Echozar

Rasse:
Dunmer

Alter:
ca. 158 Jahre

Klasse:
Abenteurer/Wanderer

Gilde:
Keine

Aussehen:
Wie alle Dunmer hat Echozar eine bläuliche Hautfarbe und leuchtend rote Augen. Seine Haare sind tiefschwarz und reichen ihm bis zu den Schulterblättern. Er ist 1,90 m groß, schlank und man kann an seiner eher rauen Haut erkennen, dass er sein Leben in der Wildnis verbringt und nicht in einer gemütlichen Stadt, deren Mauern ihn vor den Aschestürmen schützen. Sein Körper ist zudem etwas muskulöser als man es ihm ansieht.

Rüstung:
Eine leichte Lederrüstung, die ihn schon seit vielen Jahren schützt und nicht in seiner Beweglichkeit einschränkt. Darüber trägt er einen dunkelgrünen Kapuzenumhang, welcher ebenfalls starke Gebrauchsspuren aufweist.

Waffe:
Ein mit Ornamenten verzierter Langbogen und das Silberlangschwert „Drachenbiss“, ein Anderthalbhänder.

Hintergrundgeschichte:
Langsam öffnete Echozar die Augen und bemerkte, dass er in seinem Schlafsack lag und ein weiteres Mal diesen fürchterlichen Albtraum hatte. Dieser Traum, der keine Fiktion war, sondern seiner Vergangenheit. Mühsam schaffte drehte er sich auf den Rücken und starrte in den von Sternen besetzten Himmel hinauf, welcher durch einige hohe Baumkronen zwischen ein paar Wolken zu sehen war. Langsam kehrten Erinnerungsfetzen zurück aus den Tiefen seines Gedächtnisses, während er seinen Traum Revue passieren ließ.

Er sah eine weibliche Dunmerin unendlicher Schönheit in einem weißen Kleid, umgeben von einer leuchtenden Aura dem Abendstern gleich. Sie hatte ein ebenes Gesicht und wunderschöne lange dunkelbraune Haare, welche zu einem Zopf zusammengebunden waren. Es mochte zwei Monate her sein, da traf er sie zum ersten Mal in der Taverne in Pelagiad und beide hatten sich auf Anhieb gut verstanden. Wie ungewöhnlich für ihn, da er eigentlich immer ein verschlossener Einzelgänger war, der sein gesamtes Leben über – seit seiner Kindheit in einem Heim für Waisen – nur Freundschaften oberflächlicher Natur eingegangen war und der alle seine Gefühle grundsätzlich für sich behielt.
Nur Kagan wusste etwas über das Gefühlsleben Echozars, kannte er ihn doch nun schon seit so vielen Jahren. Nachdem der Dunmer vor 5 Jahren aus dem Heim in der Nähe Balmoras ausgerissen war, wäre er in der Wildnis fast ums Leben gekommen, wenn ihn nicht dieser alte Jäger gerettet und sich um ihn gekümmert hätte. Er war eigener Aussage zufolge der beste Dieb in ganz Morrowind. Dummerweise hatte er sich einmal auf die Dunkle Bruderschaft eingelassen, eine Verbrecherorganisation, die nur aus Attentätern bestand. Aber im Gegensatz zur Morag Tong – der örtlichen Assassinengilde – besaßen diese Verbrecher keinen Funken Ehre. Dies war auch der Grund für Kagan gewesen, sich von ihnen abzuwenden, wofür sie ihn zur Strecke bringen wollten. Aber Kagan war schlauer gewesen und konnte ihnen entkommen, was wirklich für seine Qualitäten sprach, denn vielen war dies bisher noch nicht gelungen. Von der Stadt Gramfeste aus, wo sich das Hauptquartier der dunklen Bruderschaft irgendwo in den riesigen Kanälen unterhalb der Stadt befinden sollte, reiste er nach Vvardenfell und streifte dort durch die Wildnis. Nachdem er Echozar vor einigen wilden Kagoutis gerettet hatte, nahm er ihn unter seine Fittiche und brachte ihm all sein Wissen über das Leben in der Natur bei, so zum Beispiel die Kunst des Tränkebrauens, aber auch das Ausbessern der Rüstung, das Jagen mit einem Bogen und das Führen eines Schwertes. Auch die hervorragenden Diebeskünste seines Lehrmeisters wurden ihm beigebracht und Echozar hatte sich in allem als ein ziemliches Naturtalent herausgestellt, so dass er mit der Zeit immer besser wurde. Lange Zeit zogen die beiden gemeinsam durch die wilden Gegenden Vvardenfells, sei es nun die sumpfige Bitterküste oder die kargen Wüsten des Aschlandes. Nur in die großen Städte musste er alleine aufbrechen, denn sein Lehrmeister musste sich vor den Agenten der dunklen Bruderschaft hüten, welche ihm überall auflauern konnten. Mochte auch inzwischen einige Zeit vergangen sein, eine offene Rechnung mit der dunklen Bruderschaft wird von dieser niemals vergessen, hatte Kagan ihm erklärt.
Als die beiden ihr Lager in der Gegend zwischen Pelagiad und Balmora aufgeschlagen hatten und sie dringend ein paar Getränke benötigten, hatte Kagan ihn in die örtliche Taverne geschickt. Und dort hatte Echozar diese schöne Dunkelelfin getroffen, Selina war ihr Name gewesen und scheinbar schien sie nicht zu stören, dass er im Umgang mit Frauen durch sein einsames Leben noch überhaupt keine Erfahrungen gemacht hatte und so verschlossen war. Er genoss ihre Gesellschaft und sie trafen sich beinahe jede Nacht in der Taverne des recht abgelegenen Ortes. Sie war so anders als er selbst, offen und stets freundlich. Echozar war auf dem besten Wege, sich in dieses Wesen zu verlieben, denn sie war einfach perfekt.
Eines Nachts – der Himmel war wolkenlos gewesen und die beiden Monde schienen friedlich herab – nahm Selina ihn mit auf einen Spaziergang, um ihm etwas im Vertrauen zu erzählen. Zu seiner großen Verwunderung fragte sie ihn, ob er jemals von der dunklen Bruderschaft gehört hatte, denn scheinbar wurde sie von ihnen verfolgt. Mit großen Augen hatte Echozar sie angestarrt und wusste nicht, was er ihr darauf antworten sollte. Er durfte ihr nicht von seinem Lehrmeister erzählen, dies würde ein zu großes Risiko darstellen und obwohl er für diese Dunmerin schwärmte, war er sich dessen voll bewusst. Doch abrupt wurde er aus seinen Gedanken gerissen, als ein Pfeil neben ihr in einem Baumstann einschlug.
„Runter!“ hatte er gerufen und war zu ihr gestürzt, um sie auf den Boden zu reißen, bevor der nächste Pfeil an der Stelle auftraf, wo sie soeben noch gestanden hatte. Schmutzige Erde bedeckte nun ihr weißes Kleid, doch ihr war nichts geschehen. Echozar verfolgte den Weg des Pfeiles zurück und erkannte in einiger Entfernung eine Person in einer dunklen Rüstung, welche sich kaum von der Nacht abhob. Wieder spannte er seinen Bogen durch, doch dann schimmerte eine Klinge im Mondlicht, die sich von hinten durch die Brust des Schützen gebohrt hatte, welcher nun langsam in sich zusammensackte und schließlich zu Boden fiel. Ihr „Beschützer“ stellte sich als Kagan heraus, welcher nun auf die beiden zurannte, während Echozar sich aufrappelte und dann Selina hochhalf.
„Schnell, wir müssen uns beeilen“, sagte sein Lehrmeister zu ihnen. „Folgt mir ins Lager, die dunkle Bruderschaft kommt niemals alleine. Wir müssen hier sofort weg.“
Kagan rannte voran und Echozar folgte ihm, doch Selina blieb stehen, scheinbar war sie zu geschockt, um irgendwas zu tun. Sie stand nur dort und starrte reglos auf dem Boden, so dass die beiden Männer wieder zu ihr zurückkehrten.
„Selina, was ist los?“, fragte Echozar, doch sie schien ihn nicht zu bemerken. „Wir müssen sie tragen oder zurücklassen, uns bleibt keine Zeit“, sagte Kagan und kam noch näher zu ihr, doch plötzlich schien ein Ruck durch sie zu gehen und sie sah langsam auf, lächelte und sprach:
„Eure Zeit ist bereits vor langer Zeit abgelaufen, Kagan. Wir haben lange gebraucht, um Euch zu finden und Euch endlich aus der Reserve zu locken, aber nun werdet ihr dafür bezahlen, uns den Rücken gekehrt zu haben, die Rache ist unser.“
„Selina, was...“ sprach Echozar, bevor er einen schmerzenden Stich in seiner Seite spürte und sich wie betäubt fühlte. Immer mehr Kraft schien plötzlich aus seinem Körper zu weichen und sein Blick wurde trüber, als er einen scheinbar vergifteten Dolch in seiner Seite sah, welcher durch seine Lederrüstung gestoßen worden war.
„Stör mich nicht, Echozar“, sagte Selina kalt und bevor Echozar endgültig zu Boden ging und ihn totale Stille umfing, konnte er noch sehen, wie sich mehrere Pfeile aus der Dunkelheit in den Körper seines Lehrmeisters Kagan bohrten. Bevor alles um ihn herum schwarz wurde, sah er Selina langsam mit einem daedrischen Dolch auf Kagan zugehen. Bevor auch seine Gedanken aussetzen, wurde ihm vollkommen bewusst, dass er den Tod seines Lehrmeisters verschuldet hatte und er eiskalt ausgenutzt worden war.

130 lange Jahre war dieser Tag inzwischen her gewesen und seitdem hatte Echozar nie wieder einer anderen Person wirklich vertraut. Er wünschte sich, an der Seite Kagans gestorben zu sein, aber das Gift hatte ihn zu seinem Bedauern tatsächlich nur zeitweise außer Gefecht gesetzt anstatt ihn zu töten. Ob das nun von der dunklen Bruderschaft beabsichtigt war oder nicht, wusste er nicht. Er war als Einzelgänger quer über Vvardenfell gezogen, vollkommen unabhängig von allen anderen hatte er sich durch die Wildnis geschlagen. Gelegentlich hatte er sich Reisenden angeboten, welche sich in der Wildnis verlaufen hatten, aber immer blieb er distanziert und wortkarg. Sein Leben war für ihn schon lange vorbei und Freuden sollten ihm bis zu dem Tag verwehrt bleiben, bis er endlich sterben würde. Aber indem er anderen half, konnte er seinem wertlosen Leben einen kleinen Sinn geben und so etwas gegen die Schuldgefühle tun, die ihn seit Ewigkeiten plagten, denn seinem Leben von eigener Hand ein Ende setzen, konnte er auch nicht über sich bringen...






angenommen
Da ich um eine kleine Stellungsnahme zu dem Post gebeten wurde, werde ich dies nun auf diesem Wege tun. Also, ich weiß wirklich nicht, was du hast. Nur, weil du nicht so psycho schreibst wie ich, heißt das nicht, dass du solche Vorstellungen nicht drauf hast.