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Drachentöter
Nur weil ein paar Spiele zuviel das alte Lied vom rachedürstigen Helden singen, der einen bösen Dämonen bekämpfen muss, ist doch noch lange nicht die Luft raus. Aus den altvorderen Tagen der MakerCom glänzen mir als Neuling zwar blinkende Perlen wie Aurora's Tear und UiD entgegen, aber ich bin sicher, um diese Spiele rankte sich auch damals schon jede Menge Durchschnitt und so manches wohl zu Recht vergessene Machwerk.
Interessant wird es, wenn man die Zahl der erinnernswerten Spiele mit der möglicher neuer Kracher vergleicht und da steht das ausklingende Jahr alles andere als schlecht dar. Denn gleich zwei Titel versprechen - Hype hin, Hype her - Richtungsweisendes in puncto Technik oder Atmosphäre. Oder sind Velsabor und London Gothic schon wesentlich früher als 2006 präsentiert worden?
Solange mit Spielen solcher Güte zu rechnen ist, ist die Makerszene weitaus weniger innovationsarm, als landläufig und viel zu häufig beschrien. Im Gegenteil: Um nur ein Beispiel zu nehmen, sei auf die neuen Kampfsysteme verwiesen, wie sie schon zu sehen waren (Velasabor in Demo, London Gothic in Trailer). Das ist nun auf jeweils eigene Art wirklich etwas anderes als der bisherige Standard der selbstproduzierten Aurora's-Tear-Ähnlichkeitswettbewerbe.
"Wilfried, the Hero" ist ja bereits als Klasse-Spiel angesprochen worden. Und wenn ich mir die RPG-Atelier-Seite anschaue, scheint mir da jedes dritte Spiel mit dem Goldstern ausgezeichnet zu sein. So schlecht scheint die Spielauswahl nach Meinung der Tester offenbar bislang - also einschließlich 2006 - nicht zu sein. Insofern ist so manche Klage oft auch nur kokette Nabelschau. Unterhaltsam allemal, aber unberechtigt.
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