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Veteran
Vivec- Tempel
"Dort hinten, das ist der Tempel."
Der Ordinator verweiste auf die riesigen Linien, die sich in der Ferne am Himmel abgrenzten, die Umrisse des Tempel's. Gigantisch musste er sein, fast so hoch wie eine Wohninsel.
Schon von hier sah man die zwei Stufen, von der Amras wusste, das sich in der unteren die Hallen der Grlßzügigkeit, und die der Weisheit befanden, auf der darüber der hohe Tempel, dahinter das Gebäude, in dem Vivec verweielte, der Gott und Gründer der Stadt.
Doch noch etwas anderes war dort, schräg über dem ganzen, ein Flugkörper vom gigantischem Ausmaße.
"Was ist das? Diese schwebende Ding über dem Tempel?" Der befragte Ordinator war schon wieder dabei, sich zu entfernen. "Das, Fremdländer, ist der 'Bewegunslose Mond', Vivec hielt ihm einst davon ab, auf die Stadt zu stürzen, heute hält ein Schrein an der Stelle Andacht, an der Vivec den Levitationszaber hielt. Und nun, Hochelf, lasst mich meine Arbeit machen."
Die Stimme der Stadtwache klang durch die Kriegsmaske gedämpft, kaum hatte sie ausgesprochen, drehte sie sich um, und eielte davon.
Interessant, einen Mond aus nächster Nähe betrachten zu können, verlockend. Auch dem Altmer eielte zum Tempel, vorbei an den rauschenden Kanalausgängen, an den vielen Fährmännern, die ihre Boote pflegten.
Außerhalb der Wohnanlagen gab es kaum Händler, die meisten schienen drinnen zu verweilen, so wie im Fremdenviertel.
Immer deutlicher stach sich die Silhouetten des Tempel's ab, langsam wurden kleine Details sichtbar, bis der Altmer über eine Brücke schritt, dann befand er sich mitten auf der Plattform des Tempel's zu Vivec.
Eine große Statue war das Erste, was in das Auge viel, fein säuberliche Steinwerkskunst zeigte einen Dunmer mit gespreizten Armen in einer bettenden Geste, Vivec? Wahrscheinlich. Mit der Glatze und den vielen Orringen in den langen Ohren sah er aus wie ein sterblicher Gott der Dunmer. Auch die rechte Seite des Tempels, unter dem fliegendem Mond, zierte eine Statue, wieder das gleiche Motiv, nur das der Dunkelelf diesmal eine kriegerische Geste aufwies, mit einem Speer erschlug er einen ungeheurlichen Käfer.
Doch der Mond war noch wundersamer. Wie der Wächter der Stadt schaute er von dort oben hinab, die gelbliche Oberfläche des Flugkörper's war beschlagen von Holzstegen, auf dem man deutlich erkennen konnte, wie elfische Gestalten darauf verkehrten.
Wer hätte Gedacht, dass je jemdand auf einem Körper des weiten Sternenhimmel's gehen konnte? Und so rund war er gar nicht, wie es sonst immer schien, jedenfall dieser nicht.
Amras löste seinen Blick von den Wundern, schritt eine weitere Treppe hinauf, denn die Eingänge zu den Hallen, die jeweils immer von einem Ordinator bewacht wurden, interessierten ihn nicht, der hohe Tempel befand sich auf der oberen Ebene.
Während er die ersten Stufen nahm, musste er inne halten. Was wollte er eigentlich dort? Was faszinierte ihn so an den Lehren Vivec's?
Die Heldentaten, in der kurzen Zeit, das war die Faszination. Ein Diener seiner konnte sicherlich genauso viel erleben, genau solche Abenteuer beschreiten.
Eigentlich ketzerisch. Eine Konfession zu der Religion der Dunkelelfen, einem kriegerischen Gott der Dunmer.
"Zerbrich dir nicht den Kopf. Es ist das Richtige, was du tust."
Es half, was der Altmer sich einredete.
Die obere Ebene wurde ebenfalls von vielen Ordinatoren bewacht, gleich dem Rest der Stadt.
Nur eine Gestalt stach aus der Maße hervor, anscheinend ein Priester, ein Dunkelelf im weißen Gewand, der auf einem Geländer lehnte, und in zutiefst in ein Buch vertieft war.
"Verzeiht, wer weißt mich in den Tempel ein?"
Stille. Zwei ganze Male blätterte der Dunmer noch um, bevor er seinen Kopf hob.
"Fragt nach Endryn Llethan, er kümmert sich um Laien, die die Pilgerfahrt antreten wollen. Es ist die hektische Gestalt, gleich hinter dem Eingang zum Tempel."
Es roch nach Weihrauch. Das Innere des Münster's war eine verrauchte Einrichtung. In der Eingangshalle waren, neben ein paar dekorativen Pflanzen, nur ein Tisch angebracht, auf dem ein Haufen Bücher lagen, viele davon aufgeschlagen, anscheinend nur verwendet, um schnell etwas nachzuschauen.
Eine Gestalt hastete aus dem rechten Eingang, der zum Kapelle führte, wo einige Heilige Messen und Gebete abhielten. Der Dunkelf, gekleidet in festichen, extravaganten Gewändern, hielt einen Stapel Bücher in den Armen, schwerfällig balancierte er den Bücherturm.
Doch die Balance hielt nicht. Erst fielen die obersten Bücher hinab, der Dunmer verlor das Gleichgewicht, und kippte, samt seiner Fracht, vorne weg.
"Wie peinlich. Wie peinlich. Aber schnell. Zusammenräumen. Weitermachen."
Der Dunmer kroch über den Boden, versuchte in aller Hektik die Bücher wieder zu sortieren, den Gast bemerkte er gar nicht.
Auch Amras bückt sich, sammelte einige der überschweren Bücher wieder ein.
"Ah, danke, stellt sie auf den Tisch. Zu den anderen. Wenn da noch Platz ist?"
Dankend lächelte der Priester zum Altmer hinauf.
Auch das letzte Buch fand Platz auf dem Tisch, dann begann der Priester diese in den Regalen an der Wand zu sortieren.
"Danke vielmals. Ich bin übrigens Endryn Llethan. Priester des Tempel's zu Vivec. Kümmere mich um die Laien. Den Interessenten unserer Lehren."
"Wenn ihr Endryn Llethan seit, dann habe ich eine bitte. Ich bin ein Altmer von weit her, und fasziniert von den Religion der Almsivi, bereit, mich einer Konfession zu unterziehen."
Endry lies nicht von seiner Arbeit ab, obwohl sein Gesicht ein Lächeln zierte.
"Dann willlkommen, Laie des Tempel's, aber so einfach ist das mit der Weihe nicht. Jeder, der es mit dem Glauben zu Vivec ernst meint, muss erst die 'Sieben Gnaden' antreten. Aber nennt mir ersteinmal euren Namen. Will ja wissen, mit wem der Tempel zu tun bekommt."
"Verzeiht, Amras N'enharma werde ich genannt. Was sind diese 'Sieben Gnaden'? Ich habe schon davon gehört."
"Die Pilgerfahrt zu Ehren der Almsivi.", unterbrach Endryn. "Ein Beweis für Mut und Ehre des Laien. Wisst ihr irgendwo müsste ich noch das Buch haben."
Für einen kurzen Augenblick lies er seine Arbeit inne halten, schaute zur Decke hinauf, um zu überlegen.
"Nein stimmt, die Bücher sind alle weg. Ah, dann kommt ihr mir gelegen. Wisst ihr, Laie Amras, ihr könnt mir einen Gefallen tun, seht es als erste Aufabe an, die euch der Tempel zu teil wird. Und zwar sollt ihr zum Fremdenviertel gehen, dort ist ein Khajit namens Jobasha, er soll euch einen Band des Buche's 'Die Pilgerfahrt' geben, also, fünf Bücher. Dann könnt ihr gleich eines davon behalten."
"Natürlich mache ich das, nur brauche ich Geld."
"Geld? Nehmt euch 100 Draken aus dem Beutel dort."
Endryn schob einige Bücher beiseite, die einen prall gefüllten Beutel versteckten.
"Nehmt ihn. Und jetzt auf, stört euren Meister nicht weiter. Wenn ich irgendwann Zeit finde, bringe ich euch unsere Religion näher."
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