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Held
Quarra Hauptquartier
I am a king of honor
gold and glory
but every king must also die
have I been just and righteous
what is glory
I know I've torn and taken life
and here I stand
a small and simple man
who will trade his karma for my kingdom
a sacrificial rite to render truth
the fire in my soul rejects my wisdom
cause all you do in life comes back to you
I am a king in crisis
counting minutes
there is an ending to my reign
my sins have come to face me
I can feel it
that I have lived my life in vain
and now I know I'll reap
the seeds I've sown
who will trade his karma for my kingdom
a sacrificial rite to render truth
the fire in my soul rejects my wisdom
cause all you do in life comes back to you
am I mad
I feel so void and cold
who can tell
who holds the stories untold
tired and trembling
I am descending
will I have to stay here
and live this life again
Es schien, als ob Lestat dieses Lied immer wieder aus Spott sang, wenn er an seine Mutter denken musste. Wenn er sagt hatte er eine bittere, helle Stimme. Man könnte meinen, dass es ihm leid tat, was er getan hatte wenn man dieses Lied hörte, doch wenn man dann dieses spöttische Grinsen auf seinem blassen Gesicht sah konnten sich viele seiner Untertanen schon denken, was er gerade dachte. Letzt kannte das Gefühl der Reue nicht. Nie hatte es ihm jemand beigebracht. Viele Gefühle hatte man ihm nie beigebracht, geschweige denn wollte er sie nie kennen lernen.. Liebe, Gutmütigkeit, Reue, Angst und Freundlichkeit waren Fremdwörter für ihn. Hass, Bosheit, Sarkasmus und Schmerzen waren das was er zu genüge kannte und unter seinen Untertanen ausübte. Doch waren diese es gewöhnt. Inzwischen waren die Quarra als intelligente und doch sehr boshafte Vampirgruppe angesehen und die meisten Vampirjäger hatten nun an ihrem Hals zwei Bisswunden und waren Lestat untergeben. Sie würden inzwischen sogar ihr Vampirleben für ihn aufgeben.
Er saß in seinen Gemächern auf einem gepolstertem Lederstuhl und hatte sein Kinn auf seine hand gelegt. Dort wo einst seine Fingernägel waren, hatte er sich eine Art Metallkrallen hineingebrannt. Dort wachsen keine Fingernägel mehr und das einzige, was er dort zur Pflege brauchte war ein Schleifstein, den er oft genug benutzte, damit sie immer einsatzbereit waren, wenn er sie brauchte. Er hatte seine Augen geschlossen und summte immer noch das Lied vor sich hin, was ihm nicht mehr aus dem Kopf ging. Selbst hatte er es vor mehreren Jahren gedichtet und es eine Nacht bevor er seine Mutter getötet hatte gesungen. Vor ihr hatte er gestanden und ihr das Lied vorgetragen. Sie hatte noch applaudiert, doch hatte sie ihn dann wieder fortgewinkt... wie einen niederen Diener. Daraufhin hatte er seinen Entschluss gefasst und sie umgebracht auf eine untypische und gleichzeitig erniedrigende Art. Von einem Vampir, von ihrem eigenem Fleisch und Blut wurde sie ausgesaugt und fallen gelassen.
Ihre Leiche wurde inzwischen weggebracht und auf Lestats Befehl kurz vor Sonnenaufgang an die Pforten zur Ruine aufgehängt. Nun hing sie vom Torbogen herab. Eine verkohlte Leiche an einem schwarzen, umgedrehtem Kreuz angebracht um alle Eindringlinge zu verscheuchen. Hier sollte sich niemand hintrauen, außer er wollte sterben oder in ewiger Verdammnis leben. Aus dem wie es schien ewigem Grinsen, was auf seinem Gesicht zu sein schien, wenn er solche Gedanken hegte wurde zu einem leisen und boshaftem Lachen.
Dann erhob er sich schließlich und ging in Richtung des Tors, was die Gemächer des Oberhaupts mit den Restlichen Räumen unterhalb der Ruine verband.
Sein langer, schwarzer Lederumhang schweifte hinter ihm her, wie von Geisterhand getragen.
Er öffnete das Tor aus schwerem Eichenholz und schloss es hinter sich wieder, ohne seinem Wohnort einen weiteren Blick zu würdigen. Es war Nacht. Zeit zum jagen, Zeit zum töten.. Zeit zum verwandeln.
Zwei weitere Quarra schlossen sich dem Oberhaupt Lestat an und sie verließen die Ruinen über eine lange, gewundene Treppe und ein dunkler, Wolkenloser Himmel tat sich ihm auf. Die Sterne strahlten ihm entgegen und wieder erschien dieses mysteriöse, boshafte Lächeln auf seinem Gesicht. „Lasst uns jagen...“ sagte er wieder mit seiner leisen, rauchigen Stimme und sie verschwanden in der Dunkelheit. Khuul war wiedereinmal fällig. Dort waren nach Lestats Meinung genug Wanderer unterwegs, die niemand vermissen würde.
Sie brauchten nicht weit zu laufen und Lestat machte das erste Opfer aus. Er hatte Durst und diese junge Händlerin, die noch so spät zwischen den Dörfern umherwandelt. Sie schien aufgeregt zu sein und hatte einen etwas eiligeren Schritt drauf. Lestat konnte ihren Angstschweiß riechen. Es war mehr Schweben als Laufen, was die Vampire taten, wenn sie auf der Jagt nach ihrer Beute waren. Doch diesmal war es nur Lestat. Die anderen Vampire mussten warten, da er den ersten Biss haben durfte.
Die junge Frau war immer noch eiligem Schrittes unterwegs in Richtung von Khuul und sie konnte wie es schien schon die kleinen Lichter der Stadt sehen, die sie vor sich auftaten, da ihr ein leichter Seufzer anzusehen war. Vampire hatten in der Nacht bessere Sicht als Menschen, da sie sich ja nur Nachts bewegten.. für sie war es taghell.
„Wohin des Weges junge Dame?“
Die Händlerin schreckte zusammen und blieb wie angewurzelt stehen. Nun konnte man ihren Angstschweiß noch deutlicher riechen. Sie blickte sich verzweifelt um, doch schien sie niemanden zu sehen, da sie schließlich weiterging und ihre Schritte noch beschleunigte.
„So spät am Abend hat eine so hübsche Frau aber nichts mehr auf der Straße zu suchen...“
Wieder blieb sie stehen und sah sich geschockt um.
„Wer ist d..da?!“ sie rief es in die Dunkelheit, als die boshaft und zugleich zuckersüß klingende Stimme verhallt war. Ihr blickt schweifte einmal um ihre eigene Achse, doch diesmal erblickte sie jemanden. Es war gewollt... von Lestat war es gewollt, dass sie ihn nun erblickte, doch beruhigte sein Anblick sie gar nicht. Im Gegenteil.. sie schien schier in Panik auszubrechen und rannte nun in Richtung der nahen Stadt.
„Aber aber...“ wieder stand er vor ihr und sie rannte fast in diese dunkle Gestalt des Vampires hinein.
„Ihr könnt alles von mir haben, doch lasst mich in Ruhe... Ich gebe euch was ihr wollt.“
Ihre Stimme klang zittrig und sie flehte um ihr Leben. Die junge Händlerin hielt ihn für einen gewöhnlichen Dieb. Jemanden, der ihre Wahre haben wollte. Doch war dem nicht so.. er wollte etwas anderes. Es war ein boshaftes Grinsen, was sich auf seinem Gesicht breit machte und seine sehr ausgeprägten Vampirzähne kamen nun zum Vorschein.
„ich will nicht euer Gut.... ich will etwas anderes... ich will euer.. Leben!“
Mit dem letzten Wort bewegte er sich so schnell, dass die Frau es kaum war nahm und packte sie am Hals. Eine seiner Krallen fuhr durch ihr Haar und er roch genüsslich an ihr, während sie nun noch häftiger um ihr Leben flehte. „Still!“ Nun drückte er ihr noch fester den Hals zu, dass nur noch ein leichtes Röcheln zu vernehmen war.
Dann ließ er seinen Kopf in Richtung ihres Halses fahren und biss zu. Leise konnte man hören, wie das noch warme Blut seine Speiseröhre hinunterfloss... doch trank er nicht viel.. Schon bald ließ er sie los und sie fiel zu Boden.
„Es dauert nicht lang.. die Schmerzen sind bald vorbei...“ immer noch hatte er das boshafte Grinsen auf dem Gesicht, als er sie nun etwas sanfter am Hals packte und sie hochlegte.
Nach ein paar Minuten hatte die Wunde aufgehört zu bluten und die Augen der ehemaligen Händlerin öffneten sich wieder. Sie waren dunkelrot und ihr Lächeln war nun von zwei besonders langen Eckzähnen geprägt. „Was kann ich für euch tun Meister?“ flüsterte sie ihm nun ins Ohr und erhob sich, wie Lestat es auch tat.
„Geh und verbreite Schrecken. In der Gruft von Hleran in der nähe von Ald´Ruhn werden sie dich aufnehmen und dich „vorbereiten“... nun geh mir aus den Augen ich werde wieder dorthin verschwinden, wo ich mich wohl fühle.
So verschwand er nun wieder in der Dunkelheit und wanderte wie jede Nacht weiter umher, denn eine Person war ihm nicht genug und sein Durst war noch nicht gestillt...
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