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Schwertmeister
*Theaterthread mal wieder pusht und versucht nen gescheiten Post zu machen*
Nachdem unsere Theatergruppe ein ganzes Stück geschrumpft ist und wir nur noch 10 MÄDCHEN (wir haben keinen einzigen Jungen mehr) sind und wir vor drei Wochen unsere erste Probe dieses Schuljahr mit unserer neuen Leiterin gemacht haben, haben wir es auch endlich geschafft uns ein Stück auszusuchen. Die Wahl fiel auf:
Der zerbrochene Krug
von Heinrich von Kleist
(1811)
Wer von euch kennt dieses Stück, ich muss ehrlich sagen, dass ich es bisher nur vom hören kannte und eigentlich auch gar nichts darüber wusste. Es gibt anscheinend auch einen Film der auf dem Theaterstück beruht und der ziemlich gut sein soll. Wenn jemand weiß wie der heißt (vielleicht einfach "Der zerbrochene Krug"?) wäre ich für eine Antwort dankbar.
Hat irgendwer das Stück schonmal gelesen oder gesehen?
Teilweise ist es (imo) ziemlich verwirrend, wir haben es während der Probe mit verteilten Rollen gelesen und nicht wirklich viel verstande, da die Sprache auch etwas "seltsam" ist und aufjedenfall beim ersten lesen recht schwer zu verstehen. Ich schreibe hier einmal den Klappentext rein, vielleicht versteht ihr dann was ich meine.
»Aus einer Kleinigkeit so ein Gewebe heraus zu spinnen, das sich vor unsern Augen bald mehr und mehr verwickelt, bald wieder schnell zu lösen scheint, so lebendig, stets neu, alle Figuren wahr, alles die höchste Teilnahme erregend, so daß man das Unbedeutende der Sache selbst vergißt und sie uns ebenso wichtig wie den streitenden Parteien erscheint, ist meisterhaft: der Gedanke, daß sich der Richter, der der Delinquent zugleich ist, durch seine Anstrengungen in den Beweis gegen sich hinein examiniert, ist ebenso glücklich als neu.«
Und jetzt noch wie das Stück anfängt:
Das Stück beginnt mit einer Gerichtsverhandlung und spielt sozusagen die ganze Zeit in diesem Gerichtssaal. Frau Marthe Rull beschuldigt Ruprecht (den Verlobten ihrer Tochter Eve) einen kostbaren Krug zerbrochen zu haben. Der Dorchtichter (Adam) führt die Verhandlung und erfährt kurze Zeit vorher, dass ein Gerichtsrat (Walter) auf Revisionsbereisung der Ämter ist. Adam will diesen nicht empfangen, da er sich einen "Klumpfuß" zugezogen, sich am Kopf verlässt hat und auch seine Perücken unauffindbar sind.
Seinem Schreiber (Licht) sagt er, dass er am morgen aus dem Bett gefallen sei. Für das fehlen seiner Perrücken erfindet er seltsame Ausflüchte.
Obwohl man glauben sollte, dass das Stück ernst ist und auch eine "ernstere" Geschichte hat, haben wir uns bei der Probe teilweise echt kranklachen können, da die Charaktere teilweise etwas chaotisch sind und Dialog Abschnitte die nur aus einzelnen Schlagwörtern bestehen lockern das (wohl ziemlich Textgewaltige) Stück meiner Meinung nach gut auf.
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