Zitat Zitat von raian Beitrag anzeigen
@Beyond:
Beeil dich, sonst spalt ich irgendwann mal deinen latz.
Ich meins ernst..!
hast es wohl eilig, von den Zeloten verhört zu werden
@Ell, Brutalinski

zur Feier des Tages noch etwas Story. Ich bin da übrigens jetzt schon am Ende des ersten Tages nach Kriegsbeginn. Wäre also nicht schlecht, wenn ihr alle so langsam aber sicher euch auch in diese Richtugn bewegen könntet ^^"

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„mein Blut fließt durch deine Adern und verbindet unsere Gedanken....ich werde immer wissen, wo du bist“
ein teuflisches Lachen drang aus dem Ochsenschädel und Dante riss erschrocken die Augen auf, langsam aber sicher löste sich der Alptraum in Nichts auf und machte einem bösen Erwachen Platz: Der Schmerz der Welt hatte ihn wieder...

Er lag auf dem Bauch, die Arme nach vorne ausgestreckt, sein Rücken fühlte sich an, als hätte man ihm die Haut abgezogen und bei seinen Händen war er sich nicht sicher, ob sie noch da waren, doch er wollte sich nicht bewegen, um nachzusehen, irgendetwas auf seiner linken Wange jagte heiße, pulsierende Stöße durch sein Gehirn....die Schmerzen überwältigte ihn und ein lautes Stöhnen drang aus seiner rauen Kehle und verwandelte sich nach und nach in ein leises Wimmern.
Trotz der höllische Schmerzen versuchte er seine Gedanken zu sortieren. Wie kam er hierher, was war passiert? Das letzte Bild, das er aus seiner Erinnerung ausgraben konnte, war, dass er eine kleine Armee von Rebellen abgeschlachtet hatte, dann hatte ihm jemand einen Stein an den Kopf geworfen...
Aber was man mit ihm anschließend angestellt hatte, davon wusste er nichts.

Nach Hinweisen suchend betrachtete er seine Umgebung, zumindest das, was er mit einem Auge vom Boden aus sehen konnte. Ein wärmendes Feuer malte tanzende Schatten auf Wände aus Stein, alles war ruhig, nur das Knistern des Feuers erfüllte den Innenraum der Höhle und es hatte den Anschein, dass er hier in Sicherheit war.
Eine Höhle....ein Feuer, aber wer hatte das Feuer entfacht? Es schien niemand außer ihm anwesend zu sein.
Zaghaft drehte er nun doch seinen Kopf, um nach seinen Händen zu sehen, und stellte erleichtert fest, dass die Fesseln verschwunden und seine Hände noch da waren, und irgendjemand hatte einen Verband darum gewickelt, doch als er sah, dass die Verbände von Blut durchtränkt waren wurde ihm schlecht und ein Schauer durchfuhr seinen Körper und dann merkte er, dass er, obwohl er völlig durchgefroren war am ganze Körper in Schweiß gebadet war...sogar die Decke, auf der er lag schien nass zu sein..... oder war es gar sein Blut, welches ihn an seiner Unterlage festkleben ließ? Dante wollte es gar nicht wissen. Zudem hatte er einen Geschmack im Mund, als hätte er in den alten Putzlappen der Bordelltoilette gebissen...
Wieder sah er sich vorsichtig um und entdeckte, dass etwas neben ihm lag. Es sah aus, wie der Kutschermantel, den er aus dem Bauerhof mitgenommen hatte. Und auf dem Mantel lag ein aufwendig verziertes Schwert mit einer edlen sorgfältig gearbeiteten Klinge, auf der flackernd das Licht des Feuers spielte, daneben ein wertvoller Dolch und eine Kutscherpeitsche. Was hatte das alles zu bedeuten?
Wenn er sich doch nur an irgendetwas erinnern könnte....andererseits war er sich beim Anblick seiner Hände gar nicht sicher, dass er das überhaupt wollte.

Die Zeit verging, das Feuer wurde kleiner und schwächer....bald würde es hier kälter werden...
Gerade hatte er es irgendwie geschafft, sich dem Feuer etwas zu nähern, da bemerkte er wie sich eine Gestalt neben ihn kniete und mit einem feuchten Lappen vorsichtig über seine Stirne wischte. Der zierliche Arm der den Lappen hielt gehörte offensichtlich einer jungen Frau

„Ihr seid wach?“

wollte eine sanfte Stimme von ihm wissen, Dante versuchte, ihr Gesicht zu sehen, schaffte es aber nicht, seinen Kopf so weit nach oben zu drehen

„wie...wie komme ich...hierher?“

flüsterte der Henker zurück

„das weiß ich nicht....ich sah Euch hier liegen, vor ungefähr einer Stunde, als ich nach Pilzen suchte“

„was.... ist mit meinem Rücken passiert?“

„es sieht aus, als hätte man Euch ausgepeitscht, aber viel erkennen kann man da nicht mehr, es ist alles voller Blut...“

„ja....so fühlt es sich auch an“

„könnt Ihr Euch denn nicht daran erinnern?, so etwas vergisst man doch nicht...?“

„nein....ich habe keine Ahnung....was passiert ist...jemand warf mir einen Stein an den Kopf...und dann....weiß ich nichts mehr“

Die Frau strich sein Haar aus dem Gesicht und betrachtete es sorgfältig

„Könnt Ihr Euch denn noch daran erinnern, woher ihr das Brandmal an der linken Wange habt?“

„ein Brandmal? Im Gesicht?...nein....ich habe keine Ahnung, aber ich werde es herausfinden“

antwortete Dante düster, und starrte vor sich auf den Boden.

„ich...öhm...ich werde Eure Wunden jetzt behandeln“

sagte die junge Frau nach einer Weile und fing an, eine fettige Paste in einer Schüssel zu rühren

„meine Großmutter macht die beste Heilsalbe in der Gegend, wisst Ihr“

fuhr sie fort und machte sich daran, die Salbe auf die Striemen auf Dantes Rücke aufzutragen. Der Henker vergrub seine Zähne in einer Falte der Decke, auf der er lag, um nicht laut loszuschreien und hoffte, dass die Prozedur nicht allzu lange dauern würde, denn trotz aller Vorsicht brachte ihn der Schmerz fast um.

„ich werde auch noch die alten Wunden auf den Schultern und dem Bauch versorgen, wenn Ihr gestattet...und den Schmiss in Eurem Gesicht... aber erst solltet Ihr diese Medizin zu Euch nehmen, sie lindert die Schmerzen und lässt Euch schlafen“

das hörte sich verdammt gut an und Dante schlürfte gierig die bittere Flüssigkeit von dem Löffel, den das Mädchen mehrere Male vor seinen Mund hielt.
Und sie hatte nicht zuviel versprochen, denn innerhalb kürzester Zeit fiel der Henker in einen tiefen....erholsamen Schlaf.