Hey Losti, klingt einerseits zwar sehr nachdenklich, aber andererseits doch sehr sicher und aufgeklärt. Ich hoffe, du wirst auch so sicher handeln können, wenn es so weit ist und du denkst, es geht einfach nicht mehr.

Da fällt mir ein, dass ich letztens mit zwei Freundinnen darüber gesprochen habe. Die eine hatte vom Ende der Sommerferien bis zu den Herbstferien (also jetzt in NRW) eine Fernbeziehung geführt, die vorher schon eine Nahbeziehung für ein halbes Jahr war. Sie sagte, am Anfang war es sehr hart für sie und hat ihn ständig vermisst, aber mit der Zeit tat es nicht mehr so weh und hat auch allgemein weniger an ihn gedacht.
Die andere führt immer noch eine Fernbeziehung, auch seit dem Schulanfang. Für sie war die Distanz von Anfang an hart und fühlt es immer noch, dass die Distanz sehr an ihr nagt, aber sie versucht sich daran festzuhalten.

Als beide in den Herbstferien zuhause waren, hat die eine gemerkt, dass sie ihren Freund nicht mehr liebt, dass deswegen der Schmerz so nachgelassen hatte. Die Andere hat sich so sehr darauf gefreut, ihren Freund wieder zu sehen, dass es ihr wieder so wehtat, als sie wieder gehen musste, aber sie weiß, dass sie ihn noch liebt.

Mein privates Fazit daraus: Schmerz gehört irgendwie als Bestätigung zu einer "komplizierten" Beziehung dazu. Ob es jetzt Schmerz oder einfach mal ein trauriger Gedanke an ihn oder sie ist sei dahin gestellt, aber findet ihr, es geht GANZ ohne Schmerzen oder zumindest Sehnsucht?