Die seltsamen Geräusche waren noch nicht verstummt. Revan folgte seiner Ziehtochter zum linken Turm, dem Turm der Abenddämmerung. Nicht zuletzt aufgrund seiner Angehörigkeit zum Haus Redoran war der Grossmeister erpicht darauf, zu erfahren, was in der Geisterpforte am Laufen war.
Ein weiteres Mal an diesem Tag griff der Dunmer nach "Blaues Licht" und ging lost, ohne sich umzudrehen und nach seinen anderen Begleitern zu sehen.

Während sich Revan neben der gut einen halben Meter grösseren Ninèl auf die Turmtür zuschritt, fühlte er eine tiefe Sorge. Was mochte bloss inder Geisterpforte vor sich gehen. Die Möglichkeiten reichten von einer Bagatelle zu einem Vorfall, der die Geschichte Vvardenfells in eine komplett neue Richtung lenken könnte.

IHR N'WAH!!! ALMSIVI WIRD EUCH RICHTEN!!!

Die Schreie, die an sein Ohr drangen, zeugten nicht unbedingt von einem lebhaften Faschingsumzug. Revan rannte den rechten, gebogenen Gang entlang, bis er den Kern der Aufruhr sah.
Ordinatoren und Kriegswappenträger schrien etwas von einer heiligen Entstellung, die ihre Reihen erreicht hatte und die sofortestens ausgemerzt werden müsse.
Von der anderen Seite des Durchgangs ging es nicht minder beherzt zur Sache.

MÖRDER!! HENKER!!

Was zur Hölle war hier los? Was spielte sich im leicht eröhten Mittelteil der Geisterpforte ab? Ein Putsch innerhalb des Tempels? Was sollten ausserdem die Schreie bezüglich der heiligen Krankheit? Die Tatsache, dass niemand mit Waffen - auch wenn die Fäuste mancher Beteiligter durchaus die Pflicht eines Waffenscheins rechtfertigen würden - kämpften, entschärfte die Situation etwas.
Die Frage an einen kleinen Dunmer, der damit beschäftigt war, im grossen Pulk unterzutauchen, wurde mit einem leicht gereizten "Haut doch ab!" quittiert.
Mittlerweile trotz allem leicht beruhigt, musste Revan annehmen, dass die Situation nicht so schlimm war, wie befürchtet.