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Abenteurer
Pelagiad / Halfway Tavern
Mist... Da war man einen einzigen, kurzen Moment unachtsam und schon gerät man in Dinge rein, von denen man im Endeffekt gar nichts wissen will. Kurenai hatte nicht damit gerechnet, in diesen Kampf verwickelt zu werden, eigentlich hatte sie sogar vorgehabt, sich voll und ganz rauszuhalten, aber diese Elfe hatte... Ach, nun war es zu spät. Schuld oder nicht Schuld. Wer konnte sowas in diesen Zeiten noch entscheiden? Was zählte war, dass der Rothwardon, auf dem sie lag, einen nicht sonderlich... glücklichen Gesichtsausdruck machte. Als sie sich ihrer Momentan Körperlage - der horizontalen - bewusst wurde, wollte sie sich zur Seite drehen und aufstehen, doch der Rothwardon war schneller. Sein rechter Arm stieß nach vorn und traf sie im Gesicht. Mit der anderen Hand riss er die Frau zur Seite. Kurenai schlug hart auf dem Boden auf, doch der leichte Schmerz, der ihren Körper durchzuckte, war nichts gegen die vollkommene Verwunderung, welche die wenigen Minuten, die sie bereits hier war, hervor gerufen hatten. Sie stelle sich nur eine Frage: Worum geht's?
Wie von Sheogorath besessen sprang der Mann auf und hämmerte gegen die fest verschlossene Tür. Nach wenigen Sekunden besann er sich eines besseren, nahm sein Schwert auf und begann, die Tür damit einzuschlagen. Die Elfe, die sich dort drin befand, vielleicht auch andere Leute, das zerstörte Allgemeingut - all das störte Kurenai nicht im geringsten. All das war keine Erklärung für die Wut, die plötzlich von ihrer Seele Besitz ergriff. Verdammt! Diese Verwirrung! Sie hasste es, wenn etwas geschah, was sie nicht verstand. Schlimmer noch, dass dieser... Herr scheints nicht gewillt war, ihr zu sagen, worum es hier eigentilch ging. Nun würde er zu spüren bekommen, was es bedeutete, sie wütend zu machen. Jedes Geräusch war aus dem Gang gewichen, selbst das Hämmern der Wachen gegen die fest verschlossene Tür konnte ihr Ohr nicht mehr erreichen. Alles, was sie sah, war er. Das Holz der Tür beugte sich langsam aber sicher dem Willen des tobenden Rothwardonen, kleine Stücke splitterten bereits ab.
Kurenai erhob sich ruckartig und zog ihr Ebenerschwert. Die Maske... sie ruhte neben der Tür liegend und wartete auf ihren Besitzer. Komm schon, du Schwachsinniger, dachte Kurenai, dreh dich zu mir um und sieh das wahre Gesicht dieser schändlichen Frau, die in ihrem Leben nichts mehr zu verlieren hat! In ihrem Kopf reihten sich Buchstaben, Wörter, Sätze - eine fremde Sprache. Ein Zauber, den sie schon lange nicht mehr angewandt hatte. Sie konzentrierte sich auf ihr Ziel, ballte ihre Kraft und schoss ihm mit einer Handbewegung einen Zauber entgegen, welchem kein Lebewesen dieser Welt jemals würde ausweichen können.
Wenige Sekunden später hatte er ihr Schwert am Hals. Ihre Stimme klang nicht in ihren Worten wider und dennoch... dennoch hielt der Mann inne, als er ihre Worte vernahm: "Scheiße, was? So geht man nicht mit Menschen um. Entschuldige dich... oder stirb." Seiner darauffolgenden Bewegung konnte man unschwer entnehmen, wofür er sich entschieden hatte: "... oder stirb". Mit einem einzigen Hieb seines Schwertes hatte er das Kurenais abgedrängt und sich in eine sichere Position gebracht. Nun mit dem Rücken zur Wand stehend, sah er in Augen wie Metall, hasserfüllt und grausam... wie tot.
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