@don rosa
natürlich weiß ich, dass man in einer diskussion seinen standpunkt sachlich vortragen kann und soll. aber das ist etwas anderes als sich für jede ansicht rechtfertigen zu müssen. schließlich geht das gar nicht immer. du schimpfst zum beispiel über atheisten, die ihren atheismus nicht richtig begründen können. gilt es auch, wenn man schlicht und einfach nicht an gott glaubt (ich spreche nicht von mir)? darf man zum beispiel sagen: ich finde es okay, wenn man gläubig ist, aber ich bin es nicht, weil glaube in mir einfach keine gefühle auslöst? oder: ich finde es okay, dass jeder zu weihnachten geschenke bekommt, egal ob gläubig oder nicht, basta.
du darfst das nicht mißverstehen, ich persönliche liebe gute gespräche und diskussionen. aber man hat nicht automatisch recht, nur weil dem anderen die argumente ausgehen.
und gerade in glaubensangelegenheiten gibt es eigentlich niemanden, der recht hat (zumindest werden wir es nie erfahren).

zusätzlich möchte ich noch sagen: die katholische kirche hat viele fehler begangen. ich gehöre nicht zu den menschen, die eine sache an ihrer vergangenheit messen. aber es ist schon komisch: die nazis haben massenmord begangen und (zurecht!) ist der nazionalsozialismus bis heute verpönt. die kirche hat massenmord begangen, aber das ist eben "ein fehler der vergangenheit". die kirche hat sich bis heute nicht bei den opfern der inquisition entschuldigt. das zeugt nicht gerade von reue.
mir ist die heutige kirche herzlich egal, aber ich finde, man darf da ruhig ein bisschen objektiv sein.

das christentum finde ich übrigens in seinem ursprung gut, vor allem die person jesus ist für mich etwas besonderes. aber das wahre christentum wurde schon sehr früh (schon durch paulus) ziemlich verfälscht, leider. aus diesem grund ist das christentum nicht der weg, der mich anspricht. ich habe aber respekt vor jenen, die versuchen wirklich nach jesus' lehren zu leben. aber solche menschen findest du kaum.