Entweder drehte sich sein Kopf unaufhörlich im Kreis oder die Taverne drehte sich unaufhörlich um ihn. Jedenfalls schlagen die etlichen Versuche den Becher vor ihm zu ergreifen fehl. Mal durch einen spontan entfachten Lachanfall, der meist einige Minuten in Anspruch nahm, mal hatte ihn sein Gleichgewichtssinn verlassen und er musste sich gehörig Anstrengen nicht hinterrücks vom Stuhl zu fallen.
Der Schreck war aber meist nach einer neuen Welle Lachanfällen, in dieser Situation meist vom Dunmer ausgehend, vergessen. Es war als ob er in einer Welt gefangen war, die nur aus lautem Gelächter, vieler verschwommener Gesichter und viel, viel Sujamma bestand. Er war glücklich.
Das Grinsen war kaum mehr von seinem Gesicht zu kriegen. Die Zeit schien auch stehen geblieben zu sein. Denn egal wie lange er auch lachte, egal wie oft er versuchte seinen Becher zu erwischen, in seiner Welt wurde es weder heller noch dunkler. Ein klasse Ort, wie er fand.
Bei seinem etwa 369ten Versuch diesesmal das richtige Trinkgefäß in die Hände zu bekommen, katapultierte er seine beiden Arme nach vorne, riss dabei seinen Oberkörper mit, griff ins Leere und lag dann mit ausgestreckten Armen auf den alten Holztisch. Erschöpft drehte er seinen Kopf zur Seite und erblickte dabei den aufs Neue lachenden Dunmer. Wenn er so recht überlegte, erkannte er diesen gar nicht wieder. Früher, da war er stets ein sehr vorsichtiger und zurückhaltender Elf gewesen. Ja, damals...das waren noch Zeiten.
Den Lachanfall überwunden, drehte er den Kopf zur anderen Seite. Ihn überkam plötzlich eine insgemeine Abenteuerlust, seine Welt aufs genauste zu erforschen. Da erblickte er wieder einen Dunmer und gleich noch einen. Langsam fragte er sich wo er hier eigentlich sei, mit all den Dunkelelfen um sich herum. Den einen kannte er schon seit einiger Zeit, damals, als er zum ersten Mal sich zu ihm mit einem Becher Cyriodil Brandy gesellte. Ja, früher, da war alles besser.
Aber jetzt, da ließ sich der olle Abenteuerer doch tatsächlich mit einer diesen dunklen Gestalten ein. Nun, eigentlich waren sie ja alle dunkel, sogar er, obwohl er braun bevorzugte, aber nichts desto trotz waren das gefährliche Typen. Vor allem die Weiber waren gekonnte Auftragsmörder.
Da schleimten sie sich erst Wochenlang mit schönen Worten und schönen Körperteilen in das Herz des Mannes ein und dann, nach Jahrelanger Ehe, wollten se nix mehr von einem Wissen. Kein gescheites Essen mehr, Keinen Spaß mehr, Kein gar nix mehr. Da brauchte man sich nicht wundern wenn eines Tages ein paar Tropfen Gift in den Salat landeten...Teufelsweiber!
Er musste seufzen. Die Jungen Kerle heut zu Tage hatten wirklich keine Sorgen. Ach wie wünschte er sich all die Jahre wieder zurück. Er hätte sovieles anders gemacht, er hätte wieder seinen Spaß gehabt.
Resigniert drehte er sich wieder zu seinen Trinkkumpanen, der sich wieder von einem seiner Lachanfälle zu beruhigen schien.
"Weiber...Vonen Teufelsdaedra selbscht erschafnn worn! Un' wasch mache miar? Miar naivn Verreckar rennen denne au noch hinteher!"