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Thema: Helden

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Ich denke es würde den Rahmen dieses Themas sprengen (und so genau kenne ich mich damit auch nicht aus) wenn man jetzt die historischen und kulturellen Hintergründe von idealisierten Helden durchleuchten würde. Warum viele Menschen von solchen Figuren bzw. "positiven" Geschichten begeistert sind, ist aber nicht unbedingt schwer nachzuvollziehen, oder nicht?

    Unrealistisch ist Fiktion auf die eine oder andere Weise immer. Genauso wie es in der Realität keine rechtschaffen guten Menschen gibt, existieren auch keine rechtschaffen bösen. Von daher finde ich "Realismus" als Argument nicht besonders wirkungsvoll. Und selbst wenn man einen "bösen" Helden spielen würde, dann wird dieser wie gesagt fast immer glorifiziert. Das ist mMn nach aber falsch, denn um glaubwürdig zu sein, müßte im Spiel das Handeln des Helden dann auch die ganzen negativen Konsequenzen nach sich ziehen, die damit verbunden sind - sowohl aus Sicht der Opfer, als auch aus Sicht des Helden. Außerdem müßte ein "böser" Held auch ein Motiv für sein assoziales Verhalten haben. Wenn du das dann wieder auf die Realität übertragen willst, müßte das in den meisten Fällen eine ausgeprägte psychische Störung sein.

    Zitat Zitat
    Warum soll der Held nicht nur an sich denken? Das machen die meisten so.
    Also da bin ich eher skeptisch. Wenn alle Menschen nur an sich denken würden (damit meine ich Egoismus, keinen Eigennutz, bevor das mißverstanden wird), dann würde unsere Gesellschaft kaum funktionieren.

  2. #2

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    Mich persönlich würde so ein negativer Held einfach nur auf 180 bringen.

    Klar, es wäre innovativ, einen Helden zu spielen, der gefühlskalt und ernst ist und einfach komplett ohne gefühlsmäßige Veränderungen auskommt, aber ich persönlich würde das grässlich finden!

    Ich möchte einfach sehen, dass der Held selbst auch weiterkommt, nicht nur im Abenteuer, sondern auch von seiner eigenen Persönlichkeit und Gefühlswelt her.
    Ich finde, ein großes Abenteuer prägt einen Menschen doch auch und kann doch nicht spurlos an dem Charakter vorbeigehen! Außerdem macht es mich einfach rasend, wenn ein Held nach einer Weile immer noch nicht dahinterkommt, was Sache ist.
    Bei dem Buch "Die Rache der Zwerge" z.B. bin ich total wütend geworden, weil der Mainchar sich einfach nicht aufraffen konnte, endlich mal was an sich zu ändern, und stattdessen sich das Gehirn weggesoffen hat - Ich kann das einfach nicht ab.

  3. #3
    Zitat Zitat von Spongie *W*
    Mich persönlich würde so ein negativer Held einfach nur auf 180 bringen.

    Klar, es wäre innovativ, einen Helden zu spielen, der gefühlskalt und ernst ist und einfach komplett ohne gefühlsmäßige Veränderungen auskommt, aber ich persönlich würde das grässlich finden!
    .
    So denken viele, die Frage ist: Wer riskiert "ein ganzes Spiel" das gemakert und erstellt werden muss, das gepixelt und dessen Geschichte geschrieben werden muss um den Wahrheitsgehalt zu testen?

    Kein Wunder das soviele Leute bei bewährten Mitteln (=Helden) bleiben

  4. #4
    hmm...

    ...Xian und Sao...naja, ok nicht unbedingt...
    ...und dann noch 2 weitere Spiele die einen RTP-Dämon als Helden haben...
    ...und dann natürlich noch VMuaD, obwohl da die Helden nicht unbedingt unsympathisch sind, allerdings bis zum Ende der Demo sie die anderen ausnutzen, verarschen und egoistisch sind...

    ...aber wirklich unsympatisch sind Helden für mich selten...naja...

  5. #5
    Für mich würde ein Held der über fetzen geht besser gefallen weil soclhe chars die sich weiter entwickeln (zum guten) sind einfach peinlich xd die värschwenden nur den zeit im spiel wenn so was kommt sag ich immer "ochne nicht son sch**ss"
    wäre mal geil wenn ein rpg spiel käme wo man entscheiden könte wär stirbt oder so z.B wenn ein zwischenendgegner von den char besiegt wird und dan verschonen oder von ihn wollen das er was erledigt
    oder ein char der seinem team einfach so töten würde xd
    Frei entscheiden wie möglich das wäre echt ein profileistung wer das hinkriegt

  6. #6
    @Dark~Rei:

    Ich kann deiner Aussage einen eleganten Nebenaspekt abgewinnen, den ich auch schon einige Male bei kommerziellen Spielen beobachten konnte: der Held agiert unehrenhaft, egoistisch, feige, doch die Situation wird als so bedrückend dargestellt, wie der Held sie erlebt; es ist nicht ein Normalzustand, sondern ein einmaliger Einbruch, wie er menschlich ist, und somit wird der Held 'deglorifiziert' und die Identifikation fällt ungleich leichter.
    Ich finde, mit FF7 hast du ein gutes Beispiel gewählt, aber vielleicht bin ich sowieso schon als FF7-Fan verschrieen, deswegen halte ich mich lieber zurück.

  7. #7
    Zitat Zitat
    Ich meine, wer will schon ein feiges Egoistenschwein spielen?
    Ich. Einer meiner DSA-Charaktere (Aybaru) ist genau so ein Typ, egoistisch jähzornig und kann Menschen in der Regel nicht ausstehen.

    Was macht den Reiz eines solchen Charakterschweines aus? Für mich ist es die Komplexität. Menschen werden nicht als unsoziale Charakterschweine geboren, wenn jemand sich also so entwickelt hat, muss das einen Grund haben. Oft ist es auch so, daß sie mit ihrem "Macho"-Gehabe ihren weichen Kern verstecken oder schützen wollen. Wer sich von anderen Menschen abkapselt tut dies in der Regel, weil er zuviel Angst vor menschlicher Nähe hat.
    Genau diese Komplexität in der Psysche des Charakters macht für mich den Reiz aus. Sollte man einen solchen Charakter als Protagonisten nutzen wollen, muss man natürlich dem Spieler diese Komplexität auch zeigen und nahe bringen. Wenn der Spieler die Hintergründe des Charakters kennt oder auch nur erahnen kann, sieht er das unsoziale Verhalten gleich mit ganz anderen Augen und es besteht die Möglichkeit, daß der Spieler den Charakter versteht. Und schon kann sich eine emotionale Bindung zwischen Spieler und Charakter aufbauen, die unabdingbar für das Gelingen einer solchen Geschichte ist.

    Solche Charaktere bieten auch sehr viel Raum für die charakterliche Entwicklung im Laufe der Geschichte. Vielleicht gelingt es einigen Partymitgliedern im Laufe der Geschichte die harte Schale des Protagonisten zu knacken und ihn wieder dazu bringen menschliche Nähe nicht sofort abzulehnen.
    Charakterliche Entwicklung fügt der Geschichte eine weitere sehr spannende Ebene zusätzlich zu der äußeren Handlung hinzu.

  8. #8
    Zitat Zitat
    von Dark~Rei Ich persönlich mag es ja gar nicht, wenn der Held im Mittelpunkt steht (z.B. auserwählt wird).
    Besser wäre es, er ist nur ein Begleiter der Person, die im Mittelpunkt steht bzw. ein einfacher Soldat oder sowas. Siehe FF7, das fand ich zu der Zeit doch richtig super, wo sich herausstellt, das Cloud einer der zwei Soldaten in Nibelheim war und Zack der Hauptheld sozusagen. Zack stirbt, und Cloud übernimmt seine Rolle, so eine Entwicklung wird nicht erwartet und überzeugt um so mehr.


    ich finde das ziemlich blöd ein held solte einzigartig sein
    wenn man einen Helden von anfang an spielt und von nem anderen ersetzt wird würde ich den lust den game zu spielen verlieren
    der hauptchar solte immer meist in mittelpunkt stehen auch von dem spielen sonst wäre das ja kein hauptchar

  9. #9
    Zitat Zitat
    der hauptchar solte immer meist in mittelpunkt stehen auch von dem spielen sonst wäre das ja kein hauptchar
    Für dich mag es so besser sein, doch war das in den ersten RPG's eine sehr lange Zeit Tradition, das der Held DER Weltretter ist, sodas es mit der Zeit schon sehr abgestumpft und wiederholend wirkt. Eine Abwechslung ist da -jedenfalls für mich- sehr wichtig.
    Da ich es sowieso lieber mag, ganz neue Storys zu erleben und überrascht zu werden, werde ich es auch so in meinen Projekten machen und hoffe auf Spiele, die auch diese Einzigartigkeit mit sich bringen.

    Denn Spiele, die vom Grundgerüst der Story einem dem anderen ähneln, werden sehr schnell langweilig und es macht einfach keinen Spaß mehr sie zu spielen. Der Held ist im Mittelpunkt, er muss alle retten und gäbe es ihn nicht, geht die Welt unter. Viel spannender wäre es, die Sache aus anderen Perspektiven zu verfolgen.

    So, nochmal zu einem der ersten Punkte: Es mag Leute geben, die lieber "böse" Helden mögen und auch die "feigen Egoistenschweine" wie ich sie nenne.^^ Doch sind dies dann ja auch keine Helden mehr, wie ich finde. So ein Spiel bringt kein Happy End mit sich... meißtens.

    Abwechslungsreich wäre es zwar auch, wie ihr sagt, dass der Held sich nicht entwickelt, sondern bei einer Einstellung bleibt. Aber wie gesagt, ist es eine Einstellung, die kein Happy End mit sich bringt, so macht es auch nicht wirklich Spaß es zu spielen aus meiner Sicht. Da ich ja auch lieber gute Enden sehe als böse.

    Geändert von Fenrir (18.09.2006 um 21:55 Uhr)

  10. #10
    Als ich den Titel sah dachte ich zuerst es ging um mein Spiel. *verwirrt ist
    Naja sollte mal die rechte für den Namen verlangen. *nörgel

    Zum Thema.
    Ich bin dafür das man Held nicht gleich als Held definieren und ihn nicht
    all zu sehr weiterentwickeln sollte. Zumindest nicht in einem kurzen Zeitaum.

    Bin dagegen den Helden wie einen hirnrissigen Versager dastehen zu lassen,
    der glaubt ihn gehöre die Welt und ihn nicht ein Mal im Verhalten ändert
    wenn alle Mitstreiter um ihn sterben. Sehr absurd.

    Ich selbst mag Charaktere mit finsterer Vergangenheit. Wenn er sich im Verhalten nicht viel ändert leigt das wohl daran das er sich all die
    Jahre bereits weiterentwickelt hat und das Spiel nur seine Endphase
    zeigt. Also erst Vergangeheit, Gegenwart und Zukunft gestalten einen
    Helden wobei am Ende immer die Gegenwart zur Zukunft wird. Verstanden?
    Nein? Egal.
    *brabbel

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