuch starten würde, das Schwert zu erheben, dann ließ sie ihn los und er verstaute das Schwert wieder in der Scheide.
    „Das wäre dir wenigstens eine Lehre gewesen!“ Joplaya stemmte die Arme in die Seiten und schenkte ihm einen strengen Blick, der Kindheitserinnerungen hoch holte. „Einfach so irgendwelche Leute töten wollen – mitten in einem Hotel! Wie kannst du auch nur auf die Idee kommen? Stell’ dir vor, die Leute hätten das morgen im Rappenkurier gelesen: Erzmagier tötet unschuldige Bosmer in Hotel. Was denkst du dir eigentlich? Willst du unseren Ruf ruinieren?“
    Wenn Malukhat es recht bedachte, gab es da eigentlich nicht mehr viel zu ruinieren.
    „Und stell’ du dir vor“, konterte er, „die Leute würden morgen im Rappenkurier lesen, ich hätte dieser ach so unschuldigen Diebin dingfest gemacht.“
    Mit offenem Mund sah Joplaya ihn an: „Sie hat dich bestohlen? Was denn?“
    „Nun ja… also, gestohlen hat sie mir nichts. Aber sie war dabei.“
    Seine Tochter verzog ihre hübschen Züge zu einem ’Na klar’-Ausdruck. So sah sie ihn immer an, wenn sie glaubte, er würde sich nur heraus reden. Und da sollte noch mal einer daher kommen und behaupten, Ehrlichkeit brächte einen weiter.
    „Entschuldigt bitte sein Verhalten“, wandte Joplaya sich zum Unmut Malukhats an die Bosmer. „Mein Vater ist manchmal ein bisschen cholerisch, nehmt ihm das nicht übel. Aber wo sind nur meine Manieren! Mein Name ist Joplaya und der raue Klotz da, das ist Malukhat. Erzmagier Malukhat von Vvardenfell, deshalb nimmt er sich ab und an selbst ein bisschen zu wichtig. Er wird Euch natürlich für sein schlechtes Benehmen entschädigen. Aber habt Ihr wirklich versucht, ihm Geld zu stehlen? Kann ich mir gar nicht vorstellen, Ihr seht so freundlich aus. Wie wäre es, wenn Ihr heute im Tiber Septim übernachtet und morgen mit uns frühstückt? Das ist doch eine tolle Idee, nicht wahr?“
    Die Bosmer kam gar nicht zum Antworten und dass seine Tochter es mal wieder geschafft hatte, jemanden in Grund und Boden zu reden, milderte Malukhats Wut ein wenig. Aber auch wirklich nur ganz wenig. Denn als sie „Das beste und schönste Zimmer für die junge Frau hier!“ rief, hätte er sie am Liebsten erwürgt. Das Rundohr nannte ihm den Preis und es war klar, dass diese Nacht eine der schlimmsten seines Lebens sein würde. Warum bat Joplaya ihn nicht gleich darum, seine Leber zu spenden?
    Sie hakte sich bei ihm unter und sagte: „Na, nun bezahl schon.“
    „Ich hasse mein Leben“, knurrte er leise in das Gesicht des Rundohrs, das mit einem breiten Grinsen einen ganzen Haufen Geld in Empfang nahm.

  12. #12

    Oblivionebene, Choroll

    Asharr stand schweigend dabei, während der Bosmer Drakos eine ziemlich unglaubwürdige Geschichte erzählte. Nach dem Kampf hätte Asharr etwas... spaktakuläreres erwartet. Aber, wenn er genauer darüber nachdachte, wusste er auch nicht, was er erwartet hatte. Einen unsichtbaren Dremora? So etwas gab es wohl nicht, Dremoras setzten, so wie er, eher auf Kraft denn auf verstohlenheit. Was dann? Nun, es fiel ihm nicht ein. War ja auch egal. Das wichtigste war, das da nun ein Bosmer am Boden lag, und davon redete, er sei ohne jede Hoffnun auf Heilung verletzt? Ein Blitz und ein Dremora-angriff versetzten wohl kaum jemanden in solch einen Zustand. Der Elf konnte sicher noch ein paar Tage überleben und von einem echten Heilkundigen geheilt werden. Asharr hatte während seiner Zeit bei der Legion genug Verwundungen gesehen, um ein Auge für so etwas zu bekommen. Das einzige, was dem Mer passieren konnte war, dass er kein so geschickter Dieb mehr sein würde, denn der Magische Schaden, den er erlitten hatte, konnte den Magiefluss in seinem Körper geschädigt haben... hatte er einmal gehört, von irgendsoeinem aufgeblasenem, wichtigtuerischem Magier auf Vvardenfell, der der Legion einen Besuch abgestattet hatte, um Verwundete zu heilen. Nun, er hatte mehr geredet als geheilt. Die Stimme des Bosmer riss ihn aus seinen Gedanken. "Gebt mir den Gnadenstoß!" Asharr drehte sich verwirrt um. Er kannte nur wenig Lebewesen, die um so etwas baten, und der Mer zählte ganz offensichtlich nicht zu der Kategorie, die es verlangen würde. Irgendetwas war falsch an der ganzen Geschichte. Bevor er aber etwas sagen konnte, tötete Drakos zu seiner noch größeren Verwirrung tatsächlich den Bosmer und sagte dann scheinbar ungerührt: "Kommt schon.Wenn wir nicht gleich enden wollen wie der Assassine sollten wir weiterzeihen!" Asharr widerstand dem Drang, eine bissige Bemerkung zu machen, trotzdem war er sicher, dass irgendetwas nicht passte, und dass dieses etwas ihnen schlecht bekommen würde. Desweiteren machte ihm Drakos Klinge Angst. Magische Waffen mochten ja für einige Personen schön und gut sein, aber dieses Schwert machte ihn unruhig.
    Da stieß Kamahl völlig erschöpft zur Gruppe. Anscheinend hatten Asharrs Daedraharnische nicht lange genug gehalten. Innerlich musste er grinsen, denn er hatte nicht gedacht, dass die Sensen für den geschickten und wendigen Kamahl ein Problem wären. Dann ging es schon weiter. Anscheinend hatten es einige recht eilig, aus der Ebene hinauszukommen. Asharr hatte zwar auch nicht unbedingt Lust, sein restliches Leben in diesem Turm zu verbringen, aber er hatte kein besonders großes Verlangen in die nächste Falle zu rennen.
    Um nicht hinten zu bleiben kam er dennoch mit den anderen mit. Der Turm wurde nicht anders, wenn sie vorrangingen, und diese Monotonie machte Asharrs Nerven zu schaffen. Bis auf die Kämpfe war hier alles so eintönig, und obwohl er nicht an Platzangst litt, kam ihm der Turm immer bedrückender vor. Dann kamen sie in einen großen leeren Saal. Nun konnte er sich nicht mehr über Enge beschweren, und er fragte sich, ob es wohl absichtlich so gebaut worden war. Um ein Gefühl der Sicherheit zu erzeugen. Vorsichtig schaute sich Asharr um. Rot und Schwarz, hohe Arkaden. Viel freier Boden, also ein guter Raum, um jemanden mit einem Sturmangriff zu überrumpeln. Auch der Boden war zu ihrer Seite hin geneigt, wenn auch nur leicht. Trotzdem würde es etwaigen Angreifern eine bessere Angriffsposition geben, und es war flach genug, damit diese nicht ins Rutschen kamen. Unruhig winkte Asharr die Gruppe weiter bis in die Mitte des Saales. Er bemerkte auch Drakos Abwesendheit. Verdammt, was treibt der schon wieder? Asharrs Unruhe steigerte sich, doch er versuchte, diese nicht durchklingen zu lassen, als er den Argonier rief. Keiner schien etwas zu bemerken, und der Argonier kam auch nach. Fast unbewusst stellte er die Gruppe so, dass die im Nahkampf schwächeren leichter verteidigbare Positionen einnahmen. Natürlich war "leicht" relativ. Asharr wunderte sich, wie leicht seine Soldaten-Reflexe wieder hochkamen.
    Nichts passierte. Drakos wollte schon zum nächsten Gang vorranschreiten, doch da erkalng ein Geräusch, und Clannfear stürmten den Raum. Genau so etwas hatte Asharr erwartet. Eine brodelnde MAsse an Leibern, die auf ihre kleine Gruppe stürzten. Darauf hoffend, dass die anderen nicht nachgaben, zog Asharr seinen Hammer und das erste Monster flog mit eingedrücktem Schädel in die Masse der übrigen. Ein Körper traf ihn am Rücken, und er hoffte, dass es einer von seiner Gruppe war. Da er nicht starb, war es wohl so. Den Hammer wieder un wieder schwingend bedauerte Asharr, keine zehn Legionäre um sich zu haben, aber die Gruppe schlug sich anscheinend auch nicht schlecht. Sie hatten eine winzige Chance auf erfolg.

  13. #13
    Sie packte den sich den Geldbeutel. Für etwa eine Millisekunde stand sie triumphierend mit dem Geld in der Hand da.
    „Ich hab’s! Ich mache eine Reise nach… Ahem?“ Verdammt. Vor lauter Schreck hätte sie beinahe das Geld in hohem Bogen durch den ganzen Raum geworfen. Was musste er auch so demaßen brüllen?
    „Kennt ihr euch?´Mein Geldbeutel hat mir überhaupt nicht erzählt, dass er Freunde in der Stadt hat.“ Na diese Antwort passte ja zu Mister "Uh, ich habe eine dadreische Rüstung und muss sie in einem Hotel tragen". Sowas arrogantes war ihr noch nicht untergekommen. Aber noch bevor sie sich wirklich ärgern konnte, zog er sein Schwert und holte zum Schlag aus. Melian bekam Panik, ließ das Geld fallen und brachte ihre Arme in Abwehrstellung über ihrem Kopf. Ein, zwei Sekunden stand sie mit zusammengekniffenen Augen da und erwartete den Hieb des Dunmer-Erzmagiers. Als nichts passierte, blinzelte sie wischen ihren Armen hindurch. Wieso schaute er denn so doof?
    „Vater? Was soll das?“ hörte sie eine weibliche Stimme Fragen. Sollte das ein Witz sein? Dunmer-Erzmagier sollte eine Tochter haben? Wenn sie nicht immer noch Angst gehabt hätte, hätte sie ihn lauthals auf der Stelle ausgelacht. Die beiden wechselten ein paar Worte, die Melian nicht genau verstand. Schließlich wandte sich Dunmer-Erzmagiers Tochter um und sagte:
    „Einfach so irgendwelche Leute töten wollen – mitten in einem Hotel! Wie kannst du auch nur auf die Idee kommen? Stell’ dir vor, die Leute hätten das morgen im Rappenkurier gelesen: Erzmagier tötet unschuldige Bosmer in Hotel. Was denkst du dir eigentlich? Willst du unseren Ruf ruinieren?“ Ha, wenn der immer so drauf ist, hat der ohnehin keinen guten Ruf, was will er da ruinieren?, dachte sich Melian. Sie musterte die schwarzgelockte junge Frau, die alle Macht über ihren Herrn Papa zu haben schien. Wie interessant, dachte sie, kommandiert alle rum, aber wird zum Weichei wenn sein Töchterchen da ist.
    „Und stell’ du dir vor, die Leute würden morgen im Rappenkurier lesen, ich hätte dieser ach so unschuldigen Diebin dingfest gemacht.“
    „Sie hat dich bestohlen? Was denn?“
    „Nun ja… also, gestohlen hat sie mir nichts. Aber sie war dabei.“
    Melian wäre am liebsten im Boden versunken. Natürlich, sie war eine Diebin, eine gemeine Diebin, die es nicht anders verdient hatte! Jetzt würde ihr sicher niemand mehr beistehen. Reflexartig zog sie wieder die Arme an, aus Angst, der Dunmer-Erzmagier würde gleich wieder sein Schwert ziehen.
    Aber seine Tochter wandte sich an sie.
    „Entschuldigt bitte sein Verhalten. Mein Vater ist manchmal ein bisschen cholerisch, nehmt ihm das nicht übel. Aber wo sind nur meine Manieren! Mein Name ist Joplaya und der raue Klotz da, das ist Malukhat. Erzmagier Malukhat von Vvardenfell, deshalb nimmt er sich ab und an selbst ein bisschen zu wichtig. Er wird Euch natürlich für sein schlechtes Benehmen entschädigen. Aber habt Ihr wirklich versucht, ihm Geld zu stehlen? Kann ich mir gar nicht vorstellen, Ihr seht so freundlich aus. Wie wäre es, wenn Ihr heute im Tiber Septim übernachtet und morgen mit uns frühstückt? Das ist doch eine tolle Idee, nicht wahr?“
    Melian war überrumpelt. Was war jetzt los? Sie starrte erst zu Dunmer-Erz... äh... Malukhat, dann wieder zu Joplaya.
    „Das beste und schönste Zimmer für die junge Frau hier!“
    Wow. Das war jetzt zuviel des Guten. Melian versuchte die Geschehenisse noch einmal in Gedanken abzuspielen: Erst hatte sie mehrmals gestohlen, dann war sie dabei erwischt worden und jetzt bekam sie eine Luxus-Suite für die Nacht von einem Erzmagier und seiner Tochter spendiert.
    Melian lächelte. Das Diebesleben war gar nicht so schlecht, wie sie vermutet hatte. Und als sie Joplaya „Na, nun bezahl schon“ sagen hörte, war jeglicher Missmut aus ihrem Geiste verschwunden.
    Malukhat war wenig erfreut, was Melian nicht sonderlich verwunderte. Allerdings hatte er selbst pech, wenn er sich von Joplaya so herumkommandieren ließ. Weichei, dachte sie nochmal. Aber wo hatte sie ihre Manieren gelassen? Joplaya hatte ihr ein Zimmer verschafft und sie hatte sich nicht einmal vorgestellt.
    "Hallo, ich bin Melian", sagte sie. "Ursprünglich komme ich aus Bruma, aber von dort bin ich aus... äh... privaten Gründen weggegangen. Jetzt bin ich hier in der Kaiserstadt unterwegs."
    Sie wechselten noch ein paar Worte, bis Joplaya Melian auf ihr Zimmer geleitete. Melian legte ihre Rüstung in eine Truhe neben dem Bett und fiel totmüde auf den luxuriösesten Schlafplatz, den sie je in ihrem Leben gesehen hatte.

    Am nächsten Morgen weckte sie ein leises Klopfen. Melian hatte traumhaft geschlafen. "Herein!" rief sie. Es war Joplaya, die sie zum Frühstück mit ihr und Malukhat einlud. "Ich bin in 5 Minuten unten", gab Melian zurück. Sie schlüpfte wieder in ihre Rüstung, machte sich die Haare und lief die Treppe in die Emfangshalle hinunter, wo gestern alls angefangen hatte. Joplaya und Malukhat saßen bereits an einem reich gedeckten Frühstückstisch. Er sah gar nicht mehr ganz so schlimm aus, wie gestern abend, was wohl auch daran lag, dass er diese dämliche Rüstung gegen ein blauschwarzes Gewand getauscht hatte. Melian nahm Platz. "Guten Morgen", sagte sie etwas nervös. Ihr fiel ein, dass sie ewig nichts gegessen hatte.

  14. #14

    Oblvionebene

    Drakos versuchte die Clannfear zu zählen.Es kam auf insgesamt 8 Stück plus der zwei die bereits tot waren.Er entschied sich auf seine ursprüngliche Strategie,einen Flächenzauber zu verzichten.Er wollte seine Kameraden schliesslich nicht verletzen.Aber er wunderte sich wieso die beiden Clannfear die er und Asharr getötet hatten so schwach gewesen waren.


    Er versuchte sich in Erinnerung zu rufen was er vor seinem Aufbruch in diesem Buch über Deadra gelesen hatte.Dort hatte gestanden dass Clannfear starke Dedra mit großen schildartigen Köpfen waren.Und dass sie eine Alchemiezutat hergaben die recht nützlich war.Aber da war noch was...
    Jetzt erinnerte er sich : Da hatte gestanden dass es noch eine schwächere Unterart der Clannfear gab.Wie hießen diese doch gleich?Ach ja , Clannfear-Kümmerlinge.Damit hatte er wohl eine Erklärung dafür.Sie kämpften vermutlich gegen Clannfear-Kümmerlinge.

    Der Ring aus Clannfear umkreiste die kleine Gruppe.Die Deadra bewegten sich um die Gruppe herum und warteten einen Moment.Plötzlich sprangen sie auf die Gruppe los.Drakos duckte sich weg um dem Sprungangriff eines Clannfear zu entgehen.Ein zweiter griff mit seinen Krallen an.Drakos konnte den Schlag abwehren.Er schlug ebenfalls zu doch der Clannfear entkam mit einer leichten Schnittwunde am Arm als er zurücksprang um auszuweichen.Der andere Clannfear sprang von hinten auf Drakos zu doch dieser tat einen Schritt zur Seite und schleuderte dem Deadra einen Feuerball in den Rücken.Der getroffene Clannfear regte sich nicht mehr doch Drakos schleuderte zur Sicherheit noch einen Blitz hinterher und wandte sich dann dem anderen Deadra zu.Dieser war jedoch bereits wieder zu Angriff übergegangen,ein Krallenhieb traf Drakos am gepanzerten Bauch,die Rüstung absorbierte den Schaden glücklicher weise recht gut.Er wurde von dem Clannfear umgerissen und Solzenos fiel im aus der Hand und landete etwa einen Meter entfernt.Der Clannfear hielt den Argonier mit seinen Krallen unten und wollte ihm die Kehle durchbeissen.Da stieß Drakos einen argonischen Kriegsschrei aus.Man hörte das sehr selten,weil die meisten Argonier Diebe oder Assassinen waren und keine Krieger.Offenbar erschauderte der ganze Raum unter dem zischelnden Geräusch.Besonders seine Gefährten schienen recht geschockt.Aber der Schrei hatte etwas bewirkt.Der Clann war erschrocken und hatte seinen Griff gelockert.Drakos schlug ihm in den Bauch,stieß ihn von sich und eilte zu Solzenos.Der Clannfear holte zum Sprung aus.Er sprang zu weit und genau über Drakos hinweg,welcher ihm Solzenos voll in den Bauch bohrte."So,zwei weniger." rief Drakos und drehte sich den Clannfear zu mit denen seine Gefährten kämpften. Er eilte zu dem nächstbesten Clann,einem der gerade Karrod attakierte und schlug nach dem Deadra.Dieser sprang zur Seite.Drakos nickte Karrod kurz zu und stürtze sich wieder in die Schlacht...

  15. #15

    Oblivion-Ebene

    Kamahl hatte irgendwie ein mulmiges Gefühl, als er die Halle betrat. Diese Halle würde sich sowohl für einen Bogenschützenüberfall als auch für einen Sturmangriff eignen. Er steckte seine Waffen weg und bereitete im Geist einige Zauber vor und hielt sich hinter seinen schwerer gerüsteten Kameraden. Und seine Vorahnung bestätigte sich, denn kaum hatten sie die Mitte des Raumes betreten stürme schon ein kleine Gruppe Clannfears auf sie zu. Sie griffen die kleine Gruppe an. Kamahl sprang vor und setzte einen Feuerzauber gegen die Gesichtspartie des Clannfears ein, das ihm am nächsten stand. Der Angriff zeigte die gewünschte Wirkung, der Clannfear ging geblendet zu Boden. Kamahl nahm einen seiner Dolche und rammte ihn dem Deadra in den Hals, worauf die Zuckungen des Deadras aufhörte. Er wollte eigentlich den Dolch aus dem Clannfear harausziehen, warf sich aber aufgrund eines Gefühles zur Seite. Keine Sekunde zu früh, den Augenblicke später glitten die Krallen eines zweiten Clannfears über die Stelle, an der er gerade noch gestanden hatte. Der Deadra wollte sich gerade umdrehen, als ihn der Eiszaubers an der Seite traf. Unter der Wirkung dieses Zauber ging der Clannfear zuckend zu Boden. Kamahl hohlte sich seinen Dolch zurück und schaute sich um, ob noch irgendeiner seiner Kameraden seine Unterstützung brauchte.

  16. #16

    Oblivion-Ebene

    Langsam sollte mal wieder was passieren, sonst wird das hier irgendwie unspektakulär, stellte Karrod trocken fest. Der Unsichtbare war noch immer unsichtbar und sein Schwertarm wurde langsam lahm. Dann schoss plötzlich ein Blitz durch die Luft, ob von Freund oder Feind, konnte er nicht sagen, worauf ein hohes Klirren folgte - und plötzlich stand ein Bosmer vor ihm, von dessen Brust einige Scherben auf den Boden fielen. Na warte, Freundchen, dachte sich Karrod grimmig und wollte auf den kleinen Waldelfen losgehen, doch der fiel auch ohne Karrods Mithilfe von alleine um. Ah ja, der Blitz, erinnerte sich Karrod. Drakos nahm ihn darauf gleich in die Mangel und quetschte ihn aus. Es verlangte dem Bretonen einiges an Selbstbeherrschung ab, neben dem Bosmer stehen zu bleiben - er war immer noch wütend wegen den feigen Attacken von vorhin und hätte sich am liebsten auf den miesen kleinen Schleicher gestürzt.
    Anscheinend war er wegen einer Artefakt-Angelegenheit hier, die Karrod nicht weiter interessierte. Geld war ihm ohnehin egal, er war vorerst schon voll und ganz damit zufrieden, einen sichtbaren Gegner vor die Klinge zu kriegen.
    Der Bosmer schien am Ende seiner Kräfte zu sein. Er zeigte Drakos eine übel aussehende Brandwunde am Arm, woraufhin ihm dieser den Gnadenstoss gab. Immer diese Gewalt, dachte sich Karrod grinsend, eine ordentliche Tracht Prügel hätte es doch auch getan. Nachdem er sich kurz über seine eigene Unverfrorenheit ob dem Tod des Bosmers, es war ja trotz allem ein Mensch, äh, ein Elf, gewundert hatte, folgte er seinen Kameraden, die sich bereits wieder in Bewegung gesetzt hatten. Kamahl war inzwischen wieder zu ihnen gestossen - er war angeblich in eine der Klingen gelaufen. Karrod wunderte sich, wie der Dunmer das so ohne Weiteres überlebt hatte - entweder hatte ihn die Klinge mit der flachen, stumpfen Seite erwischt oder er war verflucht zäh - von einem normalen Menschen wäre doch bestenfalls etwas Matsch übrig geblieben, nachdem er ihn diese Maschinerie hineingeraten war. Na ja, das spielte ja eigentlich auch keine Rolle, er hatte noch genügend Zeit, Kamahl auszufragen, nachdem sie hier heil raus gekommen waren.

    Am Ende des Ganges erwartete sie eine grosse Halle. Eine ziemlich grosse, ja sogar riesige Halle - zumindest schien es Karrod so, nachdem sie nun geraume Zeit in diesen bedrückenden Gängen umhergewandert waren. Kaum hatten sie sie betreten, läuteten bei Karrod bereits alle Alarmglocken - grosse, überschaubare Räume waren für kleine Grüppchen in tiefstem Feindesland noch nie sonderlich bekömmlich gewesen, wie ihm seine langjährige Erfahrung sagte. Und sie sollte auch dieses Mal recht behalten, wie die kleine Gruppe wenige Sekunden später erfahren sollte.
    Überall Clannfears. Woher kamen die Dinger plötzlich? Doch Karrod hatte nicht lange Zeit, sich grossartig darüber Gedanken zu machen, denn die vielen Daedra verwickelten die Gruppe schlagartig in ein wildes Gefecht. Karrod und seine Gefährten standen mit den Rücken zueinander, so dass sie sich gegenseitig ein wenig deckten.
    Ja bin ich denn der Kammerjäger? Ich will Dremoras oder was ähnliches, irgendwas, das ein Schwert halten kann und nicht wieder solches Daedra-Vieh! Langsam begann Karrod daran zu zweifeln, ob es tatsächlich eine solch tolle Idee gewesen war, eine Oblivion-Ebene zu erkunden. Da hätte er sich auch gleich beim städtischen Putz- und Strassendienst melden können, als Experte für Ungeziefer aller Art.
    Doch nachdem er die Situation langsam wieder im Überblick hatte, hellte sich seine Laune etwas auf - die Clannfears waren durch ihre enorme Zahl immerhin auch eine kleine Herausforderung. Mit diesem neu gewonnen Kampfgeist stellte er sich dem Clannfear, der ihm gegenüber stand. Er wollte das Tier mit dem Schild auf Abstand halten und auf einen günstigen Moment warten, seine Deckung zu durchbrechen, als ihn plötzlich ein harter Schlag am Rücken traf. Es schien, als sei er etwas abseits, weg von der Gruppe geraten, so dass sein Rücken nun frei war, was ein Clannfear soeben ausgenutzt hatte. Er prallte mit Schild gegen den Daedra vor ihm und stiess ihn so etwas in die Defensive.
    Seine Situation war ziemlich ungünstig: Das Tier vor sich wehrte er mit seinem Schild ab, dasjenige hinter sich mit seinem Schwert - so blieb ihm jedoch nicht mehr viel Freiraum für eine Attacke. Und sollte jetzt ein dritter Clannfear auf die Idee kommen, er könnte doch ebenfalls mal ein wenig Bretone kosten, hätte er ein ernsthaftes Problem. Mit blossen Zähnen liesse sich ein solches Vieh bestimmt nicht erledigen...
    Jedenfalls wollte er nicht ewig so herumstehen, deshalb nahm er, auf die Qualität seiner Glas-Rüstung vertrauend, Anlauf und rannte nochmals voller Wucht gegen den Clannfear und es gelang ihm dieses Mal, ihn mit seinem Schild umzuwerfen. Gleichzeitig nahm er plötzlich, irgendwo in der Ferne, ein heisses Brennen war, doch er ignorierte es und sprang auf den Clannfear, um ihm die Klinge ins Herz zu stossen. Es schlug zwar mit den Krallen nach seinem Kopf und das Gefühl von glühenden Kohlen auf seiner Haut verstärkte sich, doch die Klinge fand ihr Ziel. Im selben Moment gewahrte er einen Schattem am rechten Rand seines Blickfeldes, der auf ihn zuzustürmen schien und riss instinktiv den Schild hoch, doch er machte die vermeintliche Kreatur rechtzeitig als Drakos aus, der mit seinem magischen Schwert auf einen Punkt in seinem Rücken zielte. Karrod wirbelte herum und bemerkte den zweiten Clannfear, der soeben von Drakos Schlag zurückgetrieben wurde und ging im selben Moment in den Angriff über, solange der Daedra noch überrascht von Drakos plötzlichem Auftauchen war und säbelte ihm prompt den Kopf ab.
    Daraufhin sackte Karrod in die Knie. Das Brennen wurde stärker, ihm war, als schien seine ganze Haut in Brand zu strecken. In der Hitze des Gefechts hatten ihm die garstigen Viecher das Gesicht und die Haut zwischen den Rüstungsplatten, die lediglich von seinem Lederwams geschützt wurden, zerkratzt. Die Schmerzen und die Anstrengung überwältigten ihn - ihm wurde schwarz vor Augen.

    Als Karrod wenige Sekunden später wieder zur Besinnung kam und sich der brennenden Schmerzen in seinem Gesicht bewusst wurde, sprach er sofort den stärksten Heilzauber, den er beherrschte. Daraufhin wurde sein Körper von einer wohligen Kühle erfasst, die Stellen, an denen die Clannfears die Haut aufgerissen haben, begannen, angenehm zu prickeln und er konnte langsam wieder klar denken. Das Gefecht schien vorüber zu sein.
    Geändert von H-G-I (06.04.2007 um 17:43 Uhr)

  17. #17

    Oblivionebene

    "Und wieder sind wir siegreich.Man sollte doch meinen wo diese Deadra unsterblich sind hätten sie genug Zeit zum Trainieren aber nein,die lassen sich doch tatsächlich von solchen Typen wie uns umlegen!" Drakos war heiter zumute.Wiedermal ein Sieg errungen.Noch die Siegelkammer und dann konnte er endlich mal wieder frische Luft atmen und die Sonne sehen.

    Wenigstens hatte sich dieser Deadra-Angriff gelohnt,zumindest finanziell,für all die Zutaten die Drakos während dieser Tour erbeutet hatte würde ihm dieser Khajiit aus Skingrad sicher nen Haufen Septime zahlen.Nun war es Zeit weiterzugehen.Diesmal bewegte sich die Gruppe etwas vorsichtiger.Doch ausser einem herunterfallendem Objekt dass sie rechtzeitig ausmachen konnten und einigen Stacheln die aus der Wand schossen als zum Glück gerade niemand daneben stand war sonst nichts an Fallen zu finden.

    Schließlich waren sie beim Eingang zur Siegelkammer.Drakos bedeutete seinen Gefährten zu warten.Denn es wollte sich erstaml unbemerkt umsehen,seine als Argonier angeborenen Schleichfähigkeiten und die Tatsache dass er die leichteste Rüstung in der Gruppe trug machten diesen Job perefekt für ihn.Also schlich er sich nahe des Eingangs und sah um die Ecke."War ja klar!Die Deadra haben das Beste bis zum Schluss aufgespart!"dachte er.Denn diesmal waren es wirklich viele,ein clerverer Plan musste her,mit reingehen und draufhauen wars diesmal nichts.Es standen auf der unteren Ebene 2 Dremora-Schwertkämpfer,ein weiterer mit Bogen sowie zwei Clannfears.Auf den Treppen zur höheren Ebene standen je ein Frostatronarch Wache.Weiter oben stand ein Dremora-Bogenschütze,zwei Magier sowie ein Skamp.Ausserdem konnte er eine Tür sehen wo ein Deadroth davor Wache hielt."Da ist vermutlich diese Goldene Heilige Sheograths drin nach der Kamahl sucht." dachte Drakos.Er ging ein Stück zurück und sagte seinen Gefährten dass sie ihm folgen sollten.Sie gingen zurück in den Raum wo sie die Clanns getötet hatten.Dort setzten sie sich im Kreis auf den Boden und Drakos holte Papier und Federkiel sowie Tinte aus seinem Gepäck.Die anderen staunten nicht schlecht was der Argonier so alles dabei hatte.Tja die Feder ist mächtiger als das Schwert.Wie wahr...

    Drakos zeichnete die Positionen der Deadra auf und dann überlegten die vier gemeinsam einen Plan.Als schliesslich alle Aufgaben verteilt waren verteilte Drakos Tränke an seine Gefährten die ihnen den zugeteilten Auftrag erleichtern sollten.Dann gingen sie zurück und bereiteten sich vor hineinzugehen.
    Es war nicht ganz einfach was sie da zu leisten hatten : Jemand musste die Nahkämpfer im Nahkampf binden damit die , die sich um die Fernkämpfer kümmern sollten nich behindert wurden.Und jemand musste die Frostatronarchen aus dem Weg räumen damit die Fernkampftöter vorbei kamen.Dies war Drakos Aufgabe.Da Drakos Elfenlangschwert mit Feuerschaden verzaubert war was bekanntlich mehr Schaden gegen Frostatronarchen anrichtete gab er im diesmal den Vorzug gegenüber Solzenos.

    Dann ging alles sehr schnell.Drakos packte sein Langschwert,trank den Trank der seine Angriffskraft mit Schwert und Magie erhöhte und stürmt hinein.Die Deadra schienen nicht von der Gruppe überrascht,sofort hagelten Feuerbälle und Pfeile auf die Gruppe nieder,denen Drakos ausweichen konnte.Dann stürmte der Argonier auf den linken Frostatronarch los.Er schleuderte einen Feuerhagel dagegen und hob mehrmal mit dem Schwert auf ihn ein.Dann zerbarst der Deadra und Drakos wendete sich dem anderen Atronarchen zu,bei dem die selbe Taktik die selbe Wirkung zeigte.Dann rief er laut "Der Weg ist frei!" und wendete sich den anderen zu die eventuell seine Hilfe benötigten...

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