Die Sonne spitzte durch das Fenster und kitzelte Darshjiins Nase. Langsam wachte er auf und kroch aus seinem Bett heraus. Er hasste es früh aufzustehen. 9 Uhr war einfach viel zu früh für ihn. Wenn er nicht seine 10 Stunden Schlaf bekam, war er sehr reizbar. Heute würde er nach Skingrad aufbrechen um ein Geschäft zu eröffnen. Er hatte sich erkundigt und erfahren das die Alchemisten dort mehr oder weniger Stümper waren. Warscheinlich würde er sogar Erfolg haben wenn er mit sauberen Mitteln arbeiten würde, aber das war nunmal nicht seine Art. Er wollte gegen Drei in Skingrad ankommen drum war er jetzt schon wach. Er ging ins Bad und Wusch sich den schlaf aus dem Gesicht und mache sich dann ans Aufräumen. Zuerst packte er alle Sachen in den Sack die so im Raum rum lagen. Dan ging er zum Schrank öffnete ihn und nahm die Kleider heraus und verstaute sie.
Erst sah er verwirrt auf den Boden des Schranks. Wo waren seine Aufzeichnungen hin? Er hatte sie doch Gestern hierhin gelegt. Er räumte alles aus und öffnete alle Schubläden die es im Zimmer gab. Nichts, das Buch blieb verschwunden. Er war sich ganz sicher das er das Buch verstaut hatte. Es wird doch niemand. Doch man hatte. Er wurde ausgeraubt. Gestern als er sich wunderte warum die Tür offen war, er hatte nicht vergessen sie zuzusperren, sie wurde geknackt. Doch wer wusste den dass das Buch. Natürlich die Bosmerhexe. Sie war es. Sie war die einzige die wusste dass er ein solches Buch besaß. Sie hatte von Anfang ein großes Interesse daran gezeigt es war eigentlich ihr einziges Interesse. „Verdammtes Bosmerpack alles verlogene Diebe und Gesindel. Berauben Darshjiin seines Eigentums.“
Er packte den Stuhl und warf ihn in hohen Bogen aus dem Fenster. Das Glas zersplitterte in tausend Scherben und unten auf dem Platz gingen die Leute in Deckung. Das war auch gut so den wenige Sekunden ladete auf der kleine Tisch draußen auf dem Boden und zerfiel in viele kleine Spreißel. Die Tür ging auf und die Dame von der Rezeption stand im Türrahmen. „Was war das eben?“ fragte sie. „Das das war der Tisch und wen die Frau mir nicht gleich erzählt wo die diebische Bosmerin hin ist, wird sie gleich dem Tisch Geselschaft leisten dürfen da draußen.“ schrie er sie an und packte sie am Hals. „ Los erzähl schon. Gebt es zu das verlogene Rundohr hat der Bosmerin den Schlüssel für mein Zimmer gegeben und wenn sie mein Buch verkauft hat, dann wird sie euch am Gewinn beteiligen.“ Er hörte wie Schritte die Treppe hoch kamen und das klappern von Rüstungen. Sein ungestümes Verhalten hatte die Wachen auf den Plan gerufen. „Was ist hier los“ sagte eine der Wachen mit gebieterischen Ton. „Was hier los ist? Ganz einfach Khajiit wurde bestohlen. Bestohlen!!! In seinem eigenem Zimmer und die Hotelfrau hat dabei geholfen.“ fauchte er die Wache an. Diese zog in diesem Moment die Waffe und hielt sie Darshjiin unter die Kehle. „Ganz ruhig. Nicht durchdrehen Khajiit sonst muss ich dir dein Fell abziehen“
Die Wache versuchte Darshjiin zu beruhigen doch der packte eine Vase und warf sie nach der Hotelbesitzerin, die sich gerade noch ducken konnte. Zwei Soldaten packten Darshjiin an den Armen und warfen ihn zu Boden. Jetzt war er wehrlos. Sie befragten die Besitzerin was den geschehen sei. Diese schilderte was sie erlebt hatte. Danach quetschten sie Darshjiin aus. Er berichtete ihnen von seinem Buch mit den wichtigen Aufzeichnungen. Er erzählte ihnen auch das nur Kiara als Täterin in Betracht käme. Wie er von der Dame erfuhr, hatte Kiara das Hotel gestern Abend verlassen. Natürlich sie wollte ja abreisen heute früh. Zusammen mit den anderen Verbrechern. Sie war also geflohen. Gott möge ihrer Seele gnädig sein er ihr irgendwann wieder über den Weg laufen würde. Ein Schwall aus Flüchen ergoss sich aus seinem Mund. Wenn er nicht Ta'agra gesprochen hätte wäre er warscheinlich wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses ins Gefängnis gewandert. Die Wachen schienen das alles recht amüsiert zu sehen. Sie meinten das sie wegen fehlender Beweise gegen die Bosmerin wohl nichts machen könnten. Das soll ein Rechtssystem sein? Die ganze Stadt war ihm in den Rücken gefallen. Warscheinlich hatte Kiara die Wachen bestochen.
Inzwischen stand er wieder auf den Beinen und wollte erneut nach einem Wurfobjekt greifen. Doch die Wachen kamen ihm zuvor und packten ihn. Sie warfen ihn zusammen mit seinem Gepäck nach draußen vor die Tür. Er landete gleich neben dem Stuhl und dem Tisch die er nach draußen befördert hatte. Zum Glück warfen sie ihn nicht auch aus dem Fenster. „Die Pest soll das verdammte Verbrecherpack holen“ schrie er ihnen zu als er sich aufgerappelt hatte. Die Wachen zogen wieder ihre
Schwerter: „Verschwinde Katze oder wir müssen dich in Scheiben schneiden, damit du ruhe gibst.“ Er packt sein Gepäck, das aus 1 Tasche und 2 Koffern bestand, damit eilte er zum Hafen. Er wollte die verfluchte Stadt so schnell nicht wieder sehen. Im Eiltempo rauschte er zum Hafen. Dort stand sein Karren mit dem Esel bereit. Der Händler vom Vorabend begrüßte ihn freundlich doch Darshjiin grummelte nur verärgert. Er warf sein restliches Gepäck auf den Karren und befestigte es. Wenigstens war seine Alchemieausrüstung noch da, und sonst schien noch alles in Ordnung zu sein. Er schwang sich auf den wagen und nahm die Zügel in die Hand. „Los!! Der unnütze Esel soll endlich die Hufe schwingen.“ er versetzte dem Esel mit dem Zügel einen recht harten Klaps, worauf dieser wiehrend los ritt. Etwa gegen 11 Uhr durchritt er das Stadttor. Er sah sich nach links und rechts um. Vielleicht würde er sie ja erspähen. Nein sie war weg. Niemand war so dumm und würde sich jetzt noch öffentlich zeigen wenn er wüste das Darshjiin ihm auf den Fersen ist. Nun ja, jedenfalls würde er es niemanden raten. Er nahm die Rute Richtung Skingrad. Hoffentlich würde ihn diese Stadt besser empfangen.
Nach ungefähr vier Kilometern blieb der Esel stehen und lies sich erstmal nicht weiterbewegen. Es fing leicht zu regnen an und der Wind blies heftiger. Er saß ungefähr eine Stunde lang bewegungslos auf dem Wagen. Er war bis aufs Fell durchgeweicht. Langsam kam ihm der Gedanke dass ihn die Götter verflucht hatten. Es muste einfach so sein.





