-
General
Cyrodiil, bei Vindasel
Aurel hielt Kiara sanft am Arm zurück und schaute ihr tief in die Augen.
„Kiara, Du warst selbst Soldatin. Du weißt, dass Dein Vater ein Selbstmordkommando plante. Einen Angriff, bei dem er wusste, dass weder er noch sein Kommando zurückkehren würden. Nun stelle Dir vor, dass Du beinahe jedes Lebewesen verloren hättest, das Dir jemals etwas bedeutet hat, und nur noch eines Deiner Kinder leben würde. Was würdest Du tun?“
Er strich der Bosmer sanft über die Wange.
„Ich kann Deine Frage nicht mit Sicherheit beantworten, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mann, der sein eigenes Leben gibt, um eine Schlacht zum Wohl seiner Truppen und seiner Heimat zu entscheiden, einfach nur sein Leben wegwerfen will, weil er aufgibt. Der Angriff auf die feindlichen Heerführer hatte edlere Ziele, wenn Dein Vater Dir auch nur ein bisschen ähnlich war. Ich denke tatsächlich, dass er Dich schützen wollte.“
Aurel streichelte noch einmal Kiaras Wange und gab ihr seinerseits einen kurzen Kuss auf die Lippen. Er wollte mehr, wollte bei dieser Frau sein, und er wünschte sich, die Zeit würde still stehen, aber zu lange schon waren sie im Wald getrennt von den beiden Dunkelelfen gewesen.
Die Sonne hatte den Horizont erreicht, und es dämmerte.
„Lass uns zu Arwen und...“, Aurel seufzte, „Erzmiels... Malukhats Tochter zurückkehren. Sie werden sich schon fragen, wo wir bleiben.“
Kiara nickte, und Aurel wusste nicht, wie sie seine Antwort aufgefasst hatte, aber er hoffte, ihr ein bisschen geholfen zu haben.
Gemeinsam schritten sie in die Richtung der Ruine, wo die beiden Dunmer sich befanden, und während in ihrem Rücken die Sonne hinter dem Horizont verschwand, traute sich Aurel, seine Gedanken offen auszusprechen, bevor dieser Moment vorüber war.
„Kiara, lass uns zusammen bleiben. Wohin Du auch willst, ich werde mitkommen.“
Erleichtert, endlich Mut für diese Worte gefasst zu haben, setzte er den Weg fort, und sie näherten sich schnell der Ruine.
...
-
Schwertmeister
Cyrodiil, Kaiserstadt
Als Hashan erwachte schaukelte das Schiff nicht mehr so stark, wie vor ein paar Stunden. Daraus schloss Hashan, dass die Reise von der Insel Vvardenfell endlich vorüber war. Ihm war die meiste Zeit übel gewesen, und er nahm sich vor, nie mehr wieder mit einem Schiff zu fahren. Auf jedenfall nicht mehr als blinder Passagier, wo man nicht mal an Deck konnte wenn einem schlecht war. Er hatte die gesamte Reise im Laderaum verbracht, zwischen Kisten, Fässern und Ratten. Hashan stand auf, reckte sich und unterdrückte ein gähnen. Plötzlich waren Schritte und Stimmen zu hören. Schnell wirkte er ein Chamäleon Zauber auf sich, das ihn leicht verschleierte. Die Türe wurde geöffnet und zwei Matrosen und eine Legions-Wache traten ein. Die Wache wies die Matrosen an, die Kisten zu öffnen, während er die Fässer untersuchte. Als der Legionär näher kam, schlich Hashan leise zur Tür, immer darauf achtend, das er nicht von der Laterne beleuchtet wurde, die ein Matrose mitgebracht hatte. Hashan schlich auf den Gang, stieg eine Leiter hoch und trat durch die Luke. Er befand sich nun in dem Raum, der zwischen dem Deck und der Kapitänskajüte lag. Durch die Tür zum Deck drang das zwitschern von Vögeln, aber auch viele Stimmen und das Klirren von Rüßtungen. Vor mehr als vier Personen würde ihn sein Zauber nicht schützen, besonders nicht am hellichten Tag, man würde sicher das verräterische Flimmern bemerken. Also blieb ihm nur noch der Weg durch die Kajüte. Leise zog er seinen Silberdolch aus dem Gürtel und öffnete dei Tür. Akatosh sei Dank war sie nicht verschlossen, denn Hashan hatte keine Dietriche mehr, und das Schloss mit dem Dolch aufzubrechen wäre zu laut gewesen. An einem Schreibtisch, mit dem Rücken zur Tür, saß ein junger Kaiserlicher von geschäzten 29 Jahren. Er musste wohl ein Schiffsfahrttalent sein, um so früh schon zum Kapitän ernannt worden zu sein. Hashan trat durch die Tür und schlich so leise er konnte zur Balkontür. Plötzlich fühlte er, wie die Wirkung des Zaubers nachlies. Genau in diesem Moment stand der Kaiserliche auf, drehte sich um und erblickte Hashan. Sobald er den ersten Augenblick der verwirrung hinter sich hatte zog der Mensch seinen Entersäbel und stellte sich in Kampfposition. "Ich weiß nicht was du willst Argonier, aber ich gebe dir genau fünf Sekunden um von diesem Schiff zu verschwinden." sagte er ruhig. Bevor er seinen Satz beendet hatte war Hashan schon hochgesprungen. Der Seemann hob zwar den Säbel, aber Hashan war schneller. Er hieb dem Kaiserlichen mit dem Griffende seines Dolches gegen die Stirn, und der Mensch verlor das Bewusstsein. Hashan durchsuchte dessen Taschen nach Wertgegenständen, und fand 20 Goldstücke und einen kleinen Schlüssel. Hashan versuchte ob der Schlüssel in das Schloss der Truhe unter dem Bett passte. Er passte. Hashan raffte den Inhalt der Truhe -100 Goldstücke, einen Rubin und zwei Halsketten - zusammen und steckte alles in eine kleine Ledertasche die an seinem Gürtel hing. Ein paar Augenblicke später stand er auf dem Balkon der Kabine, und sprang mit einem Kopfsprung ins kühle Wasser des Hafenbeckens der Kaiserstadt.
-
Ritter
Oblivion Ebene, Sigil-Kammer
Auweia. Schenkte man Drakos' Schilderungen Glauben, erwartete die kleine Gruppe im Innern der Kammer ein wahres Battaillon an Daedra. Das war wohl die Erklärung dafür, dass sie ohne nennenswerte Probleme bis kurz vor die Sigil-Kammer, dem Herzen des Turmes, gelangten. Nun ja, nennenswert war relativ, aber Karrod hatte mit etwas mehr Schwierigkeiten gerechnet, wo doch die Sigil-Kammer den Schlussstein, oder wie die Gelehrten den Klunker zu nennen pflegten, beherbergte und ohne diesen die Verbindung Oblivions mit Tamriel gekappt wurde. Wobei, vielleicht sollte er mit solchen Bemerkungen noch etwas zuwarten, schliesslich musste er sein muskulöses Bretonenkörperchen erst noch heil durch dieses ganze Inferno manövrieren... ob sie vielleicht nicht besser kehrt machen sollten? Schliesslich bestand eine realistische Chance, dass sie bei dem Versuch ihr Leben liessen. Das Tor zu schliessen, war zwar edel, den Bewohnern Tamriels gegenüber, wenn sie aber scheiterten und einem Rudel Clannfears als Lunch dienten, war niemandem geholfen.
Jedoch... hiesse das nicht, den Daedra den Rücken zu kehren? Sich einzugestehen, dass man mit der Situation überfordert war? Gar aufzugeben? Nein, sowas kam überhaupt nicht in Frage! In dieser Hinsicht war Karrod stur. Er war halt ein Krieger und ein Haudrauf, und als solcher ging man schliesslich nicht gerne Kompromisse ein! Jawollja. Ausserdem schien Kamahl interessiert an dem zu sein, was sich hinter der Türe, vor der angeblich ein Daedroth rumlungerte, verbarg. Er sagte etwas von einer goldenen Heiligen. Eine goldene Heilige? Er hatte bereits von diesen Geschöpfen gelesen... er erinnerte sich vage an eine Erzählung aus einem Buch über exotische Kreaturen. Er selbst hatte noch nie eine zu Gesicht gekriegt. Also ein Grund mehr, dort reinzugehen - Horizonterweiterung et cetera.
Als sie die Situation kurz besprochen hatten, packte Drakos sein Schwert und stürmte in die Kammer. Ganz schön mutig, dachte sich Karrod mit einem Stirnrunzeln, wenn nicht sogar leichtsinnig. An ihrer Taktik mussten sie noch etwas rumfeilen - auch wenn er zugeben musste, dass sie mit ihrer Reinstürm-und-alles-was-sich-bewegt-zusammenhau-Methode bis jetzt gar nicht schlecht gefahren waren. War zu hoffen, dass der Plan auch dieses Mal aufging... Karrod schluckte, sprach einige kurze Krieger-Gebetsphrasen und stürmte den anderen nach.
Als Karrod die Kammer erblickte, machte er unwillkürlich halt. Klar, Herzen des Turmes und so weiter, das musste ja etwas besonderes sein, man wollte seine Gäste ja schliesslich beeindrucken, aber was sich ihm da darbot, versetzte ihn ordentlich in Erstaunen. Besonders die gleissend helle Flamme, nicht weit unter der Decke, auf dem oberen der zwei Balkone, zog seine Aufmerksamkeit auf sich, in deren Mitte er einen runden, schwarzen Körper auszumachen glaubte. Das musste wohl der besagte Stein sein, mit dem sich angeblich das Tor schliessen lies.
Viel Zeit zum Staunen blieb ihm jedoch nicht; jede Menge Daedra warteten darauf, ihn zu zerreissen. Drakos und Kamahl schienen sich um den Teil auf dem ersten Balkon zu kümmern, inklusive den Atronarchen, die die Treppen verwehrten. Blieben ihm und Asharr die Kreaturen am Boden der Kammer. Nicht übel, je ein Dremora und ein Clannfear für sie beide und im Anschluss ein Bogenschütze, dem sie abschliessend zusammen den Schädel einschlagen durften.
"Na dann... gutes Gelingen, Asharr! Solltet Ihr in Schwierigkeiten geraten, habt keine Hemmungen, mich um Hilfe zu bitten", sagte Karrod seinem orkischen Gefährten, bevor er sich mit vor die Brust gehaltenem Schild und gezücktem Schwert seiner "Hälfte" entgegenwarf. Klang irgendwie lustiger, als es gemeint war, dachte sich Karrod. Hoffentlich begannen seine Gefährten nicht, ihn für kauzig zu halten - schliesslich war die gegenwärtige Situation alles andere als eine Alltägliche.
Dies waren seine letzten Gedanken, bevor der Kampf ihn endgültig in seinen Bann zog. Jetzt gab es nur noch den Clannfear und den Dremora vor ihm, alles andere wurde unwichtig. Er vertraute darauf, dass seine Gefährten die anderen Kreaturen abzuwehren wussten und um den Bogenschützen machte er sich keine Gedanken: solange seine Daedra-Kumpel in der Schussbahn standen, konnte er nicht viel mehr machen als das Kampfgeschehen zu verfolgen.
Der Clannfear war irgendwie lästig. Da hatte er nun seinen Schwertkämpfer, aber das Biest störte ein wenig, da er dem Dremora so nicht seine volle Aufmerksamkeit widmen konnte, was die Situation etwas aussichtlos machte. Er musste sich etwas einfallen lassen. Ob vielleicht...? Nein, das war eine dämliche Idee. Wobei...wenn er es sich recht überlegte, war es definitiv einen Versuch wert! Er griff nach den Resten des Trockenfleisches, das er sich am Tag zuvor im Marktviertel gekauft hatte. Dass Clannfears Fleischfresser sind, war nicht schwer zu erraten, sonst hätten sie wohl nicht derart grosses Interesse an ihm und Tiere waren ja für gewöhnlich, und er hoffte, bei ihren Geschwistern daedrischer Natur war das nicht anders, ausserordentlich verfressen. Karrod nahm deshalb alles Fleisch, das er noch hatte, aus seiner Tasche und warf es über den Kopf des Tieres. Und tatsächlich! Es funktionierte! Das Tier verlor das Interesse an ihm und kehrte sich um, dem verlockenden Geruch des Fleisches folgend, was Karrod zu einem grimmigen Lächeln verleitete. Nun konnte er sich voll und ganz um den Dremora kümmern.
Der Daedra-Krieger verzog keine Miene. Er führte eine ausserordentlich lange, einhändige Klinge, jedoch keinen Schild. Na ja, wer braucht schon einen Schild, wenn er in einer kompletten Daedra-Rüstung steckt... Lediglich der Helm fehlte, wodurch Karrod sein bedrohliches Gesicht sehen konnte. Ihn schauderte. Er wusste im Moment nicht recht, was ihm lieber war - das düstere, dämonisch anmutende Gesicht seines Gegners oder die ebenfalls bedrohlich wirkende Fratze eines Daedra-Helmes... aber was studierte er solch nichtigen Dingen nach, es gab einen Kampf zu gewinnen!
Karrod zögerte nicht lange und stürzte sich auf den Dremora. Dieser parierte die Serie von Schlägen, die Karrod auf ihn prasseln liess jedoch mit unerwarteter Heftigkeit und liess seinerseits einige heftige Schläge auf Karrod hinunterfahren, welche er mit seinem Schildarm auffing, in dem sich darauf eine leichte Taubheit breitmachte. Er durfte den Kerl auf keinen Fall unterschätzen. Er wusste nicht, wie es um die Hierarchie der Dremora beschaffen war, hatte es hier aber definitiv mit einem ranghöheren Exemplar zu tun. Man musste sich schon sehr sicher fühlen, wenn man freiwillig auf einen Schild verzichtete...
Nach einigen aggressiven Ausfällen des Dremoras geriet Karrod langsam aber sicher in Bedrängnis und ein leiser Anflug von Angst machte sich bemerkbar. Da hatte er nun seinen Schwertkämpfer, und zwar ein mehr als ebenbürtiges Exemplar. Doch so leicht liess er sich doch nicht unterkriegen... oder? Karrod gab die Defensive auf, wurde ausfällig, täuschte da ein Schlag an, versuchte dort einen Treffer zu landen. Dann passierte es: Der Dremora schlug mit der Faust nach seinem Gesicht und als Karrod am linken Rand seines Sichtbereichs die Klinge auf ihn zufliegen sah, war es schon zu spät - er versuchte noch, den Schlag, der auf seine linke Seite zielte, mit dem Schild abzufangen, doch die Klinge fuhr ihm fast ungebremst etwas oberhalb der Hüfte in den Körper. Er hörte Glas splittern und spürte plötzlich einen stechenden Schmerz in der Seite. Er flog in hohem Bogen zur Seite, überschlug sich einmal und blieb benommen liegen.
Schmerz. Der Geruch von warmem Blut. Den bitteren Geschmack der Niederlage fast förmlich auf der Zunge.
Er drehte sich auf den Rücken, sah den Dremora mit einer überheblichen, siegesbewussten Grimasse auf ihn zukommen, das Schwert zum finalen Schlag erhoben. Sollte sein Leben so enden? Er hatte doch noch so viel vor... die Welt war noch voller Herausforderungen, ungelösten Questen, gefährlichen Höhlen und mit Schätzen vollgestopften Ruinen... und vielleicht hätte er ja mal eine Familie gegründet, wer weiss...
Nein. So sollte es nicht enden. Er war zu höherem berufen, als dass er sich hier, in einem stacheligen Turm irgendwo im Ödland Oblivions von einem einfachen Dremora abstechen lassen würde! Das Schwert, das er noch immer in der Hand hatte (die Regel aller Regeln im Zweikampf: lass nie, nie, nie deine Waffe fallen, egal wie gross die das Verlangen, nach der Wunde zu greifen oder vor lauter Angst die Beine in die Hand zu nehmen und davon zu laufen auch sein mochte - wie oft hatte er diesen Satz von seinem Vater gehört?) und bäumte sich unter Aufbietung all seiner Kräften auf, sprang auf die weichen Beine und stürzte sich mit der Klinge und einem animalischen Brüllen in den Daedra, dem er, von der plötzlichen Regung des Bretonen überrascht, die Klinge bis zum Heft in den Körper stiess. Grimmig blickte Karrod dem Dremora in die Augen, während dessen verwunderte Miene einem bösartigen Zähnefletschen wich. Zusammen sanken sie in tödlicher Umarmung auf die Knie - der Daedra, den das Leben nun endgültig verliess und Karrod, fast besinnungslos vor Schmerz. Wieder drehte sich ihm alles und dieses Mal liess er seinen Körper gewähren: er klappte ohnmächtig zusammen.
-
Webmaster
Cyrodiil, schwarze Straße
Die Khajiit rückte ihre Brille zurecht. Das Goldspitzohr hatte wirklich das Buch noch nicht gelesen. Andererseits fragte sie sich, ob sie wirklich davon erzählen wollte? Oder von den Erlebnissen einiger Leute aus ihrem Dorf, die den fünfjährigen Krieg mitgemacht hatten? Sicherlich, die Khajiit hatten den toten Waldelfen Ringe und Amulette gestohlen, welche die Baumliebhaber eh nicht mehr brauchten. Aber die Leichen gegessen hatten die anderen. Zumindest den Berichten nach, welche das Buch sehr gut bestätigte.
"Waldelfen sind eklig." maunzte sie, steckte das Buch weg und starrte die Straße entlang. "Chorrol? J'Shiv weiß von zwei Gasthäusern. Graue Stute ist das eine, Eiche und Wanderstab das andere. J'Shiv rät von der Stute ab."
Der Hochelf schien nicht auf sie zu hören, sondern marschierte einfach weiter. Es dämmerte bereits, und Regenwolken schoben sich vor die Abendsonne. Geradenoch in rotes Licht getaucht, war die Welt nun dunkelgrau.
Erste Tropfen besprenkelten den Boden, aber nicht J'Shivrizza. Sie hatte genug von Wasser nach ihrer Wanderung durch den Rumaresee, also fiel das Wasser einfach um sie herum. Ihr Begleiter starrte sie bloß an, schüttelte den Kopf.
"In welches Gasthaus will es nun?" fragte die Khajiit.
-
Waldläufer
Aha, Waldelfen sind also ekelhaft, dacht Elendil. Und? Die meisten Zweibeiner waren ekelhaft, dafür brauchte man wahrhaftig kein Waldelf zu sein. Wenn es nach ihm ginge, würde die Welt sowieso nur aus Natur und Tieren bestehen. Und selbst bei den Tieren würde er eine Auslese bevorzugen. Vögel, Wölfe, Hunde, Rehe und Pferde in erster Linie. Und ein paar Wildschweine, damit man hin und wieder einen guten Braten auf dem Tisch hatte. Alles andere war überflüssig. So überflüssig wie wilde magische Khajiits. Allerdings sprach Elendil seine Gedanken nicht aus, denn nach weiteren maunzige Diskussionen stand ihm zur Zeit wahrhaftig nicht der Sinn.
Nun fing es auch noch an zu regnen. Auch Regen gehörte zu den Dingen, die der Altmer hasste. Und wenn es schon regnen musste, konnte das gefälligst nachts passieren. Er warf einen Blick auf die Khajiit und erstarrte innerlich. Was für eine Magie war das? Der Regen fiel schön anständig um J'Shivrizza herum und wagte es nicht mal, das Fell der Katze zu benässen. Natürlich würde der Hochelf es niemals, unter keinen Umständen aussprechen, aber - bei den Neun - diesen Zauber könnte er gebrauchen. Musste irgendeine komische Katzenmagie sein, aber verdammt nützlich. Und vermutlich grinste die verdammte Katze sich gerade innerlich eins, weil er, Elendil, nass wurde und sie nicht.
"Hinterhältige Katze" knurrte er fast lautlos vor sich hin.
Dann sprach J'Shivrizza von den Herbergen in Chorrol und zum ersten Mal, seit er die Khajiit getroffen hatte, war er bezüglich des auszuwählenden Gasthauses mit ihr einer Meinung. Aber auch das würde er natürlich niemals aussprechen. "Eiche und Wanderstab", antwortete er daher nur auf die Frage, in welches Gasthaus sie denn wollten. Eine gute gediegene Herberge mit anständigem Essen, sauberen Betten und einer Khajiit als Wirtin, die es tatsächlich geschafft hat, ein anständiges geregeltes Leben zu führen!" Die letzte Spitze hätte er sich keinesfalls verkneifen können.
-
Webmaster
"Alle Khajiit führen anständige Leben!" maunzte J'Shiv zurück. "Zumindest die meisten. J'Shiv mag den Skoomahandel nicht gutheißen."
Da erinnerte sie sich an die Aussage des Hochelfs, 'Pah, geht mir weg mit Zweibeinern'. "Außerdem laufen viele Khajiit auf vier Pfoten." fuhr sie fort. "Suthay, Ohmes, Cathay laufen aufrecht, viele andere Formen aber nicht. J'Shiv rät aber davon ab, sie deshalb Katzen zu nennen."
Der Blick des Hochelfen hätte Löcher in die Wolkendecke starren können. Immerhin waren die Stadttore noch geöffnet, und bald befanden sie sich innerhalb der Mauern. Zur Eichstaverne ging es also.
Im Gasthaus sprang sie vor, bevor Elendil reagieren konnte. Die Wirtin legte die Ohren an. Seltsam, dachte J'Shivrizza, sie konnte sich nicht an ihren letzten Besuch hier erinnern. "Talasma bittet darum, diesmal die Lumpen auszuziehen." maunzte die Wirtin. "Anderenfalls wird die Zimmermiete um den Preis für Bettbezüge erhöht."
"Die Goldstange bezahlt." antwortete J'Shiv, setzte die Khajiitversion eines Lächelns auf uns ließ sich die Schlüssel geben. Einen warf sie Elendin zu. Der Hochelf, noch verstört vom Verlauf des Besuchs, registrierte den Schlüssel nicht, und so knallte er gegen die Elendils Stirn.
Indessen war die Khajiit schon die Treppe heraufgehechtet. "J'Shiv möchte Tomaten, Käse und Zucker!" rief sie, ließ dann Elendil und Talasma alleine.
In ihrem Zimmer angekommen bemerkte die Khajiit ein leises Trippeln. Sie zählte stumm vor sich hin, einundzwanzig, dreiundzwanzig, vierundzwanzig, schoß dann mit der Hand unter den Schrank.
Hervor holte sie eine Hausmaus. Mit ein paar Gedankenspielereien beruhigte sie die Maus, bis sie stillstand und Männchen machte. J'Shiv übertrug einige Bilder in den Geist des Tieres, nämlich wie es auf den Hinterbeinen mithilfe eines Zahnstochers einen Tanz aufführte. Auf der Lehne von Elendils Bett.
"Ein bißchen Unterhaltung für den Sauerteig." flüsterte sie. In den Gedanken des Tieres regte sich Widerstand. "Ich habe gehört, in der Stadt gibt es auch ein oder zwei Waldelfen."
Die Maus verstand.
-
Waldläufer
Endlich waren sie in der Herberge angekommen, nachdem Elendil unterwegs noch einen Vortrag über die verschiedneen Khajiit-Rassen zu hören bekomen hatte. Was ihn aber kalt ließ, denn Katze war in seinen Augen Katze. Nur dass einige offenbar den Anstand besaßen auf vier Beinen rumzurennen und sich als Katze zu outen.
Doch kaum waren sie durch die Tür getreten, schoss J'Shivrizza an dem Altmer vorbei und nahm die Sache in den Hand. Nicht nur, dass dieses wildgewordene Fellbündel es wagte, ihn, den hohen Magier Elendil als "Goldstange" zu bezeichnen, nein, ihm flog auch noch sein eigener Zimmerschlüssel, welcher mit seinem eigenen Gold bezahlt wurde, an die eigene Stirn. In dem Augenblick gingen Elendil Bilder von gegrillten Khajiits und Bettvorlegern aus Khajiit-Fell durch den Kopf. Sehr, sehr lebhafte Bilder.
Als er dann noch die Essensbestellung der bereits nach oben entschwindenden Katze hörte, wurde ihm fast übel. Am liebsten hätte er für die Khajiit Katzenfutter geordert, doch in Anbetracht der Tatsache, dass die hiesige Wirtin ebenfalls eine Khajiit war, schien ihm das keine so gute Idee. Obwohl auch diese einen Dämpfer hätte gebrauchen können. Was war das mit "Lumpen" gewesen? Immerhin trug J'Shivrizza seinen, Elendils, guten, geradezu sündhaft teuren blauen Umhang. Und das wagte dieses Fellgestell hier als "Lumpen" zu bezeichnen! Unerhört!
Ihm selbst war der Hunger vergangen und er würde erstmal ein bis zwei Stunden Ruhe und Erholung in seinem Zimmer suchen, bevor an Essen auch nur zu denken war. Von daher wandte er sich ab und stapfte stumm, aber nichtsdestotrotz wutentbrannt nach oben und betrat seinen Raum. Wo er sich aufseufzend aufs Bett warf. Und erstarrte. Sozusagen innerlich vereiste. Er hatte Halluzinationen. Es konnte nicht anders sein, dann was er sah, gab es eigentlich nicht. Auf der Lehne seines Bettes tanzte eine Maus. Eine richtige, normal aussehende Maus. Und sie tanzte. Und benutzte auch noch einen Zahnstocher dabei, welchen sie fröhlich im Takt schwenkte. Erbleichend schloss der Altmer kurz die Augen, atmete tief durch, öffnete sie wieder. Die tanzende Maus war noch immer da.
"ARGHHHH!" Der Magier merkte nicht mal, dass er laut geschrieen hatte, während er aufsprang und entsetzt auf seine Bettlehne schaute. Dann verlies er fluchtartig das Zimmer und raste die Treppe hinunter. "Mäuse, tanzende Mäuse", brüllte er dabei. "Und das in meinem Zimmer. Und das, wo die Wirtin eine Katze ist. Und hier tanzen die Mäuse. Unfassbar!" Dann machte er auf dem Absatz wieder kehrte, raste er erneut die Treppe hoch, riss - ohne anzuklopfen - J'shivrizzas Zimemrtür auf und brüllte noch einmal: "Tanzende Mäuse. Tu was dagegen. Sei eine gute Katze. Das ... das ist unerhört. Ein Affront. Eine Zumutung. Und wieso hier sogar die verdammten Mäuse Zahnstocher benutzen, möchte ich lieber nicht herausfinden". Damit raste er wieder in sein Zimmer. Ja, die Maus tanzte noch immer. Er hasste Mäuse ...
-
Webmaster
Cyrodiil, Eiche und Wanderstab
J'Shivrizza wurde unsanft von ihrem Mahl aus gezuckerten Tomaten abgelenkt. Draußen schrie die Goldstange - irgend etwas mit Mäusen und Katzen als Gastgeberinnen. Ein paar Momente später stürzte der Hochelf auch in ihr Zimmer, blubberte etwas von tanzenden Mäusen und daß sie eine gute Katze sein soll.
Katze? J'Shiv hatte ihn darauf hingewiesen, man solle Khajiit nicht als Katzen bezeichnen. Das war... unklug. Tanzende Mäuse hin oder her, so hörte sie auch schon Talasma die Treppen heraufstapfen. Und dann, wie sie Elendil anfauchte, was ihm denn einfalle. Und wo hier Mäuse seien - J'Shiv wußte es, denn die Maus war mittlerweile durch ein Mauseloch entschlüpft und nagte an einem Käsestück, welches die Khajiit ihr als Belohnung hingelegt hatte.
Schließlich hörte sie noch, wie Talamsa drohte, Elendil aus dem Haus zu werfen, sollte er noch einmal Katze zu einem Khajiit sagen. J'Shiv schmunzelte, notierte sich das für später. In der Grauen Stute hätte sie bestimmt eine Ratte für diese Vorstellung gewinnen können!
"Dies ist nicht dieses halbabgesoffene Boot aus dem Hafen!" hörte sie Talasma maunzen. "Dort treten Künstler mit solchen Attraktionen auf. Nicht hier. Dies ist ein anständiges Haus. Wenn es nicht weiß, wo es ist, sollte es weniger Mondzucker nehmen!"
Kurz darauf stapfte die Wirtin wieder nach unten, und J'Shivrizza schluckte.
-
Waldläufer
Chorrol, "Eiche und Wanderstab"
Was wagte diese plötzlich aufgetauchte Talsma hier? Sie! Sie diese Katze wagte es, ihm,d em Hochelf Elendil, zu drohen, sie würde ihn hinauswerfen? Und dieses unverschämte Fellbündel wagte es wahrhaftig noch die Herberge "Zum Aufgetriebenen Floß", welche einem Altmer gehörte, "halbabgesoffenes Boot" zu nennen? Und indirekt auch noch anzumerken, dass diese schwimmende Herberge kein anständiges Haus sei? Und ihm Mondzucker-Gebrauch zu unterstellen? Jetzt reichte es. Das ließ er sich nicht bieten. Und wenn er die ganze Nacht durchmarschieren müsste, hier blieb er nicht mehr. Er würde unverzüglich zurück nach Bruma kehren. Hah, sollte die Katze da nebenan doch sehen, wer jetzt das Essen bezahlte. Sofern sie an ihrer komischen Zusammenstellung nicht eh schon gestorben war.
Wutentbrannt stapfte er die Treppe runter, warf der Wirtin den Schlüssel auf den Tresen und brüllte sie an: "Von Euch lasse ich mich nicht beleidigen. Erst die Zimmer nicht sauber halten können von Ungeziefer, dann noch anständige Leute beleidigen und erwarten, dass ich mein gutes Gold hier lasse? Hah! Weit gefehlt." Die Katze da oben" (das Wort Katze betonte er bewusst deutlich), "die Katze da oben bezahlt. Möglicherweise mit einigen sehr seltsamen Tricks, die sie Magie nennt. Und möglicherweise steht morgen deshalb Eure Herberge nicht mehr, denn dieser Katze passieren die merkwürdigsten Dinge, aber das soll nicht mein Problem sein. Ihr habt Euch zuviel geleistet".
Damit dreht er sich auf dem Absatz um und verließ die Herberge, wobei er die Tür laut und deutlich zuknallte. Und stürmte wutentbrannt aus dem Stadttor bis runter zur Weynon-Priory ging, wo er sich aufatmend auf den Brunnenrand setzte. Irgendwann würde J'Shivrizza hier schon auftauchen. Mal schauen, wie die Khajiit sich da herauswand, denn je länger er jetzt in Ruhe darüber nachdenken konnte, umso mehr kam ihm der Verdacht, dass J'Shivrizza an dem Geschehen maßgeblich beteiligt, wenn nicht sogar der Auslöser gewesen war. "Verdammte Katze mit ihren Tricks", knurrte der Altmer vor sich hin. Kannte keine Dankbarkeit, das Fellweib. Da rettete er sie, gab ihr seinen teuersten Umhang, bezahlte für sie Bett und Essen, war sogar bereit sie mitzunehmen und in Sicherheit zu bringen und was tat dieses hinterhältige Etwas? Brachte irgendwelche Mäuse dazu in seinem, SEINEM! Zimmer auf der Bettlehne zu tanzen. Unglaublich sowas.
Geändert von Shiravuel (15.04.2007 um 12:28 Uhr)
-
Webmaster
Chorrol, "Eiche und Wanderstab"
Nicht einmal in Ruhe speisen konnte J'Shivrizza. Sie hörte, wie der Hochelf unten Radau veranstaltete und aus dem Haus stürmte. Bei der Entwicklung der Ereignisse tat sie, was jede gute Khajiit tun würde: Sie packte ihre Sachen zusammen. In den Schränken fand sie ein rotes Gewand, von dem sie sich gar nicht erinnerte, es besessen zu haben. Nun jedenfalls legte sie es an. Draußen war es dunkel, und ohne die Robe zog sie bestimmt viel weniger Aufmerksamkeit auf sich.
Kurz darauf öffnete sie das Fenster. Unten hörte sie schon Talasma mit einem Wächter reden, beschwerte sich über Elendil. Zechprellerei, Beleidigung, Hausfriedensbuch, noch mehr Beleidigung, Stiftung von Rassenunruhen - ihre Liste war lang.
Die Khajiit wartete, bis die Wirtin wieder ihre Taverne betrat, schwang sich dann aus dem Fenster und segelte langsam zu Boden. An sich hätte sie von Schatten zu Schatten huschen können, sie zog es aber mehr vor, wenn alle anderen an ihr vorbeisahen. Keine Unsichtbarkeit oder sonstige hohe Magie, einfach der Eindruck, nicht auffällig zu sein. Nur gut, daß die Leute nicht darüber nachdachten, ob eine Khajiit mit blaubeigem Fell, mit langen Haaren, wehendem Umhang und in rotem Samtkleid wirklich so unauffällig war.
Als das Stadttor hinter ihr lag, atmete sie auf. Nach Bruma wollte die Goldstange? 'Nun ja,' dachte sich J'Shivrizza. 'Es verdient bestimmt, gewarnt zu werden. Hier sind keine Seen zum durchwandern!'
Die Straße folgend sah sie bald das Weynon-Gotteshaus. Am Brunnenrand saß der Hochelf. Mit ihren Augen sah die Khajiit aber noch mehr. Aus einem nahen Baum flog etwas in seine Richtung.
"Achtung!" rief J'Shiv, warf zugleich ein paar zu Energie geformte Gedanken dem Flattervieh entgegen. Es strahlte auf, blendete die Landschaft und taumelte in der Luft umher, bis es mit voller Geschwindigkeit gegen den Kirchturm der Kapelle raste.
Herunter fiel eine Gestalt mit Flügeln, kaum größer als eine Tatze. Sie erinnerte an einen Imp, nur kleiner. Und aus der nahen Stadt hörte die Khajiit, wie sich Wachen etwas zuriefen.
"J'Shiv empfiehlt dem Spitzohr, von hier zu verschwinden." schon konnte sie erste Schritte und das Klirren von Kettenhemden hören. "Und das sehr bald."
-
Waldläufer
Elendil schreckte aus seinen - zugegeben - sehr düsteren Gedanken und Zukunftsperspektiven auf als er plötzlich die Stimme der Khajiit hörte, welche "Achtung" rief. Instinktiv duckte er sich und sah gerade eben noch etwas durch die Luft taumeln und vor den Kirchturm prallen. Dann fiel dieses Etwas herunter und enpuppte sich als irgendein kleiner Imp. Miniaturform, junger Imp, spezieller Imp. Elendil wusste es nicht und es war ihm auch egal. Diese elenden kleinen nackten Plagegeister waren ihm noch mehr zuwider als alles andere, was ihm sowieso schon zuwider war. Von ihm aus hätten alle Imps der Welt tot umfallen können. Nirn wäre um eine Plage ärmer.
Dann wurde ihm bewusst, was J'Shivrizza noch vor sich hin gemaunzt hatte. Dass er besser von hier verschwinden solle und das möglichst bald. Da hörte er auch schon das Klirren von Kettenhemden und Stiefeln. Hervorragend. Großartig. Sein Tage oder besser: seine Nacht nahm wahrhaft glanvolle Formen an. Wahrscheinlich wegen der nicht bezahlten Zeche. Wieso hatten sie sich nicht an die verdammte Katze gehalten. Die hatte da auch ein Zimmer gehabt und außerdem auch noch Unmengen gegessen. Und nun wurde er, er der gelehrte, ruhige, unauffälllige Magier dank der verdammten Katze wegen Zechprellerei gesucht. Es wurde immer besser. Elendil korrigierte in Gedanken seine Hassliste und stellte die Khajiit einen Platz vor die Imps. Dann warf er J'shivrizza einen mörderischen Blick zu, wirkte blitzschnell einen starken Unsichtbarkeitszauber und marschierte eilends an den Ställen Weynons vorbei und in die Nacht Richtung Bruma. Es war eine mondlose Nacht und ziemlich dunkel, aber er konnte vorläufig nciht mal wagen, einen Lichtzauber zu wirken, da dies die Unsichtbarkeit auf der Stelle aufheben würde. Er warf der Katze einen weiteren mörderischen Blick zu, welche diese im Dunkeln aber nicht sah oder sehen wollte. Und während er immer weiter schritt, stellte er sich voller Vergnügen etliche bitterböse Dinge vor, die man dieser Khajiit, die er im Schlepptau hate, antun könnte. Zum Beispiel in Bewusstlosigkeit versetzen, nach Morrowind transportieren und in Suran als Sklavin verkaufen.
-
Webmaster
Cyrodiil, Weynon Gotteshaus
J'Shivrizza starrte auf die Stelle, wo der Altmer verschwunden war. Gemeinheit! Ein paar Atemzüge später waren auch schon die ersten Wachen da. Ein interessantes Gefühl, mal selbst nicht die Gesuchte zu sein, fand die Khajiit.
"Was war hier los!" rief ein Kaiserlicher, während er noch nach Luft schnappte.
"Flattervieh." antwortete J'Shivrizza und deutete auf den Imp. Drei Wächter gingen dahin, während einer weiter die Khajiit anstarrte.
"Wir suchen einen flüchtigen Magier." sagte der Mann. "Hast du irgend etwas verdächtiges gesehen!"
"Das hat J'Shiv." antwortete sie. "Es beleidigte Khajiit als Katzen! Fluch über ihn! In so einer Stadt will J'Shiv nicht bleiben."
"Ist ja gut, ist ja gut." entgegnete die Wache. "Hast du gesehen, wo er hin ist!"
"Da entlang!" die Khajiit zeigte die schwarze Straße hinunter.
"Also zur Kaiserstadt!" fragte der Wächter. "Haben von da schon von Problemen mit Magiern gehört! Männer, ihr habt das gehört!"
"Nicht Kaiserstadt." wandte die Khajiit ein. "Es murmelte von Skingrad."
"Also nach Skingrad!" rief der Wächter. "Danke für die Hilfe!"
"J'Shiv tut, was sie kann." antwortete sie, wandte sich um und folgte dem unsichtbaren Elendil. Die Magierin sah ihn sehr gut, als Regenbogenwolke über die Straße marschieren. Indessen hörte sie Gesprächsfetzen mit, die sich um den Imp und eine andere Goldstange drehten.
'Typisch' dachte J'Shivrizza. 'Lernen ihre Tricks aus Büchern, und veranstalten trotzdem mehr Chaos als eine arme Wüstenwandlerin.'
-
Schwertmeister
Cyrodiil, Kaiserstadt, "Aufgetriebenes Floß"
Das kühle Wasser fühlte sich gut an, es wusch Hashan den Dreck und den Geruch des Laderaums vom Körper. Er schwamm unter Wasser bis zu einem kleinen höltzernen Anlegesteg nahe dem Leuchtturm, dort zog er sich an Land. Hashan setzte sich auf die warmen Holzplanken des Stegs und lies seine Kleidung in der Sonne trocknen. Als seine Kleidung trocken war stand Hashan auf und sah sich um. In der Nähe waren ein paar Steinstufen, die auf die geplasterte Straße hochführten. Ohne sich übermäßig zu beeilen stieg Hashan die Stufen hoch und sah sich abermals um. Er hatte schon viel über die angeblich so schöne Kaiserstadt Cyrodiils gehört, doch was er hier sah entsprach in fast keinem Punkt seinen Vorstellungen. An den Wänden und den Docks stapelten sich Kisten, Fässer und andere Behälter. Der Stein, der angeblich leuchtend Weiß sein sollte war auf Straßenhöhe so verdreckt, das er fast Pechschwarz war. Überall lungerten Bettler und dunkle Gestalten herum, doch das störte Hashan wirklich nicht, denn er war selbst eine ziehmlich düstere Gestalt, der man besser nicht im dunklen begegnete.
Langsam senkte sich die Sonne am Horizont, und Hashan beschloss, sich eine Unterkunft zu suchen. Er fragte einen Leginär, der ihn dunkel anstarrte, wo er eine nicht allzu teure Taverne finden könne. Dieser fuhr ihn barsch an, das er besseres zu tun hätte, als Leuten zu zeigen, wo sie eine Unterkunft finden könnten,. Als ein paar Goldmünzen den Besitzer wechselten, zeigte der Soldat mürrisch auf ein kleines, altes Schiff, das am ende eines Piers festgebunden war. Als Hashan sich entfernte hörte er eindeutig ein gemurmeltes "verfluchte Tiermenschen". Hier hielt man wohl wenig von Ausländern.
Ein paar Minuten später saß Hashan in der dunkelsten Ecke des "Aufgetriebenen Floß"es und zündete sich verstohlen seine kleine Skoomapfeife an. Am nächsten Morgen würde er wohl einen Rüßtungsmacher aufsuchen müssen, um sich eine Rüßtung aus geschwärtztem Guarleder herstellen zu lasssen. Seine Ausrüstung hatte er in seiner Truhe in der Morag Tong unterkunft gelassen, um nicht aufzufallen, denn als er es ablehnte, seine Verbrechen wieder gut zu machen, wurden ihm einige Eliminatoren aufgehetzt. Er ließ sich vom Wirt eine Flasche starken Skyrim-Mets bringen, und beobachtete die Besucher der Taverne. An einem Tisch saß ein junger Legionsoffizier und aß einen Braten. Er sah reich aus. Damit war es für Hashan entschieden. Als der Offizier aufstand um zu bezahlen, ging Hashan an ihm vorbei und mit einem raschen griff entwandte er ihm die Geldbörse. Als der Legionär zahlen wollte, aber seine Börse nicht fand fing er an, sich aufzuregen. Hashan nahm den Rappenkurier den der Wirt ihm hinhielt und ging zurück zu seinem Tisch. Dort schnappte er sich seine Met-Flasche und ging unter Deck auf sein Zimmer. Dort legte er sich auf sein Bett und trank den Rest des Mets aus, las ein paar Seiten im Kurier. Während seine Gedanken bei diesem ach so guten Dieb der sich Graufuchs nannte hingen, fielen ihm die Augen zu......
Geändert von Dark Nekromant (15.04.2007 um 17:53 Uhr)
-
Kämpfer
Cyrodiil, Vindasel; Kaiserstadt
"Wie bitte? Eine Krone? Das war der Schatz?", Xerxes war sehr wütend als er hörte wie ein Mann über eine Krone redete. Wäre der Schatz größer gewesen hätte er es bestimmt gemerkt, demnach war er sich sicher das nur die Krone dieser Schatz sein konnte. "Macht. Was will ich mit Macht? Ist ja schön und gut wenn ich einfach mal locker alles besiegen könnte was sich mir in den Weg stellt, aber macht das dann noch alles Spaß? Wer hat mir eigentlich eingeredet das ich nach Cyrodiil reisen sollte? Harald! Dieses Schwein hat mir eingeredet hierhin zu reisen. Sagte er nicht er hätte auch von dem Schatz gehört und wolle auch nach Cyrodiil reisen um ihn zu suchen?", Xerxes konnte nicht mehr bei Vindasel bleiben, auch wenn er den Ereignissen dort noch gerne zugesehen hätte. Er verschwand sofort von dem Gebüsch auf die Straße und rannte so schnell er konnte in Richtung Kaiserstadt. Das scheppern der Rüstung war weit zu hören, aber Xerxes war sich sicher das die Gruppe, die in ihrem Gespräch vertieft war, nichts hören würde. Xerxes bemerkte in seinem Rennen und seiner Wut auf Harald gar nicht wie heiß es in Cyrodiil in schwerer Rüstung ist.
Die Reise dauerte nicht lang, war aber dafür anstrengend. Völlig erschöpft und schweißgebadet kam Xerxes in der Kaiserstadt an. Er schritt durch das Tor in den Talos Platz Bezirk und ging in Richtung der Statue des Drachen. Dann bog er ins Tiber-Septim Hotel ab. "In diesem Hotel hat mein "Abenteuer" angefangen", ging es Xerxes durch den Kopf als er die Tür zum Tiber Septim Hotel öffnete. Sofort bemerkte er einen Bosmer der gerade sein Zimmer betrat. Er war gut ausgerüstet und scheinbar ein erfahrener Kämpfer. Für sein Abenteuer konnte Xerxes einen Gefährten gebrauchen und dieser Bosmer schien der Mann zu sein den er suchte. "Hey sie", flüsterte plötzlich eine Stimme. Xerxes drehte sich um. "Ja, genau sie. Heißen sie Xerxes?", Xerxes antwortete schnell auf seine Frage: "Ja, so lautet mein Name", "Nicht so laut", unterbrach ihn der Mann den Xerxes jetzt sehen konnte. Er war dunkel gekleidet und wollte nicht gesehen werden. "Sie suchen bestimmt Harald", fing der Mann an, "Harald wartet bereits auf euch. Ich soll euch sagen das ihr im Windtunnel suchen sollt, der sich unter der Windhöhle befindet, die südlich von Chorrol liegt. Wenn ihr dort seid, werdet ihr wissen was ihr tun müsst", aber mit diesen Worten verschwand die Gestalt auch schon. Xerxes dachte das er den Bosmer auf seinem Zimmer mal einen Besuch abstatten sollte und so ging Xerxes auch schon die Treppe hinauf. Er öffnete langsam die Tür und sah den Bosmer schlafen. Da es Xerxes sowieso gleichgültig war ob er den Bosmer nun wecken musste fing er an den Bosmer zu wecken. "Verzeihung wenn ich störe. Mein Name ist Xerxes und ich muss mit einer Person namens Harald noch eine Rechnung begleichen. Da ich allerdings nicht weiß wo ich sie finde muss ich sie suchen und ich habe auch schon einige Hinweise erhalten. Aber was rede ich so lange um den heißen Brei herum, ich suche einen Gefährten, denn die Suche nach Harald und der Kampf mit Harald wird für mich alleine zu schwer und ihr scheint mir ein geschickter Kämpfer zu sein. Das Gehalt wäre die Beute, oder nein, sagen wir besser ein dreiviertel der Beute", gespannt wartete Xerxes auf die Antwort des Bosmer
-
General
Joplaya dachte kurz darüber nach, was Arwen ihr gesagt hatte. Dass Malukhats Boshaftigkeiten weit ausgeklügelter waren als einfach jemanden des Diebstahls zu bezichtigen. Einerseits musste sie dieser Aussage recht geben: Wenn ihr Vater jemandem Böses wollte, dann traf er meist so, dass es richtig und nachhaltig schmerzte. Noch aber war sie nicht bereit, daran zu glauben, dass Melian wirklich eine Diebin war. Und wenn, dann hatte sie sicherlich einen Grund dazu. Sie hatte jedenfalls nicht ausgesehen, als konnte sie sich den Aufenthalt im Tiber Septim Hotel vom eigenen Geld leisten. Ärmlich auf der anderen Seite aber hatte sie auch nicht gewirkt… Aber das war doch jetzt egal. Im Endeffekt kam es nicht darauf an, was Malukhat von Melian hielt, sondern was er zu ihr, Joplaya, gesagt hatte.
„Das ist aber noch nicht alles. Er…“, setzte sie an, verstummte jedoch, als der Bretone, der sich so freundlich aus Aurel vorgestellt hatte, sie mit unterdrückter Wut anstarrte und anscheinend nach den richtigen Worten suchte. Er presste drei Mal den Namen „Erzmiel“ hervor, hängte letztlich noch ein „Malukhat“ hinten dran und Joplaya verstand eines, nämlich überhaupt nichts.
Plötzlich bückte Kiara sich zu ihr hinab, ergriff ihre Hände und sah Joplaya fest in die Augen.
„Geht zu Eurem Vater. Sprecht mit Ihm, bevor Ihr es beide bitter bereut“, beschwor die Bosmer Joplaya, dann begann sie zu schluchzen, wandte sich ab und lief davon. Fassungslos starrte die Dunmer ihr hinterher, und auch Aurel, welcher sofort die Verfolgung aufnahm. Mit verstörtem Gesichtsausdruck wandte sie sich Arwen zu. Bevor letztere allerdings eine Erklärung abliefern konnte, wurde Joplaya auf eine Bewegung aufmerksam. Zwei Personen waren um die Ruine herum gegangen und standen ihnen nun gegenüber.
„Vater!“, rief Joplaya erschrocken und fuhr hoch. Sie war glücklich, ihn zu sehen, wollte sich dies jedoch nicht anmerken lassen.
„Joplaya“, entgegnete Malukhat erfreut, seine Tochter endlich gefunden zu haben. Diebe waren vielleicht doch nicht so übel, wie er es sich gedacht hatte, jedenfalls wenn sie Melian hießen. Natürlich war ihm mulmig geworden, als die Bosmer die Spuren in Richtung Vindasel verfolgt hatte, und er hatte sich gefragt, ob Melian die ganze Angelegenheit inszeniert hatte, um ihn hier geschickt in eine Falle zu locken. Als er aber nun sein kleines Mädchen sah, dankte er sich selbst, ihr letztlich doch Vertrauen entgegen gebracht zu haben. Ihre Schuld war abgetragen. Und die seine sowieso schon lange, falls er sich ihr gegenüber überhaupt jemals etwas zuschulden hatte kommen lassen.
Sein Blick streifte die zweite Person bei der Ruine nur flüchtig. Zielstrebig ging er auf seine Tochter zu und nahm sie in die Arme. Joplaya erwiderte die Umarmung.
„Es tut mir leid, Joplaya. Ich habe einen Fehler gemacht“, sagte er und drückte sie noch fester an sich. „Aber, bitte, mach’ so was nie wieder. Ich bin beinahe umgekommen vor Sorge um dich.“
Diese Worte beschwichtigten Joplaya, obwohl sie eigentlich vorgehabt hatte, standhaft zu bleiben. „Es tut mir auch leid“, sagte sie schluchzend, „ich hätte nicht weglaufen dürfen. Ich weiß ja, wie gefährlich es hier draußen ist.“ Sie löste die Umarmung und wischte sich die Tränen von den Wangen. „Aber schau mal, wem ich über den Weg gelaufen bin.“
Malukhat zog eine Augenbraue nach oben und blickte in die Richtung, in die Joplaya mit der ausgestreckten Hand wies. Es war die Person, auf die er vorher nicht geachtet hatte, weil er so glücklich gewesen war, seine Tochter gesund und munter gefunden zu haben. Nun aber stockte ihm der Atem. Auf dem Boden saß Arwen. Und sie war allem Anschein nach verletzt.
„Arwen!“, rief er aus und ließ sich zu ihr auf den Boden nieder. Einer spontanen Eingebung folgend hätte er sie beinahe umarmt, hielt sich aber zurück. Einerseits, weil er ihr nicht wehtun wollte, andererseits weil… weil… keine Ahnung. Er wollte es lieber mit Worten versuchen. „Ich bin so froh, Euch… ich meine: Ihr lebt. Das ist… gut.“
Er kam nicht umhin, Joplayas Grinsen ob dieser Stotterei zu bemerken. Malukhat räusperte sich und war wieder einmal froh, ein Dunkelelf zu sein. Er war vollkommen sicher, dass seine Wangen ansonsten eine leicht rötliche Färbung angenommen hätten. Das allein reichte aus, ihn wütend zu machen. Bei Azura, er war ein alter Mann und über solch einen Verliebtheitskram erhaben! Es hatte in seinem Leben schon so viele Frauen gegeben, da war Schüchternheit wirklich das letzte, was er von sich selbst erwartet hätte. Natürlich, dies war eine besondere Situation, aber dennoch… er sollte sich nicht verhalten wie ein fünfzigjähriger Jungspund.
„Nun ja“, setzte er ein weiteres Mal an, „ich habe auch nichts anderes von Euch erwartet. Aber trotzdem schön, dass sich meine Erwartungen erfüllt haben. Wenn gleich ich nicht umhin komme zu sehen, dass Ihr verletzt seid.“ Ohne eine Antwort welcher Art auch immer abzuwarten nahm er ihre Hände und half ihr vorsichtig wieder auf die Beine.
„Ich denke, wir sollten in die Kaiserstadt zurück gehen, damit Ihr Euch dort ein wenig ausruhen und gesunden könnt. Ich möchte gar nicht daran denken, was…“
Bei diesen Worten verharrte Malukhat abrupt, denn zwei weitere Personen hatten die Lichtung betreten. Die Bosmer, Kiara, und das Ovalohr, Aurel. Beide hielten ebenfalls in ihrer Bewegung inne, als sie Malukhat sahen, und eine Zeit lang starrten sie einander einfach nur an.
„Aurel“, sagte der Erzmagier in gespielter Freude. Er hatte die Fassung wieder gewonnen und mit ihr hatte auch die Arroganz in voller Stärke ihren Einzug gefunden. „Ich bin hoch erfreut, Euch wiederzusehen. Allerdings hätte ich mir schönere Umstände vorstellen können. Ihr, als verarmter Ritter in der Arena der Kaiserstadt, im Kampfe um Leben und Tod, während ich Eurem Gegner Beifall klatsche.“
„Vater!“, rief Joplaya entrüstet und schlug ihm mit der flachen Hand auf die Schulter. „Diese Leute haben mir Ihren Schutz gewährt – wie kannst du da jetzt nur solche Dinge sagen!“
Allein um seiner Tochter willen wäre Malukhat gerne ehrlich zerknirscht gewesen, aber diese Gefühlsregung brachte er schon lange nicht mehr zustande. Trotzdem hielt er es für schlauer, den Frieden in seiner Familie nicht ein weiteres Mal aufs Spiel zu setzen. Er lächelte ein falsches Lächeln, neigte den Kopf und blickte den Bretonen ohne Reue in den Augen an.
„Entschuldigt“, sagte er.
-
Webmaster
Cyrodiil, Orangene Straße
J'Shivrizzas eine Gedankenhälfte fragte sich, warum sie die Wächter nach Skingrad umgelenkt hatte. Der Elf war unfreundlich wie eh und je. Die andere Gedankenhälfte erinnerte sich an ihre Erlebnisse in Skingrad (besser gesagt ihre Nichterlebnisse in Skingrad), und wünschte den dortigen Einwohnern den Ärger.
"Das Kleid haben wir gekauft." antwortete J'Shivrizza. "In Chorrol. Hat es keine Erinnerungen? Flieht vor Mäusen, beleidigt Khajiit, stiftet Rassenunruhen. Elfen sind seltsam. Und wo will es jetzt ein Lager aufschlagen? Bruma ist weit entfernt. J'Shiv sieht keinen Schnee."
-
Turn to page 394
Cyrodiil, vor Vindasel
Arwen erstarrte als Malukhat so plötzlich auftauchte und erneut ging ihr der Gedanke durch den Kopf, dass Erzmagister offenbar vom Himmel fielen. Fast gerührt betrachtete sie die Wiedersehensfreude zwischen Vater und Tochter während sie innerlich noch in Gedanken bei Kiara war. Warum war die Bosmerin weinend weggelaufen? Drückte ein düsteres Erlebnis aus der Vergangenheit sie nieder? Waren schmerzhafte Erinnerungen wach geworden? Gut, dass Aurel ihr nachgegangen war.
Plötzlich kniete Malukhat neben ihr. Malukhat? Bei ihr auf dme Boden? Und er schien sich tatsächlich zu freuen, sie zu sehen. Sie hätte sich auch gefreut ihn zu sehen. Nämlich beim Kampf mit dem Lich. Gerade wollte sie ihm das an den Kopf werfen, als ihr aufging, dass der Dunmer stotterte. Das schien ja fast, als würde er sich tatsächlich etwas aus ihr machen. Hatte sie ihn falsch eingeschätzt? War er wirklich der liebe Mann, als den Joplaya ihn mehr oder weniger geschildert hatte oder war das nur Schauspielerei und er war der rücksichtslose egoistische Machtelf, wie sie selbst sch geglaub hatte. Oder war er beides? Viele Leute hatten mehrere Setien. Die eine für die Allgemeinheit, während sie sie weichere, bessere für nahestehende Personen aufhoben. Und seine Besorgnis um sie, Arwen, war eindeutig echt.
"ja, verletzt", brachte sie heraus und fügte hinzu: "Aber Eure Tochter hat sich bereits sehr gut darum gekümmert. Sie ist eine begnadete Heilerin."
Noch erstaunter war sie, dass Malukhat ihr die Hand reichte und ihr ganz vorsichtig beim Aufstehen half. Und wieder konnte sie nicht umhin, seine unglaubliche Ausstrahlung zu bemerken. Für einen kurzen Moment wünschte sie, dass er sie in den Arm genommen hätte und schalt sich dann selbst innerlich eine Närrin.
Und dann sah sie Aurel. Unbemerkt von ihr waren die Bosmerin und der Bretone zurückgekehrt. Und sie konnte nicht umhin, den Spott in Malukhats Stimme zu bemerken, als er davon sprach, dass er Aurels Gegner in der Arena Beifall geklatscht hätte. Wutentbrannt wollte sie auffahren, hatte der Paladin doch selbstlos da unten versucht, sie und Kiara zu schützen. Ebenso wie Arton, welcher mit dem Leben bezahlt hatte dafür. Doch bevor sie so richtig loslegen und dem Erzmagier ihre Meinung über seinen Spruch kundtun konnte, schaltete sich Joplaya ebenfalls empört ein und Wunder, oh Wunder, Malukhat entschuldigte sich. Doch irgendwie klang seine Entschuldigung falsch. Arwen wusste nicht, wieso ein einzelnes Wort irgendwie so... so ... verlogen klingen konnte, aber es war so. Und die Augen Malukhats waren eiskalt, während er den Bretonen ansah. Arwen fröstelte. Dieser mächtige Mann hatte mehr als zwei Seiten und sie war sich nciht sicher, ob sie damit umgehen konnte. Sie selbst war auch kein Engel, alles andere als das, aber dennoch gab es gewisse Dinge, die ihrem innersten Wesen zutiefst fremd waren.
Und langsam trat sie ein paar Schritte zurück und schlang ihre Arme um die Oberkörper. Irgendwie fröstelte sie mit einenmal und zwar äußerlich und innerlich und aus unbekanntem Grund machte sich eine tiefe Traurigkeit in ihr breit.
-
Waldläufer
Elendil war kurz vor einer gewaltigen Explosion, als er J'shivrizzas Worte hörte. Nein, er war nicht kurz davor, er explodierte. Abrupt blieb er stehen, fuhr zu der Khajiit herum und brüllte sie an: "Nichts haben wir gekauft und komm mir ja nicht damit, dass ich kein Gedächtnis hätte, Du zu groß geratene Mäusefängerin! Du wandelnde magische Katastrophe. Und mit der tanzenden Maus hattest Du ebenfalls zu tun. Mäuse tanzen nicht mit irgendwelchen Zahnstochern. Es sei denn, bestimmte Khajiit mit komischen Tricks stecken dahinter. Und übernachten kannst Du vergessen. Wir gehen durch bis Bruma und wenn wir die ganze Nacht hindurch wandern. Du hast die Wahl mitzukommen oder Dich wieder von irgendwelchen erbosten Kunden jagen zu lassen, denen Deine magischen Tricks kein bißchen gefallen. Ich möchte wirklich wissen, warum ich Dich damals mitgenommen habe, Dir geholfen habe, für Dich bezahlt habe, Dich vor den Wachen geschützt habe. Von exakt dieser Minute an wurde mein ruhiges, friedliches unkompliziertes Leben von Schwierigkeiten, Ärger, Katastrophen und sonstigem heimgesucht. Und jetzt willst Du mir auch noch erzählen, dass wir das Kleid gekauft hätten. Hah! Gekauft. Es war bereits dunkel, als wir in Chorrol ankamen und die Läden hatten geschlossen. Elende, undankbare Katze", schloss er seine wütende Tirade. Dann drehte er sich um und marschierte weiter. Und wenn diese J'Shivrizza auch nur noch ein verkehrtes Wort sagen würde, dann ... dann ... dann würde er doch noch dafür sorgen, dass sie in Suran auf dem Skalvenmarkt landete. Auch wenn er im Allgemeinen gar nichts von Sklaverei hielt. Sklaven waren auch nur lästig, denn man musste sie füttern, ihnen ein Bett bieten und laute solche Dinge. Allerdings würde er ja nicht er die Khajiit kaufen. Und deren zukünftiger Besitzer konnte ihm jetzt schon leid tun.
-
General
Cyrodiil, bei Vindasel
Sie hatte keine Antwort auf Ihre Frage erwartet. Konnte überhaupt jemand, ausser Ihrem Vater, diese Frage beantworten? Und doch war die Antwort des Bretonen, Balsam auf Kiaras geschundener Seele. Fast so guter Balsam wie sein Kuss.
Gedankenverloren folgte sie dem Scheppern und Klappern von Aurels Rüstung, so eine schwere Rüstung war wirklich nicht zum schleichen geeignet. Mit jedem Schritt, der sie näher zu den anderen brachte, bekam sie das Gefühl dass, wenn sie dort erstmal ankamen, die Chance auf etwas unbekanntes unwiderrufbar vorbei sein würde. Sie konnte es allerdings nicht erfassen, was vorbei sein würde.
Auch Aurel ging nun langsamer, die Worte kamen dafür umso schneller. Er wollte bei Ihr bleiben? Noch bevor sie Ihm eine Antwort geben konnte, drehte der Bretone sich um und ging nun mit schnellen Schritten zum Lager zurück. Für einen Moment konnte Kiara Ihm nur Kopfschüttelnd nachsehen. Doch als sie ihrerseits zum Lager zurückkehrte wurden alle Gedanken an Aurel vom Anblick eines anderen Mannes verdrängt.
Malukhat fixierte die beiden Personen am Rand der Bäume nur. Und Kiara verspürte den plötzlichen Wunsch, ganz woanders zu sein. Bei Malukhats Worten blieb Ihr der Mund offenstehen. Doch bevor sie irgendwie reagieren konnte, wobei sie noch zwischen kühlem Ignorieren oder einer Ladung Schlamm ins Gesicht des Dunmers schwankte, lies sich Joplaya`s entrüstete Stimme vernehmen. Und tatsächlich ruderte Malukhat zurück. Allerdings durfte man ihm dabei nicht in die Augen blicken, aber ansonsten war die Täuschung perfekt. Angespannt stiess Kiara die angehaltene Luft heraus und warf einen Blick auf Aurel....
-
General
Cyrodiil; Kaiserstadt, Tiber Septim Hotel
Eldor wurde jäh aus seinem Schlaf gerissen als ein Mann sein Zimmer betrat und ihm irgendetwas zu faselte."Hää? Was will der? Gefährte für irgendeinen Racheakt? Dreiviertel der Beute?"
Langsam konnte Eldor wieder klar denken und sah die Quelle dieser Worte:"Ein Nord und er heißt Xerxes. Na klasse."
Eldor war müde, verdammt müde. Am liebsten hätte er seinen Dolch mit diesem Nord bekannt gemacht. Aber wegen eines Mordes gesucht zu werden war nicht sehr hilfreich.
Er dachte kurz darüber nach."Hmm, dreiviertel der Beute. Ich bin kein Mörder...........ohhh ich bin zu müde.
Eldor sagte zu Xerxes:"Hör mal zu. Es ist spät, verdammt spät. Ich will jetzt keine Entscheidung treffen. Triff mich morgen vor der Arena, dann wirst du meine Entscheidung erfahren und jetzt geh, bitte."
Geändert von Skyter 21 (21.04.2007 um 21:57 Uhr)
Stichworte
Berechtigungen
- Neue Themen erstellen: Nein
- Themen beantworten: Nein
- Anhänge hochladen: Nein
- Beiträge bearbeiten: Nein
-
Foren-Regeln