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Abenteurer
Pelagiad - Taverne
Irritiert blickte Echozar sein Gegenüber an, hatte er doch eben noch merkwürdig abwesend gewirkt und ihm unverhohlen in die Augen gestarrt, als wenn er den Dunmer hätte verzaubern wollen. Außerdem hatte er merkwürdig geschwankt, zumindest in Ansätzen. Ohne Zweifel war der Typ besoffen, und als die Saite des Barden riss, war er plötzlich wieder voll da, nur um sich seinen Becher wieder zu füllen. Inzwischen war Echozar sich trotz aller Vorsicht relativ sicher, dass dieser Typ nicht nur harmlos, sondern scheinbar auch noch relativ sympathisch war, zumindest tat er so. Trotz allem rückte sein Gegenüber niemals mit Informationen raus, geschweige denn, dass er die Fragen des Elfen beantwortete. War dies Absicht, weil er doch etwas zu verbergen hatte oder war er wirklich einfach nur am Saufen interessiert? Im Moment tendierte er eher zu letzterem. Nun gut, ein wenig mehr vom Sujamma könnte ja nicht schaden, immerhin war es ein gutes Getränk und... umsonst.
Echozar überwand seine eigene Vorsicht bewusst trotz der Anspielung des anderen auf das gefährliche Leben der Adeligen, da die Situation relativ gefahrlos schien. Und wenn er sich wie ein "echter" Tavernenbesucher verhielt, dann würde er sicherlich auch weniger auffallen. Die ganzen letzten Tage hatte er in schierer Angst verbracht, auf Dauer würde dies seine Psyche ernsthaft in Gefahr bringen, er musste sich einfach mal ablenken. Hm, wieso eigentlich noch weitere Argumente finden, seine Entscheidung stand doch eigentlich schon längst fest, eigentlich brauchte er sich vor sich selbst doch auch gar nicht mehr zu rechtfertigen, oder?
"Zum Glück sind wir keine Adeligen, so lebt es sich weniger gefährlich. Auf euer Wohl!"
Kurzerhand erhob er seinen Becher und ließ ihn laut gegen den seines Gegenübers prallen, um mit ihm anzustoßen und dann in einem Zug zu leeren. Ähnlich ging es dann weiter und irgendwann bemerkte Echozar, dass der Sujamma auch bei ihm anschlug. Scheinbar war der Rothwardron der bessere Trinker, denn obwohl auch er besoffen war, so hielt sich sein Zustand relativ stabil, oder kam dem Elfen das nur so vor?
Einen Aufstoßer unterdrückend sah er nun dem anderen in seine vier Augen, welche sich ein wenig umeinander drehten. "Hm, hatte der vorher nicht mal zwei Augen?"
"Saht ma, wie heißtn du eigntlich? Ich bin E...", sagte Echozar, als sich plötzlich wieder sein Verstand zu Wort meldete und zur Vorsicht mahnte. "...Elf und heiße Razoché."
Nur der allmächtige Lorhkan wusste, wie er in seinem besoffenen Zustand darauf kam und geistig in der Lage war, seinen Namen umzudrehen...
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