Plötzlich war eine gespenstische Stille in der Ruine eingetreten. Die Hälfte von Revans Gruppe lag in Ohnmacht, Ninièl erschöpft neben Lenne.
Revan, der nie offen eine Schwäche zeigte, ging zu seiner Ziehtochter, die, ihrem Gesichtsausdruck zu urteilen nach, ihre gute Laune wieder gefunden hatte.
Schmunzelnd sprach er sie an.

Für ein Nickerchen scheint mir die Umgebung ein wenig unvorteilhaft. Wenn du allerdings aus purer Solidarität auf dem Boden liegst...

Bevor sie antworten konnte, drehte Revan um und ging auf Echozar zu. Er packte den Bewusstlosen und schleifte ihn zu den beiden Frauen. "Soweit kommts noch, dass ich diesen Vandalen trage" dachte er sich.
Vorsichtig legte Revan einen Pfeil in seinen Bogen, der aber schon bei dem Versuch, die Sehne zu spannen, merkwürdig knackste.

Ein voller Erfolg der Ausflug in dieses Loch! meinte er ironisch, jedoch ohne seine innere Wut durchscheinen zu lassen.
Der erschöpften Altmerin gab Revan einen Trank, und sagte Trink nicht gleich alles. Ein kleines Schlückchen dürfte reichen. Ein Augenzwinkern später reichte der Grossmeister in seinen Umhang und zog ein Amulett hervor.
Frische Energie durchfloss ihn, als er den Effekt aktivierte.

So, wollen wir doch mal die beiden Schläfer aus ihren Träumen reissen.

Am liebsten hätte der Indoril Echozar ein paar zünftige Ohrfeigen gegeben, um ihn wach zu machen. Nur seine Disziplin hielt ihn davon ab. Ausserdem hatte der ohnmächtige Dunmer den Abdruck seines Krummsäbel-Hefts im Gesicht.
Revan schüttelte Echozar ein wenig, vermutlich mehr, als nötig gewesen wäre, bis dieser langsam die Augenlieder bewegte. "Na also.."
Gleichzeitig war auch von Lenne ein Stöhnen zu hören, welches anzeigte, dass sie scheinbar langsam wieder erwachte.