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Schwertmeister
Ich mag Realismus auch sehr.
Im Grunde ist Realismus einer der sehr wichtigen Dinge, die ein Spiel gut machen.
Ob es jetzt in der Story total unrealistische Ereignisse oder Wendungen gibt, oder im Spiel selbst, seien es physikalische Effekte oder sonstwas, mich stört sowas.
Zumindest immer dann, wenn ein Spiel versucht seriös zu wirken, aber dann stellenweise oder völlig dagegen verstößt.
Bei Spielen wie der No One Lives Forever Serie oder Serious Sam mache ich mir um Realismus nicht wirklich gedanken, da zählt der Spaß.
Bei Spielen wie Half Life 2, Far Cry und der Max Payne Serie ist Realismus sehr wichtig.
Wichtig für die Story und wichtig für das Spielerlebnis, so wirkt das ganz eben wirklichkeitsnaher und man wird von der Story mehr in den Bann gezogen.
Abstand nehme ich aber von realistischen Gewaltdarstellungen und das tun auch viele Entwickler.
In Half Life 2 ist der Gewaltgrad gerade so, wie ich mir das wünschen würde.
Far Cry ist da an der Grenze.
Aber das man in Sachen Gewaltdarstellung nicht so vorgehen kann wie in der deutschen Demoversion von Half Life 1, wo sich NPCs anstatt zu sterben und hinzufallen einfach auf den Boden setzten und mit dem Kopf schüttelten, bis sie einfach verschwanden, ist ja wohl klar. Das zerstört jedweden Realismus.
Ein bischen Blut, umfallen und dann liegen bleiben ohne irgendwelche abtrennbaren Körperteile, das ist okay.
Realismus dient ja im Grunde nur dazu, die Welt glaubwürdiger zu machen und damit fördert es die Faszination und Anziehungskraft, die ein Spiel auf den Spieler auswirkt.
Je tiefer man hineingezogen wird, desto besser. Ich rede nicht von Sucht, wie sie von MMORPGs ausgelöst wird. Ein Spiel exessiv zu spielen, weil ich genug Kohle für dieses oder jenes Schwert brauche oder es ausführlich zu spielen, weil ich wissen will, wie die Story weitergeht und es einfach erstaunlich ist, wie gut alles gemacht ist.. das ist schon ein wichtiger Unterschied.
Mal ein Beispiel für fehlenden Realismus:
Das neueste Spiel der Ghost Recon Reihe macht einen äußerst guten Eindruck und ist auch wirklich gut und realistisch gemacht .. aber da sind auch Kleinigkeiten, die mich stören.
Z.B. unrealistisches Verhalten der KI.
Da steht z.B. ein Schütze auf einem Hausdach, kein ganz flaches Dach, sondern eine ganz niedrige Mauer darum gezogen.
Auf der taktischen Karte, die eine Satelitenansicht des Gebiets bietet, kann man sehen, das er fröhlich steht und wartet, das jemand vorbei kommt. Nun habe ich ihn aber schon auf der taktischen Karte entdeckt und weiß, wo er steht. Also gehe ich mit der Waffe im Anschlag um die nächste Hausecke, wo ich den Schützen dann auf einem Dach sehen können sollte. Aber was macht der Schütze auf dem Dach ?
Sobald ich anfange auf ihn zu zielen, egal wie weit weg ich bin, legt er sich auf den Boden und robbt rückwärts, sodass ich ihn auf keinen Fall treffen kann. Drehe ich mich hingegen für einen Augenblick um, habe ich sofort ne Kugel im Rücken. Selbst wenn ich direkt vor dem Haus stehe, auf dessen Dach der Schütze lauert: er bleibt schön liegen, obwohl er weder wissen kann wo ich bin, oder ob ich auf ihn ziele. Aber natürlich weiß der PC das und übermittelt es der künstlichen Intelligenz. So ein offensichtlich unrealistisch-manipuliertes Verhalten finde ich schade... und es würde eben mehr Spaß machen, solche Gegner auch mal unvorbereitet treffen zu können.
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