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Ich bin momentan vollends fasziniert von Oblivion. Und ich habe es wie gestern auch heute den ganzen Tag lang gespielt. Es macht unheimlich Spaß. Wenn man die Vergleiche zu Morrowind nicht hätte...
Ich vermisse so einiges. Levitate weniger, Divine Intervention auch nicht, Mark und Recall auch nicht... also so ziemlich nichts, was in dieser Richtung nicht mehr vorhanden ist. Einfach aus dem Grund, weil's nun Fasttravel gibt. Allerdings finde ich das auch nicht unbedingt schön umgesetzt, nur musste zwangsweise eine Menge drauf gehen. Die Siltstrader fand ich beispielsweise genial, oder den Magiergildentransport. Alles nicht mehr möglich. Mark und Recall, Magiergildentransport, Silt Strider, richtige Schiffsreisen... das hatte Atmosphäre. Du bist in dieser Welt und diese Welt bietet dir Möglichkeiten der Fortbewegung. Oblivion bietet dir die Möglichkeit, mit dem Pferd zu reisen - und das auch gar nicht mal schlecht umgesetzt! -, aber ansonsten läuft alles über Fasttravel. Nicht mal ein ordentlicher Zauber. Eine Location gefunden und du kannst dort immer per FT hin. Ich habe letztens auch einen großen Bogen um zwei Oblivion Gates gemacht. Kurz mal hingelaufen, Location entdeckt, fertig. Wenn ich Bock hab, das zu machen, kann ich ja FT benutzen. Ein wenig... sagen wir... öde.
Des Weiteren stimme ich damit überein, dass die Welt ziemlich leer wirkt. Auf Quests treffe ich nur durch Zufall, nicht mal auf viele. Eigentlich wollte ich den MQ noch nicht machen, aber wenn ich denn sonst nichts zu tun habe... Ich weiß, dass ich momentan schwer begeistert bin von der mir gebotenen Atmosphäre, aber ich bin mir sehr sicher, dass Oblivion mich auf Langzeit nicht fesseln kann. Besonders, wenn ich die Quests, die ich bisher gemacht habe, mal genauer unter die Lupe nehme. Vom Wörtchen "Freiheit" kann da nur unmerklich die Rede sein. Manchmal hatte ich nicht mal die Möglichkeit, noch abzulehnen. Bei einem Quest (Spoiler btw.) musste ich ein paar Leute beschatten. Am Ende stellte sich aber heraus, dass der Typ, der mir den Auftrag gegeben hat (drei verschwendete Tage btw. ...), doch vollkommen paranoid ist. Eine Möglichkeit, dass er überlebt? Nur, wenn du einen Unschuldigen umlegst. Toll.
Für mich ist Oblivion auch äußerst schwer zu erleben. Morrowind kann grafisch nicht mithalten, Morrowind kann von der Belebtheit der NPCs her nicht mithalten, aber irgendwie hat es mich weit mehr gefesselt. Ich habe es immerhin seit Release gespielt, bis hin zu dem Moment, in dem ich Oblivion in Händen hielt und mich fragte, ob es einen ebenso großen Reiz auf mich ausüben könnte. Bisher hat es das nicht geschafft. Ja, irgendwas fehlt da einfach. Ob's nun an der voraussehbaren 08/15-Story liegt oder an der Leere der Welt, ich weiß es nicht.
Die AI hat mich übrigens auch nicht wirklich vom Hocker gerissen. NPCs heben ja angeblich auch mal auf, was man fallen lässt. Dass eine Stadtwache nicht unbedint einen Apfel vom Boden hebt, ist mir klar, also habe ich es auf andere Weise versucht. In Skingrad entdeckte ich auf einem Hinterhof die Lagerstadt eines Bettlers. Ich ging hin, legte ne Menge Futter, eine Schere, zwei Zeitungen und eine Fackel dort ab und wartete, was passiert. Der Bettler legte sich einfach mitten auf die Schere. Als er am nächsten Morgen aufwachte, stand er einfach wieder auf und bat mich um eine Münze, da seine Kinder nichts zu essen hätten. Die Dreingaben hat er vollends ignoriert. Also nix mit überragender AI. Hätt' mich nicht mal gestört, wäre darum nicht so ein riesen Wirbel betrieben worden.
Alles in allem: Momentan bin ich zufrieden, aber generell enttäuschend.
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