Schau, ich bin noch jung und unerfahren, aber ich interessiere mich sehr für Psychologie, und werde es vielleicht auch später mal studieren. Momentan stelle ich einfach mal einige Überlegungen auf, die mir jetzt logisch erscheinen, aber über die ich in einigen Jahren vielleicht lachen werde.Zitat
Ich stimme dir zu, es geht ums reine Überleben der eigenen Art. Und genau das ist Egoismus.Zitat
Die Definition aus dem (als sehr vertrauenswürdig geltenden) Brockhaus:
Egoismus der, Selbstsucht, Ichsucht [...] Der biologisch auf dem Selbsterhaltungstrieb beruhende Egoismus wird meist negativ bewertet [...] (Gefunden auf Duden.de)
Alle Begriffe sind von Menschen erfunden, und zwar wurden sie auch erfunden, um Dinge zu umschreiben, und unter anderem eben auch das Verhalten von Tieren und Pflanzen.
Ich habe das Gefühl, dass dieser Überlebenstrieb eine viel grössere Bedeutung hat als du es dir vorstellst. Ich denke, dass man sich erst wirklich mit Verhalten wie der Hilfsbereitschaft beschäftigen kann, wenn das eigene Überleben und Wohlergehen gewährleistet ist. Jetzt aber eine wichtige Anmerkung: Das eigene Wohlergehen kann eben auch darauf beruhen, dass man anderen helfen kann.Zitat
Andererseits sieht man in Filmen oft, wie sich Leute selbstlos für andere aufopfern. Ob dies in der Realität auch so ist, vermag ich nicht zu beurteilen, da mir schlicht die Erfahrung fehlt.
Guter Gedanke. Ich denke dies liegt daran, dass wir uns, die Menschheit, nicht (mehr?) als Ganzes, als Einheit sehen, sondern versuchen, das Überleben und Wohlergehen der Gruppe zu gewährleisten, der wir zugehören, was zu Konkurrenzkampf führt. Diesen Konkurrenzkampf gibts bei anderen sozial einigermassen intelligenten Tieren ebenfalls, nur ist er bei uns aufgrund unserer Intelligenz besonders verheerend und teilweise eben auch "evolutionstechnisch nicht sehr schlau". Dennoch bin ich der Meinung, dass Konkurrenz natürlich und sogar evolutionsfördernd ist, nur das Ausmass sollte man überdenken.Zitat
Schöne Überlegung.Zitat
Ich weiss es nicht...
Da stimme ich dir zu - ich sehe die Erziehung nicht als alleinige Ursache der Hilfsbereitschaft, sondern als eines von vielen Elementen, dass dazu führt.Zitat
Mühe habe ich allerdings damit, dass du "Menschlichkeit" sozusagen als Hilfsbereitschaft und moralischen Denkens definierst, also lediglich mit "positiven" Eigenschaften verkoppelst. Zur Menschlichkeit gehören meiner Meinung nach beide Seiten - oder wie erklärst du dir, wie diese "gewalttätige, menschenverachtende Umgebung" entsteht? Mit anderen Worten, als Menschlichkeit würde ich eher die Gesamtheit aller Eigenschaften des Menschen ansehen.
Zum Schluss möchte ich noch einen interessanten Satz anbringen. Auch ich hätte Einwände dazu, aber zumindest eine Überlegung ist er wert.
Wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht.

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