Hi qed,
an sich gefällt mir die Geschichte.
Inhaltlich denke ich mal, dass der Mann verbotener weise etwas mit der Frau im roten Kleid angefangen hatte und nun dafür verbrannt wird. Hört sich etwas nach irgendeiner fundamentalistischen Gesellschaft an, die die Sache mit Männer und Frauen recht eng sehen. Die ganze Szene mit den Sonnenblumen hat er wohl kurz vor seinem Tod nur geträumt. Soll vielleicht die schöne Zeit mit ihr symbolisieren. Auf jeden Fall konnte sie sich vor dem Feuer - der Strafe - retten in dem sie in den Brunnen - in Sicherheit - sprang.
=> Alles in allem ne Gesellschaftskritik?
=> Und vielleicht verwendest du ja absichtlich so eine ältere Sprache, um auf die Zeit hinzudeuten?
Hoffentlich ist auch die Frau nicht nur eine Metapher, sonst geht das da oben alles nicht auf
Deine Sprache ist größtenteils in Ordnung, wirkt ab und zu aber ein wenig zu verkünstelt oder antiquiert. Sind aber nur ein paar Formulierungen, die mir da nicht passen. Mal schauen ob ich Stellen finden kann...
"...bis ich schliesslich die Mitte gefunden hatte. In der Mitte stand ein alter Brunnen..."
- Zwei Mal Mitte. Beim zweiten Satz vielleicht so anfangen: "Dort stand..."
"...aus jener Munde das Wasser spritzte. Aber das wichtigste, was jene Idylle..."
- Erstens wieder eine Wiederholung (jene), zweitens wirklich ein Tick zu gekünstelt, also das "jender Munde"
Dann verwendest du recht häufig "welche/-s/-r" als Relativpronomen, anstatt normaler Sachen wie der/die/das. Geht zwar wahrscheinlich durch, liest sich für mich aber wieder arg künstlich und pseudopoetisch.
Beim Schluss gebe ich aka Recht. Ein etwas unwürdiger und profaner Abschluss. Zumal:
"...machte er sich so seine eigenen Gedanken dazu."
- Ist für die restliche Sprache ein wenig zu umgangssprachlich, oder?
Ansonsten hats mir wie gesagt gefallen, wenn auch etwas kurz - sowohl von der Textlänge als auch von der Handlung.
Bye,
Neo






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