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Abenteurer
Pelagiad – Halfway Tavern
Immer noch mit skeptischen Augen blickte der Dunmer dem Redguard ins Gesicht, welcher selbst jedoch einen äußerst gelassenen und harmlosen Eindruck auf ihn machte, wobei letzteres auch sehr gut gespielt sein konnte. Seinen Gesichtsausdruck immer noch gleichgültig haltend dachte Echozar über diese groteske Szene nach, denn einige Kleinigkeiten wollte ihm nicht gefallen und alarmierten ihn deshalb. Was hatte der dunkelhäutige Typ zu dem Bosmer gesagt? Was hatte er vorher mit der Wirtin abgesprochen? Warum war gerade er das Ziel dieser ganzen Sache geworden, warum nicht irgendein anderer der Tavernenbesucher? Am liebsten würde Echozar sofort verschwinden, möglichst weit weg von dieser komischen Type. Andererseits konnte es ja wirklich sein, dass dieser ihn einfach nur so eingeladen hatte, weil er so sympathisch, mit freundlichem einladenden Lächeln und mehr als Kontaktfreudigkeit in der Ecke gesessen hatte. Moment, hatte er das überhaupt? Nein. Was dann? Sah er mit seinem paar harten Brotscheiben so bedürftig aus? Nun ja, das wäre immerhin eine Möglichkeit, aber dann war sein Gegenüber kein gefährlicher Kopfgeldjäger, sondern ein Helfer in der Not. Vielleicht gehörte er ja zum Kaiserlichen Kult? Ja, das konnte gut möglich sein, die halfen doch immer den Notleidenden und so, zumindest hatte Echozar davon gehört. Dass der Typ keine Rüstung trug, machte das ganze sogar noch ein wenig wahrscheinlicher. Nun gut, Echozar beschloss, dass er vorerst sitzen und trotzdem vorsichtig bleiben würde, immerhin wollte er sich auch überhaupt nicht verdächtig machen. Er war nur ein normaler grimmig dreinschauender Tavernenbesucher, der von einem anderen fröhlich dreinschauenden Typen eingeladen wurde, auch welchen Gründen auch immer. Vielleicht wusste der ja sogar Neuigkeiten über den Mord, was den Dunmer schon interessieren würde. Nur wäre es vielleicht nicht klug, das Gespräch auf dieses für ihn so empfindliche Thema zu lenken.
Immer noch spielte der kleine Bosmer sein Lied, welches dem Waldläufer schon sehr zusagte. Dieser kleine Elf wusste scheinbar genau, wie man sein Instrument richtig bediente und ihm die schönsten Melodien entlockte, während seine Stimme die Worte sang. Es war eine schöne Symbiose zwischen Gesang und instrumentaler Begleitung, wobei der Waldläufer sich grad vorkam wie so ein Adeliger, der über den letzten Besuch eines beliebigen Konzertes philosophierte. Was für ein Geschwafel ihm da grad in den Sinn gekommen war, dabei hatte er noch gar nichts von dem Sujamma zu sich genommen. Zum Glück hatte der das nur gedacht und nicht laut ausgesprochen. Egal, es wurde nun auch endlich mal Zeit zum Handeln.
„Nun denn, dann danke ich Euch, mein Freund“, sagte der Dunmer und sein Gesichtsausdruck wurde ein wenig freundlicher, als er mit seinem Gegenüber anstieß und ein wenig von dem Sujamma trank. Absichtlich spielte er jedoch, einen großen Schluck genommen zu haben und brachte dies dank jahrelanger Übung auch gut rüber (Ja, wenn man bei Trinkwettbewerben gewinnen wollte, musste man schon gelegentlich tricksen). Sollte tatsächlich etwas für ihn schädliches enthalten sein – man konnte ja nie wissen -, so würde sein Gegenüber sicherlich bald verdächtige Reaktionen zeigen, aber es folgte zunächst keine, was Echozars Theorie über den Kaiserlichen Kult wieder in sein Gedächtnis rief. Nun, worüber sollte er nun sprechen? Vielleicht konnte er ihm ja mit ein paar gezielten Worten ein wenig mehr Infos über sich entlocken.
„Sagt mir, kennt ihr den Barden dort drüben gut? Was habt ihr Ihm gesagt, zunächst schien er gar nicht in Spiellaune zu sein“, fragte Echozar möglichst beiläufig wirkend, während er seinen Blick zum Musiker wandte, welcher in sein Lied vertieft zu sein schien.
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