Ab 26.06 im Kino


Adam und Eva (Komödie); ab 12

Einst rettete Adam (Simon Schwarz) seiner Eva (Marie Bäumer aus der "Der Schuh des Manitu") als Feuerwehrmann so richtig romantisch das Leben. Vier Jahre später aber ist die Beziehung in Routine erstarrt und heißes Begehren hat längst grauer Alltagswirklichkeit Platz gemacht. Bewegung kommt in die Geschichte, als beide eine neue Liebschaft finden und die einvernehmliche Trennung einleiten. An der Seite neuer Partner - Evas Sandkastenfreund Olli (Pierre Besson) und Adams ewige platonische Freundin Charly (Theresa Berlage) - können sie nun endlich wieder eine leidenschaftliche Affäre miteinander beginnen...

Romantische Beziehungskomödie der nicht ganz alltäglichen Art vom Österreicher Paul Harather ("Indien").

[meine meinung] klingt zwar an sich nicht schlecht und hebt sich aufgrund der recht interessanten ausgangslage von anderen liebeskomödien ab, ist aber dennoch wohl nicht der ganz große wurf und damit vermutlich nur für diejenigen geeignet, die sich für dieses genre erwärmen können.

Bollywood Hollywood (Musikfilm/Komödie); keine altersangabe

Rahul (Rahul Khanna) ist der älteste Sohn einer schwerreichen indischen Familie, die in Kanada lebt. Als seine kleine Schwester heiratet, drängt die Sippe auch Rahul, endlich eine der Seinen zu freien. Der aber hat wenig Lust sich ins traditionelle Korsett pressen zu lassen und schiebt eine fingierte Liason mit der schönen Sue (Lisa Ray) vor - seiner Meinung nach eine Spanierin, die der Familie kurzerhand als Inderin präsentiert wird. Als Rahul und Sue sich wirklich ineinander verlieben, droht der Schwindel aufzufliegen.

Deepa Mehta ist die führende Regisseurin Indiens und in dieser Funktion eigentlich für sozialkritische Kommentare zuständig. Mit diesem romantischen Musical nach bester Bollywood-Manier zeigt sie nun, dass sie auch gern mal von der leichten Muse geküsst wird.

[meine meinung] tja, wer diesen stil mag, sieht ihn sich an. Allzu häufig gibt es solche filme ja nicht im kino. Für die masse allerdings sicherlich uninteressant.

Bulletproof Monk - Der kugelsichere Mönch (Action); keine altersangabe
60 lange Jahre hat ein geheimnisvoller namenloser Mönch (Chow Yun-Fat) den Erdball bereist - um eine wertvolle Schriftrolle, die den Schlüssel zu unbegrenzter Macht enthalten soll, vor dem Bösen dieser Welt zu schützen. Jetzt ist es an der Zeit, einem neuen Hüter der Macht das Amt zu übergeben. Da erweist sich das verantwortungslose Street-Kid Kar (Seann William Scott) auf den ersten Blick nicht unbedingt als erste Wahl - doch als dieser dem Mönch das Leben rettet, werden beide zu einem ungleichen dynamischen Duo im Kampf gegen den ärgsten Jäger ihres Schatzes.

Erstlingsregisseur Paul Hunter bringt alles mit, was die Comicvorlage seines aufwändigen Martial-Arts-Spektakels verlangt: ein stimmiges Gespür für Humor, Timing, großartige Kampfszenen und mit den Hong-Kong-Stars Chow Yun-Fat und Seann William Scott ("American Pie") eines der interessantesten Leinwandduos der letzten Jahre.

[meine meinung] mit Chow Yun-Fat, bekannt aus Tiger & Dragon, durchaus nicht uninteressant, im gegensatz zu eben genanntem film hat man hier aber eher eine typische hollywood actionkomödie. Wer also einen kunstfilm im stile von Tiger & Dragon oder Hero erwartet, wird schwer enttäuscht werden. Der absolut bescheuerte titel beugt dem aber äußerst wirksam vor . leichte kost.

Gelegenheit macht Liebe (Komödie); ab 6

Da ist Mann am Morgen nach der Junggesellen-Party schwer verkatert aber auch schwer erleichtert darüber, im eigenen Bett aufzuwachen - und muss dann feststellen, dass es sich bei der Frau neben einem ohne Zweifel nicht um die Braut handelt. In panischer Annahme, er hätte seine Zukünftige schon vor der Ehe betrogen, versucht der liebenswert schusselige Paul Morse alles, um seinen vermeintlichen Fehltritt zu verschleiern - und macht mit seinen gut gemeinten Lügen alles nur noch schlimmer.

Mit Jason Lee als Bräutigam, der sich selbst nicht traut, Julia Stiles und Selma Blair hat Chris Kochs sympathische Komödie drei Asse im Ärmel - und drei der zurzeit bedeutendsten Jungstars der Traumfabrik auf der Besetzungsliste.

[meine meinung] …und noch eine liebeskomödie . Hört sich nicht schlecht an, aber auch nicht überragend. Kann man sich ansehen.

September (Drama); ab 12

Auf "11'09'02" folgen nun die Reaktionen aus Deutschland - festgehalten in fünf verbundenen Episoden aus dem Großstadtalltag deutscher Menschen zwischen dem Tag des Anschlags und dem Beginn der Luftangriffe auf Afghanistan: Die Geschichte eines Moslems, der sich von seiner deutschen Frau entfremdet; eines Schriftstellers, der zum Fundamentalismus-Experten wird; eines Polizisten und eines Vermögensberaters, den die Ereignisse in den Ruin treiben.

Fünf deutsche Schriftsteller verarbeiteten ihre Gedanken zu den Anschlägen vom 11. September 2002, Regisseur Max Färberböck verknüpfte sie mit den Fernsehbildern, die sich weltweit im kollektiven Bewusstsein verankert haben, zu einem nachdenklichen filmischen Ganzen.

[meine meinung] na ja… ob 5 episoden, die reaktionen der menschen auf den 11. september zeigen, wirklich sehenswert sind, muss man für sich selbst entscheiden. Ich kann damit nichts anfangen.

Sweet Sixteen (Drama); ab 12

Ausgerechnet am Tage seines 16. Geburtstages soll Liams Mutter aus dem Gefängnis entlassen werden. Um der Mama ein Heim abseits ihres dealenden Lebensgefährten und des kriminellen Großvaters zu bieten, versuchen Liam (Martin Compston) und sein heroinsüchtiger Kumpel Pinball (William Ruane) ein Ersatz-Heim in einem liebevoll renovierten "Wohnwagen mit Aussicht" zu schaffen. Leider liegt das Geld für dieses noble Vorhaben in einer Stadt wie Glasgow nicht auf der Straße...

Britannias Working-Class-Director Ken Loach, wieder im Verbund mit seinem erprobten Autor Paul Laverty, liefert eine gewohnt überzeugende Milieustudie. Großen Anteil daran hat Hauptdarsteller Martin Compston, ein schauspielerisches Ausnahmetalent - und nebenbei ein Fußballer mit Profi-Ambitionen!

[meine meinung] im vergleich zu den anderen anlaufenden filmen recht interessant, da es sich hier um einen ernsthafteren film handelt. Mit sicherheit kein pflichtfilm, aber wohl auch kein totaler fehlgriff.

Ten Minutes Older - The Cello (Episodenfilm); ab 12

Noch ein Episodenfilm: In der Weiterführung von "Ten Minutes Older - The Trumpet" interpretieren weitere acht renommierte Regisseure des unabhängigen Gegenwartskinos das Thema Zeit. Das Ergebnis sind acht individuelle und faszinierend unterschiedliche Ansätze, verknüpft mit musikalischen Zwischensequenzen.

Jeweils zehn Minuten lang und unter der Bedingung völliger künstlerischer Freiheit dirigierten diesmal: Bernardo Bertolucci, Mike Figgis, Jiri Menzel, Istvan Szabo, Claire Denis, Volker Schlöndorff, Michael Radford und Jean-Luc Godard.

[meine meinung] gehobenes kino, für diejenigen, die etwas anspruchsvolleres sehen wollen. Ob einem gefällt, was man hier zu sehen bekommt ist nicht abschätzbar, was einerseits an der völlig subjektiven sicht solcher filme liegt und es zum anderen zum glücksspiel wird, inwieweit die beiträge der regisseure als genial oder grottig einzustufen sind.

Was Mädchen wollen(Komödie); keine altersangabe

Eigentlich hat Daphne (Amanda Bynes) alles, was ein 17-jähriges Mädchen aus New York sich wünschen kann. Allein der leibliche Vater (Colin Firth), den ihre freidenkende Mutti einst im spießigen Alteuropa zurück ließ, fehlt zum vollkommenen Glück. Kurz entschlossen klemmt sich Daphne ins nächste Flugzeug, um ihrem Erzeuger eine Überraschung zu bereiten. Papa, Sproß einer ehrwürdigen Adelsfamilie und auf dem Weg als Abgeordneter ins Londoner Parlament, hat tatsächlich keine Ahnung und muss den unerwarteten Familienzuwachs mit den eigenartigen Manieren erst einmal verkraften.

Kelly Preston, Jonathan Pryce, Colin Firth und Newcomerin Amanda Bynes sind die Stars einer gutgelaunten "Cinderella"-Variante mit Charts-Soundtrack. Dennie Gordon ("Joe Dreck") inszenierte frei nach der Familienkomödie "Was weiß Mama von Liebe?" aus dem Jahr 1958.

[meine meinung] tja, auch in ähnlicher form schon mal dagewesen . Nicht das schlechteste, was man je sehen wird, aber auch kein film, der einem im gedächtnis bleibt.

Auto Focus (Drama); ab 16

Dem beliebten Radio-DJ Bob Crane (Greg Kinnear) gelingt in den 60er Jahren als Hauptdarsteller der TV-Serie "Ein Käfig voller Helden" der große Durchbruch. Und dies nicht nur auf dem Bildschirm: Auch im Privatleben brechen so einige moralische Dämme, als sein neuer Freund, der gewiefte Videotechniker John Carpenter (Willem Dafoe), den Familienvater zu obsessiven Seitensprüngen verleitet und ihn auch noch animiert, diese auf Video festzuhalten! Eine Leidenschaft, die Cranes ruhmreiche Karriere Ende der 70er brutal beendet.

Sex, Lügen und Video prägten das Leben des Fernsehdarstellers Bob Crane hinter spießbürgerlicher Fassade. Paul Schrader entlarvt auf faszinierende Weise den Wandel der sexuellen Moral in den 60er und 70er Jahren.

[meine meinung] ein interessantes drama, das sich mit sicherheit von der masse abhebt. Meiner meinung nach der interessanteste anlaufende film, da er anspruchsvollere elemente bietet, ohne damit jedoch gleich ins extreme zu gehen. Der Film der Woche.


quelle: kino.de