mal langsam, avrael, ich habe bei gott kein anthropozentrisches weltbild. ich halte nur nicht viel von dieser wald-und-wiesen-psychologie. wollt ihr etwa behaupten, ihr wüsstet so genau, warum der mensch dieses und jenes tut? und die natur egoistisch zu nennen ist auch ein bisschen weit her geholt. der mensch ist zwar ein teil der natur, aber er hebt sich, denke ich, in gewisser hinsicht schon vom tier ab. bei tieren und pflanzen hat nichts etwas mit egoismus, selbstlosigkeit oder sonstigen vom menschen erfundenen begriffen zu tun. für diese wesen geht es ums reine überleben ihrer art. und das ist auch gut so. bis zu einem gewissen punkt ist das beim menschen das ganz gleiche, aber eben nur bis zu einem gewissen punkt. wir menschen sind durchaus in der lage, dinge zu tun, die evolutionstechnisch nicht sehr schlau sind -und so ein verhalten gibt es bei tieren und pflanzen eben nicht.
außerdem glaube ich eben nicht, dass jeder mensch ein "gutes gefühl" (im engeren sinn, in etwa wie ein stein, der einem vom herzen fällt) hat, wenn er jemandem hilft. vielleicht ist es bei vielen eine art pflichtgefühl -und zugegeben, es ist ein gutes gefühl, wenn man seine pflicht gegenüber sich oder einem anderen getan hat.
aber hilft man jemandem, weil man dadurch ein gutes gefühl hat?
oder hat man ein gutes gefühl, weil man jemandem geholfen hat?

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