mal wieder ein bissl kürzer aber, wenigstens was zum rätseln^^
hat eigentlich schon jemand herausgefunden, was ingenium heißt ?


17

"Herr Valentine, ich kann es nicht dulden, dass sie nach Lust und Laune Mitarbeiter unseres Unternehmens ihrem Schicksal zuführen. So sehr ich sie auch schätze, sowohl als ausführender als auch als planender Teil meiner Belegschaft, ich muss ihnen Sanktionen auferlegen, für das was sie getan haben. Schon allein um die anderen Mitarbeiter nicht auf dumme Gedanken kommen zu lassen."
"..."
"Wie ich sehe, reagieren sie gewohnt gefühlslos und somit sehe ich keine Probleme darin sie zu versetzen. Sie werden nicht mehr in unmittelbarer Nähe zu mir oder irgendeinem anderen Teil der Leitung unserer Organisation kommen. Haben sie das verstanden?"
In ihm kochte es. Er konnte nicht fassen was er soeben gehört hatte, sie wollten ihn wegbringen. Weg von Ihr. das konnten sie nicht, da war er sicher, niemand würde sie auseinanderbringen, wie auch?
Diesem durchgeknallten Crowd hatte er es auch gezeigt! Doch soviel Arroganz er auch sonst an den Tag legte, bei diesem Menschen konnte er sich über nichts im Klaren sein. es wäre falsch ihn zu unterschätzen und so ballte er die Faust und unterdrückte seine Gefühle.
"Jawohl.", hatte er kühl geantwortet. Ob der Mann im Kittel von seinen Eigentlichen Gefühlen in diesem Moment geahnt hatte. Nein wie sollte er? Er wusste auch nichts von Ihr und ihm. Das hatte er penibel geheim gehalten, niemand wusste von seinem starken Verlangen nach ihr. Wäre es herausgekommen, wäre er sicher wieder diese Anfällte gehabt. Nichts hätte ihn halten können und er hätte sich wieder gewandelt, wie damals als Kind, als er von dem, den er nun so sehr verabscheute gefunden und aufgezogen wurde.
"Sie können dann gehen, ich erwarte ihre Papiere und ihren Versetzungsort binnen einer Woche. Ich lasse ihnen den Ort aus reiner Anerkennung zu Wahl offen. Doch bedenken sie, dass sie sofern sie nicht vollständig ausgeschlossen werden wollen, ihren Versetzungsort möglichst weit entfernt unseres Kontinents wählen sollten, doch ich denke das ist klar, nicht wahr?"
"Selbstversändlich.", er liess den Kopf sinken und verbarg sein Gesicht unter seinen tiefschwarzen Haaren.
Er wandte sich von ihm weg und öffnete die Tür.
"Ich danke ihnen.", bekam er noch hinterhergerufen. Innerlich lächelte er. Schließlich würde er noch etwas unternehmen, das sie alle überraschen würde, mit dem niemand rechnete. Und dann würde seine stunde schlagen, koste es was es wolle, er würde schon noch einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Draußen gab ihm die Sekretärin seine Papiere. Es waren 2 Blätter. Das erste war voll mit Angabenfeldern und Kästchen in das man Kreuze machen sollte. Das zweite Blatt allerdings, war bis auf einen Eintrag leer. Der eintrag "Erwünschter Versetzungsort:" war zentral auf das Blatt gedruckt.
Er wusste ganz genau, was er dort hinschreiben würde.
Herr Valentine bedankte sich und verliess den Raum durch die Tür. Er durchschritt die dunklen Gänge, vorbei an einem Raum in dem eine Horde Menschen irgendetwas saubermachten. Neben der Tür stand eine Art Metallschale, sie sah aus wie ein aufgeplatztes Ei. Er dachte sich nichts dabei.
Etwas weiter hinten im Raum stand eine Trage auf ihr lag etwas, doch er konnte es nicht sehen. Es wurde von einem weißen Tuch abgedeckt. Er dachte sich nichts dabei.
Im nächsten Seitengang war ein großer Haufen, ebenfalls mit einer Plane abgedeckt. Ein seltsamer Geuch ging von ihm aus. Er dachte sich nichts dabei.
Wieso auch? Er konnte nicht ahnen, dass er eben an den Überresten eines Massakers vorübergegangen war. Einem Gefängnis, einem Mörder, und Opfern. Doch hätte es ihn berührt, wenn er es gewusst hätte? Sicher nicht. Er war besessen von Ihr, alles andere war unwichtig. Wiso sollte er sich um Menschen kümmern, die in Todesangst zerfleischt worden waren? Wo er doch Sie als sein einzigen Fixpunkt in seinem Leben hatte. Völlig unsinnig Gedanken an das zu verschwenden, was hier in diesen Mauern wirklich geschah. Hier, im Sektor 2.

*
Bob öffnete die Augen und sie fanden nichts. Er war nicht blind. Es gab nur nichts zu sehen. Schwarz wie de Nacht war es hier. Wenigstens lag er weich. Es war wie eine Matratze. Als er versuchte sich aufzurichten bemerkte er, dass er festgeschnürt war. Über seinem Brustkorb, seinem Hals und seinen Beinen waren enge Riemen festgezogen. Ein Nadel steckte in seinem Bein und eine klare Flüssigkeit floss in seine Adern.
Bob schloss die Augen, denn es war zu anstrengend sie offen zu halten, Er fühlte sich schwach und vollständig leer. Ihm schien es, als würde er immernoch schwächer und schwächer.
Wo war Rondo? Rondo war tot! Aber er wusste es nicht.
Was sollte er hier? Das wusste niemand außer dem Mann der ies hier veranlasste.
Wie würde er wieder hinauskommen? Wohl niemals?
Er konnte nur schwer denken, schließlich verfiel er wieder dem Schlaf.
Eine Tür ging auf. Ein Mann trat ein und an Bob heran.
"Ingenium-P, du warst der erste. Du bist ja auch etwas ganz besonderes. Du, der Spender des Lebens, sollst ihm ewiges Leben bescheren. Du bist das wichtigste aller Ingenien, ohne dich funktionert es nicht. Du wirst der zählende Part sein."
Er wand sich ab und ging zur Tür. Sie fiel ins Schloss.