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Geisterpforte
Irgendwie ging Ninièl das Ganze mittlerweile auf die Nerven. Waren denn alle verrückt geworden? Dieser Echozar schien eine absolute Begabung dafür zu besitzen, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein und die falschen Schläge abzubekommen und hatte es glorreich geschafft, beide Seiten gegen sich aufzubringen. Und von beiden Seiten eins auf die Nase zu bekommen. "Pech oder Volltrottel?", fragte Ninièl sich seufzend. Und diese seltsame Dunmerin, die schon wieder vor Revan aufgetaucht war. Natürlich vor Revan. Ihr Adoptivvater schien eine Anziehungskraft auf Dunmerinnen zu besitzen und es war eh ein Wunder, dass diese neue Erscheinung hier nicht auch gleich wieder vor ihm in Ohnmacht gefallen war.
Ninièl selbst hatte es geschafft, sich aus den Kämpfen weitestgehend herauszuhalten, indem sie einfach ihr Schwert mit drohendem Gesichtsausdruck vor sich hielt, von sich aus aber keinen Angriff startete, sondern den anderen nur mittels Blickkontakt zu verstehen gab: "Lasst mich in Ruhe. wer näher kommt, ist tot!" Ein Corprus-Opfer in den eigenen Reihen also war der Grund gewesen. Warum schleiften sie den nicht einfach ins Corprusarium nach Tel Fyr? Dann wären beide Seiten zufrieden, obwohl sie selbst der Meinung war, eine schnelle Erlösung durch das Schwert wäre besser für das Opfer. Warum man diese Krankheit eine "heilige" nannte, entzog sich der pragmatischen Hochelfin. An einer Krankheit war ihrer Meinung nach nichts heilig. Man war halt einfach nur ... krank. Und in diesem Falle: unheilbar. Es sei denn, der berühmte Diavath Fyr hätte mittlerweile ein Wunder wirken können, woran sie aber zweifelte. Diese Kurenai war auch wieder aufgetaucht und wenn sie erneut wagen würde, nach Ninièl zu schlagen, könnte sie sich leichter als Cliffracer-Futter wiederfinden, als ihr lieb wäre. Und wenn Lenne diese neuerliche Dunmerin jetzt erlösen würde, hätte sie - Ninièl - auch nichts dagegen. Das nur teilweise mitgehörte Gespräch zwischen der und Revan machte sie stutzig. Das fehlte auch noch gerade, dass die Imperialen womöglich eine Spionin hinterhergeschickt hätten. Kurzum: Ninièl hatte eindeutig schlechte Laune und wenn sie schlechte Laune hatte, endete dies zumeist mit ein paar toten Nords. Leider war die Nord tatsächlich schon enteilt. Wohin auch immer, sie hatte es in dem Getümmel nicht so mitbekommen. Nun ja, er würde hoffentlich bald wiederkommen.
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