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Ritter
Oh ja - würde sagen, die letzten 5 Jahre waren so. An der Uni habe ich mir nur den Stress gemacht. Ich konnte mich niemals entspannen, nicht mal, wenn ich mit meinen Freunden weg war. Und wie es bei dir ist, nicht einmal, wenn ich ein C-Spiel gespielt habe. Bei mir lagen die gekauften Spiele wie unerledigte Akten im Fach, die ich hinter mich bringen musste. Und wenn das nicht reibungslos funktionierte, bin ich ziemlich unausstehlich geworden - das hat mir ne Zeitlang den Spitznahmen Eselstreiber eingebracht
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Und vor Prüfungen war es bei mir ähnlich wie bei dir. Ich habe meinen Kopf vollgedröhnt mit dem Stoff, hatte für nichts anderes mehr Zeit oder Lust. Meistens war ich dann ein Nervenbündel, das jeden angeschnauzt hat. Und nach der Klausur bin ich meistens in ein Loch gefallen, weil diese Lernerei alles war. Ich wusste einfach nicht, was ich mit meiner Zeit anfangen sollte.
Das ist furchtbar. Man fühlt sich irgendwie permanent wie ausgebrannt. Keine Ruhepause in Sicht. Denn Arbeit gibt es quasi immer. Auf was arbeitet man eigentlich hin? Das habe ich mich dann irgendwann gefragt. Was ist das Ziel von alledem, wenn man das Leben zwischendurch nicht mal genießen kann?
ich versuche seit einiger Zeit, meinen Gefühlen mehr zu folgen. Durch den ganzen Unikrams habe ich sie ganz tief in mir verbuddelt, damit ich die Leistungen bringen konnte, von denen ich glaubte, sie bringen zu müssen. Das war aber irgendwie kein Leben. Ich habe mich soweit zurückgenommen, dass von mir selbst kaum noch was übrig war. Ich fange gerade erste an, auszutesten, ob ich auf diese Weise mein Leben "versaue" oder rette. Es fühlt sich auf jeden Fall lebendiger an als zuvor. Und das war auch nötig...
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