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General
Cyrodiil, Ringstrassee um die Kaiserstadt
Langsam fanden Kiaras Gedanken wieder eine Richtung. Diese führte geradewegs an den Waldrand zu einem kleinen Lagerfeuer und einer, zugegeben reichlich lädierten, Decke. Der aufkommende Nachtwind strich Ihr über die Arme, ob vor Kälte oder vor Müdigkeit, stellten sich Ihr die Haare auf und eine Gänsehaut machte sich breit. Und dann sollten auch die Gedanken schweigen, so wie die Erinnerung an Vigors Lachen, die höhnischen Worte des Lichs und Artons Todesschrei.
Doch noch war es nicht soweit.
Mitten im Satz verklang Aurels Stimme. Die Augen, in einem Moment noch müde und erschöpft, wirkten im nächsten nur noch leer.
Schemen lösten sich aus der Dunkelheit
Die Waldelfe trat aus den Schatten der Bäume.
Eine junge, bleiche Frau trat an Aurel heran. „Kommt, Herr, lasst Euch zu Eurem Thron geleiten, und dann erteilt Eure Befehle!“
Die junge Frau trat müde an Aurel heran.“Komm, du schläfst im stehen. Lass mich Dich zu einem Lagerplatz bringen.“
Aurel wich kreidebleich vor der Frau zurück.
Nun stand das blanke Entsetzten in den Augen des Bretonen. Er wich vor Ihr zurück und sties dabei gegen einen kärglichen Überrest von einer Säule. Verwirrt blieb die Bosmer stehen, doch der Bretone wandte sich zu den Ruinenresten herum und blickte ungläubig auf die Mannshohe Säule.
Den Ausdruck der nun in Aurels Augen trat konnte sie nicht benennen, irgendwas geschah und das Entsetzten schlug um in........was es auch war, der Exsoldat brach in Schreien aus und war plötzlich von einem sanften Lichtschimmer umgeben. Sie hatte dies bereits gesehen, bei Magiern auf dem Schlachtfeld. Was da auch in den Tiefen seiner Augen gelauert hatte, es war nun wieder verschwunden und hatte namenlosen Entsetzten Platz gemacht.
Das Schreien war nicht verschwunden, es hallte zwischen den Bäumen wieder und Kiara rannte die wenigen Schritte zu dem knienden Mann, um Ihn an den Schultern zu packen und zu schütteln. In dem Moment als sie Ihr Hand hob und dem Bretonen eine Ohrfeige zu geben, hob er das tränennasse Gesicht.
Sie wusste nicht, was geschehen war, doch die Eindringlichkeit in Aurels Stimme lies keinen Zweifel zu. Es blieb Ihnen keine Zeit mehr nach Skingrad zu reisen, sie mussten Malukhat einholen. Scheinbar hatte auch er den Einfluss den die Krone bereits übte unterschätzt. Oder lag es an der Nähe der Ruine? Mit nachdenklichen Gesichtsaudruck entfernte der Bretone nun den Verband. Die Wunde hatte wieder zu bluten begonnen und Kiara wollte schon aufspringen und Ihren Beutel holen. Doch die gemurmelten Worte liesen sie stoppen und sie warf einen ungläubigen Blick auf die Wunde. Der Blutfluss stoppte, die Rötung und die Schwellung verschwanden und eine dünne Haut verschloss bereits die Wunde.
„Kiara, obwohl ich Bretone bin, konnte ich das nie. Ich habe die vielleicht ihn mir schlummernden magischen Talente immer verleugnet. Da... da ist etwas geschehen... ich kann zaubern!“
Das Erstaunen über diese Erkenntniss und die unheimlichen Visionen von Aurel trieben die beiden wieder zurück auf die Strasse. Keiner von Ihnen verspürte nun noch das Bedürfniss direkt bei der Ruine ein Lager aufzuschlagen. Im stillen Einverständniss packten sie Ihre Ausrüstung zusammen. Wie von Malukhat empfohlen, nahm die Waldelfe die Krone an sich. Und die Geister der Vergangenheit schwiegen während die beiden sich Ihren Weg durch den Nachtdunklen Wald suchten. Das Infravisionsamulett half dem erschöpften Paar, sich bis zu der Strasse durchzuschlagen, die sie geradewegs wieder in die Kaiserstadt führen würde. So schnell hatte sie den Weissgoldturm nichtmehr sehen wollen.
Auf der Strasse angekommmen, war Kiara nichtmehr in der Lage geradeaus zu laufen. Sie taumelte von rechts nach links und prallte dabei auch noch gegen den Bretonen.
Wieviel Tage war es wohl her, dass sie hier vorbeigekommen war? Sie hatte es vergessen, aber den alten Lagerplatz, abseits der Strasse hatte sie nicht vergessen. Zwischen einigen hohen Felsen, nicht einzusehen von der Strasse, lag dort eine geschütze Feuerstelle und ein Stück Wiese, die zum Rasten einlud.
Der Felsen in Ihrem Rücken fühlte sich kühl und beruhigend fest an. Die Augen geschlossen, lies die Bosmer Ihr Gepäck zu Boden gleiten. Die Schritte auf der Strasse waren verstummt, also konnte sie nur annehmen, dass der Bretone bei ihr stand.“Es sollte weit genug sein.“ murmelte sie, dann sank sie zu Ihrem Rucksack auf den Boden und lies sich von der lockenden Dunkelheit umfangen.
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