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Held
Cyrodiil, Kaiserstadt
Chiaro stand immernoch an der Ecke und späte zum Fenster. Was sollte er tun? Einfach auf Revan zugehen? Das war wohl zu riskant, denn er traute ihm alles zu. Plötzlich hörte er, wie sich unten zwei Lute unterhielten. Einer bestellte 2 Dunkelbiere, das war wohl der Hausherr. Dann hörte er Schritte die Treppe hochkommen. "Was soll das? Seit wann hat man das Dunkelbier im Dachschuppen und nicht im Keller? Hier in der Grossstadt ist aber auch lles anders." Die Schritte kamen bedrohlich näher. Chiaro war zwar unsichtbar, doch er versperrte in dem schmalen Gang den ganzen Weg. Flink und Mucksmäuschen still kletterte er wieder aus dem Fenster und hieng nun an Fenstersims. Er wartete bis der Diener vorbeigelaufen war. "Ich warte wohl besser bis er auch wieder hinuntergeht, dann kommt er mir nicht in die Quere."
Die Zeit verging und der Diener kam nicht vorbei. "Wieso lässt er sich so lange Zeit?", fragte Chiaro genervt. Langsam bekahm er den Krampf in den Armen und Händen, denn der Fenstersims war so schmal, dass er sich nur mit den Fingerspitzen halten konnte. Doch dann hörte er endlich die lang ersehnten Schritte und das Pfeifen des Dieners. "Ruhe! Wenn du deine Kraft nicht mit Pfeifen verschwenden würdest, hätten wir unser Bier schon lange!", klang es von unten. Chiaro hörte wie der Diener seine Schritte beschleunigte und am Fenster vorbeiging. Chiaro zog sich mit einem Ruck hoch und schwang sich durch das Fenster zurück ins Haus. Hastig schlich er wieder in Richtung Revan. Chiaro äugte um die Ecke. Fassungslos starrte er an ein leeres Fenster. Der Assassine war verschwunden. Chiaro verliess seine Deckung und suchte den Raum ab. Keine Spur von ihm. Verzweifelt suchte er weiter. Der Assassine hatte wohl den Diener gehört, der ja auch kaum zu überhören gewesen war, oder er hatte Chiaro entdeckt und sich unbemerkt aus dem Staub gemacht. "Was soll ich tun?,"dachte Chiaro, "das mit der dunklen Bruderschaft kann ich nun wohl vergessen, ich weiss nicht wie ich sie finden soll. Vielleicht sollte ich nun nach dem Artefakt ausschau halten, ich werde wohl dieser seltsamen Abenteurer Gruppe folgen müssen." Doch Chiaro hatte keine Ahnung wo er sie finden konnte, noch wohin sie gingen. "Dann wird mir wohl der Auftraggeber Auskunft geben müssen." Doch er hatte noch Besuch und zuviel Aufmerksamkeit wollte er nicht erregen. Er beschloss zu warten, bis der Besucher gegangen war.
Erst spät in der Nacht verliess der Gast das Haus. Chiaro war genervt und durch das lange warten in einer dunklen Ecke waren ihm die Muskeln eingeschlafen. Der Diener war längst ohnmächtig in einem Schrank verschwunden, dafür hatte Chiaro gesorgt. Octavus torkelte betrunken die Treppe hoch. Chiaro zückte einen Dolch. Als Octavus ihm den Rücken zukehrte, schnellte Chiaro aus dem Schatten hervor und Octavus spürte eine kalte Klinge an der Kehle. "Still! Keine krummen Touren oder ihr seid tot! Wo sind die Abenteurer im Auftrag von euch hingegangen? Und wo finde ich das Ayleiden-Artefakt?", versuchte Chiaro aus ihm herauszupressen. Chiaro wusste später nicht ob der viele Alkohol daran Schuld war oder ob der Herr des Hauses tatsächlich soviel Mut hatte, denn er tischte Chiaro eine Lüge auf. "Tut mir nichts!", lallte er,"ich werde es euch ja sagen. Sie sind auf dem Weg nach Skingrad. Dort werden sie gastieren, denn die Ruine ist ganz in der Nähe." Chiaro war so versessen darauf, sie zu finden und dazu noch wütend auf sein Versagen mit dem Assassinen, dass er ohne gross zu überlegen, auf die Lüge hineinfiel. Er schlug mit dem Knauf des Dolches Octavus auf den Hinterkopf und dieser sackte ohnmächtig zusammen, dann verliess Chiaro unbemerkt das Haus.
Geändert von Sumbriva (29.01.2007 um 20:29 Uhr)
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